Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

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jeannie
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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von jeannie » Do 18. Jul 2013, 00:06

Andi hat geschrieben:Was macht Rolex richtig in Bezug auf ihre Werke?
Längere Entwicklung, konzentriertere Entwicklung, längere Erprobung, höhere Qualitätsstandards (nur bei den Werken, is klar :whistling: ), wird das alles eigen entwickelt und nicht durch andere Unternehmen in die Hand genommen..........?

Irgendwas machen die ja besser als die meisten Mitbewerber
Vor allem die meisten Mitbewerber überlebt.

Mit denen sind nämlich zum Teil exzellente Werke in Qualität und Verarbeitung über den Jordan gegangen, von denen kriegen die bei Rolex noch heute feuchte Hosen.
http://www.watchtools.ch Uhrenwerkzeug, direkt aus der Schweiz.

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tapsa911
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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von tapsa911 » Do 18. Jul 2013, 07:21

jeannie hat geschrieben:
Andi hat geschrieben:Was macht Rolex richtig in Bezug auf ihre Werke?
Längere Entwicklung, konzentriertere Entwicklung, längere Erprobung, höhere Qualitätsstandards (nur bei den Werken, is klar :whistling: ), wird das alles eigen entwickelt und nicht durch andere Unternehmen in die Hand genommen..........?

Irgendwas machen die ja besser als die meisten Mitbewerber
Vor allem die meisten Mitbewerber überlebt.

Mit denen sind nämlich zum Teil exzellente Werke in Qualität und Verarbeitung über den Jordan gegangen, von denen kriegen die bei Rolex noch heute feuchte Hosen.
Moin,

um ein Unternehmen in Krisenzeiten zu führen gehört ein wenig mehr als exzellente Werke, offensichtlich hat Rolex einiges richtig gemacht.

Gruß, Stephan
Durch Ehrlichkeit kannst du mehr beleidigen als durch Lügen.
(Jan Fedder, Schauspieler)

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jeannie
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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von jeannie » Do 18. Jul 2013, 19:37

tapsa911 hat geschrieben:um ein Unternehmen in Krisenzeiten zu führen gehört ein wenig mehr als exzellente Werke, offensichtlich hat Rolex einiges richtig gemacht.
Die einen haben in exzellente Werke investiert, die anderen haben Geld gescheffelt. :mrgreen:
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kochsmichel
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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von kochsmichel » Fr 13. Jun 2014, 12:56

Hier kann ich es ja noch verstehen...

http://www.hodinkee.com/blog/on-the-blo ... tioned-off

(C) hodinkee.com

Bild
Light side of the mood!

alfons66
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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von alfons66 » So 15. Jun 2014, 10:06

Was macht Rolex richtig in Bezug auf ihre Werke?
Längere Entwicklung, konzentriertere Entwicklung, längere Erprobung, höhere Qualitätsstandards (nur bei den Werken, is klar :whistling: ), wird das alles eigen entwickelt und nicht durch andere Unternehmen in die Hand genommen..........?

Irgendwas machen die ja besser als die meisten Mitbewerber
Viele Grüße Andi
Vor allem die teuersten Rolex Vintages (Paul Newman und J.C.Killy zum Beispiel) zeichnen sich dadurch aus, wird das alles von Eta/Valjoux eigen entwickelt und nicht durch andere Unternehmen in die Hand genommen..........?

Und extrem selten sind die auch noch, so selten, daß auf einer einzigen Christies Auktion gleich 50 Stück davon auftauchen, während man bei anderen Marken mit Valjoux 72C zum Beispiel davon träumt, 2 Exemplare im ganzen Leben zu Gesicht zu bekommen. Dies alles zeichnet natürlich die Exklusivität und den hohen Wert der Rolex Vintages aus.

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Ralph-Dieter
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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von Ralph-Dieter » Mo 16. Jun 2014, 23:41

Sammlerpreise sind Sammlerpreise. Als solitäres Ereignis. Die Preise haben in den seltensten Fällen einen realen Bezug.

Wer sammelt, der möchte haben. Ein böses Wort, aber Besitzgier ist hier die treibende Kraft. Und weil Sammler unterschiedlich dicke Geldbeutel haben, übertrumpfen sie sich gegenseitig ohne zu merken, daß sie sich eigentlich gemeinsam bei dem Spiel den Markt zerstören.

Insofern ist so ein Preisverlauf weder unabsehbar noch überraschend.

Prekär wird die Sache, wenn das Objekt der Begierde noch einem Nimbus und, wie bei der Rolex, einer sozialen Funktion unterliegt. Nimbus und soziale Funktion heizen den Preis für eine Rolex noch einmal weiter an.

Wobei die soziale Funktion dafür sorgt, daß Rolexe gar nicht selten sind. Die gibt es nämlich eigentlich, anderen teuren Uhren im Gegensatz, genug. Was auf Auktionen auch gezeigt wird, wie ein Forenkollege geschrieben hat.

Der Nimbus ist, daß eine Rolex eine edle Uhr ist von großer Präzision. Was soweit stimmt. Gilt aber auch für andere Uhren anderer Hersteller. Die Firma, was ihren Nimbus bestärkt, kann auch auf eine interessante, technische Entwicklungsvergangenheit schauen. Was aber auch andere Firmen vorweisen können.

Die soziale Funktion einer Rolex ist aber das Entscheidende, was ihren Preis rechtfertigt und den Sammlerhype zusätzlich anreizt.

Keine andere Uhr steht dafür, es geschafft zu haben. Auf bairisch heißt das, frei nach Krenkl, "Wer ko, der ko!". Was auch gleichzeitig der Grund dafür ist, das eine Rolex nicht wirklich selten ist. Den Krenkl und seine Nachfolger vom Stamme Neureich nebst ihrer weltweit groß vertretenen Verwandtschaften, die gibt's an jeder Ecke. Weshalb ein Geiss auch seine Rolex publikumswirksam, quasi als Zeichen seines persönlichen "Wer ko, der ko", ins Meer schmeißen konnte. Wundert aber auch nicht weiter, zumal man einem über Nacht Unterhosenmillionär gewordenen Herrn Geiss auch keine andere Uhr als eine Rolex zugetraut hätte.
(Was die Geissens heute anders tragen, hat nämlich mit Promotionverträgen zu tun. Was mehr bringt, dafür nichts kostet.)

Darüberhinaus habe ich auch noch Jugenderinnerungen aus dem Ruhrgebiet, wo ich aufgewachsen bin. Wer eine geschmacklos tiefer gelegte S-Klasse fuhr, vorzugsweise in Goldmetallic, war Lude. Und was war an dessen Arm? .... BIngo!

Weshalb solche Uhren nicht wirklich selten sind, weil die neureichen Protzer was zum Angeben brauchen. Weltweit ist die Rolex da fest verankert. Mit ihr geht es sehr einfach.

Es ist das Konglomerat aus Nimbus und sozialer Funktion, was den Preis einer Rolex bestimmt. Eine Sache, mit der sich gut verdienen läßt, weshalb die Firma Rolex das auch mit promotet hat. Wer es geschafft hat, der trägt Krönchen.
Was auch den gesamten Sammlermarkt deutlich mit beeinflußt.

Jetzt könnte man vielleicht meinen, ich hätte was gegen Rolex. Ist aber das Gegenteil. So um 1960 herum, da hat Rolex eine Oyster Perpetual Chronometer kreiert, super schlicht, schwarzes ZB mit abgesetztem, weißen Minutenkreis, dafür könnte ich.... Wenn ich für eine solche Uhr das Geld hätte. Einfach nur schön.
Allerdings ist sie auch so herrlich unaufdringlich, daß man sie einfach tragen könnte, - völlig ungeoutet als Rolexträger.

Gruß Ralph-Dieter

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Axel66
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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von Axel66 » Fr 20. Jun 2014, 00:15

Der Beitrag gefällt mir! :thumbsup:

Danke,

Axel

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jeannie
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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von jeannie » Fr 20. Jun 2014, 07:24

Ralph-Dieter hat geschrieben:Die soziale Funktion einer Rolex ist aber das Entscheidende, was ihren Preis rechtfertigt und den Sammlerhype zusätzlich anreizt.
"Soziale Funktion", wie g**l ist das denn. :mrgreen: :thumbsup:
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Barfly
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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von Barfly » Fr 20. Jun 2014, 13:47

Axel66 hat geschrieben:Der Beitrag gefällt mir! :thumbsup:

Danke,

Axel
Das von Dir jetzt ein "gefällt mir"-Daumen kommt enttäuscht mich aber schon ein wenig! :wink:
Das Geschriebene ist doch genauso dämlich wie die Beiträge von CF, nur halt andersrum ....! CF wurde gekickt und der hier wird beklatscht!? Mmmmh .... merkwürdige Welt ....

Insofern ist so ein Preisverlauf weder unabsehbar noch überraschend.
Wenn es weder unabsehbar noch überraschend für Dich kam, hast du sicherlich ein Vermögen in Rolex an- und Verkäufen gemacht!? Respekt! :whistling:
Prekär wird die Sache, wenn das Objekt der Begierde noch einem Nimbus und, wie bei der Rolex, einer sozialen Funktion unterliegt. Nimbus und soziale Funktion heizen den Preis für eine Rolex noch einmal weiter an.
Weder Nimbus noch "soziale Funktion" spielen bei den Preisentwicklungen eine Rolle! "Nimbus" und "soziale Funktion" wo bitteschön soll das den bei einer gammeligen Sammleruhr (Rolex etc.) zu finden sein? Das trifft wenn überhaupt für den Neuuhrenmarkt zu!Insbesondere bei Rolex Uhren sind es aber eher die Spekulanten, die den Preis dermassen hochtreiben. Was mithin jedem Sammlergebiet obligt (Briefmarken, Kunst, Swatch-Uhren :mrgreen: , usw.), bis der Markt letztendlich zusammen bricht.

Weshalb ein Geiss auch seine Rolex publikumswirksam, quasi als Zeichen seines persönlichen "Wer ko, der ko", ins Meer schmeißen konnte. Wundert aber auch nicht weiter, zumal man einem über Nacht Unterhosenmillionär gewordenen Herrn Geiss auch keine andere Uhr als eine Rolex zugetraut hätte.
(Was die Geissens heute anders tragen, hat nämlich mit Promotionverträgen zu tun. Was mehr bringt, dafür nichts kostet.)
Super Beispiel für den typisch proletenhaften Rolexträger! Und wenn es keine Rolex ist, was macht man dann? Na es kann doch nicht sein, was nicht sein darf! Der Geiss Prol kann doch nur eine Rolex tragen. Und wenn nicht, na dann wird es einfach mal behauptet, wird schon keinem auffallen .... :roll:
http://www.geissens.de/medien/outtakes-menu/outtakes/
War aber keine Rolex, war eine Audemars Piquet Royal Oak Offshore Alinghi Team (auf 600 Stk. limitiert, für 50.000 €)! Und nu? Und was er da über die AP sagt, deckt sich doch eigentlich mit Aussagen hier im Forum zum Service bei AP .... :rofl:

Darüberhinaus habe ich auch noch Jugenderinnerungen aus dem Ruhrgebiet, wo ich aufgewachsen bin. Wer eine geschmacklos tiefer gelegte S-Klasse fuhr, vorzugsweise in Goldmetallic, war Lude. Und was war an dessen Arm? .... BIngo!
Mein Bedauern dafür, dass Du scheinbar in einem solchen Milieu aufwachsen mußtest, als das Du so auf Tuchfühlung mit Zuhältern gingst, dass Du genau sehen konntest, was für eine Uhr die Herrschaften tragen! :( In meinem Leben bin ich vielleicht gerademal auf 2 Zuhälter gestoßen (einmal an der Tanke und einmal in der Innenstadt)?! Und Bingo! Keiner der beiden trug eine Rolex ....
Und was sagt das jetzt aus? Nichts! Der Anteil der Rolex Käufer die gleichzeitig Zuhälter sind wird mit Sicherheit normalverteilt sein! Auch Zuhälter sind "nur" reich und legen vermutlich das selbe Konsumverhalten an den Tag wie jeder andere der zu Geld kommt. Je nach Erfolg wird dann halt der BMW durch einen Porsche, der Porsche durch einen Ferarri und eben die Rolex durch eine Lange und die Lange durch eine PP getauscht.
Und nebenbei finde ich eher, dass der Anteil an intellektuellen Rolex Trägern überdurchschnittlich ist: :mrgreen:
http://oysterinfo.de/ge/specials/celebs/index.php
Weshalb solche Uhren nicht wirklich selten sind, weil die neureichen Protzer was zum Angeben brauchen. Weltweit ist die Rolex da fest verankert. Mit ihr geht es sehr einfach.
Na vielleicht kaufen auch Leute sich "solche Uhren", weil sie sich einfach was schönes gönnen wollen und auf dem was andere Leute Denken oder meinen zu Wissen einen Dreck geben!? Uhren zum protzen sind eher ungeeignet .... :wink:

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Ralph-Dieter
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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von Ralph-Dieter » Sa 21. Jun 2014, 15:45

Hallo Barfly,

nun kann ich nicht behaupten, so dramatisch und harsch geschrieben zu haben, wie Du auf mich geantwortet hast.

Und vorweg gesagt, die Sache mit Rolex und Geiss tut mir leid. Da ich solche spukhaft-dümmlichen Sendungen nicht einmal mit vorgehaltener Pistole sehen würde, war mir das Original verwehrt. Letztlich bin ich einer Zeitungs-/Internetente aufgesessen, und entschuldige mich, das ohne weitere Nachprüfung kolportiert zu haben. (Wobei, dies als Beibemerkung, die Audemars, die der Geiss da versenkt hat, geschmacklich schwer abseitig ist. Ist aber nur mein sehr persönlicher Geschmack. Trotzdem allerdings ist so eine Aktion eine typisch neureiche Dummdemonstration gewesen, zusätzlich noch dadurch angehypt, daß man sich im Dep...fernsehn damit spreizen konnte. Einfach nur Pfui!))

Ich war auch nicht genötigt, in halbseidenen Kreisen aufzuwachsen. Es war schlicht der Schulweg, einmal quer durchs Örtchen, der an so manchem vorbei führte.

Abgesehen davon habe ich gegen die Rolex als Uhr und gegen die Firma als traditionsreiches und für ihre technischen Entwicklungen gut beleumundetes Unternehmen auch nichts Böses gesagt.
Eigentlich habe ich überhaupt nichts Böses gesagt dergestalt, was Deine harsche Entgegnung wirklich rechtfertigt.

Zumindest eine Rolex hatte ich sogar erwähnt, wäre ich Besitzer einer solchen, daß mich das mit freudigem Besitzerstolz erfüllen würde. Leider fehlt mir für diesen Spaß das Geld. Aber Gott sei Dank haben das andere, damit solche wunderschönen Uhren auch erhalten bleiben können.
Und darüberhinaus: es gibt auch noch andere Krönchen, die mir ebenso sehr gefallen, wie z.B die YM Ref. 16622, deren einziges Manko diese fürchterliche Lupe im Glas ist (Lupengläser sind so was von.... :angry: ). (Warum die übrigens Gay Master heißt, erschließt sich mir auch mal wieder nicht. Muß wohl daran liegen, daß mein Verhältnis zu eher modernem Gesellschaftsschwachsinn ein distanziertes und sehr gebrochenes ist.) Jedenfalls finde ich sie trotz Lupe sehr schön schlicht. Und würde sie, hätte ich das Geld dafür, vermutlich so gar hin und wieder spazieren führen. Allein, die finanzielle Entwicklung der letzten Jahre bei mir läßt solche Späße heute aktuell nicht mehr zu. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Allerdings bleibe ich bei meinen Bemerkungen zu Nimbus und sozialer Funktion. Was keinen Rolex-Besitzer abqualifiziert oder abqualifizieren sollte. War auch nicht so gemeint! Allerdings würde ich wetten, was bei einer Befragung herumkäme, wenn man zwanzig Uhrenmarken auf einem Ankreuzbogen aufführte, auf dem die beiden berühmten Hinz und Kunz, der bekannte Michel und sein angetrautes Gretchen einmal ankreuzen sollten, welche Uhrenmarke sie für die Uhrenmarke derjenigen halten, die es sich leisten können. Ich denke mir, daß dies eindeutig wäre.
Weshalb die meisten Leute sich auch so benehmen und, wären sie in einer solchen Lage, benähmen. Was die Stückzahl produzierter Einheiten mehr als positiv begünstigt.

Ebenso zehrt nahezu jede gut eingeführte Marke von ihrem Nimbus. Davon zehren viele Marke, zumal heute und auch dann noch, wenn sie selbst nur noch als Brand existieren, weil viele Mitbürger einfach nichts mitbekommen.
Hier spreche ich von dem Hobby, was mich die längste Zeit meines Lebens hobbymäßig umtreibt, dem Sammeln technischer Zeitzeugnisse der Elektrotechnik. Die meisten der wohlklingenden Namen sind längst Geschichte, nur noch als gekaufte Namen auf irgendeinem China- oder Koreazeugs drauf. Wenn die Leute, die auch noch Geld übrig haben, aber die Wahl haben zwischen Daihashi TX 960 (Name ausgedacht!) und Grundig TX 960 (Typ ebenso ausgedacht!), dann wählt der Käufer mit Geld den Grundig, auch wenn gleiches drinsteckt (,was er meist nicht wissen kann). Wegen des Namens, der mit einem deutlichen Nimbus besetzt ist.
Was sich ebenso auf den Sammelbereich auswirkt. Angeblich sind z.B. die Lautsprecher von SABA-Geräten der 50er Jahre das Non Plus Ultra. Woher der Quatsch kommt, daß weiß kein Mensch. Hauptsache, es sind die bläulich gefärbten SABAS, die heute, dank Farbänderung, Greencones heißen. Und selbst der schrottigste Kasten wird zur Geldanlage, wenn nur noch diese originalen Papptröten drin sind. Ebenso der Volksempfänger. Dessen Nimbus ist zwar eher ein zweifelhafter, aber Nimbus ist halt Nimbus. In diesem Bereich wechselt bisweilen sogar reiner Schrott, der nicht einmal mehr zu Ersatzteilgewinnung taugt, zu absurdem Preis den Besitzer.

Das Gebiet Sammeln ist halt sehr komplex. Ebenso wie die Motive der Sammler, wobei bei der Betrachtung der Preisentwicklung, wenn man sehen will, was Sammler tun und wie es sich entwickelt, eigentlich nur die Beobachtung der Preise wirklich interessant ist, die für den mittleren Bereich der angebotenen Waren, also eher der gehobenen Dutzendgeschichten, erreicht wird. Die absolut seltenen Exponate, gilt für jedes Sammelgebiet, spielen in einer Extraliga. Diese haben mit dem Rest nichts zu tun. Und deren Preisentwicklung ist da auch schwer einzuschätzen. Bei Gemälden geht es immer noch bergauf, bei so manchem Oldtimer haben sich inzwischen einige Besitzer bereits überreizt.

Interessant ist wirklich über einen breiten Zeitverlauf nur der mittlere Bereich, weil in dem über lange Zeit auch die meisten ambitionierten Sammler mitspielen können. Wobei auch die Entwicklung von Preisen hier wirklich absehbar ist, denn solange noch genug Mitspieler da sind, die über mitmachfähig gefüllte Geldbeutel verfügen, geht der Preis aufwärts. Bis er in den Bereich kippt, wo die geforderten Konten dünn gesät sind.
In einem solchen Moment erweitert sich der Sammelbereich für gewöhnlich weiter nach unten, unter das bis dato angestammte Mittelsegment. Wegen Nichtbeachtung ist es da nämlich zwischenzeitlich hinlänglich ausgedünnt, und man kann wieder auf Schnäppchenjagd gehen.
Womit der Kreislauf wieder neu beginnt.

Es ist wirklich absehbar, wie sich im Normalfall Sammlerpreise entwickeln, bevor sie nicht in den "dünnen" Bereich kippen.

Gruß und schönes Wochenende,

Ralph-Dieter

Stiefkind
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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von Stiefkind » So 22. Jun 2014, 02:23

Bild


das Bilderchen ist mit Roger Federer untertitelt - noch..................... :whistling:

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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von Stiefkind » So 22. Jun 2014, 02:30

Bild


Dieser Herr ist Michael Collins, der brav auf seine Kollegen Aldrin und Armstrong in der Mondumlaufbahn wartete............................
Der Bilderzusammensteller bezeichnete ihn als "Apollo 11 Astronaut".

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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von Stiefkind » So 22. Jun 2014, 02:50

Lupengläser sind so was von.....



unnötig, wenn man sich vorm Pnaoramadatum nicht scheut oder vom Jaeger-GD, das zuerst mit der

Bild

auf den Markt kam. :whistling:

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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von Phil51 » Mo 23. Jun 2014, 11:59

Ralph-Dieter hat geschrieben:Sammlerpreise sind Sammlerpreise. Als solitäres Ereignis. Die Preise haben in den seltensten Fällen einen realen Bezug.

Wer sammelt, der möchte haben.
Dem könnte man eigentlich nicht viel hinzufügen, bringt's auf den Punkt.

Alles was nicht mehr neu verkauft wird, unterliegt der Umständen dessen Gebrauchtmarkt. Nachfrage, Preisentwicklung usw.

Sammeln hat an sich nicht viel mit Logik zu tun, allerdings muss man sich bei Uhren auch fragen, inwiefern diese Art Liebhaberei sich von jener von Neukäufen unterscheidet.
Uhren mögen ja sowohl Gebrauch -als auch reine "Schmuck"gegenstände sein.

Interessant dabei sind dabei Vergleiche zu Modellen innerhalb einer Klasse. So führt zB ein hoher Bekanntheitsgrad tendenziell auch zu einer höheren Nachfrage und damit einhergehend höheren Preisen. Das Prädikat "selten" muss also keineswegs ein Indikator für höhere Nachfrage bzw Preise sein.
All dies gilt ja nicht nur für Uhren sondern auch andere Gegenstände. Und sehr exemplarisch in der Kunst.

So habe ich das auch in der Fotografie erlebt, wo doch die Analogfotografie kaum mehr marktbedeutend ist.
Von Bedeutung ist aber zu meinen die Liebhaberei, die Nutzung durch Besitzer und natürlich auch der Markt.
Ähnlich wie auch bei Uhren, gibt es auch in der Fotografie unbekanntere Marken & Modelle die zu Schleuderpreisen haben sind, während Bekanntes und oft Vorkommendes zu unverhältnismässig hohen Preisen angeboten wird.

Interessant dabei ist, wie sich solche Mechanismen über längere Zeiträume hinweg entwickeln.
ZB der Umstand das ein gegehrtes Modell auf dem Markt unzählige Male wiederverkauft/gekauft wird, also die Besitzer wechselt. Selbst dies muss keineswegs einen Einfluss auf die Preisentwcklung haben. Wenn man bedenkt, wie viele Artikel wohl ihren einstigen Neupreis um das Vielfache durch Wiederverkäufe generiert haben.
Mit anderen Worten : das ständige Wiederverkaufen macht einen Gegenstand eigentlich wertvoller, da für ihn ja jedesmal wieder Geld bezahlt wurde.
Durch die Konzentration auf Bekanntes/Begehrtes enstehen aber auch Nischen. Was den Markt wiederum auch beleben mag.
Für "ungesund" halte ich einen solchen Markt dann, wenn auch diese Nischen durch Preisexplosionen der gefragteren Modellen auswuchern. Mit anderen Worten : das Ausweichen auf Nischenmodelle aufgrund Preisexplosionen gefragterer Modelle führt irgendwann auch dort zu unverhältnismässigen Preisen.
Da Uhren ja keine selten vorkommende Gegenstände sind, sondern massenhaft verfügbar und dazu noch in unzähligen Variationen, kann diese Preisspirale noch lange so aufwärts drehen.
In anderen Bereichen ist da schneller mal eine Marktsättigung erreicht.

Über Sinn und Unsinn, gebrauchte Uhren aufzumöbeln und dafür ziemlich Kohle liegen lassen, kann man lange debattieren. Auch da ist die jeweilige Verhältnismässigkeit ausschlaggebend.
Als Neuling in der Uhrensammlerei finde ich schon eine Uhr für 100.- & Revision 250.- & neues Armband 50-100.- viel. Macht summasumarum mindestens 400.- für eine alte Uhr. Für jemandem der es gemäss seines Kontostandes schon längst nicht mehr nötgig hat zu arbeiten und sich zugleich alles in bester Qualität leistet, sind diese 400.- wohl eine Fussnote im Monatbsudget. Für andere aber sind diese 400.- schon nicht realisierbar und wiederum andere ein gewichtiger Budgetposten.

Aber noch entscheidender als das jeweils verfügbare Geld ist meist das Interesse daran. Während ich 400.- für ein Smartphone/Handy bereits herausgeworfenes Geld finde, für einen anständigen Computer enorm billig, ist es mir für eine gebrauchte Uhr gerne Wert.
Bei Reperaturen/Wiederinstandsetzung spielt es stets eine Rolle, ob es sich um einen Liebhaberartikel oder Notwendigen Gebrauchsartikel handelt. Im zweiteren Fall stellt sich dann auch eher mal die Frage nach Ablösung bzw Neukauf. So etwa, wie es bei Autos oder Haushaltsgeräten der Fall ist oder Infrastruktur.

Instandsetzung mechanischer Geräte kann aus meiner Sicht nie unverhältnismässig sein. Ob man dafür nun 100.- oder 2000.- bezahlt. Oder wie viel auch immer.
Denn damit lässt man ein Gerät quasi "am Leben", bewahrt mechanische Technik. Ja, selbst elektronische Technik kann es ebenso wert sein, erhalten werden. Viel zu schnell landen Geräte auf dem Misthaufen des Elektromüll.
Hab' was ich will

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Re: Vintage-Rolex....Ich werde es nie verstehen, aber....

Beitrag von luminor » Mo 23. Jun 2014, 15:37

Fühl isch misch wie Bräsidend.. Boah :mrgreen:
Bild
Beste Grüße
Sascha




#wer früh vögelt beruhigt den Wurm#

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