Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

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Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon McDV » Mo 4. Feb 2008, 16:55

Hallo!

Obwohl es eigentlich keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass meine Breitling Old Navitimer gefälscht sein könnte, möchte ich euch zur Sicherheit noch einmal fragen.

Gekauft habe ich die Uhr bei der Biermann GmbH in Dortmung (http://www.biermann.com). Dort werden die Uhren - laut Website - in der Werkstatt auf der Zeitwaage etc. auf Funktion überprüft (ob sie geöffnet werden weiß ich nicht). Nach dem Kauf war ich mit der Uhr bei 2 Uhrmachern - bei einem habe ich sie nur (in meinem Beisein) auf der Zeitwaage prüfen lassen, bei dem zweiten habe ich sie einige Stunden gelassen und sie ölen lassen. Keiner der Uhrmacher hat mir irgendwas darüber gesagt, dass die Uhr unecht sein könnte. Würde ein Uhrmacher, der eine Uhr zum ölen hat, den Kunden anschließend darauf hinweisen, wenn sie nicht echt wäre (beim Abholen habe ich den Uhrmacher selbst nicht gesehen, sondern nur den Verkäufer im Laden).

Das Einzige, was mir nun aufgefallen ist, ist, dass manche Ziffern der Datumsanzeige nicht perfekt mittig, sondern etwas zu hoch sitzen. Das sollte doch bei Breitling eigentlich nicht sein, oder?

Ansonsten sieht alles perfekt aus: Der Rechenschieber dreht sich schwergängig aber "smooth" und gleichmäßig, ist auch perfekt genau (habe schon mit gerechnet), die Drücker funktionieren einwandfrei, die Krone ist nicht verschraubt und sehr solide und präzise, die Leuchtmasse scheint Tritium zu sein (leuchtet nach Bestrahlung mit Licht nur ganz kurz, aber dafür die ganze nacht kontinuierlich - anders als SL), alle Zeiger des Chronographen sind perfekt in der 0-Position, das Glas war beidseitig entspiegelt, wobei die Entspiegelung außen einige Kratzer hatte, weshalb ich sie runterpoliert habe. Die Glas-Außenkanten sind perfekt bündig mit der Lünette, die Sub-Zifferblätter sind etwas vertieft und haben solche schimmernden Kreise. Auf dem Gehäuseboden steht die Referenznummer A13022 und die Seriennummer 22900.

Außerdem findet ihr hier noch ein paar Fotos (in klein und auch in Full-Size), die ich am Tag des Kaufs (noch mit Entspiegelung) gemacht habe: http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/mvolk/bn

Über eure fachkundige Meinung und Beurteilung würde ich mich freuen! :)

Viele Grüße!
McDV
 
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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon Johannes Fend » Mo 4. Feb 2008, 17:49

Ich erkenne keinen Hinweis auf Fake.

Dass die Datumsanzeige nicht 1000stel mm genau zentriert stehen kann bzw. muss, war auch schon Thema:

viewtopic.php?f=6&t=13668&hilit=datumsanzeige+omega+prof

Gruß Johannes
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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon Thomas H. Ernst » Mo 4. Feb 2008, 18:10

Biermann hätte ein Fake erst garnicht angekauft, so besteht auch keine Gefahr dort eines zu bekommen.
Grüsse Thomas
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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon McDV » Di 5. Feb 2008, 13:06

OK, dann bin ich ja beruhigt. Allerdings steht das Datum schon weiter aben, als nur ein bisschen... Die Zahl (heute die 5) berührt oben den Fensterrand und unten ist etwa 1 mm Platz. Lediglich wenn ich etwa im 45°-Winkel von unten gucke, dann verdeckt der "Fensterrahmen" unten so viel, dass auch unten kein Platz mehr ist. ;)

Naja, vielleicht wurde das Ding mal bei einer früheren Revision (falls mal eine gemacht wurde) nicht perfekt eingesetzt oder so.

Viele Grüße :)
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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon Carlo » Di 5. Feb 2008, 13:16

Thomas H. Ernst hat geschrieben:Biermann hätte ein Fake erst garnicht angekauft, so besteht auch keine Gefahr dort eines zu bekommen.


Wie Thomas schon schreibt habe ich Biermann auch als seriösen Händler kennengelernt.
Gruß

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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon royfocke » Di 5. Feb 2008, 14:14

Schicke Uhr! Viel Spaß damit!


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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon McDV » Di 5. Feb 2008, 15:43

Danke! :)
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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon Matthias Liebe » Di 5. Feb 2008, 18:39

Carlo hat geschrieben:
Thomas H. Ernst hat geschrieben:Biermann hätte ein Fake erst garnicht angekauft, so besteht auch keine Gefahr dort eines zu bekommen.


Wie Thomas schon schreibt habe ich Biermann auch als seriösen Händler kennengelernt.


Dito. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Laden wie Biermann wissentlich mit Fakes handelt. Never ever. Und unwissentlich in diesem Fall ganz sicher auch nicht. Es kursieren so viele so gut gefälschte Breitling, dass man als Händler da schon ganz genau hinschauen wird.

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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon McDV » Di 5. Feb 2008, 19:42

Genau das mit der Unwissenheit meinte ich. Dass Biermann mit Sicherheit nicht wissentlich Fakes verkauft, ist klar. Es hätte ja nur sein können, dass er selbst auch schon drauf reingefallen ist. Ich weiß ja nicht, wie "gute" Fakes es gibt...

Viele Grüße
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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon Matthias Liebe » Di 5. Feb 2008, 20:20

McDV hat geschrieben:Genau das mit der Unwissenheit meinte ich. Dass Biermann mit Sicherheit nicht wissentlich Fakes verkauft, ist klar. Es hätte ja nur sein können, dass er selbst auch schon drauf reingefallen ist. Ich weiß ja nicht, wie "gute" Fakes es gibt...

Viele Grüße


Es gibt ganz verblüffende gute gemachte Breitling-Fakes, das weiß jeder professionelle Uhrenhändler. Und gerade deswegen werden die bei Biermann doppelt genau hinschauen, wenn sie einen solchen "Riskopatienten" anbieten.

Ich würde meine Hand nicht ins Feuer dafür legen, dass man denen nicht eine gefälsche oder zusammengefriemelte Uralt-Breitling aus den 40ern unterjubeln kann. Kaum ein Händler kennt alle Modelle einer Marke aus der Vergangeheit im Detail, wie sollte er auch. Aber bei einem neuen Navitimer tritt dieses Risiko bei einem seriösen und alteingesessenen Händler wie Biermann wohl kaum auf.

Mach dir keinen Kopf, dass passt schon! :lol:

Viel Spaß mit der Uhr.

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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon McDV » Di 5. Feb 2008, 22:09

Danke für eure vielen Antworten! :) Dann kann ich jetzt ja beruhigt sein. :mrgreen:

Viele Grüße!
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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon Thomas H. Ernst » Mi 6. Feb 2008, 12:59

McDV hat geschrieben:Die Zahl (heute die 5) berührt oben den Fensterrand und unten ist etwa 1 mm Platz. Lediglich wenn ich etwa im 45°-Winkel von unten gucke, dann verdeckt der "Fensterrahmen" unten so viel, dass auch unten kein Platz mehr ist. ;)


Hatten wir nicht erst kürzlich so eine Diskussion, muss mal suchen ...

Jedenfalls ist es so dass Indikationen von mechanischen Uhren auf keinen Fall mit LC Displays irgendwelcher elektronischen Gadget verglichen werden dürfen. Bei Mechanik ist immer mehr oder weniger Spiel drin. Datumsanzeigen in Fenstern werden übrigens gerne etwas nach oben versetzt eingestellt damit sie bei schräger Betrachtung auch noch passen.

1 mm erscheint mir jetzt aber ein wenig heftig, das ganze Fenster dürfte ja kaum mehr als 2,5 mm hoch sein. Hast Du mal ein Foto?
Grüsse Thomas
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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon Johannes Fend » Mi 6. Feb 2008, 16:23

Thomas H. Ernst hat geschrieben: das ganze Fenster dürfte ja kaum mehr als 2,5 mm hoch sein.


Ich würde doch 3,5 bis 4 mm Fenster Höhe bei dem Modell schätzen.

Gruß Johannes
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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon Carlo » Mi 6. Feb 2008, 18:21

Um noch mal auf Fakes zurückzukommen, im Falle des Navitimers habe ich persönlich noch kein Fake gesehen, was auch nur annähernd an das Original rankommen würde.
Denen sieht man schon von Weitem an, dass sie gefaked sind.
Gruß

Carlo
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Re: Breitling-Fake erkennen? Hier: Navitimer

Beitragvon McDV » Mi 6. Feb 2008, 18:43

Hallo,

habe jetzt auch mal gegooglet, was es so an Fakes gibt. Erstmal ist mir dabei aufgefallen, dass diese Anbieter meist nur kleine Bilder zeigen - und selbst darauf sehen die Navitimer immer aus wie Spielzeuge... Und wenn mal vernünftig große Bilder gezeigt werden, dann sehen die Uhren irgendwie einfach nur arm aus... Am Rechenschieber 'ne riesen Kante und der Rechenschieber ist viel zu steil mit komisch billig wirkenden Markierungen (Frage mich, ob man damit überhaupt nur einigermaßen passende Ergebnisse beim Rechnen kriegt), billig wirkendes Zifferblatt (kann mir nicht vorstellen, dass das auch nur annähernd so schön reflektiert wie das echte und die kleinen Zifferblätter wirkten irgendwie aufgeklebt...). Kurz gesagt: Was ich da sesehen hab, wirkte einfach nur B-I-L-L-I-G und man würde sie tatsächlich aus Kilometern Entfernung als Fakes erkennen. (Das würde ja die große Zahl der Navitier-Fakes wieder gutmachen ;) ).
Kaum vorstellbar, dass es Leute gibt, die dafür dann auch noch 200 € ausgeben... Für Schrott mit dem man sich einfach nur schämen muss! Warum kaufen diese Leute sich für das Geld nicht eine vernünftige Uhr?! Ich habe erst kürzlich eine schöne Poljot-Fliegeruhr (klassisches Design mit extra Stundenring und 43mm Durchmesser) gekauft, die sogar ein vernünftiges ETA 2824-2 hat und auch nur etwa 200 € gekostet hat. Da kriegt man für's Geld wenigstens noch Qualitätsware. Aber Fakes... Naja, muss jeder selbst wissen. Solange mich nicht mal jemand fragt, ob meine denn echt ist. ;) Ich glaube, das empfände ich schon als Beleidigung. :wink:

Viele Grüße :)
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