Audemars Piguet Vintage

Allgemeine Diskussionen rund um Vintage-Uhren (Oldtimer)
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Paulchen
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Re: Audemars Piguet Vintage

Beitrag von Paulchen » 16 Mär 2019, 12:15

MCG hat geschrieben:
16 Mär 2019, 11:59
1100CHF für weitere Informationen? Hallo? Dem hätt ich die Meinung gesagt... 🤬
Stell dich nicht so an, "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" waren schließlich kostenlos.
Da hat er richtig Glück gehabt. :whistling:

r.as.
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Re: Audemars Piguet Vintage

Beitrag von r.as. » 17 Mär 2019, 11:10

Wer das 2120 nicht kennt, hat die Zeit verpennt...

Das be-/gerühmte Konstruktionsprinzip des auf außen umlaufenden Rubinrollen gelagerten Rotorgewichts ist anscheinend beim brandneuen AP-Kaliber wieder aufgenommen worden! :thumbsup:

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Hertie
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Re: Audemars Piguet Vintage

Beitrag von Hertie » 19 Mär 2019, 08:43

crew88 hat geschrieben:
16 Mär 2019, 09:41
So war beim Uhrmacher, der konnte mir leider keine Angaben zur Uhr machen. Er verweiste mich darauf die Uhr direkt der AP zu senden um ein Echtheitszertifikat ausstellen zu können. Dabei würde mir man alle Details detailliert und Foto dokumentiert erstellen. Kostenpunkt: CHF 1'100.-

Finde ich etwas überteuert, Er konnte mir nicht einmal etwas über das Uhrwerk erzählen oder wollte einfach nicht.

Eigentlich Schaade.


Habt ein schönes Wochenende!
Deckt sich leider auch mit meinen Erfahrungswerten. Wenn die enthusiastischen/interessierten Uhrmacher in Rente gehen, steht man ziemlich im Regen. Ich habe einige Konzis in meiner Umgebung, aber mit einer Vintage braucht man nicht über die Schwelle zu treten. Dafür interessiert sich niemand und man merkt, dass man stört, falls man etwas reparieren lassen möchte. Man soll ja gefälligst nur die Neuware kaufen.

Mein persönliches Fazit: seit fast 10 Jahren habe ich kein Geschäft dieser "Luxuskonzis" mehr betreten .Wer das Alte nicht ehrt, ist das Neue nicht wert. Also kaufe ich dort auch keine Neuuhren mehr .

Die AP finde ich übrigens lässig, die veranschlagten 1100 CHF für diese Serviceleistung jedoch gelinde gesagt eine Frechheit. Kundenbindung in der Uhrenbranche ist anscheinend wie seit eh und je nur für sehr wenige Marken interessant. :whistling:
...Grüße von leider einem der letzten Tauschwütigen mit Hans-im-Glück -Syndrom

watch-watcher
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Re: Audemars Piguet Vintage

Beitrag von watch-watcher » 19 Mär 2019, 21:02

Es müsste sich um dieses Uhrwerk handeln, das auch in meiner AP Jubiläumsuhr eingeschalt ist.

https://www.watchtime.ch/forum/viewtopi ... biläumsuhr


Ich habe damals in einem Nachtrag geschrieben:




In dieser AP ist ja das Kaliber 2121 eingeschalt und einiges zu dem Werk habe ich in dem Eingangsthread schon geschrieben.

Beim Durchblättern meines Archivs von Uhrenzeitschriften, ist mir jetzt eine interessanter Reportage über dieses Werk aufgefallen und ich zitiere einmal daraus.

Zunächst einmal wäre die korrekte Bezeichnung für das Kaliber, das bei dieser Uhr eingeschalt ist, „2121/3“.

Ich zitiere jetzt einmal jetzt aus „Armbanduhren 6/98“:

Die Entwicklungsingenieure des AP-Kalibers 2121 entschieden sich dafür, den Automatik-Mechanismus in das Uhrwerk zu integrieren. 

Der Aufzugrotor der Automatik wurde konsequent so dünn gestaltet, dass die Stabilität noch eben gewährleistet war. Damit nun die Schwungmasse auch genug Schwung bekommt, wurde sie mit einem edlen Ballast bestückt, einem Gewichtsstück aus 21karätigem Gold (etwas 880/000). 

Ein so schweres Gewicht, am Außenrand einer zarten Schwungmasse, die sich ihrerseits auf einer dünnen, bruchgefährdeten Achse dreht, kann sich leicht verkanten und dann entweder am Uhrwerk, oder, bei engen Gehäusen, am Deckel schleifen. Damit standen die Uhrenkonstrukteure vor einem neuen Problem, das sie aber bravourös beseitigten: An der Unterseite des Automatikrotors wurde nahe des Außenrandes eine Stahlring angeschraubt. Dieser läuft auf winzigen Rubinrollen, die sich, jeweils um 90 Grad versetzt, an vier Stellen in der Grundplatine des Uhrwerkes drehen und mit winzigen Abdeckplatten dort befestig sind. Das Resultat dieser Bauweise: Dreht sich die Schwungmasse in der Uhrenposition „Zifferblatt oben“, läuft der Stahlring auf den Rubinrollen und hält den Rotor in flacher Lage. Hat die Uhr die Position „Zifferblatt unten“, läuft statt dessen der Automatikrotor auf den Rollen. Ein weiterer Vorteil dieser „Schwungmasse auf Rollerskates“ ist ihr unglaublich leichter Lauf auch dann noch, wenn die Uhr eine fast horizontale Position einnimmt.

Das Werk AP 2121/3 kommt auf die stattliche Zahl von 36 Lagerteinen- und Rollen, hat einen Durchmesser von 28 mm und ist in fünf Lagen fein reguliert. Die Reglage erfolgt durch Verdrehen kleiner geschlitzter Ballastringe, die auf dem Unruhreif sitzen.

Die Grundplatte des Werkes ist perliert, die Brücken trage Côtes de Genève (sog. „Genfer Streifen“). Das Ankerrad des Kalibers 2121/3 dreht sich in einem sogenannten Kombilager mit abnehmbarem Deckstein, das eine bessere Ölhalterung ermöglich und das Axialspiel begrenzt.

Es grüsst Wilhelm,

der watch-watcher

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Matthias S.
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Re: Audemars Piguet Vintage

Beitrag von Matthias S. » 20 Mär 2019, 09:19

Thomas H. Ernst hat geschrieben: Das Kaliber verfügt über keine Sekundenindikation und existiert(e) in vier
Ausführungen:

2120 = 2,45 mm Höhe, 19800 A/h, ohne Datum
2120/1 = 2,45 mm Höhe, 21600 A/h, ohne Datum
2121 = 3,05 mm Höhe, 19800 A/h, mit Fensterdatum
2121/1 = 4 mm Höhe, 19800 A/h, Ewiger Kalender........

..........Alle drei Hersteller (AP, VC, PP) haben das selbe Rohwerk bei Jaeger-LeCoultre eingekauft.
Rohwerk = Keine Hemmung, keine Lagersteine, keine Finissierung, kein Federhaus, alles nur in sägerauhen Einzelteilen.

Jeder hat das Werk dann für sich aufbereitet (terminiert) und unter eigenen
Bezeichnungen geführt, was ob der erbrachten Leistungen auch legitim ist.

Schlussendlich hat AP, dank der intimsten Bindung an JLC, die Rechte und
Werkzeuge erworben und baut das Werk seit längerer Zeit exklusiv selbst.
War's nicht so?
Nichts hält länger als ein Provisorium.
Viele Grüße

Matthias

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Re: Audemars Piguet Vintage

Beitrag von crew88 » 20 Mär 2019, 10:57

Ein sehr interessanter Beitrag von watch-watcher , vielen Dank.
Das Werk ist erste Sahne, auch der Zustand. Am liebsten würde ich das Uhrwerk in ein rundes Gehäuse von AP einbauen. Ich warte mal was die Zeit so ergibt.

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Thomas H. Ernst
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Re: Audemars Piguet Vintage

Beitrag von Thomas H. Ernst » 20 Mär 2019, 11:16

Matthias S. hat geschrieben:
20 Mär 2019, 09:19
Thomas H. Ernst hat geschrieben: Das Kaliber verfügt über keine Sekundenindikation und existiert(e) in vier
Ausführungen:

2120 = 2,45 mm Höhe, 19800 A/h, ohne Datum
2120/1 = 2,45 mm Höhe, 21600 A/h, ohne Datum
2121 = 3,05 mm Höhe, 19800 A/h, mit Fensterdatum
2121/1 = 4 mm Höhe, 19800 A/h, Ewiger Kalender........

..........Alle drei Hersteller (AP, VC, PP) haben das selbe Rohwerk bei Jaeger-LeCoultre eingekauft.
Rohwerk = Keine Hemmung, keine Lagersteine, keine Finissierung, kein Federhaus, alles nur in sägerauhen Einzelteilen.

Jeder hat das Werk dann für sich aufbereitet (terminiert) und unter eigenen
Bezeichnungen geführt, was ob der erbrachten Leistungen auch legitim ist.

Schlussendlich hat AP, dank der intimsten Bindung an JLC, die Rechte und
Werkzeuge erworben und baut das Werk seit längerer Zeit exklusiv selbst.
War's nicht so?
So isses. :idea:
Grüsse Thomas
Euer Board-Admin

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