alte goldene Damenuhr

Allgemeine Diskussionen rund um Vintage-Uhren (Oldtimer)
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daniela3873
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alte goldene Damenuhr

Beitrag von daniela3873 » 22 Jan 2008, 09:12

Hallo..bin an einer goldenen Damenuhr interessiert:

15 Rubis Ancre de Precision Grand Prix de Bruxelles 1910 6 Medallien

KAMA CHAUX – DE - FONDS

leider habe ich bisher im Internet nicht viel über den Hersteller gefunden..ausser, das es noch Taschenuhren in Silber und Gold davon gibt.


Wo kann ich mehr Informationen her bekommen oder wer kennt eine Uhr dieser Marke....!!!!!!!!!!

Vielen Dank für jede Antwort....... Daniela

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cool runnings
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Re: alte goldene Damenuhr

Beitrag von cool runnings » 22 Jan 2008, 10:23

Hallo Daniela,

wenn es um die bei ebay geht, wäre ich schon auf Grund der Artikelbeschreibung sehr vorsichtig.

Die Marke kenne ich nicht. Aber vielleicht meldet sich ja noch Damenarmbanduhrspezialist. :wink:

EDIT: Man sollte sich immer auch mal die alten Aktionen eines Verkäufers anschauen. Daran sieht man, dass diese "einzigartige" Uhr schon mal verkauft wurde. Vielleicht auch an sich selbst ....

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ducaticorse21
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Re: alte goldene Damenuhr

Beitrag von ducaticorse21 » 22 Jan 2008, 10:50

Hallo Daniela,

ich denke mal daß es sich um diese Uhr handelt. Ich setze mal den Link hier rein, vielleicht fällt einigen die Beurteilung dann leichter...

http://cgi.ebay.de/Masivgoldene-Histori ... dZViewItem


cool runnings hat geschrieben: Aber vielleicht meldet sich ja noch Damenarmbanduhrspezialist. :wink:
Genau, wo ist Indi-Babe denn...? 8) :mrgreen:
Gruß
Stefan
-------------
> Ich bin wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich <

Konrad Adenauer

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daniela3873
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Re: alte goldene Damenuhr

Beitrag von daniela3873 » 22 Jan 2008, 14:08

Hallo..danke für die Antworten..ja..genau an dieser Uhr bin ich interessiert.....und ich weiss nicht..ob sie es wert ist...
denn im Netz findet man ja auch nichts....... : cry:

aber vielleicht kennt sich ja doch jemand mit dieser Marke aus........ :!:

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Quadrilette172
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Re: alte goldene Damenuhr

Beitrag von Quadrilette172 » 22 Jan 2008, 14:16

Die Beschreibung der Uhr durch den Verkäufer weiss mir ganz und gar nicht zu gefallen. Über den WErt, die Seltenheit udn die Qualität des Werkes will ich nicht spekulieren, aber mich deucht die Preisvorstellung für das Gebotene schon seeeeehr selbstbewusst

Aber vielleicht täusche ich mich ja und die Experten hier wissen mehr?

Gruss

Stefan, :wink:

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+???+
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Re: alte goldene Damenuhr

Beitrag von +???+ » 22 Jan 2008, 15:13

Moin,

könnte es sich bei "Chaux - de - Pounds" um einen Lesefehler handeln: Chaux-de-Fonds

"Ab 1800 entwickelte sich La Chaux-de-Fonds zu einem Zentrum der Uhrenindustrie. ...Wie viele andere Städte des Juras hatte La Chaux-de-Fonds unter der Krise in der Uhrenbranche ab 1970 zu leiden."
http://de.wikipedia.org/wiki/La_Chaux-d ... Wirtschaft

Das Foto von der Zifferblattseite läßt diese Interpretation zu...

Nachtrag: Der Vergleich der Bilder mit der schon verkauften "seltenen Uhr" des gleichen Typs zeigt, daß zumindest die Bilder identisch sind.
Der Verdacht, daß diese Uhr beim ersten Mal "an sich selbst" verkauft wurde, ist also nicht völlig abwegig.


Tschüs,
Steffen

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lottemann
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Re: alte goldene Damenuhr

Beitrag von lottemann » 22 Jan 2008, 16:09

Verkäufer hat geschrieben:...Weltseltenheit mit garantiert hohem Sammlerwert.
Soll er Ihn doch benennen und dann garantieren :mrgreen:

Verkäufer hat geschrieben:Nach Aussage des begutachteten Juweliers,
Stand er zum Verkauf, der begutachtete Juwelier, oder
ging es nur eine Unfallversicherung??? :mrgreen: :mrgreen:

Verkäufer hat geschrieben: hat er selten ein so filigranes Präzisionuhrwerk gesehen.
Batteriewechsler...

Verkäufer hat geschrieben:Handgraviert 33/ DR /58 /Δ39 /171
Drei Viertel meiner Uhren vor 1950 sind mit aufregenderen Texten
wie "17 Jewels", "15 Rubis", "unadjusted" oder anderem handgraviert :wink:

Verkäufer hat geschrieben:Nach meinen Internetrecherchen ist die Uhr einzigartig auf der Welt.
ohne Worte

Verkäufer hat geschrieben:Die wahrscheinlich dazu gehörige Herrentaschenuhr mit den gleichen Bezeichnungen (15 Rubis Ancre de Precision Grand Prix de Bruxelles 1910 6 Medallien ) wurde in Venezuela 1994 für umgerechnet 310000 € aufgrund ihres historischen Wertes verkauft.
und deshalb gibt es die passende einzigartige Damenuhr dazu
hier zum Schnäppchenpreis von nur 499 Euro.

Ja.

Klar, ne....


Michael


Änderung:
Wegen der fehlenden Stoßsicherung ist die Uhr nur bedingt
alltagstauglich.

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daniela3873
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Re: alte goldene Damenuhr

Beitrag von daniela3873 » 22 Jan 2008, 16:23

Hallo...gibt es noch andere Möglichkeiten, sich über alte Uhren und deren Hersteller zu informieren :?:

leider bin ich im Moment noch nicht "schlauer".... was diese Uhr betrifft..... :?

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Re: alte goldene Damenuhr

Beitrag von Quadrilette172 » 22 Jan 2008, 16:31

Also........wenn ich die bisherigen Posts zu dieser Uhr kurz zusammenfasse, dann komme ich zu folgendem Ergebnis: Finger weg :!: Aber letztlich musst Du es selber wissen :lol: :!:

Gruss

Stefan, :wink:

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Re: alte goldene Damenuhr

Beitrag von Roland Ranfft » 23 Jan 2008, 01:24

Moin Kinnings,

an der Uhr gibt es wenig zu meckern:

1) Im Boden erkenne ich die alte Bildmarke der Tavannes Watch Co, (TWC), also Cyma, und das Werk sieht auch stark nach einem alten Cyma-Werk aus. Da Kama nirgends als Cyma-Marke bzw. auch sonst nirgends dokumentiert ist, wird es wohl eine Juweliersignatur sein.

2) Fast alle Merkmale deuten auf eine Uhr um 1915. Nur das Milanaise-Band wird wohl später ergänzt worden sein. Wenn's sowas damals überhaupt gab, dann sicher nicht als Uhrenband. Üblich war an solchen kleinen Scharnieranstößen ein zierliches Zuggliederband wie hier:

Bild

Zum Preis vielleicht soviel: Für Werk, Zifferblatt, Glas und Werkring sollte man mindestens mit 10g rechnen, verbleiben 31,4g Gold 585. Das macht beim heutigen Goldpreis von EUR 18,54/g einen Materialwert von EUR 342,40. Es verbleiben also EUR 156,60 für den Sammlerwert. Das ist sehr wenig für ein solches durchaus historisches Stück, aber angesichts der Marktsituation bei Damenuhren völlig überzogen.

Goldgehäuse waren immer selten, und für Sammler haben sie den Vorteil, daß nichts einfacher und damit billiger zu restaurieren ist als ein Goldgehäuse. Dazu wurden Golduhren nur zu Taufe und Beerdigung getragen, und wenn's hoch kommt, auch mal Sontags. Sie sind also in Durchschnitt optisch wie technisch in weit besserem Zustand als andere. Eigentlich sollte all das bei Golduhren weit mehr einbringen als nur den Material-Mehrwert. Die Marktrealität ist aber anders: Schon bei Herrenuhren wird selten der Material-Mehrwert honoriert, und bei Damenuhren schon gar nicht. Ob man das als Verkäufer schlecht oder als Käufer gut findet ist egal - den Markt kann man so wenig beeinflussen wie das Wetter.

Gruß, Roland Ranfft
Das größte Uhrwerk-Archiv im Internet:
http://www.ranfft.de/cgi-bin/bidfun-db. ... fft&&2uswk

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daniela3873
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Re: alte goldene Damenuhr

Beitrag von daniela3873 » 23 Jan 2008, 05:01

Nochmals Danke für die bisherigen Antworten. ... :)

.......hatte gestern auch noch ein wenig recherchiert...., und zwar habe ich den Eindruck, das diese Uhr eine Ähnlichkeit

mit einer Taschenuhr hat..wegen der 3 Deckel ( Savonette.. :?: )




Kann mich auch täuschen..aber in der Zeit von 1910-1920 wurden doch auch Taschenuhren zu Armbanduhren

umfunktioniert..oder :?:


Wer kann mehr dazu sagen...wer kennt sich mit diesem Thema aus...

bitte um weitere Antworten......Danke........... :)

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daniela3873
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Re: alte goldene Damenuhr

Beitrag von daniela3873 » 23 Jan 2008, 08:36

wer kennt sich mit Taschen-Arrmband Uhren aus :?:

habe im Internet gelesen, das Sandoz H.F. Anfang zwischen 19910 und 1920 Taschenuhren zu Armbanduhren umfunktioniert hat...

bei Cyma in Tavannes....

http://watch-wiki.de/index.php?title=Bi ... dmarke.jpg



auch andere Uhrenmarken-Hersteller hatten dies gemacht...


Wer kann weiter helfen :?: ......Danke :)

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Re: alte goldene Damenuhr

Beitrag von +???+ » 23 Jan 2008, 09:57

Roland Ranfft hat geschrieben:
2) Fast alle Merkmale deuten auf eine Uhr um 1915. Nur das Milanaise-Band wird wohl später ergänzt worden sein. Wenn's sowas damals überhaupt gab, dann sicher nicht als Uhrenband. Üblich war an solchen kleinen Scharnieranstößen ein zierliches Zuggliederband wie hier:...
Moin Roland,

ein Zuggliederband aus der Zeit um 1910-1920? Das kann ich nicht ganz glauben. Eher hätte ich ein Band nach der Art eines normalen Schmuckarmbandes erwartet, mit einem ähnlichen Verschluß wie diese. Oder auch eine Art Armreif.
daniela3873 hat geschrieben:Nochmals Danke für die bisherigen Antworten. ... :)

.......hatte gestern auch noch ein wenig recherchiert...., und zwar habe ich den Eindruck, das diese Uhr eine Ähnlichkeit

mit einer Taschenuhr hat..wegen der 3 Deckel ( Savonette.. :?: )




Kann mich auch täuschen..aber in der Zeit von 1910-1920 wurden doch auch Taschenuhren zu Armbanduhren

umfunktioniert..oder :?:


Wer kann mehr dazu sagen...wer kennt sich mit diesem Thema aus...

bitte um weitere Antworten......Danke........... :)
Hallo Daniela,

die Ähnlichkeit zur Taschenuhr passt schon. Die Konstruktion mit dem Werkdeckel sieht auch so aus, als ob das Werk ursprünglich für eine Sprungdeckel- oder eine Savonette-Uhr gedacht war. Aber bei dieser Ausführung bei der Uhr mit vollsichtbarem Zifferblatt und anscheinend keinem Scharnier für den vorderen Deckel sieht es schon aus, als ob das Gehäuse von Anfang an so gedacht war. Das hieße, ein Taschenuhrwerk in einem Armbanduhrengehäuse, auch dafür sollte es aus der Zeit Beispiele geben...

Ansonsten läßt sich zum Statement von Roland nichts ergänzen:
Roland Ranfft hat geschrieben:an der Uhr gibt es wenig zu meckern:...
Tschüs
Steffen

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