Rolex 19019 Fallstricke?

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Clockwork
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Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von Clockwork » 11 Jun 2019, 20:56

Hallo zusammen,


Ein Freund von mir hat mich gebeten ihm bei der Anschaffung einer 19019 (Oysterquartz in Weißgold) zu helfen.

Frage in die Runde, vor allem an die OQ-Experten hier, auf was sollte man beim Kauf besonders achten? Ich denke vor allem an:
Wie viele Bandglieder waren Original dabei?
Wann ist der "Strech" des Bandes zu viel?
(Ich versuche ein möglichst unpoliertes Gehäuse / Band zu bekommen, wo die Ecken noch spitz sind und nicht rundpoliert wurden)
Service? Was kostet der wenn lange keiner gemacht wurde?
Gibt es evtl. eine Webseite / Übersicht mit den original erhältlichen Zifferblättern?
usw.

Was gibt es zu beachten?


Ach ja... und was wäre ein angemessener Preis für eine Uhr im "fast neuwertigen" oder top-mint Zustand?
(Haben die 19019 in letzter Zeit auch so an gezogen? Ich hab nach kurzer Suche fast nur Uhren im 5-stelligen Bereich gesehen)



Gruß
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3fe
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Re: Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von 3fe » 11 Jun 2019, 21:07

Puh, das wird bestimmt schwierig.

Gängiger sind ja die DateJust Modelle 17xxx. Eine DayDate 19xxx ist glaube ich sehr viel seltener zu finden und die hatten meines Wissen auch ein anderes Armband.

Da brauchts wirklich einen Spezi, der da helfen kann. :idea:
Beste Grüsse
Jörg


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Re: Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von Clockwork » 11 Jun 2019, 21:33

Danke, dass die nicht an "jeder Ecke" zu finden sind habe ich auch schon festgestellt.
Hab mich schon auf einige Wochen und Monate des Suchens und "lauerns" eingerichtet. Wenn ich dann aber ein passendes Angebot gefunden habe, würde ich gerne wissen wie ich bei Besichtigung / Übergabe feststellen kann ob die Uhr einwandfrei ist.


Gruß
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Re: Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von Heinz-Jürgen » 12 Jun 2019, 05:53

Moin, Clocki!

Ich habe die Befürchtung, dass Du hier wenige bis gar keine intimen Kenner genau dieser Referenz finden wirst. Ich würde mich im Konsonantenforum anmelden. Der dortige „Shopping Guide“ ist zwar nur Premium-Mitgliedern zugänglich, aber es gibt auch den sogenannten „shopping-guide classics“. Der ist für alle offen und hat Unmengen Infos über Bänder, Zifferblätter und auch ältere Händlerverzeichnisse. Da würde ich mich mal umschauen.

Vielleicht ist der eine oder andere von uns dort Premium-Mitglied und kann Dir die gewünschten Infos über diesen Umweg liefern, wenn Dir das in Classics nicht reicht.
Grüße aus dem Pott

Heinz-Jürgen

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Re: Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von Clockwork » 12 Jun 2019, 18:36

Hallo Heinz-Jürgen,

Naja, hatte gehofft dass wenigstens jemand die Oysterquartze etwas kennt. Ich muss jetzt auch nicht bis ins letzte Detail gehen, wollte nur bei Besichtigung halbwegs abschätzen können ob eine Uhr „gut“ ist. (Im Sinne von Original/ nichts gebastelt/ nicht irgendwie defekt)

Mal sehen ob ich mir das mit dem Forum antun will...


Gruß
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Re: Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von Pete » 13 Jun 2019, 17:12

Clockwork hat geschrieben:
12 Jun 2019, 18:36
Hallo Heinz-Jürgen,

Naja, hatte gehofft dass wenigstens jemand die Oysterquartze etwas kennt. Ich muss jetzt auch nicht bis ins letzte Detail gehen, wollte nur bei Besichtigung halbwegs abschätzen können ob eine Uhr „gut“ ist. (Im Sinne von Original/ nichts gebastelt/ nicht irgendwie defekt)

Mal sehen ob ich mir das mit dem Forum antun will...


Gruß
Salut!

Ich hab mich auch mal eine Zeit lang mit dem Thema Oysterquartz auseinander gesetzt und bin immer mal wieder auf der Suche. Grund warum ich bisher nicht zugeschlagen habe waren meist rundgelutschte Gehäuse. Aber mit weissem Blatt wirklich eine schöne Uhr.

Die Preise ziehen an, ohne Frage, aber ich denke die Suche lohnt sich. Was mir nur Sorge bereitet / bereiten würde: Die Ersatzteilversorgung. Hier bin ich nicht sicher wie gut die noch ist.

Da ich ja auch nicht uninteressiert bin, kann ich ja mal eine Anfrage im Konsonanten-Forum starten

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Re: Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von Clockwork » 14 Jun 2019, 12:33

Hallo Pete,

damit würdest du mir echt einen Dienst erweisen!

Ich bin früher mal um die Stahl-OQ geschlichen... damals, als man sie neuwertig noch für unter 2k,- finden konnte.
Das hatte sich aber schlagartig erledigt, nachdem ich sie zum ersten mal in der Hand hatte. Im Vergleich zu (m)einer GS Superquartz sind die Specs eher langweilig bzw. wirkt sie stark veraltet und in der Haptik geradezu lächerlich billig.

Die WG OQ wirkt - zumindest auf den Bildern, in der Hand hatte ich diese noch nicht - da wesentlich ordentlicher, aber auch hier gehe ich stark davon aus, dass man in dem Preisbereich von knappen 10k,- anderswo sehr viel besser verarbeitest Metall bekommt. Wenn ich mir so eine Uhr kaufen würde, dann eigentlich nur für den Geldpreis, heißt: ca. 150g x 36,- = 5400,-
Spielt aber hier keine Rolle, ist ja nicht für mich...


Grüße...
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Re: Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von MCG » 14 Jun 2019, 13:02

Das Rolex die nicht neu mechanisch aufleben lässt? Wäre eine schöne Alternative zu APRO und PPN... :thumbsup: :tongueout:
LG aus Mostindien - Markus

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Re: Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von Pete » 14 Jun 2019, 14:53

Clockwork hat geschrieben:
14 Jun 2019, 12:33
Hallo Pete,

damit würdest du mir echt einen Dienst erweisen!

Ich bin früher mal um die Stahl-OQ geschlichen... damals, als man sie neuwertig noch für unter 2k,- finden konnte.
Das hatte sich aber schlagartig erledigt, nachdem ich sie zum ersten mal in der Hand hatte. Im Vergleich zu (m)einer GS Superquartz sind die Specs eher langweilig bzw. wirkt sie stark veraltet und in der Haptik geradezu lächerlich billig.

Die WG OQ wirkt - zumindest auf den Bildern, in der Hand hatte ich diese noch nicht - da wesentlich ordentlicher, aber auch hier gehe ich stark davon aus, dass man in dem Preisbereich von knappen 10k,- anderswo sehr viel besser verarbeitest Metall bekommt. Wenn ich mir so eine Uhr kaufen würde, dann eigentlich nur für den Geldpreis, heißt: ca. 150g x 36,- = 5400,-
Spielt aber hier keine Rolle, ist ja nicht für mich...


Grüße...
Ich frage gerne mal am Wochenende an. Wetter wird schlecht und ich bin wohl eh im Büro...

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Re: Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von Pete » 14 Jun 2019, 14:54

MCG hat geschrieben:
14 Jun 2019, 13:02
Das Rolex die nicht neu mechanisch aufleben lässt? Wäre eine schöne Alternative zu APRO und PPN... :thumbsup: :tongueout:
Naja, im Vergleich zur AP doch etwas klein geraten. Aber ich finde die Gehäuseform auch sehr spannend und eben rolextypisch für die 80er/90er verarbeitet. Nicht raffiniert aber zweckmässig. Gäb's da was neues in mechanisch, gerne auch von Tudor, ich wäre dabei!

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Re: Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von MCG » 14 Jun 2019, 15:41

Pete hat geschrieben:
14 Jun 2019, 14:54
MCG hat geschrieben:
14 Jun 2019, 13:02
Das Rolex die nicht neu mechanisch aufleben lässt? Wäre eine schöne Alternative zu APRO und PPN... :thumbsup: :tongueout:
Naja, im Vergleich zur AP doch etwas klein geraten. Aber ich finde die Gehäuseform auch sehr spannend und eben rolextypisch für die 80er/90er verarbeitet. Nicht raffiniert aber zweckmässig. Gäb's da was neues in mechanisch, gerne auch von Tudor, ich wäre dabei!
Eben! Die Grösse etwas nach oben korrigieren dürfte ja nicht das Problem sein... 💡👍🏻
LG aus Mostindien - Markus

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Re: Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von Albert H. Potter » 20 Sep 2019, 15:20

Die Frage, wieviel Stretch bei einem Band noch OK ist, kann nur individuell beantwortet werden.

Die bessere Frage lautet: Wie kann man den Verschleiß erkennen?
Mit Lupe und Werkzeug könnte es folgendermaßen aussehen:
1. Man öffnet das Band an den Verlängerungs-Elementen und betrachtet sich den Stift und die Löcher. Ist der Stift/die Schraube noch ordentlich rund oder exzentrisch ausgeschliffen? Wie sieht die Bohrung der Bandelemente aus rund oder oval?
2. Wieviel Dreck und Abrieb kommt einem dabei entgegen?
3. Uhr mit offenem Band flach hinlegen. Soll das so sein? Es gibt Bänder, die auch geöffnet nicht flach sind, sondern eine runde Form haben.
Ist der Abstand zwischen den Elementen regelmäßig. Wie ist das Spiel zur Seite?
4. Bei Bändern mit Stift und Hülse Verbindung (zB. Omega) kann man mit dem Ende einer Büroklammer, gegen die Stifte drücken, um zu sehen ob sie locker sitzen. (Es ist viel Arbeit so ein Band komplett neu zu verstiften.) Manchmal wurden die Stifte auch verklebt, damit lockere Stifte im Band bleiben (Lupe!).

Ohne Werkzeug ein Band schnell beurteilen.
Uhr in die Hand nehmen in Position Krone oben. Der Blick geht auf die Anstoßseite des Gehäuses.
Ein typisches Sportband einer neuen Uhr sollte einigermaßen horizontal von der Uhr abstehen.
Etwas Neigung darf sein, denn auch ein neues Band braucht etwas Spiel und sollte nicht klemmen.
Durch den Verschleiß bekommen die Bandteile mehr Spiel und das Band wird mehr und mehr herabhängen.
Diesen Test kann man eigentlich immer machen und man bekommt schnell heraus, was bei den einzelnen Bandtypen normal ist und was nicht.

Hängt das Band so stark Richtung Boden, daß man den Eindruck hat, daß man das Band selbst mit Viagra nicht mehr zum abstehen bringt, dann braucht man ein neues.

Und hängt er bloß und steht er nicht, dann ist es auch der Peter nicht!

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Re: Rolex 19019 Fallstricke?

Beitrag von Clockwork » 22 Sep 2019, 16:03

Vielen Dank für den Hinweis. Wie man das Band Band ganz augenscheinlich auf zu viel Stretch prüft war mir auch schon klar. Die Frage war eher: was ist normal bzw. was kann man erwarten?

Ist im Moment aber auch nicht mehr so wichtig, mein Freund hat es sich anscheinend anders überlegt, es kamen zumindest in letzter Zeit keine Nachfragen mehr. Ich habe 2 "sehr gute" 19019 auf dem Markt gefunden, allerdings sind die Preise eher unverschämt gewesen, deswegen haben wir dann nicht zugeschlagen (und jetzt hat er wahrscheinlich das Interesse verloren).

Dennoch Danke fürs Feedback!


Grüße
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