Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

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TST_64
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Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von TST_64 » 29 Jan 2021, 20:28

Prolog

Mechanische Uhren im Luxussegment sind stark behaftet mit Emotionen. Der Liebhaber bzw. Sammler begibt sich - oft unbewusst - in eine Matrix möglicher Bedeutsamkeit, in der er versucht ist, alle Aspekte des begehrten Objektes zu privilegieren. Rationale Aspekte treten in den Hintergrund und das Objekt der Begierde wird nach einem eigenen Schema der Relevanten und Vorlieben betrachtet und interpretiert. Eine rational objektive Betrachtung weicht einem magischen Idealismus und die verehrte Ikone wird in einen Kultstatus erhoben. Eine kritische Auseinandersetzung beginnt meist erst nach dem Kauf. Das von dem schottischen Ökonomen und Philosophen David Humes postulierte ‚Belief-desire-Modell‘ basiert auf einem Ursache-Folge-Prinzip. Die Ursache ist hier ein Bedürfnis, welches einen Wunsch generiert und als Folge daraus ergibt sich in den meisten Fällen eine Handlung. Der Übergang vom Bedürfnis zum Wunsch ist eine eher kurze, nebulöse Phase, die man nur unbewusst wahr nimmt, während die Phase vom Wunsch zur Handlung sich mit Sinneffekten füllt, die später einer Explikation und Selektion unterzogen werden. Die Phase des Wunsches ist stark geprägt von einem ‚Haben-Wollen-Gefühl‘, was immer wieder zu einem Spontankauf verführt. Im Normalfall aber rechtfertigt am Ende die aufgebaute Beziehung zur Uhr und der Marke alle relevanten Entscheidungen, die zum Abschluss der Handlung - dem Kauf - führen.

Eine Ikone kann sowohl aus einer kollektiven als auch aus einer individuellen Interpretation assoziiert werden. In beiden Fällen benutzen die Interpreten die Bedeutsamkeiten, welche in ihr Konzept passen.
Wer oder was legitimiert eine Ikone? Ist es die Geschichte? Ist es eine Art ‚Wunder-Sucht‘? Ist es die Wahrnehmung, dass es sich um ein erstaunliches und bedeutungsvolles Objekt handelt? Ist es eine Überbewertung der Details und Indizien, der technischen Parameter, der Ästhetik, des Designs oder der Firmenhistorie? Die Evolution, weder die darwinistische noch die systemische, erschafft Ikonen, das tut nur der Mensch, weil er sie für die Befriedigung seiner Bedürfnisse braucht. Da der Mensch selbst keine Vollkommenheit erlangen kann, erschafft er sich ein Kultursystem von Prothesen. Eine der tragenden Säulen dieser Kultur sind eben diese selbst geschaffenen Ikonen.

Annäherung

Im Oktober 2019 nahm ich die Gelegenheit wahr und folgte einer Einladung zu einer Werksbesichtigung bei TAG Heuer. Es war eine spannende Erfahrung, die mir einen tieferen Einblick in mein bis dahin sehr junges Hobby gestattete. Die Marke TAG Heuer rückte somit von der Peripherie meines noch jungen Uhren-Universums in die nähere Umgebung dessen Zentrums. Lediglich die Carrera Modelle hatte ich bisher oberflächlich wahrgenommen. In meinen Erinnerungen war mir bewusst, dass TAG Heuer und der Motorsport sehr eng verbunden sind. In den Siebziger Jahren und Anfang der Achtziger war ich, meinem vom Motorsport begeisterten Vater geschuldet, von der Formel 1 infiziert. Über die Namen von damals muss man nicht viele Worte verlieren, sie waren Idole, zu denen ich mit einer jugendlichen Mischung aus rebellischer Begeisterung und staunender Ehrfurcht aufsah. Die Formel 1 war ja auch eine sehr emotionale Sache, die man als Jugendlicher kaum rational erfassen konnte.

In der Entwicklungsabteilung blieb mein Blick an einem Foto von Gilles Villeneuve mit seinem Ferrari haften. Und da war es, dass Logo mit dem Schriftzug Heuer.

Mit den tödlichen Unfällen von Ronnie Peterson 1978 und Gilles Villeneuve 1982 erlosch meine Faszination für die Formel 1 und den Motorsport im Allgemeinen. Damit entschwand auch der Name Heuer aus meinen Erinnerungen.

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Bis zu diesem Besuch hatte ich angenommen, dass die Uhren von TAG Heuer alle mit eigenen Werkskalibern ausgestattet sind. Caliber 5, Caliber 10, Caliber 16 u.s.w. … da war ich zunächst beeindruckt, was TH für eine breite Palette an Werkskalibern herstellt. Nach der Führung machte sich jedoch Ernüchterung breit. Das sind ja alles modifizierte ETA Werke, zugekaufte Allerweltsprodukte. Hier stellte sich mir die Frage, ob es nicht eine Täuschung des unbedarften Kunden ist, wenn TAG Heuer diese modifizierten Kaliber ohne Bezug zum Original in den Technischen Daten ihrer Verkaufskataloge aufführt. So war ich von TAG Heuer zum einen fasziniert, doch legte sich auch eine gewisse Ernüchterung wie ein Schatten über meine anfängliche Euphorie.
TAG Heuer ist in einem modernen Gewerbegebiet im Westen von La Chaux-de-Fonds angesiedelt. Die moderne und nüchterne Architektur der Gebäude versprüht einen sterilen Charme und lassen von der klassischen Vorstellung einer Uhrenmanufaktur im Kopf eines ‚Watch-Newbie‘ nicht viel übrig. Das Ambiente im Foyer, die entspannte Atmosphäre, die ich während der zweistündigen Besichtigung auf allen Ebenen spüre, könnte direkt aus dem Silicon Valley importiert sein. Mein erster Eindruck: Die Zukunft platziert sich in der Gegenwart und doch ist die Geschichte der Traditionsmarke allgegenwärtig.
Während der Führung durch die grossen, modernen und perfekt ausgeleuchteten Produktionsräume verfestigt sich dieser Eindruck. Noch ist es eine erste Annäherung an eine geschichtsträchtige Marke der Schweizer Uhrenindustrie. Zum Abschluss folgt ein Besuch des TAG Heuer Museums, eine Zeitreise durch 150 Jahre Geschichte der Marke Heuer, die mit dem Einstieg der Technique d´Avantgarde 1985 zu TAG Heuer wurde. Bereits 1964 fusionierten Heuer und Leonidas und 1999 übernahm LVMH die TAG Heuer Holding. Im Jahr 2009 erfolgte innerhalb der LVMH Group der Zusammenschluss mit Zenith zur LVMH Swiss Manufactures SA, wobei die Unabhängigkeit der beiden Marken im operativen Geschäft gewahrt blieb.

Kontakt

Mit dem Ende des Lockdowns Mitte Mai besuchten meine Liebste und ich unsere Stammboutique im Herzen von St.Gallen. Welche Freude und Begeisterung auf beiden Seiten. Was wir spürten war die Erleichterung dieses sehr sympathischen Teams über das Ende einer so noch nie da gewesenen Situation. Der Zufall wollte es, dass genau an diesem Tag Lauranne von TAG Heuer der Boutique einen Besuch abstattete. Wir waren uns bereits beim Werksbesuch letzten Oktober in La Chaux-de-Fonds begegnet. Wie das Leben so spielt, sind es genau diese Zufälle, die den weiteren Verlauf dieses Besuches bestimmen.
Auf dem Tisch lag eine skelettierte Variante der Carrera, optisch und technisch faszinierend. Es ist eine verführerische Offenbarung präziser Feinmechanik durch das Skelettieren des Zifferblattes … die Reduzierung der Zeit auf ihre mechanischen Abläufe. Ich betrachte die Carrera und lasse mich von den sichtbaren Bewegungen der Zeit inspirieren. Zeit ist, nach Aristoteles, zugleich Zahl und Mass der Bewegung. Die periodisch äquivalenten Schwingungen, welche die Mechanik mir offenbart, verwandeln sich in individuelle Schwingungen, meinem Herzschlag ähnlich. Das Innere einer Uhr ist kein unsichtbares Geheimnis mehr, es hat sich nach aussen gekehrt, es will wahrgenommen werden.

Hiob drückt mir ein Buch in die Hand. Der Titel: ‚Story of an icon’.
Es ist die Geschichte der Autavia.

Während meine Liebste bereits mit einer anderen ‚Ikone‘ Zwiesprache hält, setze ich mich mit dem Buch und einem Glas Prosecco in die bequemen Sessel der Boutique-Lounge. Bereits das Coverfoto mit der Autavia lässt mein Interesse steigen. Während ich vertieft die Seiten mit den vielen Fotos der verschiedenen Autavias betrachte und hier und da einige Abschnitte quer lese, gesellt sich Hiob zu mir. Auf einem mit beigen Samt bezogenen Tablett präsentiert er mir einen Chronographen, die Heuer Autavia Heritage Heuer 02, Referenz CBE 2110 FC 8226.

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Da ist sie also, die Reinkarnation des ikonischen Protagonisten dieses Buches, genauer gesagt, eine seiner beiden Varianten.

Bevor ich sie anlege, lasse ich sie einen Moment auf mich wirken. Zunächst fällt mir auf, dass die Höhe der Uhr im Verhältnis zum Durchmesser sehr markant ist und aus ästhetischer Sicht etwas überproportioniert wirkt. Nachdem ich sie angelegt habe, ändert sich mein Bild. Es steht dieser Autavia gut und für mich darf ein mechanischer Chronograph eine gefühlte Präsenz am Arm offenbaren.
Die gesamte Gestaltung des Zifferblattes wirkt sehr stimmig. Der mattschwarze Hintergrund verleiht den weissen, leicht in die Tiefe abgesenkten Totalisatoren eine dreidimensionale sphärische Tiefe, welche durch das leicht gewölbte Saphirglas noch verstärkt wird und die markante schwarze Lünette ist der perfekte Bilderrahmen, der dem gesamten Design eine moderne sportliche Ausstrahlung verleiht. Grundlage dafür war eine in den Sechziger Jahren erschaffene Uhr, die mit ihrem zeitlosen Design diese Transformation in die Moderne bereits in sich trug. Auch die Krone und die beiden Drücker für Start/Stopp und Rückstellung sind in ihren Proportionen schlicht und funktional. Mit der beigefarbenen Lume haben die Entwickler von TAG Heuer ihrer Autavia-Transformation dann doch einen sensiblen Touch von Retro-Eleganz mitgegeben. Jack Heuer war davon nicht so begeistert und so liess Jean Claude Biver das limitierte Geburtstagsmodell für den Maestro mit weisser Luminova fertigen.
Die Zeiger und die Indexe, die marginal zum Zentrum hin abgeschrägt sind, erzeugen je nach Lichteinfall punktuelle Lichtreflexe, die dem monochromen Gesicht dieser Autavia einen Hauch elegant-luxuriöser Dezenz verleihen. Um das Datum zu finden, muss ich schon zweimal hinschauen. Perfekt integriert … wobei man ab einem gewissen Alter wohl Probleme beim Ablesen bekommt. Doch dann ist das Datum eh nicht mehr von substanzieller Bedeutung.

Die Frage, wie authentisch eine Neuauflage eines Klassikers das Original wiedergeben soll, ist eine sehr persönliche Präferenz, die die eigenen Erwartungen, Ansprüche und auch Wünsche einschliesst. Wer sich in den Siebziger Jahren eine Autavia gekauft hat und diese über Jahre getragen hat, wird das moderne Design des Klassikers anders beurteilen als jemand wie ich, der sich erst seit wenigen Jahren mit Uhren beschäftigt und keine Beziehung zu den Originalen hat. Jede Reinterpretation eines Klassikers, dessen Glanzzeiten dreissig, vierzig oder mehr Jahre zurückliegen, wird nicht jeden Liebhaber und Sammler der betroffenen Marke zufrieden stellen. Aus meiner Sicht ist die Umsetzung des Designs des Originals in die Moderne, ohne dabei das Retro-Klischee zu strapazieren, hervorragend gelungen. Den Mythos einer Geschichte transformiert in ein zeitloses universelles Objekt, das den Fans eine Brücke zur Symbolik ihrer Träume der Vergangenheit herstellt und gleichzeitig eine Verbindung von der Gegenwart in die Zukunft öffnet.
Götterdämmerung … die lange Geschichte der Schöpfung schliesst sich und gefangen sind die Protagonisten in ihrem Schicksal. So unprätentiös ihr Auftritt, so scheint sie doch aus der Zeit gefallen zu sein.

Einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die Ausstrahlung einer Uhr hat das Armband. Das von TAG Heuer im Original verbaute mattbraune Armband aus Kamelleder im Rallye-Look unterstreicht die geschichtsträchtige Persönlichkeit der Autavia und verleiht dem modernen, monochromen Gesicht einen spannenden, sportlichen Kontrast. Und ich muss TAG Heuer Respekt zollen, denn das Lederarmband liegt perfekt am Arm. Doch mich würde brennend die Variante am Stahlband interessieren. Da ich in der Boutique keine mit Stahlband sehe, frage ich Lauranne, ob es dieses Modell noch gibt. Lauranne greift zu ihrem Handy und während sie telefoniert, nehme ich die Uhr vom Arm und betrachte das Werk. Beim Blick durch den Glasboden offenbart sich ein technisch modernes und ästhetisch gelungenes Werk. Das Highlight ist der mattschwarz skelettierte Rotor, dessen rote Aufschrift in Kombination mit dem roten Schaltrad dem Werk eine gut ausbalancierte Dynamik verleiht.

Fragend blicke ich zu Lauranne, die das Telefonat beendet hat. Ihr Blick verrät mir ein Nein. Leider, die Referenz CBE 2110 BA0687 ist bei TAG Heuer nicht mehr vorrätig.
Mittlerweile gesellt sich Hiob wieder zu mir und vermittelt mir sein Wissen zum Heuer 02. Bei ihm ist Leidenschaft und eine Begeisterung für TAG Heuer zu spüren und die nimmt sich auch meiner an. Da er Jack Heuer persönlich kennt und dieser ihn schon zwei Mal in seiner Boutique besucht hat, gibt er einige Anekdoten von seinen Treffen auf humorvolle Art zum Besten.
Besonders stolz ist Hiob auf TAG Heuers erstes komplett eigenentwickeltes Manufakturkaliber. Ich habe das Gefühl, Hiob selbst war an der Entwicklung beteiligt.

Manufaktur … ein emotional stark aufgeladener Begriff. Wie ich von Hiob erfahre, darf sich in der Schweiz ein Uhrenhersteller Manufaktur nennen, wenn er mindestens ein eigenentwickeltes Werk herstellt und in seinen Uhren verbaut. Doch auch hier gibt es natürlich wieder Einschränkungen zu Gunsten des Herstellers, denn er muss nicht alle Teile des Werkes selbst produzieren. Entscheidend sind die tragenden Teile, d.h. die Platinen, die Brücken und Kloben, was man durchaus als den Rahmen des Werkes bezeichnen kann, der alles zusammenhält. Die Teile die das Herz einer jeden Uhr ausmachen, welche aber ohne diesen Rahmen nicht funktionieren würden, wie das Unruh-Spirale-Schwingsystem, die Hemmung, aber auch die Zahnräder oder die Lagersteine, werden von vielen zugekauft. Zum einen macht das in einer auf Arbeitsteilung spezialisierten Welt Sinn, da es dafür Fachspezialisten gibt und zum anderen spart das enorme Kosten. Das in der heutigen Zeit die Manufaktur längst nichts mehr mit Handarbeit zu tun hat, übrigens war das auch vor hundert Jahren schon so, dürfte den meisten Menschen sicher bewusst sein. Ohne hochmoderne Präzisionsmaschinen sind Fehlertoleranzen von wenigen tausendstel Millimetern nicht einzuhalten, auch nicht von der ruhigen Hand eines erfahrenen Uhrmachers. Die Fertigungsprozesse in einer Manufaktur sind heute längst an die Semantik der modernen Ökonomie angepasst. Man spricht von der Fertigungstiefe oder synonym von der vertikalen Integration, von der Wertschöpfungstiefe und den Wertschöpfungsstufen.

Die Seele einer Uhr ist das Werk. Jean Claude Biver sprach einmal von der ‚seelenvollen Uhrmacherei‘.

Ein Blick zu meiner Liebsten … die Entscheidung scheint gefallen. Eine ‚Ikone‘ mehr, welche ihr Handgelenk schmückt.

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Einblicke

Im August verbringen wir vier Tage in La Chaux-de-Fonds, UNESCO Weltkulturerbe, Geburtsstadt von Le Corbusiere und Sitz vieler namhafter Uhrenhersteller.
Die Begrüssung zu unserer diskreten Privataudienz bei TAG Heuer ist aus bekanntem Grunde distanziert aber doch herzlich. Paul entschuldigt sich, dass er leider keinen Apero für uns offerieren darf und bittet uns in ein Zimmer. Abstand ist gewahrt und eine Mundschutzmaske haben wir auch angelegt, so kann uns das Virus, falls anwesend, nichts anhaben. Humorvoll macht Paul uns aber darauf aufmerksam, dass es gegen das ‚andere‘ Virus bis heute noch keinen effektiven Schutz gibt. Nun, wir nehmen es gelassen. Hier forschen die Pharmafirmen schon seit über hundert Jahren an einem Impfstoff … zum Glück für alle Liebhaber und Sammler, ohne Erfolg.
Paul hat uns einige historische Klassiker der Autavia bereitgelegt und so komme ich in den Genuss, mir diese Modelle einmal genauer anzusehen. Eine spannende Begegnung mit der Vergangenheit, in einem Labyrinth aus einer kaum überschaubaren Anzahl an Variationen dieses Modells. So lasse ich mich in die längst vergangenen Zeiten einer ‚Ikone‘ entführen. Meine Gedanken färben sich emotional ein, meine Wahrnehmung gestaltet sich wie ein Zeitraffer und da sind sie, die Bilder meiner Formel 1 Legenden. Das Aufheulen der Motoren, die Anspannung bevor die Startampel auf Grün schaltet und dann pures Adrenalin, die erste Kurve nach dem Start … der brennende Ferrari von Niki Lauda, der brennende Lotus von Ronni Peterson. Idole werden zu Ikonen und was bleibt von ihnen?

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2010 … TAG Heuer stellt das auf dem von Seiko patentierten Manufakturwerk 6S37 (auch als TC78 bezeichnet) basierende hauseigene Kaliber 1887 der Öffentlichkeit vor.

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Die kontroversen Diskussionen um dieses Werk sind allseits bekannt. Die ungenügende und intransparente Kommunikation von TAG Heuer Fehler nach aussen und das Weglassen von Details bei der offiziellen Vorstellung haben Misstrauen und Verärgerung erzeugt. Das Kaliber 1887 hatte zwar als Grundlage den Bauplan von Seiko (TAG Heuer hatte das Patent von Seiko 2006 erworben), doch wurden wichtige Komponenten modifiziert und gut achtzig Prozent aller Komponenten durch TAG Heuer und ihre Partner in der Schweiz überarbeitet. Somit darf dem Werk durchaus eine gewisse eigenständige Ausstrahlung attestiert werden.
Japanisches Entwicklungs-Know-how wird durch Schweizer Innovation und Präzision neu interpretiert.
Erste eigene DNA Sequenzen hatte man dem Kaliber 1887 eingepflanzt. Entsprechend selbstbewusst präsentierte TAG Heuer das Kaliber eben auch in ihren Katalogen und auf ihrer Website: „Das Calibre 1887 setzte als TAG Heuers erstes hauseigenes Uhrwerk neue Maßstäbe und ist heute das zuverlässigste Kaliber auf dem Markt.“
...
Erfolg basiert auch auf einem gesunden Selbstvertrauen.

Der Nachfolger, dass Heuer 01, war dem Kaliber 1887 fast identisch, doch mit dem schwarzen Rotor gelang die ästhetische Emanzipation.
Doch die Entwickler von TAG Heuer gaben sich damit nicht zufrieden und so entschieden sie sich, die Herausforderung, ein eigenes Manufaktur-Kaliber zu entwickeln, anzugehen.

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Das Resultat folgte (technisch nun ausgereift) 2015: Das Heuer 02.

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Das Heuer 02 ohne Rotor.

Ausgebreitet auf dem Tisch liegen verschiedene Unterlagen, Zeichnungen und Fotos, die uns in Verbindung mit Pauls Ausführungen einen Einblick in die Entwicklung und den Herstellungsprozess des Heuer 02 geben.

Retrospektive

Mit der Mondlandung und dem berühmten Schritt am 21. Juli 1969 um 03:56:15 MEZ erhob Neil Armstrong die Omega Speedmaster zur Ikone.
Stop! Das stimmt so nicht.
Um 04:11:15 MEZ betritt Buzz Aldrin mit seiner Omega Speedmaster den Mond. Neil Armstrong hatte seine Omega in der Raumkapsel zurückgelassen und somit war es also der zweite Astronaut, der der Speedmaster den Status einer Ikone verlieh.

Mit dem El Primero, dem ersten automatischen Hochfrequenz-Kaliber, revolutionierte Zenith am 10. Januar 1969 die Welt der Chronographen. Am 3. März 1969 stellten Hamilton-Buren, Breitling, Heuer-Leonidas und Dubois Dépraz ihr Chronographen-Automatik-Werk Kaliber 11 der Welt vor. Die Bedeutung des Kaliber 11 und seines Nachfolgers, dem Kaliber 12, lag in der Art der Konstruktion, die die Basis für die Modulare Fertigung in Grossserien legte. Seiko, als dritter im Bunde, folgte im Mai 1969 mit ihrem Automatikkaliber 6138. In diesem setzte der japanische Uhrenhersteller zukunftsweisend als erster auf die vertikale Reibungskupplung. Und effizient wie die Japaner sind, gebührt ihnen der Platz im Olymp was die Serienreife und Markteinführung betrifft. Das Jahr neigte sich dem Ende und … ja, was sollte da noch kommen?

Ein Tsunami. Am 25. Dezember 1969 präsentiert Seiko der Welt die Astron-35 SQ. Ökonomische Schockwellen überfluteten die klassische Uhrenindustrie.

Das Jahr 1969 hat die Welt der Uhren so nachhaltig verändert, wie kaum ein anderes Jahr in der Geschichte. Und es hat ‚Ikonen‘ geschaffen.
Die Zukunft begann mit dem Kaliber 11 und dessen Nachfolger Kaliber 12.

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Das Kaliber 11 legte den Grundstein für Automatik-Chronographen, die durch ihren Modularen Aufbau mit diversen Komplikationen erweitert werden konnten. Im Gegensatz zum technisch komplexen und eleganten El Primero, war das Kaliber 11 technisch einfacher strukturiert, denn es war auf der Basis eines bestehenden Automatikwerkes, dem Intramatic-Kaliber 1322 von Büren, aufgebaut und mit dem Chronographenmodul 8510 von Dèpraz & Cie kombiniert. Somit würde ich das Kaliber 11, im Gegensatz zum El Primero, eher eine aufwendige Modifikation nennen, als eine grundlegende Neuentwicklung. Doch der grosse Vorteil des Kaliber 11 bestand in der Möglichkeit, es schnell in einen serienmässig industriellen Fertigungsprozess zu integrieren. Das war beim El Primero wesentlich schwieriger. Während Seiko und der Joint Venture um Heuer ihre Kaliber bereits in ersten Serien auf den Markt brachten und Geld verdienten, brauchte Zenith noch einige Monate, bis die ersten Uhren verfügbar waren.

Jack Heuer: „Sie [Zenith] stellten ein technisch wunderschönes Produkt her, eines der Spitzenwerke von heute, natürlich viel komplexer als unseres, das auf der Grundlage eines modifizierten, bestehenden Automatikwerks hergestellt wurde.“

Das Kaliber 11 war mit einem Planetenrotor ausgestattet und das Chronographenmodul funktionierte über eine Schwingtriebkupplung mit Kulissenschaltung. Bereits ein Jahr später wurde das Kaliber 11 vom weiterentwickelten Kaliber 12 abgelöst. So wurde der Datumswechsel, der beim Kaliber 11 sehr ungleichmässig schaltete, verbessert und die Frequenz, welche mit 19’800 mpH für die Funktionen eines Chronographen eher träge getaktet war, auf 21’800 mpH erhöht. Die Positionierung der Krone bei der 9, was der Konstruktion geschuldet war, wenn auch Jack Heuer damals eine etwas diffizile Erklärung hierfür in die Welt setzte, wurde wieder bei der 3 positioniert. Viele Kunden taten sich mit der Akzeptanz der linksseitigen Krone schwer. Mit seinen 31 mm im Durchmesser und 7,7 mm in der Höhe war das Kaliber 11 im Gegensatz zum El Primero 400 und dem Seiko 6138 ein Riese. Während das Kaliber 11 noch eine annehmbare Finissierung, wenn auch sehr dezent, aufwies, zeigte sich das Kaliber 12 eher nüchtern und fast ungeschliffen. Doch Schönheit und Eleganz waren auch nicht der tiefere Sinn der Konstrukteure. Im Vordergrund standen die Wirtschaftlichkeit und Funktionalität. Im Kontext der Geschichte der Chronographen waren das Kaliber 11 und der Nachfolger Kaliber 12 ein Meilenstein und eigentlich ist es schade, dass sie nicht wieder hervorgeholt wurden. Es sollen noch in ausreichender Fülle Komponenten der beiden Kaliber geben. Am Ende ist es aber eine Frage der Wirtschaftlichkeit und des Interesses seitens der Kunden. Die damals beteiligten Firmen sind ihre eigenen Wege gegangen, mit Erfolg. Da hat die Wiederbelebung eines Klassikers, auch wenn er von den Liebhabern zur Ikone erhoben wurde, wenig Priorität. Nach dem Kaliber 12 folgten noch das Kaliber 14 mit GMT Funktion und das Kaliber 15 mit der kleinen Sekunde statt des 12 Stunden Zählers.

Aufbruch

Vor Paul, auf einer Zeichnung ausgebreitet, liegen die Kaliber 1887, Heuer 01 und Heuer 02.
Seikos Manufakturkaliber 6S37 oder auch TC 78, ein technisch hervorragendes Schaltradwerk, dessen Gangreserve von 50 Stunden über einen kugelgelagerten Rotor aufgezogen wird, das mit einer Schaltgetriebesteuerung und dem von Edouard Heuer erfundenen Schwingtrieb ausgestattet ist, stellt die Basis für das Kaliber 1887. Das Rad komplett neu zu erfinden, kostet Zeit und Geld, da ist ein Technologietransfer meist die ökonomisch clevere Lösung.
Beim Kaliber 1887 wurde gegenüber dem Seiko 6S37 der Durchmesser auf 29,3 mm erweitert und die Dicke auf 7,13 mm reduziert (6S37: 29,3 mm / 7.27 mm). Um diese Abmessungen zu erreichen, mussten die Hauptplatine, die Brücken und die Schwungmasse verändert, d.h. Material eingespart werden. Vor allem bei der Chronographenbrücke war diese Ausdünnung markant. So wurde auch die Konstruktion dieser Teile geringfügig verändert, um die Stabilität zu gewährleisten. Auch die Zentrierung der Unruh musste angepasst und die Befestigung der Kugellager für die Schwungmasse verändert werden. Die Anzahl der Lagersteine erhöhte sich von 35 auf 39. Zusätzlich wurden die Stoßsicherung als auch die Feinregulierung durch Komponenten Schweizer Hersteller ersetzt. Somit sind alle Schlüsselkomponenten bei TAG Heuer bzw. dem Tochterunternehmen Cortech selbst gefertigt. Zu den Partnern bei der Entwicklung und Fertigung des Kaliber 1887 gehörten auch die Firmen Nivarox und KIF. Die Montage des aus 320 Teilen bestehenden Werks erfolgte komplett bei TAG Heuer in La Chaux-de-Fonds. Das Werk wurde ein Erfolg und galt als absolut zuverlässig mit einer hohen Ganggenauigkeit. Es wurde in verschiedenen Carrera Modellen verbaut.
Die bekannteste, die Carrera Calibre 1887, erhielt mit eben jenem Werk im 2010 die Auszeichnung "Prix de petite Aiguille“.

Mit dem Kaliber Heuer 01 folgte 2013 die Weiterentwicklung des Kaliber 1887.
Auch hier sind die Gene vom Seiko 6S37 noch die Basis. Doch sowohl die Präzision als auch die Ästhetik lassen die Handschrift der Uhrmacher von TAG Heuer erkennen. Der auch hier verwendete Schaltrad Mechanismus, der die Chronographenfunktionen Start/Stopp und Nullstellung steuert, ist in seiner Fertigung wesentlich aufwendiger als die Chronographen mit Kulissenschaltung. Der Vorteil, der daraus resultiert, ist zum einen rein optisch, was sich auf das technisch elegante Schaltrad bezieht, und die Betätigung der Drücker Start/Stopp und Nullstellung funktioniert leichtgängig und knackig.
Bereits vor der Einführung des Kaliber 1887 hatte TAG Heuer mit der Planung und Entwicklung eines komplett eigenen Chronographen-Kaliber begonnen. Die ersten Studien zum Heuer 02, welches eigentlich 1969 heissen sollte, jedoch nach Einspruch der Schwesterfirma Zenith zunächst die Bezeichnung CH-80 bekam, wurden im Jahr 2010 erstellt. Offiziell wurde das Projekt vom damaligen CEO Jean-Christophe Babin 2011 lanciert. Das Ziel, bis 2013 ein eigenes Manufakturkaliber entwickelt zu haben, war sehr ambitioniert. Die Vorgaben an die Entwickler: Das Werk soll eine hohe Gangreserve haben, es soll mit Komplikationen erweiterbar sein, es soll ein funktionales und absolut eigenständiges Werk sein, das eine effiziente und kostengünstige Fertigung ermöglicht und wartungsfreundlich ist.

Wie alle anderen Hersteller, die eigene Werke entwickelt haben, musste auch TAG Heuer den langwierigen und fordernden Weg des ‚trial and error‘ gehen. Bereits bei den ersten Vorserienmodellen des CH-80 tauchten sowohl technische als auch materialbedingte Schwierigkeiten auf. So war u.a. die Chronographenbrücke zu schwach ausgelegt, eine der eingesetzten Metall-Legierungen war zu anfällig, die Ausrichtung der Zahnräder passte nicht exakt, so dass Geräusche beim Ineinandergreifen auftraten, die Rückstellung auf Null war ebenso eine Schwachpunkt wie der springende Datumswechsel. J.C. Biver tat entsprechend das einzig Richtige. Er stoppte die Fertigung des neuen Manufakturkaliber CH-80 Ende 2013 und konzentrierte sich zunächst auf das Kaliber 1887 und dessen Weiterentwicklung, das Heuer 01, welches erst Anfang 2013 vorgestellt wurde. Knapp zwei weitere Jahre entwickelte und optimierte man das CH-80, um es so zu perfektionieren, dass es den Anforderungen eines modernen Chronographenkaliber entsprach und diese möglichst übertraf. 2015 war es dann soweit. Unter dem Namen Heuer 02 brachte TAG Heuer nun endlich sein erstes komplett eigenentwickeltes Kaliber auf den Markt.
Im ersten Jahr nach der Lancierung musste beim Schwing- und Hemmungssystem noch etwas nachgebessert werden, doch insgesamt lief das Werk sehr stabil und genau. Nach fünf Jahren im Einsatz ist es heute so perfektioniert, dass es sich vor den Kalibern von Zenith, Omega, Breitling oder Tudor nicht verstecken muss.

Paul breitet eine grosse 3D Zeichnung aus und wir schauen uns das Werk etwas genauer an.

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Chronograph des Heuer 02

1 Schalt- bzw. Kolonnenrad
2 Kombinierter Herzhebel für Chrono-Zeiger und 30 MinutenZähler
3 Sekundenherz auf Sekundenrad
4 Sternrad für Minutenzähler
5 Mitnehmerrad für Minutenzähler
6 Mitnehmerrad Vertikalkupplung
7 Start - Stopp Zange mit Kupplungsklingen
8 Stundenzähler
9 Stundenzählerherz
10 Friktionskupplung für Stundenzähler
11 Blockierhebel Stundenzähler
12 Herzhebel Stundenzähler
13 Start-/Stopp Drücker
14 Nullstelldrücker

Da ist die 80stündige Gangreserve, die von einem zentralen, kugelgelagerten Rotor gespannt wird. Das Federhaus lässt sich unkompliziert ersetzen, ohne das die Komponenten für die Automatik oder den Chronographen demontiert werden müssen. Das man sich auf eine effiziente Funktionalität und eine Nachhaltigkeit in Bezug auf die Wartungsfreundlichkeit spezialisierte, zeigt die Reduzierung der Komplexität. So funktioniert der Aufzugsmechanismus der Automatik nur in eine Richtung, was einem klassischen Direktantrieb entspricht. Dieser hat nur minimale Reibungsverluste und das Bewegungsspiel minimiert sich fast auf Null. Das Getriebe, welches für die Polarisation der Bewegung benötigt wird, zieht Verschleiss und zusätzliche Wartungskosten mit sich. Eine Überlegung wäre der Einsatz eines Gleitlagers gewesen, doch ergibt sich hier ein schlechteres Ansprechverhalten auf Grund der höheren Reibung, was das notwendige Drehmoment erhöht, welches den Rotor von der statischen in die gleitende Bewegung versetzt. Oris hat sich mit ihrem Kaliber 400 für diesen Lösungsansatz entschieden.
Wenn man bedenkt, dass ein Grossteil der Komponenten untereinander entweder verzahnt, gestiftet oder mit Federn eingehängt ist, so ist das Heuer 02 konstruktionstechnisch ein sehr präziser und perfekt abgestimmter Mechanismus. Die 233 Einzelkomponenten fügen sich zu einer Philosophie der rationalen und eleganten Funktionalität zusammen.

Umsetzung

Die erste Stufe umfasst die Herstellung der Platinen, Brücken und Kloben, welche in der Abteilung Feinmechanik mit hochmodernen Fräsmaschinen der Firma Fleury Modulo gefertigt und anschliessend feinbearbeitet werden. Nach einer ersten Qualitätskontrolle, wo von jeder Charge fünf Prozent auf die vorgegebenen Toleranzen geprüft werden, erfolgt das Einpressen der Lagersteine, natürlich maschinell. Die Grundplatine des Heuer 02 hat 3 Ebenen und 56 Bohrungen, die zur Aufnahme der 33 Lagersteine, der 9 Schrauben und der Stifte notwendig sind.
Viele der Werkzeuge, welche zur Fertigung in den Maschinen eingesetzt werden, sind Eigenentwicklungen von TAG Heuer oder wurden in Kooperation mit dem Maschinenhersteller entwickelt. Eine kostspielige Angelegenheit, die sich nur rechnet, wenn auch entsprechende Stückzahlen produziert und am Ende verkauft werden. Genaue Absatzzahlen zu den Uhren mit dem Heuer 02 wollte Paul mir nicht nennen. In diesem Punkt sind die Schweizer Uhrenhersteller sehr verschwiegen. Deshalb beruhen die offiziellen Zahlen zu den meisten Marken auf Schätzungen und Hochrechnungen von Analysten.
Bei Swiss Info konnte ich als einzigen belastbaren Wert den Total-Umsatz von 2017 finden, 735 Millionen SFr., obwohl auch dieser auf Annahmen basiert.
In der zweiten Fertigungsstufe werden die einzelnen Komponenten an vollautomatisierten Produktionslinien vormontiert und anschliessend zum Heuer 02 zusammengesetzt. TAG Heuer hat hier auf ein modulares System gesetzt, ähnlich der Fertigung von Autos auf eigens dafür entwickelten Plattformen. So ist es TH möglich, auf ihrer Fertigungsplattform alle mit dem eigenen Kaliber und dessen Modifikationen bestückten Uhren zu produzieren. Rund 100 Arbeitsschritte sind bei der Serienmontage der Werkskomponenten in einer vorgegebenen Zeitspanne von 80 Minuten auszuführen. Die Fertigungsplanung muss deshalb sehr exakt und detailliert sein. Auch die Tourbillons werden auf diesen modularen Fertigungssystemen hergestellt, wobei hier die Endmontage in Handarbeit stattfindet. Wenn das Heuer 02 zusammengebaut ist, erfolgt in fünf Schritten die Regulierung der Ganggenauigkeit.
CAD Planung, integrierte Produktionsrichtlinien, modulare Fertigungsphilosophie, vernetzte und flexible Produktionsplanung, Einbinden der Qualitätskontrolle in die laufenden Prozesse … hier hat sich TAG Heuer neue und anspruchsvolle Massstäbe gesetzt, welche eine hohe und gleichbleibende Qualität, sowie eine hohen Kosteneffizienz bei der Produktion des Heuer 02 gewährleisten. Doch allein mit der Herstellung des Heuer 02 wäre der Prozess nicht zu Ende gedacht. Nachgelagert ist die Ersatzteilherstellung und die Revision des Heuer 02 ein für den Kunden relevanter Kostenfaktor.
Nach diesen Einblicken komme ich zu dem Fazit, dass das Heuer 02 ein in seiner Preisklasse technisch gelungenes und absolut eigenständiges Kaliber ist.

Doch das Kaliber allein macht noch keine Uhr. Beim Kunde entscheidet meist der berühmte erste Blick, welcher laut Psychologen innert drei bis maximal zehn Sekunden ein Interesse auslöst oder eben nicht. Dabei spielt das Kaliber eine eher untergeordnete Relevanz, denn die meisten Kunden haben zum einen wenig Fachkenntnis, was die verbauten Kaliber betrifft und zum anderen auch nur ein bedingtes Interesse. Für sie ist der Name der Marke und ‚das Gesicht‘ der Uhr entscheidend.
Wie jeder andere Hersteller hat TAG Heuer eine ganze Abteilung, die nur damit beschäftigt ist, das Erscheinungsbild einer Uhr so zu gestalten, dass es beim Kunden nachhaltig verfängt. Dabei kommen viele Ideen zusammen, die sich im internen Wettbewerb durchsetzen müssen. Das hier nicht immer alles rund läuft, gibt auch Paul zu bedenken. Es gibt auch Varianten von Modellreihen, wo sich TAG Heuer verkalkuliert hat, die beim Konsument einfach nicht ankommen. Da muss man reagieren und diese innert kurzer Zeit verändern oder aus dem Sortiment streichen. Es passiert zwar selten, doch davor ist eben kein Hersteller, der jedes Jahr viele verschiedene Modelle lanciert, sicher. Da gilt abzuwägen wie viel Innovation wage ich oder bleibe ich meinem Sortiment treu und verändere nur behutsam.
Das Zifferblatt … das Gesicht der Uhr … seine Farbe, seine Oberflächenstruktur, seine symmetrische Gestaltung, die Zahlen, die Indexe, die Markierungen, die Anordnung der Hilfszifferblätter, es sind die wohl entscheidenden Details für den Erfolg einer Uhr. Der Spagat zwischen Harmonie und einem gewissen Alleinstellungsmerkmal ist nicht einfach. Klassisch, klassisch modern, sportlich, sportlich elegant, dezent technisches Design oder technisch extravagant …
Bei der Heuer Autavia Heritage hat man das Design des Zifferblattes sehr gut in die Moderne transformiert. Das gesamte Design wirkt zeitlos, wenn auch die beige Lume von vielen Uhrenliebhabern als Manko betrachtet wird.

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Das Zifferblatt selbst ist aus Messing gefertigt. Die Flächen für die Totalisatoren sind vertieft, was dem Zifferblatt ein dreidimensionales Erscheinungsbild gibt. Nach dem Polieren wird der Rohling galvanisch behandelt und anschliessend mehrfarbig beschichtet. In einem Elektroofen wird jede Farbschicht bei 60°C getrocknet. Danach erfolgt ein weiterer Feinschliff, bevor im Tampondruckverfahren das gesamte Design auf das Zifferblatt übertragen wird. Die Applikationen, welche die Zahlen ersetzen, sind alle gefräst und werden nach der Beschichtung mit der Luminova auf das Zifferblatt genietet. Das doppelt entspiegelte Saphirglas verleiht dem Gesicht der Autavia Heritage schliesslich die perfekte Ausstrahlung.

Ein Kritikpunkt bei den Fans von TAG Heuer war die aus Aluminium gefertigte Lünette. Darauf angesprochen meint Paul, dass es durchaus Überlegungen gab, diese aus Keramik zu fertigen. Doch zwei Punkte wurden am Ende entscheidend, zum einen war der Preis definiert und zum anderen, was aus meiner Sicht dann als logische Erklärung gelten muss, hatte das Original ja auch eine Lünette aus Aluminium. Statt sie nur zu lackieren, hätte man ja auch eine PVD-Beschichtung aufbringen können. Eine Antwort auf diesen Einwand blieb Paul mir schuldig.

Am Ende stellt sich nur noch die Frage, ob Stahlarmband oder Lederarmband. Beide geben diesem Chronograph eine eigenständige, sehr persönliche Note mit stark unterschiedlicher Wirkung.

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Entscheidung

„Ein Schelm wer Schlechtes denkt“, sprach Hiob und kam mit einer verpackten Box zurück. Der Schriftzug verrät den Inhalt. Und als er die Box öffnet, leuchtet im warmen Licht eine Autavia Heritage Heuer 02 Referenz CBE2110.BA0687 mit dem „Beads of Rice“ Stahlarmband. Wollte Hiob diese für sich zurückbehalten? „Na ja, mein Gedanke ging schon in die Richtung“ gab Hiob mit einem schelmigen Lächeln zur Antwort. Lauranne erinnert sich, dass Hiob im April eine der letzten Autavias dieser Referenz, welche TAG Heuer noch auf Lager hatte, für sich bestellte. Das Stahlband ist etwas zu lang, also wird ein Glied entfernt, die Feineinstellung ins letzte Loch gesetzt und … perfekt! Was gibt es jetzt noch zu überlegen. Die Entscheidung ist gefallen. Ein zeitloser Chronograph, mit einem auf das Wesentliche reduzierten Manufaktur-Kaliber und einer ästhetisch - eleganten Funktionalität.
Eine Ikone?
Ikonen haben etwas Götzenbildhaftes. Platziert auf einem Sockel, erhaben und vom Volk verehrt, sind sie beraubt ihrer eigentlichen Seele.
Sie hat ihre ersten Swirls, kleine und grosse, die Schliesse ihre Kratzer und zwischen den Gliedern schweissgetränkte Staubpartikel.

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Epilog

Als Calvino auf der Suche nach dem Sinn seines Lebens an einem Kloster vorbeikam, sah er einen Mönch bei der Gartenarbeit.
Calvino fragte den Mönch: „Es soll in diesem Gebirge einen Berg geben, zu dessen Fusse sieben Stehlen mit heiligen Ikonen stehen?“
Der Mönch antwortete: „Ja, so ist es.“
„Wie gelange ich dorthin?“ fragte Calvino.
„Willst du wirklich diese Gefahren auf dich nehmen, nur um vor ihnen niederzuknien und ihnen zu huldigen?“ entgegnete der Mönch.
„Man hat mir gesagt, jeder sollte diesen Ikonen einmal in seinem Leben seine Aufwartung machen, nur so findet er zu seinem wahren Ich.“
„Nun, wenn es für dein Leben so wichtig ist und du glaubst, ohne sie gesehen zu haben keinen Sinn im Leben zu erkennen, dann geh dieses Tal bis zum Ende. Wenn sie für dich so wichtig sind, wirst du sie auch finden.“ sprach der Mönch und wendete sich wieder seiner Arbeit zu.


Zwar ist die Autavia schon fast Geschichte, trotzdem hat es mich gefreut sie in den wenigen Zeilen noch einmal zu würdigen ...
nicht als Ikone, sondern als einen sehr alltagstauglichen und zeitlosen Chronographen.
Für mich ein der schönsten Uhren.

Merci fürs Lesen.
Die Auserwählten sind die, denen schöne Dinge nichts bedeuten als Schönheit.
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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von MCG » 29 Jan 2021, 23:23

Zwar ist die Autavia schon fast Geschichte, trotzdem hat es mich gefreut sie in den wenigen Zeilen noch einmal zu würdigen ...
nicht als Ikone, sondern als einen sehr alltagstauglichen und zeitlosen Chronographen.
Für mich ein der schönsten Uhren.
Eine gröbere Untertreibung, oder? :wink:

Danke für den schönen, umfassenden, für mich etwas zu blumigen Essay! :thumbsup: :D
Viel Spass und Freude an der Autavia!
Mir hat sie auch gefallen als ich sie 2017 am Arm hatte. Im 2018 hätte ich beinahe die limitierte VAE Variante in Dubai gekauft. Da gab es nur noch ganz ganz wenige... Aber an meinem schmächtigen Ärmchen war sie mir dann doch etwas zu wuchtig... :wink:

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Aber schön war sie schon! 😍
LG aus Mostindien - Markus

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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von Heinz-Jürgen » 30 Jan 2021, 09:04

Vielen Dank für die ... ja, wie soll man das eigentlich bezeichnen ...Hymne? Horologische Ode an die Freude? :thumbsup:

Mir gefällt die Uhr auch.
Grüße aus dem Pott

Heinz-Jürgen

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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von PinkFloyd » 30 Jan 2021, 09:43

Das ist mal ein Werk ... Hier hat, glaube ich, ein echter Liebhaber alter Schule eine Ode an seine Angebetete in die Welt geschmettert :D

Mittlerweile selten, aber dafür ist ja ein solches Forum ja schließlich (auch) da. Das ist die Leidenschaft, die uns alle mal hierher brachte. Vielen Dank dafür! :thumbsup:
Zuletzt geändert von PinkFloyd am 30 Jan 2021, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
Beste Grüße
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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von möhne » 30 Jan 2021, 10:14

Super Story :thumbsup: . Beim Lesen fixt einen das schon an.... :angry: . :D

Gruß!

Klaus

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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von jeannie » 30 Jan 2021, 10:51

Ist das jetzt der längste Post je im WTF? :shock: Auch sonst sehr flüssig geschrieben. Danke.

P.S.: Es war nicht Hiob sondern König Edward III.
http://www.watchtools.ch Uhrenwerkzeug, direkt aus der Schweiz.

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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von MCG » 30 Jan 2021, 11:47

jeannie hat geschrieben:
30 Jan 2021, 10:51

P.S.: Es war nicht Hiob sondern König Edward III.
:rofl:
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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von mike_votec » 30 Jan 2021, 12:43

Sehr schöne Darstellung, vielen Dank dafür und weiterhin viel Freude an und mit Deiner Autavia! :D
Grüße,

Michael

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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von TST_64 » 30 Jan 2021, 13:07

jeannie hat geschrieben:
30 Jan 2021, 10:51
Ist das jetzt der längste Post je im WTF? :shock: Auch sonst sehr flüssig geschrieben. Danke.

P.S.: Es war nicht Hiob sondern König Edward III.
Ob der längste Post ... kann ich nicht beantworten.
Hiob als biblische Gestalt der die Treue zu Gott mit Leiden bezahlt.
König Edward III. schritt zur Tat und reformierte das im Chaos versinkende England. Immerhin ... 50 Jahre sass er auf dem Thron und hat wenig gelitten.
Musste sich ja auch keine Gedanken machen, welche Uhr er als nächstes kaufen soll und damit musste er vor Gott auch nicht leiden. Er hat ihm einen :whistling:
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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von TST_64 » 30 Jan 2021, 13:40

PinkFloyd hat geschrieben:
30 Jan 2021, 09:43
Das ist mal ein Werk ... Hier hat, glaube ich, ein echter Liebhaber alter Schule eine Ode an seine Angebetete in die Welt geschmettert :D

Mittlerweile selten, aber dafür ist ja ein solches Forum ja schließlich (auch) da. Das ist die Leidenschaft, die uns alle mal hierher brachte. Vielen Dank dafür! :thumbsup:
Danke für die Blumen.
Liebhaber ... ja
Alte Schule ... nein
Leidenschaft ... ja

Angebetete ... Nein! Dann wären wir wieder beim Götzenbild oder im intellektuellen Sprachgebrauch: Ikone.
Die wird man nicht bei TH finden.
Es ist das Monotheismuskonzept einer bestimmten Marke, dass dir sagt: Du sollst keine Götter neben mir haben!
Nur ich bin dein Götzenbild. :lol: :lol: :lol:

Der Weg zur Autavia war ein nie von mir geplanter Weg.
Ich habe sie an dem Tag bei Hiob (nicht Edward III.) entdeckt und dann hat sie den Weg zu mir gefunden. :wink:
Nach einem guten halben Jahr kann ich sagen: Bis der Tod uns scheidet.
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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von TST_64 » 30 Jan 2021, 13:42

Heinz-Jürgen hat geschrieben:
30 Jan 2021, 09:04
Vielen Dank für die ... ja, wie soll man das eigentlich bezeichnen ...Hymne? Horologische Ode an die Freude? :thumbsup:

Mir gefällt die Uhr auch.
Heinz-Jürgen auch dir vielen Dank.
Horologische Ode ... nicht schlecht.
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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von TST_64 » 30 Jan 2021, 13:44

MCG hat geschrieben:
29 Jan 2021, 23:23
Zwar ist die Autavia schon fast Geschichte, trotzdem hat es mich gefreut sie in den wenigen Zeilen noch einmal zu würdigen ...
nicht als Ikone, sondern als einen sehr alltagstauglichen und zeitlosen Chronographen.
Für mich ein der schönsten Uhren.
Eine gröbere Untertreibung, oder? :wink:

Danke für den schönen, umfassenden, für mich etwas zu blumigen Essay! :thumbsup: :D
Viel Spass und Freude an der Autavia!
Mir hat sie auch gefallen als ich sie 2017 am Arm hatte. Im 2018 hätte ich beinahe die limitierte VAE Variante in Dubai gekauft. Da gab es nur noch ganz ganz wenige... Aber an meinem schmächtigen Ärmchen war sie mir dann doch etwas zu wuchtig... :wink:

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Aber schön war sie schon! 😍
Auch dir ein Merci.
Die VAE Variante kannte ich gar nicht. Wobei das Champagner mir nicht so zusagt.
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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von safesurfer » 30 Jan 2021, 13:52

Dolle Uhr und schöne Vorstellung! :thumbsup:
Gruß Michael

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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von cool runnings » 30 Jan 2021, 15:01

Klasse Beitrag. Vielen Dank dafür.
Die Autavia fasziniert mich auch. Leider bin ich da erst auf den Geschmack gekommen nachdem die Preise explodiert sind.
Aber ich hatte das Glück, eine von den 100 Jo Siffert Hommagen des Calibre11-Forums zu bekommen. Wenn es schon keine Originale sein kann ....

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Re: Heuer Autavia ... Ikone oder einfach nur eine Uhr?

Beitrag von Heinz-Jürgen » 30 Jan 2021, 17:03

TST_64 hat geschrieben:
30 Jan 2021, 13:42
Heinz-Jürgen hat geschrieben:
30 Jan 2021, 09:04
Vielen Dank für die ... ja, wie soll man das eigentlich bezeichnen ...Hymne? Horologische Ode an die Freude? :thumbsup:

Mir gefällt die Uhr auch.
Heinz-Jürgen auch dir vielen Dank.
Horologische Ode ... nicht schlecht.
Jedenfalls:

Wenn Du diesen Beitrag im UFO postest, werden Sie Dich wie weiland Majestix auf einem virtuellen Schild durch ihr kleines Bonum der Uhrenvorstellungen tragen und Dir die Füsse salben. :mrgreen:
Grüße aus dem Pott

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