Das Prestige des Manufakturkalibers

Allgemeine Diskussionen rund um zeitgenössische Uhren
C.95
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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von C.95 » 02 Feb 2019, 12:18

Nun ja, meine Erfahrung mit dem IWC Service ist sehr gut, allerdings waren nur Uhren aus den 40er - 90er Jahren dort.
Einige der älteren Vintages benötigten schon sehr speziellen Service, auch das wurde hervorragend geleistet.

Aufgrund meiner Erfahrung bewerte ich den IWC Service so => :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

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safesurfer
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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von safesurfer » 02 Feb 2019, 12:24

Andi hat geschrieben:
02 Feb 2019, 11:58
ocean2000 hat geschrieben:
02 Feb 2019, 11:46
mezdis hat geschrieben:
01 Feb 2019, 15:34
Auch wenn wir die Zahlen wohl nie erhalten werden, so wäre es wirklich sehr interessant zu wissen, wie hoch der Prozentsatz an Service-Garantiefällen bei deinen Uhren im Vergleich zur "Massenware" ist. Denn das wäre eine Zahl, welche dem Kunden tatsächlich einen Mehrwert bringt. Ich habe die Vermutung, dass die Grosshersteller in dieser Sparte die Kleinstmanufakturen deutlich abhängen...
Das kann ich mir mit meinen Erfahrungen aber nur schwer vorstellen. Bei jeder meiner Uhren aus Schaffhausen wurde nach dem Kauf mehrfach ein Kuraufenthalt in Schaffhausen notwendig.
Bei mir identisch, wahrscheinlich sind wir die Einzelfälle, wovon immer gesprochen wird *Facepalm
Mein drei IWC (GST, GST PPC und 3548) liefen bisher immer ohne ein Problem und tun es noch. Die 3548 war sogar nach 14 Jahren ohne Revision bis zu ihrem Verkauf neulich, mit eine der präzisen Uhren die ich je hatte. Man könnte sagen, dass die von IWC aufgewerteten ETA-Kaliber mindestens genauso wertig sind wie manches Manufakturwerk. Mir ist da immer das Gesamtpaket von Gehäuse, Design und Werk wichtig gewesen...
Gruß Michael

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Andi
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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von Andi » 02 Feb 2019, 12:30

C.95 hat geschrieben:
02 Feb 2019, 12:18
Nun ja, meine Erfahrung mit dem IWC Service ist sehr gut, allerdings waren nur Uhren aus den 40er - 90er Jahren dort.
Einige der älteren Vintages benötigten schon sehr speziellen Service, auch das wurde hervorragend geleistet.

Aufgrund meiner Erfahrung bewerte ich den IWC Service so => :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
Wie oft und wie lange hast Du die Uhren nach dem Service getragen?

Nicht falsch verstehen; wenn ich x Uhren zum Service gebe und danach kaum trage, dann mag es optisch schön aussehen, aber langfristig ?
Viele Grüße Andi!

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tourbillon69
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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von tourbillon69 » 02 Feb 2019, 13:17

Die Frage treibt uns schon lange um, Heinz-Jürgen.
Eine klare, knappe Antwort gibt es noch nicht aber wir denken da auf einem guten Weg zu sein.

Grundsätzlich sind wir da bei Jan, kein Hersteller kann eine wirkliche Garantie geben, egal wie groß. Ich denke aber, dass ein Eigner-geführtes und (wichtig!) finanziertes Unternehmen etwas sicherer ist als z.B. eines mit Investoren an Bord. Was will ich denn machen die nächsten 20 Jahre? ich kann ja nur bis zum Ende unseren Kunden die Versprechen einlösen die wir abgegeben haben. Wer in den letzten Jahren mal in Athen war konnte sich ein Bild davon machen wie das in der Realität funktioniert: Die Krise hat dazu geführt, dass viele Unternehmen zugemacht haben. Trotzdem gibt es aber auch noch viele offene Geschäfte, Bars, Cafés etc., nämlich die von Einheimischen geführten. Die sagen sich: "Was will ich denn machen sonst? Ich mach zwar kaum Umsatz aber zuhause sitzen bringt mir auch nix!" Jene Geschäftslokale die leer stehen sind die der internationalen Ketten: Benetton, Zara, etc. Die haben schnell ganz den Stecker gezogen als es abwärts ging. Ich denke z.B., dass eine Marke wie B&M viel gefährdeter ist von der Bildfläche zu verschwinden wenn die's nicht schaffen in die Gänge zu kommen. Irgendwann zieht Rupert den Stecker. Eine ähnliche Entwicklung der letzten Wochen ist noch gar nicht publik: Gründer verlässt die Marke weil er vom Investor (seinen Rotstiftakrobaten) rausgeekelt wird.

Zurück zu Deiner Frage: Wir arbeiten seit geraumer Zeit in mehrere Richtungen (so wie wir uns bei Schlüsselteilen auch mehrere Hersteller "leisten").

1. Wir arbeiten seit Jahren an einem losen Netzwerk von Uhrmachern, verteilt auf USA, Europa und Asien. Grundsätzlich brauchen wir deren Hilfe wenn mal eine Kundenuhr in dem Raum nicht mehr so richtig will, aber auch in Hinblick auf SAV in der Zukunft. Dazu hatten wir in den vergangenen Jahren auch jüngere Mitarbeiter die sich später selbstständig gemacht haben. Da entsteht über die Jahre eine lose Struktur der man ggf. zu einem noch offenen Zeitpunkt die vorhandenen Ersatzteile überlassen kann. Wir diskutieren seit geraumer Zeit, dass mit unserem Ausscheiden aus dem Berufsleben auch die Marke als Hersteller inaktiv wird, SAV-Strukturen jedoch durch solche Professionisten erhalten bleiben. D.h. die Website könnte dann nur noch eine Art Archiv sein mit Adressen wo man sich hinwenden kann. Ergänzend steht im Raum Teile bei spezialisierten Grossisten (Flume, Boley, Cousins, etc.) zu deponieren, mit dem Ziel, dass diese dort bezogen werden können.

2. Es ist kein Geheimnis, dass unser A11 auf dem Entwurf des Grundwerks des 7760 (7750 als Handaufzug) aufbaut. Strategisch haben wir versucht - trotz der für uns notwendigen und erwünschten Veränderungen (z.B. Schnittstellen für unsere Module, Optimierung für Kleinserienproduktion) so nah wie möglich am 7750 zu bleiben. Jetzt mal unabhängig von der ausstehenden Entscheidung der ETA wie man ab 2020 weiterverfährt (aktuell wird ja der Fachgroßhandel nicht mehr beliefert), besteht dadurch die Möglichkeit unsere Uhren mit Ersatzteilen aus dem Fundus ETA7750/Sellita SW500 zu reparieren. Obwohl zwischen den beiden Werken ja bekanntlich Unterschiede bestehen (das SW500 hat ein anderes Assortiment als 20.5) lässt sich die Kompatibilität leicht dokumentieren. Dokumentation ist dabei ein wichtiger Schlüssel. Daran scheitert es in der Praxis oft. Wir sind da - weil's ja auch mal Teil meines Jobs in der Industrie war - zum Glück ziemlich gut dokumentiert. Da fehlt aktuell noch ein bisschen was (z.B. für die Gehäuse) wir haben aber aktuell auch noch nicht wirklich nennenswerten SAV-Aufwand. Geplant ist die Infos dann via Website öffentlich zu machen.

3. Wir haben versucht unser A11 anderen Marken anzubieten, mit wenig Erfolg. In der geringen Stückzahl ist es viel zu teuer um gegen die Unmengen an ETA-Werken am Graumarkt bestehen zu können. Die Branche ist da auch noch zu verwöhnt und unrealistisch: "Ist ja schön was sie da haben. Wenn Sie mal preislich mit der ETA mithalten können kommen wir ins Geschäft!" Die Einzelteile unseres A11 werden von spezialisierten Herstellern in DACH nach unseren Plänen hergestellt (wir selbst sind hier aktuell nur zu viert, waren schon mal sieben). Mit diesen Herstellern verbindet uns aber - unüblich für die Branche - eine Partnerschaft, ein "geben und nehmen". Das kommt dort gut an während die großen Gruppen Preise und Lieferfristen diktieren, wer nicht mitspielt wird nicht mehr mit Aufträgen bedacht und plattgemacht. Im Grunde braucht es nur ein Liste welcher Teil wo erhältlich ist und unser A11 wird - nicht heute und morgen aber vielleicht in ein paar Jahren - Open-Source. Dann fallen wir zwar um die Entwicklungs- und Werkzeugkosten um aber das letzte Hemd hat ja bekanntlich keine Taschen. Das ist aber noch ein völlig unausgegorener Gedanke. So auch wie der zuvor geäußerte Gedanke bez. der Zukunft der Marke.

Alles da steht und fällt aber mit der weiteren Entwicklung der Branche und der Frage welche Gemeinheiten sich einzelne selbstverliebte Lenker in der Industrie noch ausdenken werden. Es ist eben leider nicht so wie @mezdis schreibt, "dass man es sich ja aussuchen könne!" In der Realität ist es wie Slalom, wenn Du die von den Torrichtern gesetzten Tore nicht richtig fährst, bist Du raus ;-)

C.95
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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von C.95 » 02 Feb 2019, 13:49

Andi hat geschrieben:
02 Feb 2019, 12:30
C.95 hat geschrieben:
02 Feb 2019, 12:18
Nun ja, meine Erfahrung mit dem IWC Service ist sehr gut, allerdings waren nur Uhren aus den 40er - 90er Jahren dort.
Einige der älteren Vintages benötigten schon sehr speziellen Service, auch das wurde hervorragend geleistet.

Aufgrund meiner Erfahrung bewerte ich den IWC Service so => :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
Wie oft und wie lange hast Du die Uhren nach dem Service getragen?

Nicht falsch verstehen; wenn ich x Uhren zum Service gebe und danach kaum trage, dann mag es optisch schön aussehen, aber langfristig ?
Derartig differenziert ist meine persönliche Erfahrung natürlich nicht, Andreas.

Meine primäre Erwartung vom Service ist einfach, dass bei Jahrzehnte alten Uhren verschlissene Teile ersetzt werden und die Uhren nach dem Service wieder funktionieren und ggf. auch wieder frisch aussehen.

Genau das hat der IWC Service bisher ermöglicht, eine positive Erfahrung, die durchaus erwähnenswert ist, bei anscheinend überwiegend negativen Erfahrungen.

Egal, dieser Thread ist inzwischen mit diversen Themen, weit ab vom Prestige des Manufakturkalibers, angereichert und es gibt diverse andere Threads, die das Thema Service abdecken.

Beste Grüße

Heiko

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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von Heinz-Jürgen » 02 Feb 2019, 14:10

tourbillon69 hat geschrieben:
02 Feb 2019, 13:17
Die Frage treibt uns schon lange um, Heinz-Jürgen.
Eine klare, knappe Antwort gibt es noch nicht aber wir denken da auf einem guten Weg zu sein.

Grundsätzlich sind wir da bei Jan, kein Hersteller kann eine wirkliche Garantie geben, egal wie groß. Ich denke aber, dass ein Eigner-geführtes und (wichtig!) finanziertes Unternehmen etwas sicherer ist als z.B. eines mit Investoren an Bord. Was will ich denn machen die nächsten 20 Jahre? ich kann ja nur bis zum Ende unseren Kunden die Versprechen einlösen die wir abgegeben haben. Wer in den letzten Jahren mal in Athen war konnte sich ein Bild davon machen wie das in der Realität funktioniert: Die Krise hat dazu geführt, dass viele Unternehmen zugemacht haben. Trotzdem gibt es aber auch noch viele offene Geschäfte, Bars, Cafés etc., nämlich die von Einheimischen geführten. Die sagen sich: "Was will ich denn machen sonst? Ich mach zwar kaum Umsatz aber zuhause sitzen bringt mir auch nix!" Jene Geschäftslokale die leer stehen sind die der internationalen Ketten: Benetton, Zara, etc. Die haben schnell ganz den Stecker gezogen als es abwärts ging. Ich denke z.B., dass eine Marke wie B&M viel gefährdeter ist von der Bildfläche zu verschwinden wenn die's nicht schaffen in die Gänge zu kommen. Irgendwann zieht Rupert den Stecker. Eine ähnliche Entwicklung der letzten Wochen ist noch gar nicht publik: Gründer verlässt die Marke weil er vom Investor (seinen Rotstiftakrobaten) rausgeekelt wird.

Zurück zu Deiner Frage: Wir arbeiten seit geraumer Zeit in mehrere Richtungen (so wie wir uns bei Schlüsselteilen auch mehrere Hersteller "leisten").

1. Wir arbeiten seit Jahren an einem losen Netzwerk von Uhrmachern, verteilt auf USA, Europa und Asien. Grundsätzlich brauchen wir deren Hilfe wenn mal eine Kundenuhr in dem Raum nicht mehr so richtig will, aber auch in Hinblick auf SAV in der Zukunft. Dazu hatten wir in den vergangenen Jahren auch jüngere Mitarbeiter die sich später selbstständig gemacht haben. Da entsteht über die Jahre eine lose Struktur der man ggf. zu einem noch offenen Zeitpunkt die vorhandenen Ersatzteile überlassen kann. Wir diskutieren seit geraumer Zeit, dass mit unserem Ausscheiden aus dem Berufsleben auch die Marke als Hersteller inaktiv wird, SAV-Strukturen jedoch durch solche Professionisten erhalten bleiben. D.h. die Website könnte dann nur noch eine Art Archiv sein mit Adressen wo man sich hinwenden kann. Ergänzend steht im Raum Teile bei spezialisierten Grossisten (Flume, Boley, Cousins, etc.) zu deponieren, mit dem Ziel, dass diese dort bezogen werden können.

2. Es ist kein Geheimnis, dass unser A11 auf dem Entwurf des Grundwerks des 7760 (7750 als Handaufzug) aufbaut. Strategisch haben wir versucht - trotz der für uns notwendigen und erwünschten Veränderungen (z.B. Schnittstellen für unsere Module, Optimierung für Kleinserienproduktion) so nah wie möglich am 7750 zu bleiben. Jetzt mal unabhängig von der ausstehenden Entscheidung der ETA wie man ab 2020 weiterverfährt (aktuell wird ja der Fachgroßhandel nicht mehr beliefert), besteht dadurch die Möglichkeit unsere Uhren mit Ersatzteilen aus dem Fundus ETA7750/Sellita SW500 zu reparieren. Obwohl zwischen den beiden Werken ja bekanntlich Unterschiede bestehen (das SW500 hat ein anderes Assortiment als 20.5) lässt sich die Kompatibilität leicht dokumentieren. Dokumentation ist dabei ein wichtiger Schlüssel. Daran scheitert es in der Praxis oft. Wir sind da - weil's ja auch mal Teil meines Jobs in der Industrie war - zum Glück ziemlich gut dokumentiert. Da fehlt aktuell noch ein bisschen was (z.B. für die Gehäuse) wir haben aber aktuell auch noch nicht wirklich nennenswerten SAV-Aufwand. Geplant ist die Infos dann via Website öffentlich zu machen.

3. Wir haben versucht unser A11 anderen Marken anzubieten, mit wenig Erfolg. In der geringen Stückzahl ist es viel zu teuer um gegen die Unmengen an ETA-Werken am Graumarkt bestehen zu können. Die Branche ist da auch noch zu verwöhnt und unrealistisch: "Ist ja schön was sie da haben. Wenn Sie mal preislich mit der ETA mithalten können kommen wir ins Geschäft!" Die Einzelteile unseres A11 werden von spezialisierten Herstellern in DACH nach unseren Plänen hergestellt (wir selbst sind hier aktuell nur zu viert, waren schon mal sieben). Mit diesen Herstellern verbindet uns aber - unüblich für die Branche - eine Partnerschaft, ein "geben und nehmen". Das kommt dort gut an während die großen Gruppen Preise und Lieferfristen diktieren, wer nicht mitspielt wird nicht mehr mit Aufträgen bedacht und plattgemacht. Im Grunde braucht es nur ein Liste welcher Teil wo erhältlich ist und unser A11 wird - nicht heute und morgen aber vielleicht in ein paar Jahren - Open-Source. Dann fallen wir zwar um die Entwicklungs- und Werkzeugkosten um aber das letzte Hemd hat ja bekanntlich keine Taschen. Das ist aber noch ein völlig unausgegorener Gedanke. So auch wie der zuvor geäußerte Gedanke bez. der Zukunft der Marke.

Alles da steht und fällt aber mit der weiteren Entwicklung der Branche und der Frage welche Gemeinheiten sich einzelne selbstverliebte Lenker in der Industrie noch ausdenken werden. Es ist eben leider nicht so wie @mezdis schreibt, "dass man es sich ja aussuchen könne!" In der Realität ist es wie Slalom, wenn Du die von den Torrichtern gesetzten Tore nicht richtig fährst, bist Du raus ;-)
Danke für Deine offene und ehrliche Antwort. Ich sehe, Du hast mich nicht falsch verstanden. Mir ging es natürlich nicht darum, meine Erben nach einem eventuellen Kauf einer Habring abzusichern.

Wir sind zwar in vollkommen unterschiedlichen Branchen tätig (bei mir ist es der Dienstleistungssektor), uns treiben aber anscheinend die gleichen Gedanken um. Schön, dass Du jetzt schon so weitsichtig denkst. Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen, und Deine Ausführungen machen die Marke noch sympathischer. Jedenfalls mir.
Grüße aus dem Pott

Heinz-Jürgen

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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von Hertie » 02 Feb 2019, 14:41

Mit dem etwas wirren Eingangspost habe ich ja eine interessante Diskussion losgetreten, dafür vielen Dank. :thumbsup:

Zu IWC :aktuell bin ich ja interessensmäßig von IWC weit weg, aber wenn ich die letzten Jahrzehnte zurückblicke, kann ich vom Service dieser Firma nichts negatives berichten.
Die Marke ist im Vintagebereich in meinem Bekanntenkreis und Stammtisch sehr beliebt, so dass es über die vielen Jahre sicherlich um die 30 IWC-Servicefälle gab. Mit ist aber diesbezüglich nichts großartig negatives in Erinnerung. Im Gegenteil, waren die Reparaturen/Aufarbeitungen etc. meist hervorragend durchgeführt. Dasselbe kann ich von Omega sagen.
Aber ich muss auch dazu sagen, dass es sich bei den IWC Uhren meist um ältere Uhren und nicht aus zeitnaher Produktion handelt.

Dagegen war Rolex schon oft weit weniger kundenfreundlich , aber noch wesentlich besser als Firmen wie Girard Perregaux oder gar Vacheron C. .

Den Ausführungen von Richard kann ich viel abgewinnen. Und aus eigener Erfahrung kann ich die Einstellung teilen, investorgesteuerten Unternehmen wenig zu vertrauen.
...Grüße von leider einem der letzten Tauschwütigen mit Hans-im-Glück -Syndrom

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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von Andi » 02 Feb 2019, 15:41

C.95 hat geschrieben:
02 Feb 2019, 13:49
Andi hat geschrieben:
02 Feb 2019, 12:30
C.95 hat geschrieben:
02 Feb 2019, 12:18
Nun ja, meine Erfahrung mit dem IWC Service ist sehr gut, allerdings waren nur Uhren aus den 40er - 90er Jahren dort.
Einige der älteren Vintages benötigten schon sehr speziellen Service, auch das wurde hervorragend geleistet.

Aufgrund meiner Erfahrung bewerte ich den IWC Service so => :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
Wie oft und wie lange hast Du die Uhren nach dem Service getragen?

Nicht falsch verstehen; wenn ich x Uhren zum Service gebe und danach kaum trage, dann mag es optisch schön aussehen, aber langfristig ?
Derartig differenziert ist meine persönliche Erfahrung natürlich nicht, Andreas.

Meine primäre Erwartung vom Service ist einfach, dass bei Jahrzehnte alten Uhren verschlissene Teile ersetzt werden und die Uhren nach dem Service wieder funktionieren und ggf. auch wieder frisch aussehen.

Genau das hat der IWC Service bisher ermöglicht, eine positive Erfahrung, die durchaus erwähnenswert ist, bei anscheinend überwiegend negativen Erfahrungen.

Egal, dieser Thread ist inzwischen mit diversen Themen, weit ab vom Prestige des Manufakturkalibers, angereichert und es gibt diverse andere Threads, die das Thema Service abdecken.

Beste Grüße

Heiko
Was mich dann nur wundert, da ja gerade hier im Forum alles stringent nach Daten und Fakten abgearbeitet wird. :wink:
Viele Grüße Andi!

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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von Andi » 02 Feb 2019, 15:44

Hertie hat geschrieben:
02 Feb 2019, 14:41
Mit dem etwas wirren Eingangspost habe ich ja eine interessante Diskussion losgetreten, dafür vielen Dank. :thumbsup:
Hertie gratuliert sich selber, auch nicht schlecht :mrgreen: :wink:

Hertie hat geschrieben:
02 Feb 2019, 14:41
Dagegen war Rolex schon oft weit weniger kundenfreundlich , aber noch wesentlich besser als Firmen wie Girard Perregaux oder gar Vacheron C. .
Shit, bei meiner Sea Hawk II steht jetzt wohl auch eine Revision an, ich versuche es jetzt erst mal über meinen UMM :cry:
Viele Grüße Andi!

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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von Hertie » 02 Feb 2019, 15:50

Andi hat geschrieben:
02 Feb 2019, 15:44
Hertie hat geschrieben:
02 Feb 2019, 14:41
Mit dem etwas wirren Eingangspost habe ich ja eine interessante Diskussion losgetreten, dafür vielen Dank. :thumbsup:
Hertie gratuliert sich selber, auch nicht schlecht :mrgreen: :wink:
:angry: :rofl: :yahoo:
...Grüße von leider einem der letzten Tauschwütigen mit Hans-im-Glück -Syndrom

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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von cool runnings » 02 Feb 2019, 18:58

safesurfer hat geschrieben:
02 Feb 2019, 12:24
Andi hat geschrieben:
02 Feb 2019, 11:58
ocean2000 hat geschrieben:
02 Feb 2019, 11:46


Das kann ich mir mit meinen Erfahrungen aber nur schwer vorstellen. Bei jeder meiner Uhren aus Schaffhausen wurde nach dem Kauf mehrfach ein Kuraufenthalt in Schaffhausen notwendig.
Bei mir identisch, wahrscheinlich sind wir die Einzelfälle, wovon immer gesprochen wird *Facepalm
Mein drei IWC (GST, GST PPC und 3548) liefen bisher immer ohne ein Problem und tun es noch. Die 3548 war sogar nach 14 Jahren ohne Revision bis zu ihrem Verkauf neulich, mit eine der präzisen Uhren die ich je hatte. Man könnte sagen, dass die von IWC aufgewerteten ETA-Kaliber mindestens genauso wertig sind wie manches Manufakturwerk. Mir ist da immer das Gesamtpaket von Gehäuse, Design und Werk wichtig gewesen...
Kann mich Michael nur anschließen. Meine Erfahrungen mit meinen IWC waren durchgehend positiv, der Service immer einwandfrei. Meinen Fliegerchrono hatte ich das erste Mal nach gut 15 Jahren beim Service, die AT nach 13. Und das obwohl die AT sicher zu meinen meist getragenen Uhren gehört. Die AT hatte zum Schluss keine optimale Aufzugsleistung mehr, was aber nach dem Service kein Thema mehr war.
Ich finde Manukturwerke auch spannend, muss aber deswegen ETA-Werke nicht schlecht finden.

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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von tourbillon69 » 03 Feb 2019, 12:08

Differenzierte Meinungen zum angeschnittenen "Open-Source" würden mich sehr interessieren!
Beste Grüsse
Richard

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mhanke
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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von mhanke » 03 Feb 2019, 13:21

Vor Jahren publizierte Ludwig Oechslin den Plan seines Jahreskalenders als open source, aber niemand sprang auf den Zug auf. Dann kam die MIH-Uhr und sehr viel später der Jahreskalender von Zenith, welcher diese Konstruktion übernahm. Ich denke aber, die mehr als zögerliche Aufnahme lag auch daran, dass die Oechslin-Konstruktionen zwar einzigartig sind, dass man sie problemlos und sicher vor- und rückwärtsdrehen kann, aber durch den so nötigen Verzicht auf Sperrfedern o.ä. viel individuellen Einstellungsaufwand benötigen, was einer Produktion im großen Maßstab nicht entgegen kommt.

Marcus
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tourbillon69
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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von tourbillon69 » 03 Feb 2019, 15:39

mhanke hat geschrieben:
03 Feb 2019, 13:21
Vor Jahren publizierte Ludwig Oechslin den Plan seines Jahreskalenders als open source, aber niemand sprang auf den Zug auf. Dann kam die MIH-Uhr und sehr viel später der Jahreskalender von Zenith, welcher diese Konstruktion übernahm. Ich denke aber, die mehr als zögerliche Aufnahme lag auch daran, dass die Oechslin-Konstruktionen zwar einzigartig sind, dass man sie problemlos und sicher vor- und rückwärtsdrehen kann, aber durch den so nötigen Verzicht auf Sperrfedern o.ä. viel individuellen Einstellungsaufwand benötigen, was einer Produktion im großen Maßstab nicht entgegen kommt.

Marcus
Ich denke es lag auch daran, dass ewige Kalender generell ein Nischenprodukt ist.

s'Peterle
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Re: Das Prestige des Manufakturkalibers

Beitrag von s'Peterle » 04 Feb 2019, 08:50

baghipapa hat geschrieben:
25 Jan 2019, 07:47
Bei Dreizeigeruhren ist die Definition „besser“ schwer zu differenzieren.
Der Funktionsumfang einer Uhr ist sehr begrenzt. Zeit anzeigen kann man in kurzer Zeit prüfen. Der Rest kann nur bei länger Tragedauer geprüft und erlebt werden.

Das ist bei Autos etwas anders, das ist die Anzahl der Kriterien höher. Je höher diese Anzahl, desto einfacher die Differenzierung.

Bei Uhren ist das Problem, dass das Marketinggeschwurbel so abgehoben über das Ziel hinausschießt. Dadurch denkt man vielleicht, das Manufakturding muss gigantische Dinge vollbringen. Aber es zeigt nur die Zeit an...

Der spektakuläre Weinvergleich klappt auch immer nur deshalb, weil die meisten Wein eindimensional beurteilen: schmeckt oder nicht.
Selbst das ich habe einen Chrono mit 7751.... da sind schon dermassen viele Infos auf dem Zifferblatt dass ich denke "mehr macht wirklich keinen Sinn"... und gebnau geht er und das auch schon 20 Jahre.... (drei mal Service bisher)

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