da isse nun... die Stahl Lange

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Heinz-Jürgen
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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von Heinz-Jürgen » 09 Dez 2019, 10:30

baghipapa hat geschrieben:
09 Dez 2019, 10:18


Eine ähnliche Offenheit ohne die Verklärung der Geschichte würde der Branche gut zu Gesicht stehen. Die Geheimniskrämerei ist lächerlich
+ 100! :thumbsup:

Und es würde ihnen mMn nicht einmal schaden.
Grüße aus dem Pott

Heinz-Jürgen

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Albert H. Potter
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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von Albert H. Potter » 09 Dez 2019, 10:33

Na bei den Messern ist auch nicht alles eitel Sonnenschein. Ich habe eines von Fontenille-Pataud (Preisklasse 250,-), welches eine extrem schlechte Politur aufwies. Wenn mir ein Azubi ein Uhrengehäuse mit so einer Politur präsentiert hätte, wäre klar was er den Rest der Woche zu tun hätte.

r.as.
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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von r.as. » 09 Dez 2019, 10:44

Albert H. Potter hat geschrieben:
09 Dez 2019, 10:33
... Wenn mir ein Azubi ein Uhrengehäuse mit so einer Politur präsentiert hätte, wäre klar was er den Rest der Woche zu tun hätte.
Ich würde es Dir deshalb auch erst Freitag-Mittag zeigen... :whistling:

Rolf

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Albert H. Potter
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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von Albert H. Potter » 09 Dez 2019, 11:01

Lieber Rolf, dann wüßtest Du halt, was in der nächsten Woche auf Dich zukommt.....

Schwarze Finger und schwarze Nasenlöcher!

r.as.
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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von r.as. » 09 Dez 2019, 11:19

Albert H. Potter hat geschrieben:
09 Dez 2019, 11:01
Lieber Rolf, dann wüßtest Du halt, was in der nächsten Woche auf Dich zukommt.....

Schwarze Finger und schwarze Nasenlöcher!
Auch wenn man versucht weiter zu denken, ist es doch nie zu Ende gedacht...


Dir einen schönen Tag,
Rolf

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andreaseck
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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von andreaseck » 09 Dez 2019, 11:42

baghipapa hat geschrieben:
09 Dez 2019, 10:18
Aber das zugehörige Marketinggeschwurbel der jahrhundertealten Tradition der Inhousefertigung und Manufakturgelaber mit den kleinen Filmchen, bei denen Mitarbeiter gefühlt ewig an einem Teil rumpolieren, diese aus der Luft gegriffene Selbstdarstellung ist eher peinlich.
Dies ist bei Lange jetzt aber tatsächlich so und nicht aus der Luft gegriffen.
Lange & Söhne hat zu diesem Zweck 80 Mitarbeiter angestellt, die nichts machen als
an den Teilen "rumzupolieren"
Dadurch gehen die Uhren nicht genauer, sondern es dient einzig dem optischen Zweck.

Ich kaufe mir doch keine Uhr mehr weil ich unbedingt eine brauche.
Aber ich kaufe mir kleine Kunstwerke weil ich sie liebe!

Gruß
Andreas

archimagirus
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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von archimagirus » 09 Dez 2019, 12:19

Albert H. Potter hat geschrieben:
09 Dez 2019, 10:33
Na bei den Messern ist auch nicht alles eitel Sonnenschein. Ich habe eines von Fontenille-Pataud (Preisklasse 250,-),
Ja die Franzosen halt,(bei den Messern ist's ähnlich wie bei den Uhren = je kleiner die Manufaktur desto hochwertiger /individueller die Messer) sie sind Weltmeister darin Ihre AOC/AOP (Appellation d’Origine Controlle/ Protégée) zu Höchstpreisen zu verkaufen.
Champagner genau das gleiche. Was da zum Teil für eine Plörre ein Renommee hat ist unglaublich. Da kämpfen hier zu Lande die Winzerbetriebe Ihren Sekt 'gut' zu verkaufen und beim Nachbarn wird die Plörre für's doppelt und dreifache Wagonweise verkauft.
Für 90% der Kunden sind "Lagiuole" 'gute Messer/Werkzeuge'. Den wenigsten Kunden ist bekannt das der überwiegende Teil die das 'Lagiuole' Branding haben billiger Industrieschrott ist.

Da sind wir bei einem interessanten Thema.
Wie weit wird die Qualität dem Ruf gerecht? Und da ist es oft wie bei den Uhren. Man hört doch lieber die G'schichterl von Manufakturen und Elfenstahl die diese kleinen Wunderwerke mit Zauberhand polieren und schmieren als das Bild einer 'kalten' Halle in denen CNC Maschinen kreischend Ihres Tagesproduktion hinten auf's Fliessband auswerfen.
Tickende Grüße, Jan!

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jeannie
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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von jeannie » 09 Dez 2019, 18:45

baghipapa hat geschrieben:
09 Dez 2019, 10:18
Eine ähnliche Offenheit ohne die Verklärung der Geschichte würde der Branche gut zu Gesicht stehen. Die Geheimniskrämerei ist lächerlich
Ich habe nie den Eindruck bekommen, die Uhrenhersteller möchten mir eine Geschichte der "seit ewig währenden Manufaktur" erzählen.

Natürlich, im aktuellen Marketing für den aktuellen Homo Consumens heisst es: "XY, Manufaktur, gegründet Anno Schlagmichtot", aber wenn man ein paar Seiten weiterblättert wird die Geschichte "ziemlich" genau erklärt. Da behauptet niemand, man habe schon zu Napoleons Zeiten die Zeiger selber aus dem Blech gesägt. Aber auch nicht, dass diese Teile zugekauft wurden.

Nicht vergessen: die Wahrheit nicht erzählt ist nicht gelogen. :whistling:
http://www.watchtools.ch Uhrenwerkzeug, direkt aus der Schweiz.

baghipapa
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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von baghipapa » 09 Dez 2019, 19:01

andreaseck hat geschrieben:
09 Dez 2019, 11:42

Ich kaufe mir doch keine Uhr mehr weil ich unbedingt eine brauche.
Aber ich kaufe mir kleine Kunstwerke weil ich sie liebe!

Gruß
Andreas
Die Einstellung kann ich sehr gut akzeptieren. Andere hängen sich Bilder an die Wand. Du kaufst Mechanik. Und mit der Einstellung bist du bei Lange sicher an einer guten Adresse. :thumbsup:


Was mich bei der Darstellung der Geschichte stört, ist das Weglassen (ja, das ist nicht lügen) einiger wichtiger Details (Auflösung, Bankrott, Verkauf des Namens, Verschrottung aller Maschinen, usw.).

gatewnrw
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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von gatewnrw » 09 Dez 2019, 20:17

archimagirus hat geschrieben:
09 Dez 2019, 12:19
Albert H. Potter hat geschrieben:
09 Dez 2019, 10:33
Na bei den Messern ist auch nicht alles eitel Sonnenschein. Ich habe eines von Fontenille-Pataud (Preisklasse 250,-),
Ja die Franzosen halt,(bei den Messern ist's ähnlich wie bei den Uhren = je kleiner die Manufaktur desto hochwertiger /individueller die Messer) sie sind Weltmeister darin Ihre AOC/AOP (Appellation d’Origine Controlle/ Protégée) zu Höchstpreisen zu verkaufen.
Champagner genau das gleiche. Was da zum Teil für eine Plörre ein Renommee hat ist unglaublich. Da kämpfen hier zu Lande die Winzerbetriebe Ihren Sekt 'gut' zu verkaufen und beim Nachbarn wird die Plörre für's doppelt und dreifache Wagonweise verkauft.
Für 90% der Kunden sind "Lagiuole" 'gute Messer/Werkzeuge'. Den wenigsten Kunden ist bekannt das der überwiegende Teil die das 'Lagiuole' Branding haben billiger Industrieschrott ist.

Da sind wir bei einem interessanten Thema.
Wie weit wird die Qualität dem Ruf gerecht? Und da ist es oft wie bei den Uhren. Man hört doch lieber die G'schichterl von Manufakturen und Elfenstahl die diese kleinen Wunderwerke mit Zauberhand polieren und schmieren als das Bild einer 'kalten' Halle in denen CNC Maschinen kreischend Ihres Tagesproduktion hinten auf's Fliessband auswerfen.
zur Ehrenrettung unserer lieben Nachbarn: der von Dir zitierte Industrieschrott kommt m.W. überwiegend aus CN, wer glaubt, für 30 Ocken ein (französisches) Lagiuole zu bekommen, der trägt auch eine echte ALS/Rolex (beliebig zu ergänzen) für 50 Ocken! Nicht übersehen hierbei: der Lagiuole Namen ist nicht mehr geschützt, die Namen der Uhrenmarken schon, also Produktpiraterie.

LG Peter

zur Puffbrause kann ich leider nichts beitragen, ich weiß allerdings von Freunden, div. Ahrweine können mit den (roten) Franzosen durchaus mithalten
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MCG
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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von MCG » 09 Dez 2019, 23:55

baghipapa hat geschrieben:
09 Dez 2019, 19:01
Was mich bei der Darstellung der Geschichte stört, ist das Weglassen (ja, das ist nicht lügen) einiger wichtiger Details (Auflösung, Bankrott, Verkauf des Namens, Verschrottung aller Maschinen, usw.).
nun, das ist halt auch schwierig, wenn du plötzlich hochpreisige Uhren anbieten willst, und vorher nicht so hochpreisige angeboten hast. Siehe Blancpain oder Jacquet Droz, oder...
Da könnte der Kunde ja ein paar kritische Fragen stellen, berechtigterweise. :whistling:
Also besser weglassen… :mrgreen:
LG aus Mostindien - Markus

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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von indiana » 15 Dez 2019, 19:17

Also mir gefällt die Stahl Lange. Kann mich noch gut erinnern an unseren Besuch bei
Lange, da hatte jemand der uns rumgeführt hat eine Lange 1 in Stahl 8) (ja) mit blauen
Blatt 8) Die hat mir sehr gut gefallen und ich hätte glatt getauscht mit meiner 1815. :wink:

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Paulchen
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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von Paulchen » 26 Dez 2019, 20:49

Review von Watchvice
https://youtu.be/3Wfcn8-UHBI

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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von 3fe » 26 Dez 2019, 21:11

Nun, hingegen seiner Meinung, das Lug-to-Lug Mass würde die Uhr grösser erscheinen lassen, macht es die Uhr noch kleiner. Ich finde die Proportionen nicht sonderlich schön.
Beste Grüsse
Jörg


If you see a toilet in your dream, do not use it. It's a trap.

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Re: da isse nun... die Stahl Lange

Beitrag von MCG » 26 Dez 2019, 23:05

Für mich hat das Band optisch zu viel Aufmerksamkeit am gesamten Erscheinungsbild der Uhr.
LG aus Mostindien - Markus

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