Präzisionspendeluhren

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o.v.e
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von o.v.e » 17 Nov 2013, 11:50

unnnamed hat geschrieben:
C300 hat geschrieben:Ich habe ein Verständnisproblem.

Eine Pendeluhr für 12 000 000.- Euro aus Gold 300kg, und dann solche Fotos :( Wie paßt das zusammen?
Akt. Goldpreis bei 30700.- €/kg. Damit also für 300kg -> 9,2 Mil.€ Dann sind also die ~ 3 Mil. € für die Herstellung gerechnet.
Schade, rein von der Deckenbelastung paßt sie nicht bei mir rein.
Oh... uff... wow... das habe ich völlig übersehen :shock:

Für die drei Millionen Differenz gibts vielleicht noch einen Aufstellplatz in Form eines netten Hauses zur Uhr mitgeliefert :mrgreen:
Leute, der Goldpreis schwankt doch wie Hulle, wer weiß, wann das kalkuliert worden ist. Besser wäre evtl. ein "Tagespreis". Außerdem gibt es sicherlich eine Menge "Verschnitt" - klar, einen Teil des Geldes gibt es zurück, aber die Differenz zwischen Ver- und Ankauf ist doch beachtlich. Und Gold in den erforderlichen Abmessungen und Zurichtungen gibt es mutmasslich auch nicht an jeder Ecke und zum regulären Kilo-Preis, da ist schon mit einem Aufgeld zu rechnen. Im übrigen - das geht dann an eine Zielgruppe, für die es gar nicht teuer genug sein kann. Man kauft sich so ein Ding ja nicht, weil es ein Schnäppchen ist. :mrgreen:
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Alexander Strigun
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Alexander Strigun » 17 Nov 2013, 16:22

Hallo ,
Ich DANKE für Ihre Kritik und Lob .
Das die Seite im Aufbau sich befindet ist Fakt .
Das die Verarbeitung der Uhr - Optik verbessert werden kann - ist leider nicht mehr möglich ( hätte aber gerne gemacht - und hoffe das DAS noch passiert ).
Der Käufer ist ein Hochseekapitän - 3 fache Dipl. Ing. und bezahlte so zu sagen nach Genauigkeit , ganz einfach - die Nr. 3 ist zur Zeit die genaueste Uhr der Welt die ohne elektrischen Strom arbeitet , und wurde schneller abgeholt als mir lieb war , das da noch 2/3 Arbeitszeit für Veredelung nötig sei - grauste Ihn . Dazu sagte er das ein Formel 1 Fahrzeug nicht wie ein R-R aussehen kann / soll --- ist auch nachvollziehbar .Leistung siegte über Glanz .
Vielleicht schreibt er noch eine nette Doktorarbeit über meine freie Schwerkrafthemmung .
Die Nr.1 war ein Prototyp .
Die Uhren werden von Fachwelt begutachtet - da ich aber die 7 Modifikationen nicht patentiere , muss ich die wenigstens öffentlich präsentieren um die Rechte nicht zu verlieren - aus dem Grund die Eile mit der Internetseite - die eigentlich nicht fertig ist , diesen Zweck aber erfühlt , Entschuldigung .
Entschuldigung für Spaß mit dem Gold . Umgekehrt -
-ich denke das Konzept bleibt ; hochwertigste Materialien , funktionsorientierte Verarbeitung - keine hübsche Polituren oder Vergoldungen . Materialien sollen fachgerechte Bearbeitung aufweisen sogar zeigen ,ich gehe vielleicht etwas weiter und bezeichne meine Werke nicht mehr als UHREN . Wichtig noch zu sagen - DAS Diese Techno/Optik auch mächtig ergreift .
Bin weiter für jede Art von Kritik dankbar.
Mit freundlichem Gruß aus Berlin , Alexander Strigun .
P.S.;
Ich versuche mein Labor und Forschung besser zu präsentieren .
Dr. Giebel ist mir bekannt , sein Werk über Pendel kenne ich auswendig - Danke für den Tipp , der Anderen sehr nützlich sein kann .
Entschuldigung für mein Deutsch .
Alles hat seine Zeit

Seeschiffer
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Seeschiffer » 05 Dez 2013, 21:21

Sehr geehrte Foren-Teilnehmer,

Zuerst eine allgemeine Erklärung:

Seeschiffer ist Niemand der einen See voll pinkelt, sondern die alt ehrwürdige deutsche Bezeichnung für einen Schiffsführer. Ein Kapitän (eine Absonderung des engl. Capt.) ist jemand der in seiner Badewanne sitzt und mit der Plastikente spielt oder Lothar Matheus einer Fussballmanschaft usw. Im HGB gibt es keinen Kapitän sondern nur Seeschiffer, Küstenschiffer, Binnenschiffer und Lustschiffer. Weltweit werde ich mit Master angeredet. Ich bin also u. a. Schiffsführer eines VLCV (very large container vessel). Ich bin nicht besonders PC fixiert, das kostet zuviel Lebenszeit, dafür habe ich meine Offiziere.

So, nun zur PPU S3 von Herrn A. Strigun, die jetzt mein Eigentum ist (nicht Besitz). Ich habe Herrn Strigun bei der Entwicklung der Uhr, völlig frei Hand gelassen. Die Frage war: eine Federkraft-Hemmung nach Strasser oder eine freie Schwerkrafthemmung nach Riefler. Herr Strigun hat eine geniale Lösung gefunden um beide Varianten mit ihren Ergebnissen zu vergleichen. Nach meinem Kenntnisstand ist dies bisher noch niemanden gelungen, mit dem glechen Werk beide Hemmungsübertragungen zu vergleichen. Z.Z. habe ich die modifizierte freie Schwerkrafthemmung nach Riefler in Betrieb und bin noch am Einstellen. Was viele PPU-Leute heute vergessen, man benötigt Zeit, für die genaue Beobachtung. Minimum ein halbes Jahr um eine PPU beurteilen zu können, wegen Themperatur, Luftdruck, Vibriationen usw. Im Sommerhalbjahr kann es wegen der Themperaturschwankungen eh nichts werden. Die Position der Uhr ist z.Z. in HH, wir haben heute Orkan (Luftdruck 984 mb) die Uhr hat ca. 0,4 s. in 48 Std. verloren, mal sehen ob es am Tief gelegen hat.
Wenn im Forum Interesse besteht kann ich über die weiteren Ergebnisse berichten.Im Übrigen habe ich in über 30 jähriger Mastertätigkeit weltweit einige zig PPU´s gesammelt, die ich bei Gelegenheit vorstellen könnte.

Hochachtungsvoll

JMK.

r.as.
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von r.as. » 06 Dez 2013, 11:41

Hallo Seeschiffer,

wie hier schon geschrieben, interessiert mich die Ausführung des Pendels. Welches Material (z.B. Invar, Keramik etc.) kommt zum Einsatz und wird eine Luftdruckkompensation verwendet? Oder ist evt. die gesamte Uhr gekapselt und unter konstantem Druck gesetzt? Ach ja, die Länge des Pendels und dessen Amplitude ist natürlich auch nicht unwichtig.

Denn diese Parameter sind wohl mindestens ebenso relevant für den Gang wie die Art der Hemmung. Denn so ein dusseliges Tiefdruckgebiet (oder ein Temperatursturz im Haus...) soll eine PPU ja nicht aus dem "Tritt" bringen!

Also her mit den Details :D
Rolf

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o.v.e
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von o.v.e » 06 Dez 2013, 13:10

Seeschiffer hat geschrieben:Sehr geehrte Foren-Teilnehmer,

...
Wenn im Forum Interesse besteht kann ich über die weiteren Ergebnisse berichten.Im Übrigen habe ich in über 30 jähriger Mastertätigkeit weltweit einige zig PPU´s gesammelt, die ich bei Gelegenheit vorstellen könnte.

Hochachtungsvoll

JMK.
Unbedingt, Herr Kapitän! :mrgreen:
Hamburg... hm. Du/Sie hättest/-en nicht eventuell Interesse, eine Audienz zwecks Besichtigung dieser und anderer Uhren zu gewähren? Das wäre auch mal eine gute Gelegenheit, einen Hamburger Stammtisch ins Leben zu rufen...

Mich würde übrigens interessieren, wo genau der Bezug einer 30jährigen Mastertätigkeit zu Präzisionspendeluhren besteht. Es ist mir natürlich klar, dass die Zeitmessung in der Navigation eine große Rolle spielt - aber die üblichen Marinechronometer habe ich noch nicht in Ausführung mit Pendel gesehen.

Gruß,
Olof
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Seeschiffer
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Seeschiffer » 06 Dez 2013, 19:42

Hallo Herr Rolf,

Die Pendelstange ist aus 14 mm Supra-Invar nachträglich nochmals mehrfach getempert. Die Pendellänge ist abhängig von der geographischen Breite phi, des Aufstellungsortes, hier in D liegt sie bei etwas unter 1000 mm. Näheres siehe Dr. Giebel "Das Pendel" = googeln. Die Uhr ist eine Tankuhr und kann nach Einstellung Luftdicht gemacht werden bzw.unter konstanten Druck betrieben werden, dann erübrigt sich auch eine Luftdruckkompensation. Mit diesen habe ich übrigens keine guten Erfahrungen gemacht, Herr Dr. Riefler wohl auch nicht, sonst hätte er keine Tankuhren gebaut. Ansonsten können Sie die Uhr in Betrieb sehen unter "Präzisionspendeluhr Alexander Strigun" = googeln. Von Interresse könnte sein, dass das Pendelgewicht aus Wolfram ist. Berechnungen mit den unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten der verwendeten Materialen des gesammten Pendels führten zu dieser ungewöhnlichen Materialauswahl.
Wenn Sie sich etwas näher mit Pendel besonders bei Sekundenpendeluhren beschäftigen, werden Sie feststellen, dass Temperaturänderungen das größte Problem für den Gang ist.

MfG

JMK

r.as.
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von r.as. » 07 Dez 2013, 17:05

Seeschiffer hat geschrieben:Was viele PPU-Leute heute vergessen, man benötigt Zeit, für die genaue Beobachtung. Minimum ein halbes Jahr um eine PPU beurteilen zu können, wegen Themperatur, Luftdruck, Vibriationen usw. Im Sommerhalbjahr kann es wegen der Themperaturschwankungen eh nichts werden. Die Position der Uhr ist z.Z. in HH, wir haben heute Orkan (Luftdruck 984 mb) die Uhr hat ca. 0,4 s. in 48 Std. verloren, mal sehen ob es am Tief gelegen hat.
Wenn im Forum Interesse besteht kann ich über die weiteren Ergebnisse berichten.Im Übrigen habe ich in über 30 jähriger Mastertätigkeit weltweit einige zig PPU´s gesammelt, die ich bei Gelegenheit vorstellen könnte.

Hochachtungsvoll

JMK.
Diese Zeilen haben zu meinen Fragen geführt: wenn das Pendel aus Invar gefertigt wurde und im Tank im Vakuum pendelt, dann dürften weder Temperaturschwankungen noch übliche Luftdruckveränderungen zu derartigem (miserablen) Gang führen.

Und wenn es im Sommerhalbjahr aufgrund der Temperaturschwankungen bei DIESER Uhr mit der Reglage nichts werden kann, wie ist es dann im Winter? Die Temperatur- und Luftdruckvolatiliät ist dann doch noch größer. Also wann ist denn die Uhr einzustellen :?:

Grüße,
Rolf

P.S. Ach ja, führe doch bitte Deine gesammelten zig PPUs einmal vor, interessiert mich sehr!
PPS. Seit über 8 Jahren domestiziere ich eine 5/6sec PPU; monatlicher Gang ca. 1 sec.
Zuletzt geändert von r.as. am 07 Dez 2013, 17:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Andi
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Andi » 07 Dez 2013, 17:09

Oh; mittlerweile sind wir hier im Forum beim Sie gelandet. :roll:
Viele Grüße Andi!

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Guntram
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Guntram » 07 Dez 2013, 17:16

Wie bitte? Hat er uns gerufen? :wink:

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Andi
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Andi » 07 Dez 2013, 17:20

Sie habe ich nicht gemeint :mrgreen:
Viele Grüße Andi!

Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein

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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von ingo » 07 Dez 2013, 21:10

Die Pendelstange ist aus 14 mm Supra-Invar nachträglich nochmals mehrfach getempert

Guten Abend,

da es mir die Sek-Pendeluhren (oder was alles so unter den Namen PPU kursiert) angetan haben und ich mich aus Kostengründen im hobbymäßigen Selbstbau versuche, würde mich mal brennend das Zertifikat zur Obengenannten Pendelstange interessieren.

Ferner wäre die Bezugsquelle interessant.
Die von mir gekauften Stähle (mit Zertifikat) laufen einfach nur unter INVAR ohne Supra.(Also kein einfaches NE36)
Ich kann mir ehrlich gesagt auch schwer vorstellen mehrfach getempertes Material zu bekommen,- die Arbeit macht sich doch bei einem so langwierigen Prozess keiner mehr. Oder?


Ingo :shock:

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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Alexander Strigun » 14 Dez 2013, 19:14

Hallo .
Hoffnung auf Fachgespräche besteht immer noch .
Unfug beachte ich nicht , möchte auch nicht mit meinen Uhren hier prallen - nur Stoff für technische Unterhaltung liefern .
Mit freundlichem Gruß aus Berlin , Alexander Strigun .
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Alexander Strigun » 15 Dez 2013, 22:22

Hallo .
werde ich jetzt komplett ignoriert ?
ich habe versucht 3 Beiträge zu veröffentlichen und nichts !
velche Art Diskriminering ist es , bitte um Antwort .
Mit freundlichem Gruß aus Berlin , Alexander Strigun
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von Thomas H. Ernst » 15 Dez 2013, 23:32

Alexander strigun hat geschrieben:werde ich jetzt komplett ignoriert ?
ich habe versucht 3 Beiträge zu veröffentlichen und nichts !
velche Art Diskriminering ist es , bitte um Antwort
Verstehe die Frage nicht!
Grüsse Thomas
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Re: Präzisionspendeluhren

Beitrag von ocean2000 » 15 Dez 2013, 23:37

Alexander strigun hat geschrieben:Unfug beachte ich nicht , möchte auch nicht mit meinen Uhren hier prallen
Uhren prallen nicht, die Werke können fallweise prellen, dann sollte der Fachmann ran :whistling:
Gruß aus Wien
Leon

Glauben heißt, etwas für wahr halten, das man als unwahr erkannt hat. (Arthur C. Clarke)

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