Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Allgemeine Diskussionen rund um zeitgenössische Uhren
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u2112
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Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von u2112 » 17 Feb 2019, 23:52

Liebe Uhrenfreunde,

das Interesse an Uhren hat ja durchaus unterschiedliche Ausprägungen, sowohl was den Einsatz von Zeit als auch den Einsatz von Geld angeht. Eine öfters diskutierte (und nie abschließend beantwortete) Frage ist dabei, wann ist man ein "Sammler"? Da gibt es verschiedene Ansätze, die sich an der Gesamtzahl der Uhren, der Breite oder der Tiefe der angehäuften Uhren festmachen - von allem ein bisschen oder von einem bisschen alles, wären z.B. gängige Strategien, beides in verschiedenen Eskalationsstufen.

Bei mir haben sich im Laufe der Jahre viele Uhren angefunden - nicht alle sind geblieben, aber dennoch würde der aktuelle Bestand zahlenmäßig für eine "Sammlung" reichen. Und doch sind meine Armbanduhren eigentlich (fast) alles nur normale Uhren, die mir gefallen, die ich trage und von denen ich mich auch relativ problemlos wieder trenne, wenn sie mir nicht mehr gefallen oder ich sie nicht mehr trage. Das ist keine Sammlung. Anders sieht es aus bei meinen Taschenuhren, die zwar wertmäßig nicht groß ins Gewicht fallen und sich weder zum Tragen, noch als Investition lohnen - und doch (meist) unverkäuflich sind. Denn inzwischen hat fast jede dieser Uhren eine besondere Eigenschaft, eine Geschichte, eine technische Besonderheit oder einen Makel, der sie gefühlt einmalig macht - "so eine Uhr kriege ich nicht wieder, wenn sie erstmal weg ist". Deshalb muss sie bleiben.

Ein Antrieb ist dabei die Seltenheit, Dinge die nicht jeder hat, vielleicht sogar Dinge, die einmalig sind - weil sie immer einmalig waren oder es mit der Zeit wurden. Bei Uhren gibt es Bereiche, wo eine solche Einmaligkeit Exemplare unfassbar teuer macht. Jeder kennt zum Beispiel die atemlosen Hodinkee-Berichte von irgendwelchen Auktionen, bei denen die einzig bekannte Weißblech-Patek für Fantastillionen zugeschlagen wird. Das Schöne ist aber, dass Uhren (und Marken) so vielfältig sind, dass Seltenheit und Preis nicht zwingend korrelieren. Auch "normale" Menschen können hier Dinge sammeln, die einmalig sind oder zumindest äußerst selten.

Da echtes Sammeln nur in einem finiten Raum Sinn macht (wobei "Sinn" hier ein mutiges Wort ist :whistling: ...), finden sich die meisten Aktiven im Vintage-Bereich. Auch hier wurde durch vielerlei Hype manches Feld inzwischen unerschwinglich, aber gerade Taschenuhren sind davon weitgehend verschont geblieben. Auch beim Sammeln gilt in abgewandelter Form die alte Nick Hornby Weisheit: "Du suchst Dir nicht Deinen Club aus, Dein Club sucht Dich aus". Bei mir fing alles an mit der alten Taschenuhr meines (Ur-)Großvaters - lange her, aber bis heute ungebrochen:

https://forum.watchlounge.com/index.php ... aschenuhr/

Woran merkt man nun, dass einen die Sammelleidenschaft so richtig erwischt hat? Zum Beispiel daran, dass man nervös wird, wenn man ein belangloses Stück Papier sieht - und das unbedingt haben muss. Dass der Wahnsinn noch nicht vollends ausgebrochen ist, merkt man daran, dass dazu auch noch eine Uhr gehört :wink:

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Und das ist der Aufhänger der heutigen Sammler-Episode - allerdings nicht der Startpunkt.

Nach der oben erwähnten Familien-TU kamen so einige weitere Exemplare, aber es dauerte eine ganze Zeit, bis ich endlich einen Fund machen konnte, der auch vor den Augen kritischer und langgedienter Sammler Bestand hatte. Das war damals eine Schuluhr der Uhrmacherschule Battenberg in Biel, die auf einem IWC Kaliber 97 basierte. So etwas hatte ich vorher noch nicht gesehen und die Altvorderen auch nicht ;)

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Ausführlich vorgestellt hatte ich die Uhr vor vielen Jahren einmal hier:

https://forum.watchlounge.com/index.php ... aliber-97/

Wieder einige Jahre später kam eine weitere Rarität ins Haus, die gleich aus drei Gründen selten war: Eine Sonderedition des Juweliers Türler aus Zürich (der leider vor einigen Jahren aufgegeben hat und nur noch als Blancpain-Boutique weiterlebt), das Werk ein Kaliber 77 (ebenso selten wie gut) und ein selbstbewusster Schriftzug auf dem Zifferblatt: Chronometre.

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Auch wenn das Kaliber 73/77 unter den Gelehrten als das vielleicht Beste in der Geschichte der IWC gilt, war man sich doch anderseits auch einig: Ein echter Chronometer war das nicht. Es gab da zwar einen sehr großen Graubereich (nicht immer war der Begriff genau definiert, manchmal auch gar nicht geschützt) - aber diese Uhr wurde nie regulär in einer Sternwarte geprüft und hat entsprechend auch kein COSC-Zertifikat (oder etwas Vergleichbares). Noch mehr: Es gibt keine IWC Chronometer. Gut, ganz ist das nicht richtig, denn es gab ja ein Modell mit COSC-Prüfung, die IWC Ingenieur Ref. 3521, gebaut von 1993 bis 2001:

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Aber auch diese Uhr wurde nie mit einem Chronometer-Gangschein ausgeliefert, wie man es z.B. von Breitling kennt. Bei den Taschenuhren wird geraunt, dass es in Vorzeiten Decksuhren gab, die wohl Chronometer-Prüfungen unterzogen wurden. Aber wirklich dokumentierbar ist das wohl nicht. Zumindest habe ich noch nie entsprechende Papiere gesehen...

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u2112
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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von u2112 » 17 Feb 2019, 23:53

... bis ich vor einiger Zeit auf einen ganz besondere Taschenuhr stieß - die mir im ersten Anlauf durch die Lappen ging und dann doch nach Jahren wieder auftauchte. Und dann war sie meins. Diese Uhr an sich ist schon besonders, denn es handelt sich wiederum um eine Schuluhr. Auch diese auf Basis eines IWC Cal. 97 und in einem Stahlgehäuse der Ref. 169 eingeschalt. Diesmal war es eine andere Uhrmacherschule, die Ecole d'horlogerie in Porrentruy:

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Diese Schule gibt es heute noch und sie ist auch wesentlich größer und in den Disziplinen anspruchsvoller als Battenberg: https://www.divtec.ch/ . Das ist schon selten genug, aber was mir wirklich ins Auge gefallen ist, war dieser Schriftzug:


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Wieder ein "Chronometre". Nur diesmal stimmt es tatsächlich - denn als Teil der Abschlussarbeit wurde diese Uhr so reguliert, dass sie die Chronometer-Norm für Taschenuhren erfüllt. Und da es dabei ja um etwas ging, wurde das auch tatsächlich geprüft und zwar direkt bei der COSC. Das Besondere: Nicht nur die Uhr war noch erhalten, sondern auch die komplette Dokumentation - und so habe ich viel Geld bezahlt für eine Uhr und eigentlich viel mehr für ein bisschen Papier:

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Eine IWC mit offiziellem, amtlichen Chronometer-Gangschein. Es kann sein, dass es davon noch mehr gibt oder zumindest gab. Gesehen habe ich noch keine andere und ich habe auch noch nicht davon gehört, dass irgendjemand eine andere hat (mal gucken, was Richard dazu sagt :whistling: ...).

Deshalb - zumindest gefühlt und bis auf Widerruf :whistling: - ist das der einzige offizielle IWC Taschenuhr-Chronometer. Und die einzige IWC mit einem Chronometer-Gangschein. Ever, ever.... :mrgreen:

Das Herz lacht und meine Frau hält mich für komplett bescheuert. Ich bin ein Sammler...

Gruß,
Christian

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mezdis
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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von mezdis » 18 Feb 2019, 08:25

Wunderbare Geschichte, danke fürs Mitnehmen!
Und natürlich herzliche Gratulation zu diesem aussergewöhnlichen Fang!
___________
Gruss mezdis

haspe1
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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von haspe1 » 18 Feb 2019, 08:30

Lieber Christian,

immer wenn ich sehe, dass Du uns eine neue spannende "Uhren-Geschichte" präsentierst, lacht mein Herz, denn dann ist garantiert: Ich bekomme eine oder mehrere wunderbare Uhren von Dir vorgestellt, die eine spannende Geschichte zu erzählen haben, bzw. Du erzählst diese Geschichte für uns, versehen mit hochkompetenten Informationen und Hintergrund-Wissen und natürlich ausgezeichneten Fotos der technischen Meisterwerke.

Das ist für mich lehrreiche und lustvolle Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet unserer gemeinsamen Uhren-Leidenschaft, wie ich sie sonst kaum auf solchem Niveau bekommen könnte.

Vielen Dank für die viele Mühe, die Du Dir machst, um Dein grosses Uhrenfachwissen und Deine Such- und Finde-Erlebnisse mit dieser Akribie und auf diesem hohen Niveau an uns weiterzugeben. Die Fotos alleine wecken stets grosse Begehrlichkeiten. :D

Ich verleihe Dir hiermit für Deine ausgezeichnete Forums-Beiträge den Uhren-Prof.-Titel h.c., den Du Dir redlich verdienst.

Und ich habe durch Deinen feinen Beitrag heute wieder ein wenig mehr zu meiner Lieblings-Marke IWC erfahren können und dazugelernt.

herzliche Grüße,
Hannes

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Heinz-Jürgen
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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von Heinz-Jürgen » 18 Feb 2019, 08:47

haspe1 hat geschrieben:
18 Feb 2019, 08:30

Ich verleihe Dir hiermit für Deine ausgezeichnete Forums-Beiträge den Uhren-Prof.-Titel h.c., den Du Dir redlich verdienst.

:D :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

Prof. horologiorum sozusagen. :wink:

Und dem Rest des Beitrags schließe ich mich auch uneingeschränkt an.

Klasse, Christian!
Grüße aus dem Pott

Heinz-Jürgen

🎼All you need is laugh...

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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von MCG » 18 Feb 2019, 08:56

mezdis hat geschrieben:
18 Feb 2019, 08:25
Wunderbare Geschichte, danke fürs Mitnehmen!
Und natürlich herzliche Gratulation zu diesem aussergewöhnlichen Fang!
Sehe ich genauso! Lieben Dank Christian und weiterhin guten Fang! :thumbsup: :yahoo:
LG aus Mostindien - Markus

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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von ChronoCop » 18 Feb 2019, 09:09

Danke, Christian.

Kann es sein, dass IWCs Unwillen, sich COSC-Zertifizierungen zu unterziehen, dadurch erklärt ist?

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Der Satz ganz unten links wurde jahrelang in den Katalogen wiederholt und übte eine starke Faszination auf mich als Teenager aus ... die zertifizierte Ingenieur, die Du erwähnst, empfand ich als Verrat. :D

Gruß
Brane

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walter
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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von walter » 18 Feb 2019, 09:10

Toller Bericht, aber so kennt und schätzt man Dich :thumbsup:
Und die Uhr ist auch sehr schön.

Mir juckt das Fell, deshalb die ketzerische Frage: was würde IWC zu der Uhr im Servicefall sagen?
"Tut uns leid, aber das Werk wurde unautorisiert verändert, kein Service möglich.
Außerdem müssen wir das ZB gegen das der originalen Ref. tauschen" *) :?: :mrgreen:

LG
Walter :wink:

*): Ich weiß, diese Gedanken sind völlig absurd und kamen in der serviceorientierten Neuzeit sicherlich noch nie vor :whistling: :roll:

Mein Indischer Schachmeister sagte: Am Ende kommen Bauer und König in die selbe Kiste

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C.95
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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von C.95 » 18 Feb 2019, 09:51

Wow, ich hatte diese Vorstellung erwartet, aber nicht in diesem Umfang. Danke mal wieder für den Aufwand dazu und Glückwunsch zu der klasse Uhr, Christian

Eine Uhr, die nur für eine schmale Randgruppe von Sammler interessant ist und trotzdem - oder gerade deswegen dieser Aufwand dazu, das beeindruckt mich immer wieder.

Die Bezeichnung "Chronometer" wurde/wird von IWC traditionell nur beiläufig verwendet. Auch die extrem umfangreichen Dissertation von Dr. David Seyffer folgt diesem Muster, ich habe tatsächlich nur diese Erwähnung von "Chronometer" gefunden.

Natürlich konnte und kann IWC Werke mit Chronometer Spec. fertigen. Warum es wohl nur für ein einziges Modell, die "Ingenieur Chronometer" das offiziell erfolgte und dann auch nur mit einem sehr vereinfachten Dokument dazu, wurde bisher nicht begründet ?!

Ich packe mal Fotos vom Auszug aus der Dissertation und von dem schlichten Chronometer "Zertifikat" bei.

Beste Grüße

Heiko

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C.95
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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von C.95 » 18 Feb 2019, 09:54

ChronoCop hat geschrieben:
18 Feb 2019, 09:09
Danke, Christian.

Kann es sein, dass IWCs Unwillen, sich COSC-Zertifizierungen zu unterziehen, dadurch erklärt ist?

Der Satz ganz unten links wurde jahrelang in den Katalogen wiederholt und übte eine starke Faszination auf mich als Teenager aus ... die zertifizierte Ingenieur, die Du erwähnst, empfand ich als Verrat. :D

Gruß
Brane
Klasse Hinweis, danke Brane :thumbsup:

Hier noch einige Ergänzungen dazu aus älteren IWC Katalogen.

Demnach hat sich IWC schon frühzeitig entschieden, "besser" zu sein, als offizielle Chronometer ?!

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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von Hertie » 18 Feb 2019, 12:21

U2112 und C.95 :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

Wegen euch faszinieren mich die ansonsten im Umfeld längst als mega-out eingestuften Taschenuhren immer wieder. Wahre Meisterwerke, oft nur mehr Einzelstücke und das zu vergleichbar günstigsten Preisen.
Wenn ihr so weitermacht, werden diese Uhren wieder einen verdienten Höhenflug erleben. Es lebe der Jagdinstinkt. :yahoo:
...Grüße von leider einem der letzten Tauschwütigen mit Hans-im-Glück -Syndrom

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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von u2112 » 18 Feb 2019, 12:30

walter hat geschrieben:
18 Feb 2019, 09:10
...
Mir juckt das Fell, deshalb die ketzerische Frage: was würde IWC zu der Uhr im Servicefall sagen?
"Tut uns leid, aber das Werk wurde unautorisiert verändert, kein Service möglich.
Außerdem müssen wir das ZB gegen das der originalen Ref. tauschen" *) :?: :mrgreen:

LG
Walter :wink:

*): Ich weiß, diese Gedanken sind völlig absurd und kamen in der serviceorientierten Neuzeit sicherlich noch nie vor :whistling: :roll:
... der Vorteil bei solchen "Manufaktur"-Uhren ist ja, dass sie von einem spezifischen Menschen zusammengebaut wurden und man auch weiß, wer es war (ich habe den Namen auf dem Zertifikat nur unkenntlich gemacht) - und den gibt es heute noch, wenn meine Recherche richtig war. Wenn die Uhr also mal einen Service braucht, werde ich den anrufen und bitten, das zu übernehmen :mrgreen: ...

Gruß,
Christian

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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von u2112 » 18 Feb 2019, 12:35

@Brane / Heiko: Ja, die Hinweise auf die höheren internen Ansprüche bei IWC kenne ich auch - insofern stimmt es, dass die COSC-Ingenieur überhaupt nicht in diese Story passt. Zumindest aus Marketing-Sicht war diese Uhr also keine gute Idee.

Ob es wirklich nur an den höheren eigenen Ansprüchen lag, bin ich mir allerdings nicht sicher. Da werden vermutlich auch andere Aspekte eine Rolle gespielt haben - COSC kostet ja Geld und Zeit, stört vielleicht den Produktionsablauf und man gibt so auch Informationen an die Konkurrenz.

Vermutlich wird es eine Kombination dieser Gründe gewesen sein.

Gruß,
Christian

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walter
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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von walter » 18 Feb 2019, 15:29

u2112 hat geschrieben:
18 Feb 2019, 12:30
walter hat geschrieben:
18 Feb 2019, 09:10
...
Mir juckt das Fell, deshalb die ketzerische Frage: was würde IWC zu der Uhr im Servicefall sagen?
"Tut uns leid, aber das Werk wurde unautorisiert verändert, kein Service möglich.
Außerdem müssen wir das ZB gegen das der originalen Ref. tauschen" *) :?: :mrgreen:

LG
Walter :wink:

*): Ich weiß, diese Gedanken sind völlig absurd und kamen in der serviceorientierten Neuzeit sicherlich noch nie vor :whistling: :roll:
... der Vorteil bei solchen "Manufaktur"-Uhren ist ja, dass sie von einem spezifischen Menschen zusammengebaut wurden und man auch weiß, wer es war (ich habe den Namen auf dem Zertifikat nur unkenntlich gemacht) - und den gibt es heute noch, wenn meine Recherche richtig war. Wenn die Uhr also mal einen Service braucht, werde ich den anrufen und bitten, das zu übernehmen :mrgreen: ...

Gruß,
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:thumbsup:
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Re: Über das Suchen, das Finden und das Sammeln - und ein Chronometer-Zertifikat

Beitrag von safesurfer » 18 Feb 2019, 16:09

Tolle Vorstellung einer besonderen Uhr - sehr lehrreich! :D :thumbsup:
Gruß Michael

Bälle flach halten, hoch gewinnen....

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