Seiko Marinemaster oder „Baby-Marinemaster“???

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Noppy
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Seiko Marinemaster oder „Baby-Marinemaster“???

Beitrag von Noppy » 26 Mär 2019, 20:20

Hallo liebes Forum,

ich wende mich heute mit einer drängenden Frage an Euch:

Zum 50. Geburtstag soll nach Jahren der Abstinenz eine neue Uhr her. Da diese Uhr allen Alltags- und Freizeitanforderungen gewachsen sowie zu allen Anlässen tragbar sein soll, steht fest, dass es eine Diver sein soll. Die Uhr soll die meiste Tragezeit bekommen und meine Mini-Sumo als „Daily Rocker“ ablösen.

Als ich mich in den letzten Jahren wenig konkret mit dem Projekt „Uhr zum 50“ befasst habe, war immer klar, die nächste Uhr wird eine Marinemaster, lediglich das fehlende Saphirglas hat einen negativen Beigeschmack erzeugt. Aber Seiko hat meinen Wunsch erhört und bietet die Ikone nun endlich mit Saphir an (auch sonst gefällt mir die neue SLA021 sehr gut).

Jetzt, wo der Zeitpunkt gekommen ist, ich mich konkreter mit dem Projekt befasst habe und beide im Betreff genannten Uhren live betrachten konnte, bin ich mir nicht mehr so sicher bzgl. der MM.

Dabei ist das einzige (scheinbare) Problem der MM, die viel diskutierte Höhe (und evtl. das mit der Größe zusammenhängende Gewicht). Ich befürchte das diese meiner Absicht, die Uhr regelmäßig zu allen Gelegenheiten zu tragen, entgegensteht. Was meint ihr, stellt die Höhe der MM im Alltag wirklich ein Problem dar? Bei einer Sea Dweller, Pelagos oder PO (die eine ähnliche Höhe aufweisen) wird die Höhe nur selten in Frage gestellt, auch bei den meisten Chronographen (z.B. Sinn) mit 7750er wird die Höhe nie bemängelt (stört mich bei meiner 3706 auch nicht - HGU 18 cm).

Die SPB077 ist auch eine wunderschöne und sehr hochwertige Uhr, allerdings fehlt ihr das „Besondere“, um dem o.g. Anlass gerecht zu werden, ist aber wahrscheinlich alltagstauglicher.

Wäre die MM nur 1-2 mm flacher oder gäbe es die SPB077 mit dem 8L35 wäre die Frage für mich einfacher. Darauf warten, dass Seiko auch diesen Wunsch erhört, erscheint mir zwar aufgrund der Geschwindigkeit mit der Seiko neue Modelle lanciert nicht ganz abwegig ;-) - darauf möchte ich aber nun doch nicht warten.

Was mein ihr, welche Uhr soll es werden? Bitte keine Vorschläge wie „SPB077“ kaufen und vom Rest noch einen Dresser“ - Ich gebe zu, der Gedanke ist mir auch schon gekommen, aber ich möchte eher weniger als mehr Uhren.

Auch Alternativen wie Oris Aquis (zu rund), Mido OceanStar 600 (nicht mit schwarzem ZB erhältlich) oder Oris 65 (100m WaDi lassen kein echtes Diver-Gefühl aufkommen) kommen nicht in Frage.

Für Eure Meinungen schonmal vielen Dank im Voraus!

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safesurfer
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Re: Seiko Marinemaster oder „Baby-Marinemaster“???

Beitrag von safesurfer » 26 Mär 2019, 20:52

Hallo Noppy,

also die Höhe und Größe der MM sind aus meiner Sicht bei geeigneten Handgelenken (>18 cm) eigentlich kein Problem. Was mich persönlich gestört hat, war das hohe Gewicht und die damit verbundene Kopflastigkeit der Uhr. Wenn du damit kein Problem hast und/oder kräftige Arme, spricht nix gegen die MM. Vorher mal anlegen würde ich sie aber allemal. :wink:

Ist sie dir in Stahl zu schwer, ginge als Alternatve noch die neue MM in der LX-Serie in Titan oder geschwärztem Titan und (sehr geil) Spring Drive Werk als Alternative - siehe hier:

https://www.ablogtowatch.com/seiko-pros ... atch-2019/

oder halt gleich als Krönung der GS Diver SGBA231 in Titan.

Beide Alternativen liegen allerdings preislich nochmal ein paar Euro über der klassischen MM.
Gruß Michael

Bälle flach halten, hoch gewinnen....

Pete
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Re: Seiko Marinemaster oder „Baby-Marinemaster“???

Beitrag von Pete » 26 Mär 2019, 20:56

Das kommt halt immer drauf an, was für Dich "für alle Gelegenheiten" bedeutet und welchen Handgelenksumfang Du hast. Bei > 18.5 cm wirkt sie natürlich ganz anders als an meinen Mädchenarmen... Ich bin da vielleicht etwas überpingelig und/oder altmodisch. Je nach Job/Präsentationsaufgaben, finde ich eine Taucheruhr manchmal irgendwie unpassend. Zum casual Sacko und Hemd ohne Krawatte okay. Zu Anzug und Krawatte finde ich's mindestens grenzwertig. So störe ich mich, als Rolex-Fanboy ;-), z.B. daran wenn der ein oder andere Vorstand eines DAX-Unternehmens für offizielle Fotos posiert und dabei eine Submariner am Arm hat. Für mich ist das eine Sportuhr und keine Uhr zum Anzug.
Ganz unmöglich finde ich's dann zum Smoking. Egal was James Bond trägt, eine Taucheruhr gehört da einfach nicht hin. Hab mir da bei einer Gelegenheit auch mal einen bissigen Kommentar nicht verkneifen können, aber das ist eine andere Geschichte :whistling:

Ohne ein neues Modell in die Runde werfen zu wollen, aber die perfekte Beach to ballroom Uhr ist für mich die (alte) Rolex Explorer 1 in 36 mm. Unabhängig von der Marke ist die Gestaltung imho für jeden Anlass gut. Denke aber, das ist grössentechnisch absolut nicht Dein Ding.

Kurzum: Ich finde die Seiko schön und sicher zu vielen aber ganz sicher nicht zu allen Anlässen tragbar - aus meiner subjektiven und ziemlich sicher übertriebenen Sicht.

Letzten Endes ist es aber doch wurscht, was andere meinen. Wenn Du dich damit wohlfühlst ist's doch gut.

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Roger Ruegger
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Re: Seiko Marinemaster oder „Baby-Marinemaster“???

Beitrag von Roger Ruegger » 26 Mär 2019, 20:58

Noppy hat geschrieben:
26 Mär 2019, 20:20
Was meint ihr, stellt die Höhe der MM im Alltag wirklich ein Problem dar?
Die MM ist relativ witzig gestaltet: durch das verjüngende Gehäuse ist die Uhr nicht ganz so gross, wie die Zahlen das andeuten täten. Andrerseits: Wenn Dir die flachere 77 gefällt, gratuliere ich Dir schon jetzt zum gesparten Geld und zum Geburtstag. - Die Höhe des ausgegebenen Betrages und die Freude an der Uhr sollten meiner Meinung nach nicht allzu stark miteinander verknüpft sein. Und wenn Du mit 2k zusätzlichem Party-Budget Deine Freunde überraschst, bleibt emotional einiges mehr hängen.
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Re: Seiko Marinemaster oder „Baby-Marinemaster“???

Beitrag von Noppy » 27 Mär 2019, 21:46

Roger Ruegger hat geschrieben:
26 Mär 2019, 20:58
Noppy hat geschrieben:
26 Mär 2019, 20:20
Was meint ihr, stellt die Höhe der MM im Alltag wirklich ein Problem dar?
Die MM ist relativ witzig gestaltet: durch das verjüngende Gehäuse ist die Uhr nicht ganz so gross, wie die Zahlen das andeuten täten. Andrerseits: Wenn Dir die flachere 77 gefällt, gratuliere ich Dir schon jetzt zum gesparten Geld und zum Geburtstag. - Die Höhe des ausgegebenen Betrages und die Freude an der Uhr sollten meiner Meinung nach nicht allzu stark miteinander verknüpft sein. Und wenn Du mit 2k zusätzlichem Party-Budget Deine Freunde überraschst, bleibt emotional einiges mehr hängen.
Also die große Party hat schon stattgefunden und war ein voller Erfolg :D

War auch gut, um den Einstieg in das neue "hohe" Lebensalter zu erleichtern, jetzt ist die Uhr an der Reihe :tongueout: das Budget für die MM wäre noch vorhanden (viel mehr sollte es aber nicht werden)

Die MM hat mich schon immer fasziniert, aber die Höhe macht mir Sorgen bzgl. der Alltagstauglichkeit (und die Uhr soll viel getragen werden). Wie gesagt, die perfekte Uhr wäre eine flachere MM oder die 77 mit dem MM-Werk, dass das Werk auch in flachere Diver passt zeigt ja die neue Willard (aber die Turtle-Form gefällt mir überhaupt nicht)

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Re: Seiko Marinemaster oder „Baby-Marinemaster“???

Beitrag von mhanke » 01 Apr 2019, 10:59

So ganz komme ich mit der MM nicht klar: Das liegt weniger an der absoluten Höhe, da habe ich Uhren, die höher bauen (z.B. Breitling Chronomat). Aber die Seiko hat erstens ein im Verhältnis zu Höhe und Gewicht schmales Armband mit nur 20mm Anstroßbreiten, und zweitens ein im Verhältnis sehr kleines Zifferblatt. Dadurch wirken dann auch die großen Indizes wie in die Mitte der Uhr gedrängt.

Es ist ein eigener Stil, und wenn ich die Uhr trage, mag ich das auch. Aber ich muss mich eben immer erst bewusst darauf einlassen. Lege ich eine Tudor Black Bay daneben, dann ist diese so harmonisch und gefällig, dass sie manche schon wieder als langweilig empfinden. Unter Strich aber könnte ich die Black Bay als einzige Uhr gut jeden Tag tragen, bei der Marinemaster bin ich doch froh, genügend andere Uhren zum Wechseln zu haben, um sie nicht andauernd tragen zu müssen.

Marcus
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Kristian
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Re: Seiko Marinemaster oder „Baby-Marinemaster“???

Beitrag von Kristian » 02 Apr 2019, 07:02

Ich hatte die SBDX017 2mal und auch die grüne SLA019.
Beide konnten mich auf Dauer bzgl. Tragekomfort und Optik überzeugen,
so dass ich alle wieder verkauft habe.

Die SBDX017 hatte ich auch beim Tauchen getragen, auch hier hat sie mich nicht restlos überzeugt.
Der Stundenzeiger ist nicht präsent genug und die Lünette ist nach ein paar Tauchgängen sehr schwergängig.

Mittlerweile stimmt mit € 3,2k auch das P/L-Verhältnis nicht mehr.
Gruß, Jörg

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Re: Seiko Marinemaster oder „Baby-Marinemaster“???

Beitrag von jeannie » 02 Apr 2019, 08:50

Kristian hat geschrieben:
02 Apr 2019, 07:02
Beide konnten mich auf Dauer bzgl. Tragekomfort und Optik überzeugen, so dass ich alle wieder verkauft habe.
Wohl eher nicht. :wink:
Kristian hat geschrieben:
02 Apr 2019, 07:02
Der Stundenzeiger ist nicht präsent genug und die Lünette ist nach ein paar Tauchgängen sehr schwergängig.
Bei meiner kleinen Bade-Seiko musste ich auch feststellen, dass nach jedem Badegang, Chlor oder Salz, reichlich Spülen der Lünette angesagt ist.
http://www.watchtools.ch Uhrenwerkzeug, direkt aus der Schweiz.

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