Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

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u2112
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Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von u2112 » 11 Okt 2020, 16:17

Eine der klassischen IWC-Komplikationen ist ohne Zweifel der Doppelchronograph – und das fängt schon beim Namen an. Denn eigentlich kennt man diese Komplikation als „Rattrapante“. Diese Uhren waren überaus selten, in der Regel extrem teuer und hatten aufwändige Handaufzugwerke.

Nachdem man schon mit dem Ewigen Kalender (1985) und der Grande Complication (1990) große Erfolge gefeiert hatte, war Anfang der 1990er ein Rattrapante das nächste Projekt – und zwar als Weltpremiere erstmals in einer Automatik-Uhr. Die Geschichte der Entstehung ist oft berichtet worden und es treiben sich ja durchaus Leute in Foren herum, die maßgeblich daran beteiligt waren :whistling:

Im Februar 1992 war es dann soweit, dass rechtzeitig zur Basler Messe die ersten Prototypen fertig waren – das Ganze war so knapp gestrickt, dass die Uhr noch nicht den Weg in die offizielle Preisliste fand. Hier tauchte der Doppelchronograph erstmals im April 1993 auf. Die Stahlversion kostete bei der Einführung 9.700 DM, was eine Menge Geld war (umgerechnet ca. zwei Daytonas), trotzdem für diese Komplikation erstaunlich günstig.

Die erste Generation (Ref. 3711, erkennbar am plexiartig gewölbtem Saphirglas) wurde trotzdem rund 3.200 mal verkauft. Das sind jetzt keine Blockbuster-Zahlen, aber für so eine Nischen-Uhr sicherlich nicht schlecht, vor allem wenn man bedenkt, dass IWC zu dieser Zeit ca. 40.000 Uhren im Jahr verkauft hat. Neben der Stahlversion gab es noch limitierte Varianten in Gelbgold und Platin, letztere kostete mit 27.600 DM fast das Dreifache.

1995 endete dann schon die Zeit der 3711, im gleichen Jahr als mit der Portugieser 3712 ein weiterer absoluter Klassiker vorgestellt wurde – der gerade in der späteren „abgespeckten“ Version als 3714 ab 1998 vermutlich zum erfolgreichsten IWC-Modell der Moderne wurde.

Der neue Flieger-Doppel 3713 wurde ab 1996 verkauft und hatte verschiedene technische Änderungen, die für den Laien eher verborgen blieben. Neben Anpassungen am Werk (das zu Beginn wohl noch etwas anfällig war), erkennt man die Unterschiede am Glas am Deutlichsten – hier gab es nun ein flaches Saphirglas, das eine andere Fassung benötigte. Diese Uhr wurde knapp 10 Jahre bis 2005 gebaut, im letzten Jahr lag der Listenpreis bei 7.400 Euro bzw. 8.500 Euro am Stahlband.

Nun geht es ja bei Uhren um Details, gerade wenn man dieses Hobby ein wenig ernsthafter betreibt. Auch da hat der Doppelchrono einiges zu bieten: Die zwei Generationen 3711 vs. 3713 hatte ich schon erwähnt, aber auch innerhalb der 3713 gibt es diverse feine Unterschiede:
  • Von 1996 bis 2003 wurde die 3713 mit einem Tritium-Blatt und Tritium Zeigerspiel ausgeliefert und es gab 4 Sprachen bei der Datumsscheibe zur Auswahl (Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch)
  • Im Modelljahr 2004 erfolgte dann der Wechsel auf Superluminova bei Zifferblatt und Zeigerspiel (übrigens deutlich später als bei anderen Modellen), bei den Datumsscheiben gab es nur noch 3 Varianten (Deutsch, Englisch und Italienisch)
  • Im letzten Modelljahr 2005 wurde dann noch das Glas verändert und war nun beidseitig entspiegelt, diese Kosten hatte man dann bei den Datumsscheiben wieder eingespart, die gab es nun nur noch auf Englisch
Nun war der Doppelchrono eigentlich etwas vor meiner Zeit, obwohl ich noch ca. 2010 in Hamburg ein Exemplar im Konzi-Schaufenster erspähte – sogar mit Tritium-Blatt, also eine ca. 6-7 Jahre alt „Neu“-Uhr. Als IWC-Freund kommt man aber an dieser Komplikation nicht vorbei. Allerdings habe ich die ersten 15 Jahre Doppelchrono-Geschichte quasi rückwärts beschritten.

Mein erster Doppel wurde 2007 vorgestellt und war ein absolutes Hass-Objekt der Old School-Fraktion. Das hatte diverse Gründe (u.a. die limitierte Vorgängerin 3786 aus 2006, mit den angeblich letzten Doppel-Werken), eine coole Uhr ist es trotzdem – inzwischen zum zweiten Mal bei mir:

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Hier hatte ich sie ursprünglich mal vorgestellt:
https://forum.watchlounge.com/index.php ... e-bad-guy/

Eine Stärke bei IWC ist aus meiner Sicht die Vielfalt der Kollektion und so ist es kein Wunder, dass es den Doppel in ganz verschiedenen Formen gibt. Nach dem Top Gun-Doppel in Keramik kam bei mir das Mauerblümchen der Reihe, der GST Rattrapante Ref. 3715 in Titan:

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Tolle Uhr, sehr leicht und robust, aber sie stand immer im Schatten der beliebteren Flieger und Portugieser. Und selbst innerhalb der GST/Aquatimer-Kollektion griff man eher zum Ewigen Kalender oder den einfachen Chronos. Entsprechend günstig sind diese Uhren bis heute zu bekommen, obwohl der Listenpreis damals bei satten 9.050 Euro lag und diese Referenz nur von 2001-2004 in der Kollektion war.

Das absolute Gegenstück dazu war die Portugieser-Version – der Rattrapante Ref. 3712 startete 1995 wie schon erwähnt eine absolute Erfolgsstory und diese Uhr lebt bis heute in diversen limitierten Editionen fort (und natürlich optisch in der 3714/3716). Diese Uhr ist eine kleine Schwachstelle in meiner Liste, denn eigentlich müsste sie aus Gold sein, damit sie wirklich in den Material-Mix passt – vielleicht mache ich da nochmal ein Upgrade :whistling: Bis dahin muss ich mich mit Stahl begnügen, geht auch :D

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Und dann fehlte natürlich noch der Fliegeruhr Doppelchronograph als Urvater. Hier ging ich viele Jahre schwanger und hatte mich nach langem Überlegen auf eine Kombination eingeschossen:

Pyramidenband, SL-Blatt und -Zeiger, deutsches Datum und entspiegeltes Glas.

Wer aufmerksam gelesen hat, weiß um das Problem: Diese Kombination gab es nicht – zumindest nicht ab Werk. Und so vergingen die Jahre, bis ich vor kurzem zufällig fündig wurde. Die Beschreibung des Verkäufers war relativ grottig (angepriesen wurde eine 3711, es ist aber eine 3713 gewesen), aber die Revisionsrechnung machte mir Hoffnung – denn der absolute Engpass in der obigen Anforderungsliste ist das entspiegelte Glas. Diese Uhren gab es kaum und anders als bei ZB und Zeigerspiel erfolgt meist kein Tausch bei einer Revision (das ist nämlich ziemlich teuer). Aber hier war es gemacht worden und da musste ich dann zuschlagen. Kein Schnäppchen und die Uhr hat auch schon ein aktives Leben gehabt, aber der Anblick am Arm hat sofort überzeugt – deshalb nach der Top Gun, der GST, der Portugieser nun auch der Ur-Doppel in der Sammlung :yahoo:

Was bleibt, sind Bilder :D

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Ich finde es immer wieder erstaunlich, was für einen Unterschied das Glas macht - die Entspiegelung lässt das Zifferblatt und die Uhr insgesamt ganz anders wirken 8)

Gruß,
Christian

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cool runnings
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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von cool runnings » 11 Okt 2020, 16:28

Danke für diesen großartigen Beitrag, Christian.

Ich habe ja schon mehrfach geschrieben, dass der Doppelchrono 3711/3713 zu meinen absoluten Favoriten bei IWC gehört. Da ich mit der Ref. 3706 aber schon einen Fliegerchrono habe, verdrängte ich den immer wieder erfolgreich.
Bis ich dann mal wieder Bilder oder solche Berichte lese ....

r.as.
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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von r.as. » 11 Okt 2020, 17:48

@Dean
@Christian
meinen 3706 habe ich zum zweiten Mal bei der IWC, weil sich die Krone nur unter relativ großem Kraftaufwand in die Position 2 (Zeigerstellung) bewegen lässt - erheblich schwerer als in Position 1.

Mir ist klar, dass ein ‘Fernvergleich’ nicht gerade wissenschaftlichen Maßstäben Stand hält, trotzdem wäre ich für eure Einschätzung dankbar: erreicht man die Position 2 nur mit Gefährdung der Fingernägel?

Grüße,
Rolf

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cool runnings
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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von cool runnings » 11 Okt 2020, 18:13

Hallo Pete,

das kann ich so meinem subjektiven Empfinden nach nicht bestätigen. Da gibt es andere Uhren, bei denen es deutlich schwieriger bzw. fummeliger ist, wie z.B. an der Grey Side of the Moon.
Den Unterschied zwischen Stufe 1 und 2 muss ich mal bewusst testen, wenn ich den Fliegerchrono mal wieder hier habe. Ich werde berichten.

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C.95
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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von C.95 » 11 Okt 2020, 18:34

Danke für den Aufwand zu den (Doppel)Chronos, Christian.

"Ich finde es immer wieder erstaunlich, was für einen Unterschied das Glas macht - die Entspiegelung lässt das Zifferblatt und die Uhr insgesamt ganz anders wirken"

Identische Erfahrung dazu. Die Reflexionen bei Uhren mit gewölbtem Gläser und dunklen ZB sind intensiv. Deswegen habe ich schon diverse Gläser entspiegeln lassen, sogar das einer 1832 und 5215, um vier mehr Kontrast zu erreichen.

Diese 3705 war auch dabei und auch gleich SL Umbau.
Die ursprünglichen Teile sind natürlich noch vorhanden.

Beste Grüße

Heiko

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cool runnings
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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von cool runnings » 11 Okt 2020, 19:02

Ich habe auch mal überlegt, meinem Fliegerchrono eines der neueren Gläser mit doppelter Entspiegelung zu spendieren. Bin aber davon abgekommen, weil die Spiegelungen je nach Lichteinfall der Uhr ein unterschiedliches Aussehen geben und diese so in meinen Augen „edler“ wirken lässt.

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u2112
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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von u2112 » 11 Okt 2020, 19:49

@Rolf: Bei mir lässt sich die Krone ganz normal in beide Positionen ziehen - allerdings ist beim Service die Krone auch gegen eine neue getauscht worden.

Zum Thema Glas nochmal ein paar Bilder mehr vom Arm:

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Man erkennt die Entspiegelung auf den Bildern deutlich - in manchen Winkeln ergibt sich der bei IWC typische Blaustich, gerade bei den Nahaufnahmen kriegt man das Zifferblatt schön klar und reflexionsfrei eingefangen, selbst bei direkter Sonneneinstrahlung. Bei den normalen Gläsern hat man da immer einen eher milchigen Grauschleier und muss sehr viel probieren, bis man auf Bildern keine Spiegelungen hat.

Aber das ist natürlich eine Frage der persönlichen Präferenz - entspiegelte Gläser sind auch anfälliger für Wischer und Abnutzung. Aber gerade bei dunklen Zifferblättern geht es für mich nur im Notfall ohne. Zum Beispiel bei Nomos habe ich diverse Uhren direkt wieder verkauft (Blaugold, Braungold, Grau), weil das spiegelnde Glas mich so genervt hat (nicht nur beim Fotografieren).

Und noch zum Zeitgeist: Die Größe des Doppelchronos war bei der Vorstellung 1992 gigantisch, heute sind 42mm absoluter Mainstream. Die Höhe von 16,2mm ist dagegen auch heute noch beachtlich, ebenso wie das Gewicht der Uhr am Stahlband. Wobei das Stahlband hilft die doch sonst etwas kopflastige Uhr gut auszubalancieren. Lug-to-lug liegt man an der Innenseite der Hörner bei knapp unter 52mm, die Hörner sind zwar nicht kurz, aber deutlich nach unten gezogen.

Gruß,
Christian

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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von r.as. » 11 Okt 2020, 21:21

Vielen Dank für eure Information, denn sie bestätigt meine Erinnerung (mein Chrono war fast 20 Jahre im Winterschlaf).
Als ich ihn hervorgekramt hatte, war ich übrigens gleich wieder beeindruckt von der Präsenz dieser Uhr und habe ihr auch gleich eine Kur verordnet..

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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von Heinz-Jürgen » 12 Okt 2020, 05:43

Wunderbarer, detailreicher Bericht und Fotos, die beim Fan des Doppelchronos ein Sabbern auslösen. Dein Lastenheft für das klassische Modell wäre auch meins, Christian. :thumbsup:

Vielen Dank dafür, oder - wie Nadja es mal ausgedrückt hat - mein Beineid... :wink:
Grüße aus dem Pott

Heinz-Jürgen

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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von mezdis » 12 Okt 2020, 09:53

Hallo Christian,

Toller Thread, danke dafür!

Da fehlt in deiner Sammlung noch der Ceratanium Doppel, wann kommt der dazu? :wink:

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Gruss mezdis

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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von mike_votec » 12 Okt 2020, 10:28

Großartiger Bericht, Christian!

......und ja, ich liebe meinen Doppel auch :yahoo:
Grüße,

Michael

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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von mike_votec » 12 Okt 2020, 10:32

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Grüße,

Michael

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schlumpf
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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von schlumpf » 12 Okt 2020, 11:32

Tolle Fotos, toller Bericht, vielen Dank dafür! Mir gefällt quasi der Klassiker der Klassiker immer noch am besten, also der alte Flieger Doppel.
Schöne Uhrengrüße, Gerhard

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u2112
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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von u2112 » 12 Okt 2020, 13:48

@Lorenz: Ja, der Ceratanium Doppel ist definitiv auf der Liste - auch eine sehr coole Uhr. Bei mir ist es allerdings so, dass ich inzwischen ein sehr konsequenter Gebraucht-Käufer bin, da ich für Uhrenkategorien gewisse interne Preisschwellen etabliert habe.

Und da werde ich wohl noch eine ganze Menge Geduld brauchen, bis der Ceratanium diese Preisregion erreicht hat. Aber ich bin ausdauernd und bei den anderen Modellen (die ja alle sportliche Listenpreise hatten/haben), hat das am Ende auch geklappt. Allerdings waren meine Uhren früher beim Kauf meist 1-5 Jahre alt, heute sind es eher 5 bis 15 Jahre... Und diese Strategie klappt natürlich nicht bei Hype-Uhren mit Aufschlägen. Deshalb ist z.B. mein letzter Rolex-Kauf auch schon fünf Jahre her. Bei den meisten Marken geht das aber auch heute noch sehr gut.

Gruß,
Christian

haspe1
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Re: Variationen eines Klassikers: Der IWC Doppelchronograph

Beitrag von haspe1 » 13 Okt 2020, 15:13

u2112 hat geschrieben:
11 Okt 2020, 16:17
Wer aufmerksam gelesen hat, weiß um das Problem: Diese Kombination gab es nicht – zumindest nicht ab Werk. Und so vergingen die Jahre, bis ich vor kurzem zufällig fündig wurde. Die Beschreibung des Verkäufers war relativ grottig (angepriesen wurde eine 3711, es ist aber eine 3713 gewesen), aber die Revisionsrechnung machte mir Hoffnung – denn der absolute Engpass in der obigen Anforderungsliste ist das entspiegelte Glas. Diese Uhren gab es kaum und anders als bei ZB und Zeigerspiel erfolgt meist kein Tausch bei einer Revision (das ist nämlich ziemlich teuer). Aber hier war es gemacht worden und da musste ich dann zuschlagen. Kein Schnäppchen und die Uhr hat auch schon ein aktives Leben gehabt, aber der Anblick am Arm hat sofort überzeugt – deshalb nach der Top Gun, der GST, der Portugieser nun auch der Ur-Doppel in der Sammlung :yahoo:

Gruß,
Christian
Hallo Christian,

vielen Dank für die wie immer hervorragende, enorm fachkundige und spannende Präsentation Deines neuen Flieger-Doppelchrono 3713. Besser geht so eine Vorstellung nicht mehr. Ich lerne und genieße stets bei Deinen Präsentationen. Und Zufall oder nicht, Du stellst zudem immer Uhren vor, die ganz nach meinem Geschmack sind.

Die 3713 sieht am Pyramidenband (21 mm) super aus. Und das beidseitig entspiegelte Glas gibt ihr noch mehr Präsenz und Anmut. Eine wunderbare Uhr für die Ewigkeit! Vor rund einem Jahr hast Du uns ja auch einmal Deine UTC vorgestellt, die auch ein beidseitig entspiegeltes Glas hat und auch diese wirkt so noch weit besser, als mit dem Standard-Glas, das nur innen entspiegelt ist.

Ich habe einen Fliegerchrono Ref. 3706 und eine Ur-UTC Ref. 3251 (mit der "gemischten" Leuchtmasse) und bei beiden Uhren stelle ich mir manchmal vor, wie sie wohl mit so einem beidseitig entspiegelten Glas aussehen würden. Aber ich getraue mich nicht, die Gläser tauschen zu lassen, weil sie doch teuer und empfindlicher sind und nehme den "Grauschleier" in Kauf.

Noch eine Frage: Weißt Du, ob es für die Ref. 3706 auch so wie für die UTC und die Ref. 3713 ein derartig beidseitig entspiegeltes Glas gibt? Wahrscheinlich hat ja der Chrono nicht das gleiche Glas, wie die UTC.

viele Grüße und viel Vergnügen mit Deinen Schleppzeigern wünscht Dir

Hannes

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