Retro-Zifferblätter bei Glashütte Original

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Andi
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Retro-Zifferblätter bei Glashütte Original

Beitrag von Andi » 29 Jan 2019, 18:28

So entsteht Vintage-Design bei Glashütte Original
Was die Retro-Zifferblätter der Sixties Jahresedition so einzigartig macht

Sie gehören seit ihrer Präsentation im März 2018 zu den beliebtesten Uhren in der Kollektion von Glashütte Original: Die grünen Sixties und Sixties Panoramadatum sorgen als Jahresedition 2018 weltweit für Aufsehen unter Uhren-Kennern und Vintage-Fans – vor allem wegen ihrer markanten Zifferblätter. 25 Arbeitsschritte sind nötig, um den Zeitmessern ihr einzigartiges Gesicht zu verleihen. Sie werden ausgeführt in der Zifferblattmanufaktur von Glashütte Original in Pforzheim, wo die moderne und größtenteils manuelle Fertigung immer wieder von der Vergangenheit inspiriert wird.

Mit der Sixties-Linie pflegt Glashütte Original das historische Erbe legendärer Uhren, wie der „Spezimatic“, die in den 1960er-Jahren typische Design-Elemente jener Zeit ans Handgelenk brachten. Originale Zifferblätter und archivierte technische Zeichnungen dienen bis heute als Inspiration bei der Zifferblatt-Entwicklung, in Glashütte für das Design und in Pforzheim für die Produktion. In ihrem Aufwand steht die Zifferblatt-Herstellung der Fertigung anspruchsvoller Uhrwerke in nichts nach. Denn als eine von nur ganz wenigen Manufakturen kreiert Glashütte Original seine Zifferblätter selbst – und stellt an dieses zentrale Element der Zeitmessung dieselben strengen Qualitätsanforderungen wie an alle anderen Teile seiner Uhren.

Das beginnt bereits beim exakten Ausstanzen des Rohlings aus Neusilber, mit dem die Fertigung eines Sixties-Zifferblatts der Jahresedition 2018 ihren Anfang nimmt. Im zweiten Schritt folgt das Prägen der extravaganten Oberflächenstruktur nach historischem Vorbild. Mit 60 Tonnen drückt eine Presse das markante Muster in den Rohling – so wie bereits vor über 50 Jahren in Pforzheim, wo schon damals Zifferblätter für die Glashütter Manufaktur hergestellt wurden. Aus dieser Zeit stammt der Prägestempel mit seinem filigranen Dekor.

Unikat mit typischer Wölbung
Nachdem die Presse ihr eindrucksvolles Werk verrichtet hat, wird der Rohling auf seinen finalen Durchmesser gestanzt und anschließend ein Mittelloch für die Position der Zeiger eingefügt. Ein weiterer Pressvorgang sorgt für den typisch gewölbten Rand der nur 0,5 Millimeter dünnen Scheibe. Auch hierfür gibt es historische Bezüge: Hatte die Wölbung in den Sechzigern die Aufgabe, die damals noch deutlich höheren Uhrwerke zu kaschieren, um dem Modetrend nach flacheren Uhren gerecht zu werden, ist sie heute ein charakteristisches Element des Vintage-Designs der Sixties-Linie. Denn mittlerweile passen Automatik-Uhrwerke wie das Kaliber 39-52 des Dreizeigermodells problemlos in ein Gehäuse von knapp 10 Millimetern Höhe. Die Sixties Panoramadatum mit dem Kaliber 39-47 ist 12,4 Millimeter hoch.

Größe, Form und Struktur stehen somit fest. Nun folgen die Arbeitsschritte, in denen aus einem bearbeiteten Rohling das Antlitz eines Zeitmessers wird. Kräftig grüner Lack wird in mehreren Schichten auf das zuvor galvanisierte Zifferblatt aufgetragen, bevor es sein „Dégradé“-Finish erhält. Für diesen Effekt wird vorsichtig schwarze Farbe aufgesprüht, bis am gewölbten Rand eine sehr dunkle Nuance und somit ein individueller Verlauf entsteht, der jedes Zifferblatt zu einem Unikat macht. Um die Farben einzubrennen, werden die lackierten Zifferblätter danach im Ofen erhitzt.

Finale in Neusilber, Weiß und Grün
Durch diese Schichten fräst sich bald darauf ein Diamant, der acht der zwölf Stunden-Indizes einschneidet. Dabei kommt das Rohmaterial wieder zum Vorschein, die Stunden werden bei der Sixties-Jahresedition also in Neusilber gezählt – und in Weiß. Denn die nach historischen Vorbildern gestalteten Ziffern 3, 6, 9 und 12 werden im Tampondruckverfahren in weißer Farbe in die verbliebenen Lücken gesetzt. Das gilt auch für das Glashütte-Original-Logo sowie die Schriftzüge „Glashütte i/Sa“ (Glashütte in Sachsen) und „Made in Germany“. Das Aufbringen der Super-LumiNova bildet schließlich das Finale des aufwändigen Prozederes. Von Hand werden dazu bei den Stundenindizes die kleinen Punkte aufgesetzt, die im Dunkeln ihre grüne Leuchtkraft entfalten. Gemeinsam mit den Leuchtbalken auf Stunden- und Minutenzeiger stellen sie sicher, dass die Sixties auch bei Nacht gut abzulesen ist.

So sind die Zifferblätter der grünen Sixties und Sixties Panoramadatum einerseits hochwertige Ausstattungsteile, die mit modernen Methoden aus besten Materialien gefertigt werden. Gleichzeitig prägen sie mit ihrem Stil, ihren Details und ihren historischen Bezügen aber auch maßgeblich den Charakter jeder Uhr der Jahresedition. Doch egal, ob man an ihnen nun eher die zeitgemäße Ingenieurs- oder die traditionsreiche Uhrmacherkunst schätzt: Nur noch kurze Zeit kann man sich eines der außergewöhnlichen Sixties-Modelle in den Glashütte Original Boutiquen oder bei autorisierten Händlern weltweit ans Handgelenk legen lassen. Danach werden sie von einer neuen Jahresedition abgelöst, welche das Zifferblatt-Design der Sechziger Jahre neu und unverwechselbar zitiert.


Wichtige Modell-Daten:

Modellname: Sixties
Lancierungsjahr: 2018 (Jahresedition)
Referenznummer: 1-39-52-03-02-04
Uhrwerk: Automatikwerk Kaliber 39-52, Werk hochfein vollendet
Funktionen: Stunde, Minute und Sekunde zentral, Sekundenstopp
Gangdauer: 40 Stunden (± 5 %)
Gehäuse: Edelstahl poliert, Front- und Bodenglas aus Saphirglas, wasserdicht bis 3 bar
Abmessungen: Durchmesser: 39,0 mm, Höhe: 9,4 mm
Zifferblatt: gewölbt, mit Prägung, lackiert grün und schwarz mit Dégradé-Effekt
Besonderheiten: Design der Uhr inspiriert durch Glashütter Uhren der 1960er Jahre,
Armband: Kalbslederband schwarz, Dornschließe aus Edelstahl
Preis: 6.300 EUR (inkl. 19 % MwSt., aktuell für Deutschland gültiger Preis)



Modellname: Sixties Panoramadatum
Lancierungsjahr: 2018 (Jahresedition)
Referenznummer: 1-39-47-04-02-04
Uhrwerk: Automatikwerk Kaliber 39-47, Werk hochfein vollendet
Funktionen: Stunde, Minute und Sekunde zentral, Sekundenstopp, Panoramadatum
Gangdauer: 40 Stunden (± 5 %)
Gehäuse: Edelstahl poliert, Front- und Bodenglas aus Saphirglas, wasserdicht bis 3 bar
Abmessungen: Durchmesser: 42,0 mm, Höhe: 12,4 mm
Zifferblatt: gewölbt, mit Prägung, lackiert grün und schwarz mit Dégradé-Effekt
Besonderheiten: Design der Uhr inspiriert durch Glashütter Uhren der 1960er Jahre,
Armband: Kalbslederband schwarz, Dornschließe aus Edelstahl
Preis: 7.800 EUR (inkl. 19 % MwSt., aktuell für Deutschland gültiger Preis)

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Viele Grüße Andi!

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schlumpf
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Re: Retro-Zifferblätter bei Glashütte Original

Beitrag von schlumpf » 29 Jan 2019, 19:08

Die Zifferblätter sind schon technisch toll gemacht, aber ich kann mich dennoch mit dem Design nicht so recht anfreunden.
Schöne Uhrengrüße, Gerhard

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Heinz-Jürgen
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Re: Retro-Zifferblätter bei Glashütte Original

Beitrag von Heinz-Jürgen » 29 Jan 2019, 19:25

Ich kenne jemanden, der jetzt wieder ins Grübeln kommt... :mrgreen:
Grüße aus dem Pott

Heinz-Jürgen

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Re: Retro-Zifferblätter bei Glashütte Original

Beitrag von alinghi74 » 29 Jan 2019, 20:37

Sehr interessant! Danke für den Artikel. :thumbsup:

Ich finde die Blätter klasse, weiss aber nicht ob ich mir so ein Stück zulegen würde. Vielleicht doch etwas zu fancy... 8)
Gruss alinghi74

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MCG
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Re: Retro-Zifferblätter bei Glashütte Original

Beitrag von MCG » 29 Jan 2019, 20:44

Bei mir scheitert es am Font! :shock: 🤷🏼‍♂️
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kochsmichel
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Re: Retro-Zifferblätter bei Glashütte Original

Beitrag von kochsmichel » 30 Jan 2019, 08:29

Heinz-Jürgen hat geschrieben:
29 Jan 2019, 19:25
Ich kenne jemanden, der jetzt wieder ins Grübeln kommt... :mrgreen:
Me too :mrgreen:
Light side of the mood!

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Heinz-Jürgen
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Re: Retro-Zifferblätter bei Glashütte Original

Beitrag von Heinz-Jürgen » 30 Jan 2019, 09:27

kochsmichel hat geschrieben:
30 Jan 2019, 08:29
Heinz-Jürgen hat geschrieben:
29 Jan 2019, 19:25
Ich kenne jemanden, der jetzt wieder ins Grübeln kommt... :mrgreen:
Me too :mrgreen:
Und wenn er jetzt noch so ein schönes grünes Sakko wie auf den Fotos im Schrank hängen hat (was ihm ja durchaus zuzutrauen ist), .... :mrgreen:
Grüße aus dem Pott

Heinz-Jürgen

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haspe1
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Re: Retro-Zifferblätter bei Glashütte Original

Beitrag von haspe1 » 30 Jan 2019, 11:42

Also ich finde diese Oberflächen-Struktur beim Zifferblatt viel zu "unruhig", zumindest auf den Fotos.
Ein schöner Sonnenschliff wirkt edel und interessant, aber diese Struktur ist zu ausgeprägt und lenkt ab, finde ich.

Hannes

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walter
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Re: Retro-Zifferblätter bei Glashütte Original

Beitrag von walter » 30 Jan 2019, 11:57

MCG hat geschrieben:
29 Jan 2019, 20:44
Bei mir scheitert es am Font! :shock: 🤷🏼‍♂️
Bei mir am grün :roll:
Aber die Beschreibung der Herstellung ist sehr interessant :thumbsup:

Walter

Mein Indischer Schachmeister sagte: Am Ende kommen Bauer und König in die selbe Kiste

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Re: Retro-Zifferblätter bei Glashütte Original

Beitrag von MCG » 30 Jan 2019, 12:07

walter hat geschrieben:
30 Jan 2019, 11:57
MCG hat geschrieben:
29 Jan 2019, 20:44
Bei mir scheitert es am Font! :shock: 🤷🏼‍♂️
Bei mir am grün :roll:
Aber die Beschreibung der Herstellung ist sehr interessant :thumbsup:

Walter
Es gibt X andere Farben... :wink:
LG aus Mostindien - Markus

gatewnrw
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Re: Retro-Zifferblätter bei Glashütte Original

Beitrag von gatewnrw » 30 Jan 2019, 19:18

korrekt !

Wie bereits einmal geschrieben, interessanter Prozess, interessante Struktur des Blattes, ist eine zweite Überlegung wert (für meine Enkelin ist mir das Forstblatt nicht strapazierfähig genug [Geizkragen]).

Über die Fonts kann man diskutieren, muß man so nicht mögen.

Insgesamt erfrischend!!!

LG Peter
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