Präzisionspendeluhren

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o.v.e
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von o.v.e » 18 Jan 2014, 18:53

Bei Herrn Strigun sehe ich eine sprachliche Barriere. Aber wenn er hier russisch schreibt, ist auch niemandem geholfen (mir jedenfalls nicht). Ich finde das aber auch etwas "ungerecht". Wenn ein Don Corson ein Tourbillon vorstellt, fragt auch keiner nach den Gangwerten, da wird nur "oh" und "ah" geschrien (zu recht natürlich).
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Alexander Strigun
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Alexander Strigun » 18 Jan 2014, 22:32

o.v.e Danke .
Ich bin leer .

r.as.
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von r.as. » 19 Jan 2014, 10:29

Ich muss mich korrigieren, es wurde selbstverständlich kein Werk mit Federhaus sondern eines mit Gewichtsaufzug und wohl auch Gegengesperr (um beim Aufziehen die Unterbrechung des Kraftflusses zu verhindern) verbaut.

Sorry,
Rolf

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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Alexander Strigun » 21 Jan 2014, 01:11

Themen können geschlossen werden , Danke

***Anmerkung des Modis ***

Wir schließen hier nur Themen, wenn im Verlauf des Threads gegen die Forumsregeln oder gegen Gesetze verstoßen wurde - und zwar eigentlich auch nur dann, wenn dies recht massiv geschieht. Unsere Zündschnur ist da recht lang :wink:. Der Wunsch des Threaderöffners allein ist kein Grund zum "Dichtmachen". Er hat keinen größeren oder kleineren "Besitzanspruch" auf den Thread als alle anderen Mitdiskutanten.

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Alexander Strigun
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Alexander Strigun » 21 Jan 2014, 15:33

Hallo .
Danke an Alle Beteiligten. Meine Homepage ist etwas aufgearbeitet, auch paar Fotos sind neu dazu gekommen.
Danke am Modis für den Geduld .
Mit freundlichem Gruß, Alexander Strigun .

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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Alexander Strigun » 21 Jan 2014, 18:29

Hallo .
Danke für Ihre PN.
bin aber nicht berechtigt die zu lesen oder zu beantworten .
Mit freundlichem Gruß , Alexander Strigun .
P.S. ; korrektur - nicht - am Modis , sondern Danke an Modis .

Seeschiffer
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Seeschiffer » 20 Feb 2014, 15:04

r.as. hat geschrieben:Ich muss mich korrigieren, es wurde selbstverständlich kein Werk mit Federhaus sondern eines mit Gewichtsaufzug und wohl auch Gegengesperr (um beim Aufziehen die Unterbrechung des Kraftflusses zu verhindern) verbaut.

Sorry,
Rolf
Hallo,

ich hatte versprochen aus meiner Sammlung Uhren vor zu stellen.

Als erste Uhr werde ich den schon erwähnten Jahresläufer von F.S. Patsch sen. vorstellen.
Die Uhr habe ich vor gut 10 Jahren im Süddeutschen Bereich gekauft.
Jetzt alles nach Aussage des Vorbesitzers:

Die Uhr soll um 1780 gebaut worden sein. Der Herr Patsch sen. wohnhaft im deutsch-schweizerisch-französischen Dreieck hat 2 dieser Uhren gebaut. Die erste ist die Abgebildete und die zweite soll in einem Münchner (Technischen?) Museum sein. Warum? Weil es die erste Uhr (weltweit) mit einem ewigen Kalender (also Berücksichtigung des Schaltjahres) ist. Bisher behaupteten die Engländer, als Erste, so eine Uhr gebaut zu haben (mit ewigen Kalender unter Berücksichtigung des Schaltjahres). Die soll um 1798 gebaut worden sein. Vielleicht gibt es unter den Forenlesern Fachleute (Schwarmintelligenz) die diese Aussagen verifizieren können, wenn nicht, werde ich mich, wenn ich in Rente bin, damit befassen.

Zur Uhr: Sie ist eine Säulen-Standuhr, die zusätzlich zum Stand, aufgehängt werden muß. Das Gehäuse ist Palisander massiv. Das Uhrwerk ist für die enormen Gewichte erstaunlich filigran. Das Holzstab-Sekunden Pendel, am Werk, Feder aufgehängt, wiegt ca. 12 Kg. Die Gewichtstasche 26 Kg. Es hat eine normale Grahamhemmung. Der Anker ist massiv ohne Palletten, die kamen erst später. Eine Abfall-Fehler-Regulierung gibt es nicht, den habe ich erst grob mit Linings und dann fein mit Büropapier Blättern hergestellt, es muß da mit äußerster Sorgfalt gearbeitet werden, sonst bleibt die Uhr stehen. Ein Gegengesperr gibt es nicht, ist aber zu verschmerzen, weil, wenn man die Uhr aufzieht, muß sie angehalten werden und ein kleineres Gewicht, um 1-2 Kg, angehängt werden, sonst ist der Verschleiß an den Bronzelagern zu groß. Die Uhr läuft 13 Monate mit einem Aufzug, im Gegensatz zu den Jahresläufern gut 50 Jahre später, die in der Regel nur 11 bis 11,2 Monate, jedenfalls nie ein volles Jahr laufen. Die Uhr macht für ihr Alter einen guten Gang. Im Jahr um 1-2 min. Abhängig von dem Klima im Jahresverlauf. Die Uhr ist sehr leise und läuft zuverlässig. 2009 brachte ich die Uhr zu einem archäologischen Spezialuhrmacher zum Lager kontrollieren, Zapfen polieren, Abölen und Einstellen. Dabei wurde auch der alte Katzendarm, der mir recht brüchig erschien, gegen einen Messingdraht getauscht. Hat viel Geld gekostet. Leider hat die Uhr 2010 ein Schaltjahr geschaltet. Ich war auf See und kam erst im April wieder nach Hause. Ein Anruf bei dem Dipl. Uhren - Restaurator, ergab: 2010 war ein Schaltjahr. Naja, was soll man dazu sagen. Eine Woche später rief er zurück, es tut ihm leid, er hätte sich vertan, das wäre aber nicht so schlimm, ich bräuchte jetzt nur für die 2 lächerlichen 2 Jahre die Zeiger voraus drehen, dann würde es wieder stimmen. 365 Tage mal 2. Naja. Ich warte jetzt 2014 im Februar auf das Schaltjahr 2012.

JMK


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unnnamed
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von unnnamed » 20 Feb 2014, 20:14

archäologischen Spezialuhrmacher
Erklär mir doch bitte mal was genau der Herr aräologische Spezialuhrmacher so treibt. :D

Was zahlt man denn bei dem fürs Waschen, Darm gegen Messing tauschen und Ölen?

Asnsonsten: Schöne und interessante Uhr!!! :thumbsup:
Gruß Bernd

Seeschiffer
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Seeschiffer » 21 Feb 2014, 11:56

unnnamed hat geschrieben:
archäologischen Spezialuhrmacher
Erklär mir doch bitte mal was genau der Herr aräologische Spezialuhrmacher so treibt. :D

Was zahlt man denn bei dem fürs Waschen, Darm gegen Messing tauschen und Ölen?

Asnsonsten: Schöne und interessante Uhr!!! :thumbsup:
Hallo,

so eine Uhr gibt man (ich) nicht so ohne weiteres aus der Hand. Ich habe vorher in HH rumtelefoniert und dann, die Uhrmacher die sich dafür als kompetent bezeichneten, besucht. Einige hatten gleich von vornherein gesagt, das sie nicht für einen guten Lauf nach der Überholung garantieren könnten. Das ist sympatisch hilft aber nicht weiter. Den Uhrmacher, den ich dann ausgesucht habe, erschien mir geeignet. Im Nachhinein waren seine Aussagen etwas vollmundig. Das mit dem archäologischen Spezialuhrmacher ist meine Definition, weil er sich als Speziallist für alle sehr alten Uhren ausgab. Den Ausschlag gab, er hatte da eine Uhr mit Dennison Hemmung in arbeit, ich habe auch eine, die keiner überholen und einstellen kann oder will. Als die Uhr auseinander war habe ich auch handy-Photos gemacht. Interresant war natürlich die Kalendarium-Komplikation, positioniert zwischen vorderer Platine und Zifferblatt. Ich muß gestehen, ich habe diese komplexe Technik nicht nachvollziehen können. Leider kann ich die Photos, die ich davon gemacht habe, nicht mehr in den verschiedenen Speichern finden, sollte ich sie noch finden, werde ich sie hier noch einstellen. Ja zum Preis: Ich hatte mir natürlich einen Voranschlagpreis geben lassen, der lag bei ca. 800,-€, es wurden dann fast das Doppelte. Darüber bin ich eigentlich nicht böse, weil die Uhr danach sauber war und gut und abgesehen von der Schaltjahreseinstellung zuverlässig läuft.

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unnnamed
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von unnnamed » 21 Feb 2014, 12:22

Eine Abweichung um 100% vom Kostenvoranschlag ist schon eine Ansage, das ist nicht mit unserem Recht vereinbar.
Und dann nicht mal den Kalender richtig einstellen. Mutig, mutig. :mrgreen:
Gruß Bernd

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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von o.v.e » 21 Feb 2014, 12:38

Vielen Dank!

Hier die Bilder mit img-tags.

Bild
Bild

Äh - wo liest man denn da das Datum ab? Ich sehe da einen Stunden- und einen Minutenzeiger, und dann so einen kurzen Stummel - ist das ein Zeigerdatum? Das ist ja sicherlich schon bei einem normalen Monatswechsel mit 28 oder 30 Tagen spannend, nicht nur in Schaltjahren.
:D
Ardnut since 1988!

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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Seeschiffer » 21 Feb 2014, 14:16

unnnamed hat geschrieben:Eine Abweichung um 100% vom Kostenvoranschlag ist schon eine Ansage, das ist nicht mit unserem Recht vereinbar.
Und dann nicht mal den Kalender richtig einstellen. Mutig, mutig. :mrgreen:
Das ist richtig, aber ich war ja glücklich, dass ich die Uhr heil und gut laufend wiederbekommen habe, das ist heute nicht mehr selbstverständlich.

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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Seeschiffer » 21 Feb 2014, 14:44

o.v.e hat geschrieben:Vielen Dank!

Hier die Bilder mit img-tags.

Bild
Bild

Äh - wo liest man denn da das Datum ab? Ich sehe da einen Stunden- und einen Minutenzeiger, und dann so einen kurzen Stummel - ist das ein Zeigerdatum? Das ist ja sicherlich schon bei einem normalen Monatswechsel mit 28 oder 30 Tagen spannend, nicht nur in Schaltjahren.
:D
Hallo,

zuerst recht vielen Dank für Ihren Tip im Persönlichen Bereich und die hier dargestellten Bilder. Ich halte die ganze Geschichte mit der Bildeinstellung für, vorsichtig ausgedrückt, unglücklich. Mein 10 jähriger Enkel macht fotos und schickt diese an seine Freundin, ohne probleme. Den habe ich gefragt was eine URL und eine img ist. Da hatte er noch nie etwas davon gehört, trotzdem kommen seine Bilder ohne Werbung an. Ich versende meine Haverieberichte mit Fotos nach London und an die Reedereien ohne ein Informatikstudium absolviert zu haben und die kommen immer ohne Werbung an.

Zur Uhr. Das täuscht, ich habe auch vorsichtshalber die Pixelzahl verkleinert. Das Emailie-Zifferblatt hat einen Durchmesser von fast 40 cm. Die Kalendernummerierung fast 20 cm. Das Kontergewicht am Minutenzeiger ist weis angemalt, so das die Ablesung des Datums auch in einem Abstand von ca. 3 m ohne Anstrengung erfolgen kann.
Also nochmals danke für die Bildeinstellung. Vielleicht muß ich nochmals Ihre Hilfe diesbezüglich in Anspruch nehmen.

JMK

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indiana
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von indiana » 21 Feb 2014, 17:45

Schöne Uhr und interessante Technik. 13 Monate Laufzeit mit einem Aufzug ist schon
beeindruckend!

Seeschiffer
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Seeschiffer » 21 Feb 2014, 21:55

indiana hat geschrieben:Schöne Uhr und interessante Technik. 13 Monate Laufzeit mit einem Aufzug ist schon
beeindruckend!
Hallo,

die Laufzeit ist nicht so dass Beeindrukende, dies ist simple Mechanik. Genial scheint die Kalender-Komplikation zu sein. Ich hatte vermutet, das es ein Zahnrad gibt, das 4 Jahre für einen Umlauf benöntigt. Dem ist nicht so. Die Hauptaufgabe scheint eine eliptische Scheibe und mehrere unregelmäßige Dreiecke und Vierecke zu verrichten. Wie schon gesagt, bin ich mit der Mechanik überfordert und kann sie nicht nachvollziehen. Ich unterstelle, das der Uhrmacher auch nicht mehr wusste.
MfG
JMK

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