Die graue Mauritius: Die Geschichte von einer wirklich seltenen Uhr und überraschend kleinen Preisen - die IWC 3303

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lottemann
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Re: Die graue Mauritius: Die Geschichte von einer wirklich seltenen Uhr und überraschend kleinen Preisen - die IWC 3303

Beitrag von lottemann » 28 Okt 2019, 16:03

Schöne Uhr.
Ist das Gehäuse identisch mit dem der 80000 A/m?

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u2112
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Re: Die graue Mauritius: Die Geschichte von einer wirklich seltenen Uhr und überraschend kleinen Preisen - die IWC 3303

Beitrag von u2112 » 28 Okt 2019, 22:12

Bei der 3003 und 1832 sind die Gehäuse absolut identisch, trotzdem wird bei der 3003 nur 40.000 A/m angegeben (1832 dagegen 80.000 A/m).

Die 3303 ist wie geschrieben deutlich flacher (8,7mm vs. 12,5mm bei der 1832/3003), hat aber dennoch einen Weicheisenkäfig.

Ich würde deshalb denken, dass die geringeren Angaben für die amagnetischen Eigenschaften dem Quarz-Werk geschuldet sind. Ob das tatsächlich anfälliger ist oder man sich nur aufgrund fehlender Erfahrung für eine geringere Angabe entschieden hat, weiß ich nicht. Es gab allerdings in den Folgejahren viele 34mm Versionen, die auch nur mit 40.000 A/m angegeben waren (Quarz u. Automatik) sowie sogar kleiner Modelle mit 32mm Durchmesser, die nur 20.000 A/m hatten.

Die letzte "Genta-Ingenieur" Ref. 3239 in 40mm hatte übrigens auch 40.000 A/m.

Gruß,
Christian

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Ralf
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Re: Die graue Mauritius: Die Geschichte von einer wirklich seltenen Uhr und überraschend kleinen Preisen - die IWC 3303

Beitrag von Ralf » 29 Okt 2019, 08:40

u2112 hat geschrieben:
28 Okt 2019, 22:12
...
Ich würde deshalb denken, dass die geringeren Angaben für die amagnetischen Eigenschaften dem Quarz-Werk geschuldet sind. Ob das tatsächlich anfälliger ist oder man sich nur aufgrund fehlender Erfahrung für eine geringere Angabe entschieden hat, weiß ich nicht.
...
Quarzwerke haben einen Schrittmotor. Das ist einfacher gesagt ein Spule, die einen Eisenkern anzieht. Wird das Magnetfeld der Spule mit einem externen Magnetfeld überlagert, dann folgt der Eisenkern der Vektorsumme aus beiden. Je nach Ausrichtung und Stärke des externen Magnetfeldes folgt der Eisenkern dann nicht mehr dem Magnetfeld der Spule. Er bewegt sich nicht mehr, die Uhr bleibt stehen. Solange wir nicht von extremen Magnetfeldern in Labors reden läuft das Quarzwerk nach Entfernen des externen Magnetfeldes aber mit korrektem Gang einfach wieder weiter.
Man liest sich!

Ralf

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lottemann
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Re: Die graue Mauritius: Die Geschichte von einer wirklich seltenen Uhr und überraschend kleinen Preisen - die IWC 3303

Beitrag von lottemann » 29 Okt 2019, 09:08

Aaaah, so ein Quatsch. Das kommt davon, wenn man nicht
nachdenkt, bevor man schreibt :oops:
Ich meinte die Ref. 3508, Ingenieur 500 000 A/m ...
Und die ist 4 mm kleiner :wink:

Gruss

Michael

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Re: Die graue Mauritius: Die Geschichte von einer wirklich seltenen Uhr und überraschend kleinen Preisen - die IWC 3303

Beitrag von C.95 » 29 Okt 2019, 09:47

lottemann hat geschrieben:
29 Okt 2019, 09:08
Aaaah, so ein Quatsch. Das kommt davon, wenn man nicht
nachdenkt, bevor man schreibt :oops:
Ich meinte die Ref. 3508, Ingenieur 500 000 A/m ...
Und die ist 4 mm kleiner :wink:

Gruss

Michael
Durchmesser ohne Krone der Ref. 3508 beträgt 34 mm.
Aufgrund der Bandintegration ist das akzeptabel, so ähnlich wie deiner rechteckigen Omega.

Der geringe Durchmesser wird häufig bejammert, aber der Durchmesser reicht für das verbaute Werk aus.
Hier noch die schwere Variante der 500.000 A/m, viele Jahre lang der Weltmeister in der Disziplin Magnetfeldschutz.

Bild

möhne
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Re: Die graue Mauritius: Die Geschichte von einer wirklich seltenen Uhr und überraschend kleinen Preisen - die IWC 3303

Beitrag von möhne » 29 Okt 2019, 09:53

u2112 hat geschrieben:
26 Okt 2019, 00:37
Hallo Hannes,

nach allem, was man heute noch nachvollziehen kann, gab es wohl beide Varianten als Original. Die Version mit dem doppelten Logo findet sich mehrfach in den Katalogen, die gab es definitiv so ab Werk.

Die graue Variante scheint mir die seltenste zu sein, aber auch die gibt es definitiv in der Version mit dem doppelten Logo. Meine Version habe ich bisher nur einmal mehr gesehen, hier https://www.xupes.com/watches/product-d ... w3303.html .

Diese Uhr war gerade in SH zum Service, muss also nach menschlichem Ermessen in allen Teilen original sein. Die Blätter wurden nicht getauscht, sondern sind in beiden Fällen noch original mit Tritium-Markern - solche Blätter dürften heute nicht mehr neu verbaut werden.

So ganz konsistent ist die Gestaltung trotzdem nicht: Es gab Modelle mit einem Logo-Wechsel im Lebenszyklus, zum Beispiel die Ingenieur 866 und die Ur-Aquatimer 812. Da waren aber die Varianten nur mit Fadenschrift immer aus der Einführungsphase in den späten 1960er Jahren. In den 1970er Jahren erfolgte dann - eigentlich - die Umstellung auf das Buchstaben-Logo oder die Kombination. Aber in der damaligen Zeit war viel möglich, bei der Einführung der 3303 war IWC ja gerade erst dem Untergang von der Schippe gesprungen.

Persönlich gefällt mir meine Variante am besten, die Version mit dem kleinen gedruckten Buchstabenlogo wirkt auf mich immer ein wenig halbgar. Andererseits ist das bei meiner 3212 auch so gestaltet - und damit kann ich dann auch leben :whistling:

Bild

Gruß,
Christian

Hallo Christian,
die YC II ist einfach toll :thumbsup:! Leider habe ich (noch) keine.

Gruß!

Klaus

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