SIHH 2016: A.Lange & Söhne

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andreaseck
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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von andreaseck » 20 Jan 2016, 08:27

tourbillon69 hat geschrieben: Ganz einverstanden bin ich mit der Aussage nicht, zumindest nicht wenn sie von einem Hersteller käme.
Ich kann Dir versichern, dass ein gut gemachtes und gut reguliertes Tourbillon auch heute noch einen Tick besser kann als eine konventionelle Uhr.
Ich kann Dir aber auch beweisen, dass der "Vorteil" nur hinter dem Komma messbar ist.
Nichtsdestotrotz würde ich mir von einem Hersteller - resp. von seiner Crew - schon erwarten, dass man versucht ans Limit zu gehen und rauszuholen was geht.
Zu sagen: "bringt ja eh nix, wissen wir doch schon vorweg!" wäre mir persönlich zu wenig Anspruch ans Produkt.

Ich erinner' mich da an eine Aussage eines Herrn im dann neuen Konzern der zu sowas (meiner Aussage) zu sagen pflegte. "Interessiert doch ohnehin keine Sau!"
Ich kann mich auch an einen anderen Verkäufer im neuen Konzern erinnern der auf die Vorhaltung von technischen Mängeln wie folgt antwortete: "Ja ich weiß - da hat's Mängel - aber Sie müssen doch zugeben, dass das trotzdem 'ne geile Uhr ist!"

Mir wäre solch ein Anspruch zu wenig.
Das ist aber nur meine persönliche Meinung, lass Dir von der bitte nicht die Freude nehmen!
Danke für Deine Ausführung :D

Wenn Du sagst, dass ein Tourbillon in einer Armbanduhr noch etwas besser läuft, muss ich Dir das glauben.
Mir persönlich gefällt ein Tourbillon ja auch sehr gut.

Wie schon geschrieben, erfreue ich mich bei einem mechanischen Werk einfach an dem technisch machbaren.
Zur Technik selbst kann ich als Laie wirklich nichts sagen.
Bei einem Werk richte ich mich alleine nach der Optik, wo Lange & Söhne halt sehr viel zu bieten hat.

Liebe Grüße
Andreas

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rank
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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von rank » 20 Jan 2016, 10:08

tourbillon69 hat geschrieben: Ich erinner' mich da an eine Aussage eines Herrn im dann neuen Konzern der zu sowas (meiner Aussage) zu sagen pflegte. "Interessiert doch ohnehin keine Sau!"
Ich kann mich auch an einen anderen Verkäufer im neuen Konzern erinnern der auf die Vorhaltung von technischen Mängeln wie folgt antwortete: "Ja ich weiß - da hat's Mängel - aber Sie müssen doch zugeben, dass das trotzdem 'ne geile Uhr ist!"
Das ist natürlich eine starke Aussage.. :shock: Ich kann mir auch gut vorstellen, welcher Konzern und welche Uhr mit der letzgenannten gemeint sein könnte. Nach 20 Jahren konnte dieser Mangel ja nun offenbar endlich vom Konstrukteur behoben werden. 8)

Das Wirtschaftsunternehmen in der Regel nicht aus altruistischen Gründen handeln, dürfte niemanden überraschen. Gleichwohl finde ich es immer wieder erschreckend, mit welcher Schonungslosigkeit dieses Thema eben gerade von dieser hier vermuteten Seite offen kommuniziert wird. Das sich da aufgeklärte Kunden veräppelt vorkommen, kann ich gut verstehen.

Trotzdem geile Uhren.. :mrgreen:
Gruß, Frank

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rank
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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von rank » 20 Jan 2016, 10:15

andreaseck hat geschrieben:
Wie schon geschrieben, erfreue ich mich bei einem mechanischen Werk einfach an dem technisch machbaren.
Zur Technik selbst kann ich als Laie wirklich nichts sagen.
Bei einem Werk richte ich mich alleine nach der Optik, wo Lange & Söhne halt sehr viel zu bieten hat.

Liebe Grüße
Andreas

Wie sagte schon F.P. Journe? Es ist leicht, einfaches kompliziert zu machen, aber schwierig, kompliziertes einfach.... (oder so ähnlich..):twisted:
Aber dennoch bin auch ich fasziniert von der Akribie und dem Aufwand, mit dem bei Lange die Werke finissiert werden. Und es ist auch nicht leicht, von Deiner Faszination, Andreas, nicht angesteckt zu werden. Ich wünsche Dir, dass diese Faszination noch ganz lange anhält und uns, dass Du uns weiterhin daran teilhaben lässt..
Habe ich schon gesagt, dass mir das Design der "Springenden Sekunde" eigentlich sehr gut gefällt?
Gruß, Frank

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andreaseck
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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von andreaseck » 20 Jan 2016, 11:34

rank hat geschrieben:Ich wünsche Dir, dass diese Faszination noch ganz lange anhält und uns, dass Du uns weiterhin daran teilhaben lässt..
Danke :D
Es ist mittlerweile schon über zehn Jahre her, als ich das erste Mal bei Lange in Glashütte war.
Die Zeit rennt einfach davon...

Gruß
Andreas

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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von r.as. » 20 Jan 2016, 11:42

andreaseck hat geschrieben:
tourbillon69 hat geschrieben: Ganz einverstanden bin ich mit der Aussage nicht, zumindest nicht wenn sie von einem Hersteller käme.
Ich kann Dir versichern, dass ein gut gemachtes und gut reguliertes Tourbillon auch heute noch einen Tick besser kann als eine konventionelle Uhr.
Ich kann Dir aber auch beweisen, dass der "Vorteil" nur hinter dem Komma messbar ist.
Nichtsdestotrotz würde ich mir von einem Hersteller - resp. von seiner Crew - schon erwarten, dass man versucht ans Limit zu gehen und rauszuholen was geht.
Zu sagen: "bringt ja eh nix, wissen wir doch schon vorweg!" wäre mir persönlich zu wenig Anspruch ans Produkt.

Ich erinner' mich da an eine Aussage eines Herrn im dann neuen Konzern der zu sowas (meiner Aussage) zu sagen pflegte. "Interessiert doch ohnehin keine Sau!"
Ich kann mich auch an einen anderen Verkäufer im neuen Konzern erinnern der auf die Vorhaltung von technischen Mängeln wie folgt antwortete: "Ja ich weiß - da hat's Mängel - aber Sie müssen doch zugeben, dass das trotzdem 'ne geile Uhr ist!"

Mir wäre solch ein Anspruch zu wenig.
Das ist aber nur meine persönliche Meinung, lass Dir von der bitte nicht die Freude nehmen!
Danke für Deine Ausführung :D

Wenn Du sagst, dass ein Tourbillon in einer Armbanduhr noch etwas besser läuft, muss ich Dir das glauben.
Mir persönlich gefällt ein Tourbillon ja auch sehr gut.

Wie schon geschrieben, erfreue ich mich bei einem mechanischen Werk einfach an dem technisch machbaren.
Zur Technik selbst kann ich als Laie wirklich nichts sagen.
Bei einem Werk richte ich mich alleine nach der Optik, wo Lange & Söhne halt sehr viel zu bieten hat.

Liebe Grüße
Andreas
Das technisch Machbare zu realisieren muß m.E. einem Ziel untergeordnet sein; in diesem Fall sehe ich dieses Ziel darin, den Lagenfehler weiter zu reduzieren und so die mechanische Zeitmessung dieser Uhr zu verbessern oder gar auf ein neues Niveau zu heben.
Wenn das Werk darüber hinaus auch noch vollendet ist, um so besser.
Umgekehrt, ein vollendetes Werk mit unterdurchschnittlichem Gang hinterläßt bei mir einen bitteren Beigeschmack. Da frage ich mich, was soll das Ganze?

Und noch ein Nachsatz zum technisch Machbaren: seit vier Wochen erfreue ich mich an einer offenen ALS Taschenuhr von ca. 1890, Qualität 1a mit übergroßer Unruh - ein sogenanntes Ankerchronometer. Täglicher Gang in diesem Zeitraum ca. -0,3 sec!

Rolf

Richard Habring
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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von Richard Habring » 20 Jan 2016, 13:48

Ich kann mir auch gut vorstellen, welcher Konzern und welche Uhr mit der letzgenannten gemeint sein könnte. Nach 20 Jahren konnte dieser Mangel ja nun offenbar endlich vom Konstrukteur behoben werden. 8)
Konzern dürfte stimmen, Uhr wahrscheinlich nicht. Ging damals um 'ne Taucheruhr (nicht von mir!) die getestet wurde und sich dabei als - zum tauchen! - ungeeignet herausstellte.
Grund? Das Ding ließ sich schlicht und ergreifend unter Wasser nicht bedienen. Antwort eben wie gehabt: "Interessiert doch 'eh keine Sau!"
Wie sagte schon F.P. Journe? Es ist leicht, einfaches kompliziert zu machen, aber schwierig, kompliziertes einfach.... (oder so ähnlich..):twisted:
Der Aussage kann ich mich nur anschließen! Hat für mich auch was davon: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaizen

Gruß
Richard
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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von rank » 20 Jan 2016, 15:35

Ok, an eine Taucheruhr habe ich tatsächlich nicht gedacht, mehr an die federnden Zeiger bei der Rückstellung des Rattrapantes; wobei das ja nun auch kein echter Mangel ist, eher ein Schönheitsfehler (nehme ich jedenfalls an).

Was Kaizen betrifft, wird es in unserer Kultur wohl oft als Prozessoptimierung im Sinne einer verbesserten Kostenstruktur verstanden, weniger als Streben nach Verbesserung der Produktqualität..:-( aber das ist noch ein anderes Thema...

Um zu Lange zurückzukommen: Einen Datographen würde ich jedenfalls nicht von der Bettkante stossen ;-)
Gruß, Frank

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andreaseck
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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von andreaseck » 20 Jan 2016, 17:19

rank hat geschrieben: Um zu Lange zurückzukommen: Einen Datographen würde ich jedenfalls nicht von der Bettkante stossen ;-)
Der Datograph ist vielleicht ein gutes Beispiel :wink:
Mit Sicherheit könnte man ein Chronographenwerk einfacher gestalten.
Aber auch schöner?

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So etwas möchte ich eigentlich nicht mehr missen!
Das meine ich dann auch damit, was für mich die große Handwerkskunst ausmacht.

Gruß
Andreas

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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von mrdata » 20 Jan 2016, 17:27

Oh ja!! Ein Traum!
Babybel wird nicht aus kleinen Hunden gemacht...

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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von rank » 20 Jan 2016, 17:38

+1 :thumbsup:
Gruß, Frank

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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von r.as. » 20 Jan 2016, 17:52

mrdata hat geschrieben:Oh ja!! Ein Traum!
In der Tat wunderschön! Aber weshalb eine Schwanenhalsfeinregulierung wo es doch seit Jahrzehnten bessere Lösungen gibt!
Und selbst als die freischwingende Unruh Einzug in einige Lange Werke gehalten hat, hat man die Einstellung des Abfalls auf den Kloben gebaut... Nur das es nach Schwanenhals aussieht?

Einer der Sterns hat mal gesagt: 'Könnten wir eine Uhr mit nur drei Rädern bauen, wir würden es tun.'

Rolf

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andreaseck
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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von andreaseck » 20 Jan 2016, 19:58

r.as. hat geschrieben: Einer der Sterns hat mal gesagt: 'Könnten wir eine Uhr mit nur drei Rädern bauen, wir würden es tun.'
Das würde ich auch sagen, wenn ich genau weiß das das nicht möglich ist :wink:
Für eine Uhr mit nur drei Rädern könnte noch nicht mal Patek eine Uhr für 50.000 Euro verkaufen.
Ich möchte einen der Sterns sehen, wie er dann den Preis rechtfertigen will.
Mit der vielen Handarbeit und der Veredlung der Teile ist das dann nicht mehr zu begründen 8)

Sind wir doch mal ehrlich:
Normalerweise würde für jede mechanische Uhr ein ETA-Werk völlig ausreichen.
Alles was darüber hinaus geht, ist reiner Luxus.

Und wie hat JCB gesagt:
Wer 5000 Euro für eine Uhr ausgibt, um die Zeit abzulesen, ist ein Idiot.
Und da gebe ich ihm auch Recht!
Wer für eine Uhr richtig viel Geld ausgibt, will einfach etwas besonderes haben.

Gruß
Andreas

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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von Alex1974 » 21 Jan 2016, 03:39

A. Lange & Söhne Datograph Perpetual Tourbillon - Hands-On:

Video : http://youtu.be/hNWfL74howA

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Copyright : ablogtowatch.com

PS Andreas, bitte kaufen und hier vorstellen, Danke :mrgreen:
PS2 295000 Euro, dafuer bekommt man fast 9 kg Gold !
Gruss,
Alexander

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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von andreaseck » 21 Jan 2016, 07:55

Hallo Alex

Vielen Dank für die Bilder!

Und glaub mir eins:
Wenn ich Geld wie Heu hätte, würde ich mir den Datographen Perpetual Tourbillon
sofort kaufen.
Plus die Terraluna und die Minutenrepetition :wink:

Ob eine Uhr jetzt wirklich fast 300.000 Euro Wert ist, lassen wir mal dahingestellt.
Aber das stelle ich mir unter Haute Horlogerie vor!

Gruß
Andreas

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Re: SIHH 2016: A.Lange & Söhne

Beitrag von Alex1974 » 21 Jan 2016, 07:58

andreaseck hat geschrieben:Hallo Alex

Vielen Dank für die Bilder!

Und glaub mir eins:
Wenn ich Geld wie Heu hätte, würde ich mir den Datographen Perpetual Tourbillon
sofort kaufen.
Plus die Terraluna und die Minutenrepetition :wink:

Ob eine Uhr jetzt wirklich fast 300.000 Euro Wert ist, lassen wir mal dahingestellt.
Aber das stelle ich mir unter Haute Horlogerie vor!

Gruß
Andreas
Warum verkaufst Du nicht ein paar Deiner Lange und besorgst Dir dafuer den Datographen ? Mehr Klasse statt Masse.
Gruss,
Alexander

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