Empfehlung: Limitierte Ausgabe von IWC

Allgemeine Diskussionen rund um zeitgenössische Uhren
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smiley
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Beitrag von smiley » 19 Feb 2006, 00:59

andreaseck hat geschrieben:Hallo

Ich habe ein Bild von Charles´Uhr gefunden

Die sieht schon klasse aus :D

Gruß
Andreas
Ja, sie hat schon was.

Allerdings kann ich mit den ganzen Skelett-Uhren wenig anfangen.
Ich war vor einigen Monaten auf einer Präsentation von Kurt Schaffo Skellet-Uhren. Ganz grosses Handwerk/Kunst aber sind das wirklich noch Uhren ?

Gruss
Jürgen

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Axel66
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Beitrag von Axel66 » 19 Feb 2006, 02:42

smiley hat geschrieben:... aber sind das wirklich noch Uhren ?
Hallo Jürgen,

stellst du da nicht eine Grunsatzfrage? O.K. natürlich gibt es Unterschiede zwischen einer Komplikation und einem dekoriertem oder gar skelletiertem Werk. Nur für mich ist der Unterschied nicht sooo groß. Beides sind Dinge, die ich nicht brauche, die ich auch nicht bereit bin zu bezahlen, die ich aber ganz interessant an den Handgelenken zahlungkräftiger Kunden zu sehen finde. :-)

Gruß,

Axel, der verzweifelt eine günstige 2-Zeiger (als Alternative zur Limes) sucht.

Charles
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Beitrag von Charles » 19 Feb 2006, 09:45

Viele Komplikationen sind brauchbar, viele nicht. Vom Wecker bis zum Tourbillon. Wenn es ums reine Zeitablesen geht, reicht eine billige Swatch. Da braucht kaum einer unter uns wirklich einen 80'000 A/m-Klotz am Handgelenk. Ebensowenig wie eine Skelettuhr.

Ich geniesse die letztere mehr, weil sie Kunst ist, Ästhetik.

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smiley
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Beitrag von smiley » 19 Feb 2006, 11:18

Ich wollte auch keine Diskussion sinnvolle - weniger sinnvolle Komplikation eröffnen.

Ich sehe die Skelettuhren als kleine Kunstwerke und wer schon einmal eine Schaffo Uhr gesehen hat, versteht was ich meine.

Aber die Hauptfunktion einer Uhr, die Anzeige der Uhrzeit und die Möglichkeit dieses einfach abzulesen, ist dabei soweit reduziert, dass sie das in meinen Augen nicht mehr erfüllt(ein 80'000 A/m-Klotz tut das schon :lol: )

Grüsse
Jürgen

PS: @Charles: Glückwunsch zur Skelett IWC :!: :wink:

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andreaseck
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Beitrag von andreaseck » 19 Feb 2006, 12:34

smiley hat geschrieben: Ich sehe die Skelettuhren als kleine Kunstwerke und wer schon einmal eine Schaffo Uhr gesehen hat, versteht was ich meine.
So sehe ich das auch :D
Rational lässt sich solch eine Uhr eh nicht erklären :wink:

Gruß
Andreas

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Ralf
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Beitrag von Ralf » 19 Feb 2006, 12:36

Ich bin bekennender Skelettuhrenträger.
(In einer etwas niedereren Preisklasse als dem IWC-Exemplar)

Bild
Photo von Thomas

IMHO hat sie zwar das weniger kunstvoll skelettierte Werk, aber die schöneren Zeiger. Die gebläuten Stahlzeiger vor dem vergoldetene Werk haben einen bessern Kontrast als manche hochgänzender Zeiger vor schwarzem Zifferblatt. Und auf jeden Fall besser als die typischen 6 Zeiger + 37 Skalen Barockfliegerchronos.

Der Contra Ablesbarkeit steht als Pro die optische Umsetzung des Grundthemas "mechanische Uhr" entgegen. Ein Beispiel: Was macht eine Aufzugsfeder, wenn sie ab- oder aufläuft. Selbst die Mehrheit hier dürfte das noch nie live in einer Armbanduhr gesehen haben. Eine Skelettuhr führt einem das direkt vor Augen (im Bild ist sie voll abgelaufen). Auch der Einfluss von "normalen" Handbewegungen auf die Amplitude und wie lang es dauert, bis sich die Sache wieder normalisiert wird "offensichtlich" . Alles wird deutlich transparenter als bei einem Glasboden.

Es ist auch die Uhr mit dem höchsten "Was haben Sie den da am Arm?" Faktor. Ich hatte sie z.B beim ICW Collectors Meeting 2002 an. War ein netter Kontrast zu den unzähligen Mark ** Uhren. Manchmal muss einfach auch mal etwas "Anderes" sein.

Natürlich keine Uhr für alle Tage (und keine exit watch).
Obwohl reduziert, sind sie doch gerade auf's wesentliche der mechanischen Uhr reduziert, und gerade damit Uhr.
Man liest sich!

Ralf

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OliverWagner
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Beitrag von OliverWagner » 19 Feb 2006, 22:57

Ralf hat geschrieben:Obwohl reduziert, sind sie doch gerade auf's wesentliche der mechanischen Uhr reduziert, und gerade damit Uhr.
Sehr schön formuliert. :wink:
Gruß
Oliver

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stere
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Beitrag von stere » 20 Feb 2006, 09:27

Was mich hier stört ist auf jeden Fall die
Ablesbarkeit, die nicht wirklich gegeben ist.

Man muss schon dreimal hingucken, um rauszukriegen,
wie spät es ist... wobei man damit ja auch wieder "genötigt" wird,
sich das Kunstwerk anzusehen... wenn man es so betrachtet,
wieder clever :-)

stere

Charles
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Beitrag von Charles » 20 Feb 2006, 10:35

Bei der RG-Skelett-Jones sieht man Minute und Stunde sofort, natürlich ohne Skala. Einzig die Sekunden fallen wenig auf und müssen speziell "abgelesen" werden. Ich habe sie jetzt einige Tage getragen, problemlos.
Bei der Pt-Ausgabe sind die Zeiger farblich gleich wie der Hintergrund und fallen so kaum auf. Hier wären gebläute Zeiger ev. sinnvoller gewesen, vielleicht aber auch ein Fremdkörper.

Harry
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Beitrag von Harry » 20 Feb 2006, 10:49

Hallo Charles,

Gratulation zur Uhr.
Und schön, einmal zu sehen, dass Du kein generelles Problem mit der Firma IWC hast, sondern es wohl tatsächlich um die Sache geht. :wink:
Gruß
Harry
____

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walter
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Beitrag von walter » 20 Feb 2006, 11:50

Hallo Charles,

Glückwunsch auch meinerseits zur wirklich aussergewöhnlichen Uhr.
Ob skelletierte Uhren "schön" sind - darüber kann man ausdauernd diskutieren...

Unzweifelhaft ist m.E. aber, dass es sich um wahre Handwerkskunst handelt !
Platine(n), Brücken, hier sogar das Federhaus bis zum ÄUSSERSTEN (Stabilität) zu reduzieren und dann noch künstlerisch zu gestalten, einfach
klasse...

Viel Spaß mit Deinem "Gesamtkunstwerk" !!!

WALTER

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andreaseck
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Beitrag von andreaseck » 20 Feb 2006, 11:58

stere hat geschrieben:Was mich hier stört ist auf jeden Fall die
Ablesbarkeit, die nicht wirklich gegeben ist.

Man muss schon dreimal hingucken, um rauszukriegen,
wie spät es ist... wobei man damit ja auch wieder "genötigt" wird,
sich das Kunstwerk anzusehen... wenn man es so betrachtet,
wieder clever :-)
Die Hersteller denken sich schon was dabei... :D

Gruß
Andreas

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Beitrag von Charles » 20 Feb 2006, 12:03

Getragen +11 s/d. Das ist's gut für solch eine Uhr.

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