NOMOS ORION

Allgemeine Diskussionen rund um zeitgenössische Uhren
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TSID
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Re: NOMOS ORION

Beitrag von TSID » 09 Nov 2008, 08:35

Die Indexe sind nicht "gesetzt" sondern das Blatt wird geprägt und die so erzeugten Indexe dann diamantiert. Wenn also estws nicht stimmen sollte, liegt es eher an den Prägewerkzeugen.
- Kai -

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Caruso
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Re: NOMOS ORION

Beitrag von Caruso » 09 Nov 2008, 09:11

Die Indexe sind nicht "gesetzt" sondern das Blatt wird geprägt und die so erzeugten Indexe dann diamantiert. Wenn also etwas nicht stimmen sollte, liegt es eher an den Prägewerkzeugen.
Das würde erklären warum ich noch keine Orion gesehen habe, die diese Abweichungen nicht hat. Allerdings nicht immer bei dem gleichen Stundenindexen. Aber ist das normal offensichtlich über Jahre mit fehlerhaftem Prägewerkzeug, die Zifferblätter zu prägen? Oder bin ich da zu empfindlich? Offensichtlich stört sich sonst ja wenn überhaupt eher eine Minderheit daran, da andernfalls ja laufend Reklamationen bei Nomos eingehen müssten. Das hätte mit Sicherheit dazu geführt, dass Nomos diese Ungenauigkeiten zwischenzeitlich abstellt.

Viele Grüße
Caruso

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Harrss
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Re: NOMOS ORION

Beitrag von Harrss » 09 Nov 2008, 09:32

Hallo Caruso,

ich hatte das mit den versetzten Indexen im Vorfeld auch schon bei einigen Abbildungen gesehen.
Daher habe ich auch beim Kauf nochmal auf den richtigen Sitz der Indicies geachtet.

Nun ist die Orion ja eine kleine Uhr und die Abbildungen im Netz sind eben um ein vielfaches größer als die Uhr im Original. So ist bei meiner ist mit bloßem Auge kaum ein Versatz zu sehen und der hängt auch noch teilweise vom Lichteinfall und vom Betrachtungswinkel ab.

Ich bin daher sehr zufrieden mit meiner Orion.
Diese diamentierten Indexe führen übrigens dazu, dass die Indexe nur matt glänzen, was einen schönen Kontrast zu den silberglänzenden Zeigern ergibt.

Viele Grüße, Jürgen

Caruso
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Re: NOMOS ORION

Beitrag von Caruso » 09 Nov 2008, 10:12

So ist bei meiner mit bloßem Auge kaum ein Versatz zu sehen
Hallo Jürgen,

wie gesagt, mir ist es bei meiner auch lange nicht aufgefallen. Die Uhren die ich bisher "live" gesehen habe, also z. B. aktuelle Verkaufsware, hatten eine Abweichung, die mit dem unbewaffnetem Auge leicht zu erkennen war. Das Augenmaß ist halt sehr empfindlich. Bei Fotos finde ich diese Abweichungen schwieriger zu bewerten, da durch Blitz etc. die Indexe ungleichmäßig beleuchtet werden. Meine Frage zielt auch nicht dahin ob man diese Abweichungen persönlich störend findet oder nicht, sondern ob das bei einer Uhr von ca. 1000.-€ aufwärts in jedem Fall zu akzeptieren ist oder ob es sich um einen Mangel handelt. Ich kenne auch sonst keine ernst zu nehmende Uhr bei der solche Abweichungen mit dem bloßen Auge überhaupt zu erkennen wären. Auch nicht bei vergleichbar großen Uhren oder aufwändigeren Zifferblättern. Das Maß der Abweichungen war bei den Orion-Uhren, die ich in Augenschein nehmen konnte gleich.

Viele Grüße
Caruso

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TSID
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Re: NOMOS ORION

Beitrag von TSID » 09 Nov 2008, 10:32

Ich hatte bereits diverse Orion Uhren in meiner kleinen Sammlung, und bis auf die aktuelle waren alle ZB i.O. Ich habe nun sehr genau bei meiner vorhandenen geprüft und ja, die Indexe sind nicht korrekt mittig. Und um Deine Frage zu beantworte Caruso, nein, ich finde nicht, dass sich dies eine Uhrenbauende Firma wie Nomos leisten sollte. Da sind dann schon etliche Kontrollen versäumt worden bzw. schlampig gehandhabt worden. Meine Ansicht. Wenn ich mein Modell so nochmal finden würde, würde ich reklamieren, keine Frage.

Aber schau Dir mal Rolex Uhren an. Der Badewanneneffekt in der Ziffernblattmitte geht auch mal gar nicht. Soll nicht heissen, dass es normal sein sollte, aber es kommt halt durch die Bank hindurch vor. Der einzige Weg ist der von Dir beschriebene: Reklamation.
- Kai -

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Harrss
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Re: NOMOS ORION

Beitrag von Harrss » 09 Nov 2008, 11:44

Hallo Caruso,
. Meine Frage zielt auch nicht dahin ob man diese Abweichungen persönlich störend findet oder nicht, sondern ob das bei einer Uhr von ca. 1000.-€ aufwärts in jedem Fall zu akzeptieren ist oder ob es sich um einen Mangel handelt.
Da bin ich allerdings auch Deiner Meinung, dass ein solcher Mangel nicht vorkommen sollte. Jede Casio oder Seiko Quarzuhr für 50 bis 300 Euro wird genauer gestzte Indexe aufweisen. Ich habe aber mittlerweile das Gefühl, dass das nicht mit der Höhe des Preises zusammenhängt.
Selbst Uhren, die noch erheblich teurer sind als die Nomos weisen offenbar solche Mängel auf. Erklären kann ich es mir nicht recht, eventuell sind die rein maschinell gefertigten Massenquarzuhren hier im Vorteil.Es könnte sein, dass bei den hochwertigen Uhren, kompliziertere Verfahren und Materialien in der Herstellung verwendet werden, oder ein gewisser Anteil an Handarbeit eher bei hochwertigen Uhren zu finden ist, so dass gerade bei diesen eben auch gewisse Ungenauigkeiten eher auftauchen können.
Es könnte aber auch sein, dass meine Vermutung Quatsch ist und einfach schlampig gearbeitet wird ... ;) :D

Viele Grüße, Jürgen

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Re: NOMOS ORION

Beitrag von watchspirit » 09 Nov 2008, 13:48

Hallo liebe Orion-Freunde,

das ist eine sehr gute Diskussion.
Habe auch eine neue Orion, die evtl. minimale Abweichungen der Indexe hat, was mich persönlich im Rahmen des bildschönen Gesamteindrucks der Uhr eigentlich nicht sooo besonders stört.

Jetzt meine Frage: Hat einer von Euch da Nomos direkt schon mal drauf angesprochen, evtl. sogar reklamiert? Wenn ja, was sagen die denn zu dem Problem? Es wäre interessant, von Nomos eine Aussage zu erhalten.

Im übrigen bin ich mit meiner Orion hochzufrieden. Lief sie in den ersten Tagen weit im Minus, hat sie sich nun nach ca. 2 Monaten erfreulicherweise bei ca. 3 Sek. plus pro Tag eingependelt. Wenn das so bleibt, habe ich wirklich Glück mit der Uhr. :D :D :D

Schöne Grüße,
Chris

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Re: NOMOS ORION

Beitrag von HarryErr » 09 Nov 2008, 14:28

Hallo ihr. Aus gegebenem Anlass bringe ich das mal wieder hoch. Es beschäftigt sich genau mit diesem Thema. Ich schleiche auch immer wieder an Schaufenstern vorbei und warte darauf, eine Orion zu sehen, bei der die Indizes für das Auge erkennbar gleichmäßig aufgebracht sind.

In meinem Beitrag hier.....

http://forum.watchtime.ch/viewtopic.php ... 03#p316603

... wurde ich ja darauf verwiesen, dass das alles mal ein Problem der früheren Zeit und sozusagen "Ausrutscher" waren. Also entweder werden heute noch (3 Jahre später) alte Lagerbestände verscherbelt oder man legt bei NOMOS immer noch keinen Wert darauf, eine der 1000 Euro Klasse entsprechende Verarbeitung des Ziffernblattes hinzulegen.

Gruß, Harry

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Re: NOMOS ORION

Beitrag von Caruso » 09 Nov 2008, 16:22

Hallo Harry,

bei den Uhren die ich am Wochenende gesehen habe, handelte es sich um Uhren mit dem neuen alpha-Kaliber. Es gibt aber auch Orion mit den frühen Werken noch ohne Sekundenstop, aber mit Triovis-Feinregulierung, die diese Zifferblätter tragen. Also glaube ich nicht, dass es sich um ein kurzzeitiges Problem handelt.

Viele Grüße
Caruso

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Re: NOMOS ORION

Beitrag von watchspirit » 09 Nov 2008, 19:37

Wie gesagt: es wäre interessant zu wissen, wie sich Nomos dazu äußert.....

Schöne Grüße,
Chris

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Harrss
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Re: NOMOS ORION

Beitrag von Harrss » 09 Nov 2008, 20:43

Hallo,

ich stelle die Indexfrage ;) mal gesondert hier zur Diskussion:

http://forum.watchtime.ch/viewtopic.php?f=4&t=23699

Viele Grüße, Jürgen

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Re: NOMOS ORION

Beitrag von unruh(ig) » 11 Nov 2008, 01:10

Was mich an dieser Uhr stärker stört, da es sehr offensichtlich ist:

Der Abstand zwischen dem Armband und dem Gehäuse ist viel zu groß. Man könnte auch sagen, die Bandanstöße sind zu lang. So ist es auch bei dem Modell NOMOS Club.
Das liegt leider an der Verwendung eines Kalibers, welches auf das Peseux 7001 basiert. Der Abstand der beiden "Achsen" 1. Stunden- u. Minutenzeiger zu 2. Sekundenzeiger wurde nicht verändert. Damit ist der harmonisch erscheinende Durchmesser des Zifferblattes vorgegeben.
Soll die Uhr aber eine Gesamtgröße erreichen, der heutzutage halbwegs akzeptabel erscheint, werden die Bandanstöße verlängert.
Bei Verwendung eines Unitas-Kalibers gäbe es dieses Problem nicht.

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Re: NOMOS ORION

Beitrag von Harrss » 11 Nov 2008, 07:59

Was mich an dieser Uhr stärker stört, da es sehr offensichtlich ist:

Der Abstand zwischen dem Armband und dem Gehäuse ist viel zu groß
Das ist für mich keinesfalls offensichtlich, sondern nur Deine persönliche Meinung.
Soll die Uhr aber eine Gesamtgröße erreichen, der heutzutage halbwegs akzeptabel erscheint
Was eine akzeptable Größe für eine Uhr ist, ist auch Deine ganz private Meinung und keinesfalls allgeimein gültig. Für mich z.B. hat die Orion eine ideale Größe.
Bei Verwendung eines Unitas-Kalibers gäbe es dieses Problem nicht.
Bei Verwendung eines Unitas Kalibers hat die Uhr mindestens einen Durchmesser von 41mm und eine Dicke von midestens 10 bis 11mm, oft auch mehr. Das ist für mich keine akzeptable Größe für eine elegante Uhr.
Von Uhren dieser Art ist der Markt mehr als voll, es gibt tausende Modelle.
Du wirst also keine Probleme haben, die NOMOS Uhren einfach zu umgehen und Dir einen der üblichen klobigen Stahklötze zu kaufen.

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Re: NOMOS ORION

Beitrag von TSID » 11 Nov 2008, 09:02

Über Geschmack lässt sich vortrefflich streiten nicht wahr?
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Re: NOMOS ORION

Beitrag von playman205 » 11 Nov 2008, 09:26

Harrss hat geschrieben:
Bei Verwendung eines Unitas-Kalibers gäbe es dieses Problem nicht.
Bei Verwendung eines Unitas Kalibers hat die Uhr mindestens einen Durchmesser von 41mm und eine Dicke von midestens 10 bis 11mm, oft auch mehr. Das ist für mich keine akzeptable Größe für eine elegante Uhr.
Von Uhren dieser Art ist der Markt mehr als voll, es gibt tausende Modelle.
Du wirst also keine Probleme haben, die NOMOS Uhren einfach zu umgehen und Dir einen der üblichen klobigen Stahklötze zu kaufen.
Volle Zustimmung, eine wirklich elegante Uhr mit dem grobschlächtigen Unitas-Kaliber ist für mich nicht denkbar. Dessenungeachtet finde ich die Bandanstöße an der Orion auch ein bißchen lang. :whistling: :wink: Das soll Dich aber in keiner Weise stören.

Meine "Orion" ist übrigens rund 50 Jahre alt und heißt Zenith Sporto. Entschuldigt mein mieses Foto, ich kann's halt einfach nicht.

Bild

Die Machart ist ziemlich ähnlich, Handaufzug mit kleiner Sekunde und gefrästen Indizes auf dem Blatt, nur das Gehäuse ist hier ein bißchen aufwändiger (Mittelteil und Boden satiniert, zusätzlicher Plexiglasstaubdeckel unter dem Druckboden). Nomos hat mit der Orion unabhängig von den technischen Sachzwängen gerade damit einen tollen Job gemacht, sie nicht zu groß zu machen. Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Design eine deutliche Vergrößerung ertragen würde. Gerade in der Größe wirkt sie optimal. IMHO. :wink:

Holger
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