Pre-SIHH 2018 – Vacheron Constantin Traditionnelle Complete Calendar

News & Tratsch zu Modellen, Firmen & Personen
Benutzeravatar
mhanke
Beiträge: 9383
Registriert: Mi 15. Feb 2006, 20:39
Wohnort: Salzburg

Re: Pre-SIHH 2018 – Vacheron Constantin Traditionnelle Complete Calendar

Beitrag von mhanke » Do 23. Nov 2017, 21:17

Es gab/gibt zwei Vollkalendermodule für die Montage auf dem ETA 2892, von Jaquet und Dubois-Dépraz: Letzteres ist erkennbar an dem kleinen Zeigerkalender um die Mondphase bei 6:

Bild

Bild
(Hier allerdings auf Basis GUB 10-30)

Das Jaquet-Modul (ob das heute noch von der Nachfolgefirma offeriert wird, bezweifle ich), von dem ich gerade kein Bild finde, hat ein größeres Zeigerdatum rund um's Zifferblatt, aber sinnigerweise ist der Monat nicht angetrieben und muss immer manuell umgestellt werden. Meine BEVA hat so eine Nivrel, hübsches Ührchen, das sie aber nur noch selten trägt (35mm sind ihr zu klein).

Marcus
"Auf Komplikationen fallen eigentlich nur einfache Gemüter herein" - CF

Benutzeravatar
Albert H. Potter
Beiträge: 1080
Registriert: Mi 15. Feb 2006, 20:59
Wohnort: Berlin-Spandau
Tätigkeit: Uhrmachermeister CAD-Konstruktion
Kontaktdaten:

Re: Pre-SIHH 2018 – Vacheron Constantin Traditionnelle Complete Calendar

Beitrag von Albert H. Potter » Fr 24. Nov 2017, 16:56

@Jan:
Die bekannten Module hat Marcus ja schon aufgeführt. Vielleicht sollte man hier noch das Pointer-Datum von Oris erwähnen - ist aber kein Vollkalender.
Die Modulhersteller haben ein großes Programm mit vielen Variationen. Nicht jedes Modul geht in die große Produktion, manches bleibt Exot oder Musterserie. Bei der modernen Produktionsweise sind die Daten aller Varianten im Computer und können relativ problemlos in die CNC-Produktion gegeben werden. Zwischen den einzelnen Modulen gibt es häufig viele Gleichteile, was die Sache ebenfalls vereinfacht.
Sonderwünsche von Uhrenherstellern gehen häufig auf Details, wie verschraubter Teilesitz gegen geklemmten Sitz, als Kriterium Für Servicefreundlichkeit. Die häufigsten Wünsche gehen in Richtung Anpassung der Anzeige Positionen auf das Zifferblattdesign.
Solche Änderungen kosten natürlich einiges, weshalb viele die Module so verwenden, wie sie im Katalog stehen.
Im Hochpreisbereich gibt es Anbieter, die für Uhrenhersteller die Sondermodelle konzipieren und fertigen. Dann passen Zifferblatt, Gehäuse, Werk und Modul perfekt zusammen. Diese Firmen sind dann nur innerhalb der Branche bekannt und produzieren meist ausschließlich unter fremden Namen.

Was Module angeht, so dürften die Anpassungen zwischen ETA und Selitta gering sein. Das Basiswerk muß halt eine Variante zur Aufnahme des Moduls sein (vor allem bei Chrono-Modulen). Eventuell benötigt es einen Umbau.

Die Miyota Werke von Citizen sind sehr gute Konstruktionen. Ich denke, sie wären gut geeignet als Ausgangsbasis für diverse Umbauten. Citizen ist verfügbar und nicht hochnäsig.
Für Seiko gilt natürlich ähnliches, wobei ich mir nicht sicher bin, wie man in Zukunft mit kleinen, unabhängigen Anbietern umgehen wird. Seiko scheint sich bei der Markenentwicklung doch sehr an den feinen schweizer Vorbildern zu orientieren.
Das Problem mit den japanischen Anbietern ist die schnelle Abfolge von Werk-Generationen im Vergleich zu den Dinosauriern von ETA. Die Erfahrung zeigt leider, daß man hier schnell nach Einstellen der Produktion die Ersatzteil-Bevorratung einstellt.
Was fehlt, ist sicher auch das SWISS MADE.

Antworten