Eure Marke und warum

Allgemeine Diskussionen rund um zeitgenössische Uhren
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Mawal
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Beitrag von Mawal » 11 Mär 2006, 18:01

AP - wegen der Royal Oak
Jaeger LeCoultre - wegen der Reverso
Rolex - wegen der robusten Klassiker
PP - wegen der eleganten Klassiker
Grüsse Ulrich


"You see me doin' thrill-seeker liquor store holdups with a "Born to Lose" tattoo on my chest?"

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Crusader
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Beitrag von Crusader » 11 Mär 2006, 18:11

Hmmm ... die "Manufaktur" und dien "große Fertigungstiefe" erzielen offenbar ein Premium in diesem Thread. :?

Aber historisch gesehen sind sie m.E. untypisch für die Schweizer Uhrenindustrie. - Ich denke Thomas Ernst hat etwas ähnliches gesagt.

Insofern empfinde ich nichts Schändliches dabei, mich auch gerne an "typischen" Schweizer Uhren, die aus den verschiedensten Häusern zusammengstellt sind (und da passen deutsche Hersteller wie Sinn, Damasko und Stowa hervorragend hinein), erfreuen. :D

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pick-up
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Beitrag von pick-up » 11 Mär 2006, 18:18

nachdem ich überlegt habe , welche uhren könntest du hergeben ohne dich zu ärgern, hat sich bei mir eindeutig herausgestellt, das ich meine panerai uhren am liebsten mag :D

ich liebe die ihr aussehen und die ganggenauigkit. ihre größe und klarheit und schlichtheit .
hach ja .......... meine pam's :wink:

Classic-Chrono
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Beitrag von Classic-Chrono » 11 Mär 2006, 18:51

pick-up hat geschrieben:...hat sich bei mir eindeutig herausgestellt, das ich meine panerai uhren am liebsten mag :D
Hm, da bewundere ich immer wieder Deine Messer und auch bei Flashlights stehst Du ja auf customs und Einzelstücke...
Doch jetzt muss ich lesen, dass Du in Sachen Uhren eher mittelmässige Massenware bevorzugst, wie passt denn das zusammen :?: :shock:

Grüsse Jochen

Sperrklinke
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Beitrag von Sperrklinke » 11 Mär 2006, 19:04

Crusader hat geschrieben:Hmmm ... die "Manufaktur" und dien "große Fertigungstiefe" erzielen offenbar ein Premium in diesem Thread. :?

Aber historisch gesehen sind sie m.E. untypisch für die Schweizer Uhrenindustrie. - Ich denke Thomas Ernst hat etwas ähnliches gesagt.

Insofern empfinde ich nichts Schändliches dabei, mich auch gerne an "typischen" Schweizer Uhren, die aus den verschiedensten Häusern zusammengstellt sind (und da passen deutsche Hersteller wie Sinn, Damasko und Stowa hervorragend hinein), erfreuen. :D
Diese Feststellung ist absolut richtig! :D

Die sogenannten "Ebauches" der verschiedenen Zulieferer
prägten die Geschichte der Uhrenindustrie in der Schweiz.

Das dies schändlich oder verwerflich ist habe ich mit keinem
Wort behauptet. Weiss gar nicht wie man auf sowas kommt..... :wink:

Was ich aber erwähnt habe sind meine persönlichen Vorlieben:

Für meinen Geschmack und mein Empfinden bevorzuge ich
eben lieber Hersteller, die möglichst viel im eigenen Haus herstellen.
Deshalb mag ich Firmen wie Seiko und Rolex sehr und stehe vielleicht
weniger auf Hersteller die sich aus der Schublade von Zulieferfirmen
bedienen.

Aber das ist wie gesagt Geschmacksache und hat überhaupt
keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.


Ich hoffe hiermit allfällige Missverständnisse aus dem Weg geräumt
zu haben...... :wink:
Alle meine Postings sind nur die persönliche und subjektive Meinung des Verfassers und erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

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Crusader
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Beitrag von Crusader » 11 Mär 2006, 19:25

Sperrklinke hat geschrieben:Das dies schändlich oder verwerflich ist habe ich mit keinem
Wort behauptet. Weiss gar nicht wie man auf sowas kommt..... :wink:
Habe uch nicht gesagt, dass ich mich auf Dich bezogen habe. :wink:

Ich respektiere auch gerne die Begeisterung für eine Manufaktur bzw. eine große Fertigungstiefe ... worauf ich nur hinweisen wollte - weil ich den Eindruck hatte, dass dies in dem Thread etwas in vergessenheit zu geraten scheint - ist, dass das nicht der "klassische" Ansatz der Schweizer Uhrenindustrie ist, sondern eben ein neuer, der- wie Thomas Ernst gesagt hat - historisch gesehen erst durch das Sammlerinteresse ins Enstehen gerufen worden ist. :)

Sperrklinke
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Beitrag von Sperrklinke » 11 Mär 2006, 20:18

Crusader hat geschrieben:

Ich respektiere auch gerne die Begeisterung für eine Manufaktur bzw. eine große Fertigungstiefe ... worauf ich nur hinweisen wollte - weil ich den Eindruck hatte, dass dies in dem Thread etwas in vergessenheit zu geraten scheint - ist, dass das nicht der "klassische" Ansatz der Schweizer Uhrenindustrie ist, sondern eben ein neuer, der- wie Thomas Ernst gesagt hat - historisch gesehen erst durch das Sammlerinteresse ins Enstehen gerufen worden ist. :)
Hallo Martin

Da stimme ich mit Dir völlig überein! :D

Klar es ist schon so: Früher waren bei uns in der Schweiz
z.B im Jura in den verschneiten Wintermonaten viele heilfroh,
dass sie für die Uhrenindustrie in Heimarbeit Teilchen
herstellen konnten. Es entwickelte sich mit der Zeit ein
beeindruckendes Handwerk mit einem teilweise hohen
Qualitätsanspruch. Ebenso vielfälltig waren dann auch die
Rohwerkhersteller. Unitas, Peseux, Venus, Valjoux, AS usw....

Heute ist halt einfach a priori als Hauptanbieter die ETA
übriggeblieben.

Auch wenn sich sogenannte oder besser gesagt
selbsternannte Manufakturen heute der ETA-Technik bedienen
hat das natürlich wenig oder gar nichts mehr mit dieser Tradition
von früher zu tun. Da sind andere Kriterien ausschlaggebend und
das wissen die selber haargenau......

Gerade die Japaner haben uns Schweizern in der Quartzkrise
mit ihrer bahnbrechenden Produktionsmethode einen Stappellauf
von Quartzwerken vorexerziert der uns an den Rand des Abgrunds
getrieben hat.

Nicht etwa weil sie die besseren oder genaueren Werke
entwickelt haben.

Nein ganz im Gegenteil!! Die sog. "Delirium-Kaliber" aus der
schweizerischen Entwicklung waren was Flachheit und Leistung
anbelangt den Japanern klar überlegen. Wir konnten aber die
Produktion nicht rasch genug umsetzen, deshalb haben uns die
Japaner fast ruiniert.

Und das hat Rolex die Augen geöffnet. Selbstverständlich
hatte man aus den sehr erfolgreichen Jahren von der
Quartzkrise genügend Reserven ein eignes Quartzwerk zu
entwickeln, welches sicher eines der faszinierensten war und
in der Oysterquartz eingesetzt wurde. Gleichzeitig hat man
in weiser Voraussicht gewusst, dass sich die Quartztechnik
mit der Zeit banalisieren wird und hat an der Produktion
der mechanischen Werke parallel festgehalten.

Um dem Ansturm aus dem fernen Osten standhalten zu können
wurden sukzessive die Produktionsprozesse Nippons kopiert.
Und um sich die Unabhängigkeit zu bewahren setzte man alles daran
wie Seiko oder Citizen/Miyota möglichst alles in-house zu fertigen.

Denke hier liegt auch eines der Geheimnisse, weshalb Rolex heute
auch bei uns in der Schweiz eine Sonderstellung hat und sich manches
leisten konnte was den anderen zum Teil bis heute verwehrt ist.

Gruss Frank
Alle meine Postings sind nur die persönliche und subjektive Meinung des Verfassers und erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Kittel
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Nachtrag...

Beitrag von Kittel » 11 Mär 2006, 22:49

Nabend!

Ich möchte bei mir noch ergänzend Ulysse Nardin hinzufügen,
wie konnte ich diese Marke vergessen :oops:

Zum Thema Rolex: Bild

Gruß
Kittel

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andreaseck
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Re: Nachtrag...

Beitrag von andreaseck » 11 Mär 2006, 23:02

Kittel hat geschrieben:
Ich möchte bei mir noch ergänzend Ulysse Nardin hinzufügen,
wie konnte ich diese Marke vergessen :oops:
Das wäre eigentlich die Aufgabe von Charles
gewesen :wink:

Gruß
Andreas

Kittel
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Re: Nachtrag...

Beitrag von Kittel » 11 Mär 2006, 23:13

andreaseck hat geschrieben:
Kittel hat geschrieben:
Ich möchte bei mir noch ergänzend Ulysse Nardin hinzufügen,
wie konnte ich diese Marke vergessen :oops:
Das wäre eigentlich die Aufgabe von Charles
gewesen :wink:

Gruß
Andreas
:mrgreen:
Stimmt eigentlich, Andreas :wink: :D

Ich kann mich aber gut (zu Beginn meines Uhrenticks vor ca. 6/7 Jahren)
daran erinnern, daß mich UN besonders interessiert hat.
Mir hat damals u.a. die Gangreserveanzeige bei den Marine Chronometern sehr gut gefallen.
Dazu kam die gute Ablesbarkeit der Uhren.

Daran hat sich im Prinzip in den letzten Jahren nix geändert.
Müßte mir so ein Teil mal wieder in echt angucken.

Gruß
Kittel

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jeannie
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Beitrag von jeannie » 12 Mär 2006, 10:20

Classic-Chrono hat geschrieben:
pick-up hat geschrieben:...hat sich bei mir eindeutig herausgestellt, das ich meine panerai uhren am liebsten mag :D
Hm, da bewundere ich immer wieder Deine Messer und auch bei Flashlights stehst Du ja auf customs und Einzelstücke...
Doch jetzt muss ich lesen, dass Du in Sachen Uhren eher mittelmässige Massenware bevorzugst, wie passt denn das zusammen :?: :shock:
Hört man hier einen leichten Neid heraus? 8)
http://www.watchtools.ch Uhrenwerkzeug, direkt aus der Schweiz.

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Andi
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Beitrag von Andi » 12 Mär 2006, 10:26

jeannie hat geschrieben:
Classic-Chrono hat geschrieben:
pick-up hat geschrieben:...hat sich bei mir eindeutig herausgestellt, das ich meine panerai uhren am liebsten mag :D
Hm, da bewundere ich immer wieder Deine Messer und auch bei Flashlights stehst Du ja auf customs und Einzelstücke...
Doch jetzt muss ich lesen, dass Du in Sachen Uhren eher mittelmässige Massenware bevorzugst, wie passt denn das zusammen :?: :shock:
Hört man hier einen leichten Neid heraus? 8)

Scheint im deutsprachigen Raum normal zu sein; es sagt jemand etwas dagegen und dann fängt wieder die Neid-Diskussion an (ich habe den hier 8) gesehen).
Viele Grüße Andi!

Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein

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jeannie
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Beitrag von jeannie » 12 Mär 2006, 12:03

Andi hat geschrieben:
jeannie hat geschrieben:
Classic-Chrono hat geschrieben: Hm, da bewundere ich immer wieder Deine Messer und auch bei Flashlights stehst Du ja auf customs und Einzelstücke...
Doch jetzt muss ich lesen, dass Du in Sachen Uhren eher mittelmässige Massenware bevorzugst, wie passt denn das zusammen :?: :shock:
Hört man hier einen leichten Neid heraus? 8)

Scheint im deutsprachigen Raum normal zu sein; es sagt jemand etwas dagegen und dann fängt wieder die Neid-Diskussion an (ich habe den hier 8) gesehen).
Welches ist denn dann der Grund, Panerais oder überhaupt irgend eine Uhrenmarke als "mittelmässige Massenware" zu disqualifizieren? Ich höre, ääähhh, lese.
http://www.watchtools.ch Uhrenwerkzeug, direkt aus der Schweiz.

Classic-Chrono
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Beitrag von Classic-Chrono » 12 Mär 2006, 12:13

jeannie hat geschrieben: Welches ist denn dann der Grund, Panerais oder überhaupt irgend eine Uhrenmarke als "mittelmässige Massenware" zu disqualifizieren? Ich höre, ääähhh, lese.
Das ist einfach meine Meinung über die Marke, zumindest seit ihrer Wiederaufstehung als Retortenmarke, die alten Originale aus den 50ern sehe ich deutlich anders!
Das Einschalen von Standardwerken und ein zweifellos geschicktes Marketing unter Zuhilfenahme drittklassiger Schauspielerprominenz in Verbindung mit künstlicher Verknappung kann ich einfach nicht als hohe Uhrmacherkunst anerkennen.
Ich empfinde solche Retortenmarken (Auch Lange, Bugatti, Maybach etc.) schlichtweg als Verarsche des Kunden, aber solange der sich so die Kohle aus der Tasche ziehen lässt, ist das ja irgendwie auch legitim.

Mag sein, dass ich in meinem Post den ein oder anderen Smiley hätte setzen sollen, Neid eimpfinde ich aber auch dann nicht, wenn mir seine Messer gefallen.
Ausserdem hab ich ja die schöneren Uhren und Taschenlampen, und die bedeuten mir persönlich deutlich mehr als Messer ;)
Ich fand es einfach nur strange, dass man bei einem Gebiet nur beste und edelste Unikate sammelt und bei einem Anderen völlig kommerzielle Produkte bevorzugt, deren Wert zum Grossteil aus dem Marketing besteht.

Grüsse Jochen

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andreaseck
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Beitrag von andreaseck » 12 Mär 2006, 12:40

Hallo Jochen

Ich würde Dir insofern Recht geben, wenn die sogenannten
"Retorten-Marken" schlecht gemacht wären.
Aber schau Dir doch die Uhren von Panerai, oder ganz zu
Schweigen, von Lange an.
Da ist die Qualität echt top.
Was da verarsche ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Vielmehr würde ich persönlich kein Geld für heruntergekommene,
abgerockte alte Sachen ausgeben.
Die wären mir dann viel zu teuer.

Aber jeder wie er will :wink:

Gruß
Andreas

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