Lange nichts?

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Heinz-Jürgen
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Re: Lange nichts?

Beitrag von Heinz-Jürgen » 17 Nov 2019, 08:51

Und zack, sind wir wieder bei Rolex. :?

Etwas enttäuschend, dass es so oberflächlich wird.
Grüße aus dem Pott

Heinz-Jürgen

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Clockwork
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Re: Lange nichts?

Beitrag von Clockwork » 17 Nov 2019, 11:58

Ich sehe das wie Hertie.. und im Artikel wird es bereits im ersten Satz auf den Punkt gebracht:
Die Bedeutung der Marke für die Kaufentscheidung hat im Uhrenbereich über die Jahre rasant zugenommen. Längst ist die Marke das wichtigste Kriterium, noch vor dem Design, der Technik oder dem Preis.
Interessant auch zu wissen, dass die Studie von Besitzern online ausgefüllt wurde. Also online und virtuell.. habe ich auch alle diese Marken (auf der Merkliste bei Chrono24)

Es wurden 1455 Besitzer gefragt und die haben 3456 Markenbewertungen abgegeben, soll das heißen dass im Schnitt nur 2,3 Uhren vorhanden sind? Und das bei der Käufergruppe und den Marken? Seltsam.

Auch interessant: "eine Lange Lieferzeit steigert die Vorfreude" hat im Schnitt die Schulnote 4 erhalten, diese Aussage schneidet mit Abstand am schlechtesten ab! Na hoffentlich wird das auch mal von den Marken gehört.

"Würde bei Bedarf auch weitere ... der Marke nutzen", "... steht für hohe Qualität", ".. steht für Spitzenleistungen" Das klingt für mich wie ein Standard Fragenkatalog auf Uhren umgeschrieben, das hätten auch Waschmaschinen sein können... na da hat sich die Marktforschungsagentur aber Mühe gegeben...

Was mir fehlt ist, wie oft bei den Besitzern eine Marke überhaupt im Besitz ist, evtl. aus welcher Preisklasse und ob die die Aussagen gewichtet wurden. (gerade da GS in 2 Kategorien bis zur Spitze durchschlägt) Die reinen Rolex / Lange / Patek Jünger neigen doch bekanntermaßen ihre Marken über den grünen Klee zu loben, während der Besitzer einer Omega oder Tissot dann doch meist realistischer ist. Gut, hier geht es eh um die Kundenwahrnehmung, da ist das eigentlich in Ordnung.


Grüße
"It was a lousy watch to have on the surface..." (Buzz Aldrin)

Richard Habring
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Re: Lange nichts?

Beitrag von Richard Habring » 17 Nov 2019, 12:19

Hertie hat geschrieben:
17 Nov 2019, 07:37
......
dass die Uhr an sich erstmals komplett uninteressant ist.
......
Das deckt sich mit meiner Erfahrung seitdem ich mit Uhren zu tun habe.
Es geht mittlerweile nur noch um Marke und was diese Marke jeweils vermeintlich verspricht.
Und Marken (egal ob Uhren oder andere Produkte) versprechen viel ohne ernsthaft vom Konsumenten darauf abgeklopft zu werden, was denn auch eingehalten wird. Zu diesem Versagen der Konsumenten (des Marktes) gibt es einige interessante Artikel.
https://www.derstandard.at/story/200009 ... ausspielen

Damit bin ich wieder bei einer Lieblingsaussage: Marke wird überschätzt!
Alles positioniert sich heute als Marke, Magazine, Blogs, Journalisten/Blogger etc.

Ein Schreiber, der sich selbst als Marke sieht, schreibt einen Artikel/macht eine Umfrage für ein Medium das sich selbst als Marke positioniert, über Uhrenmarken (die sich sowieso als die Besten sehen) und befragt dabei Kunden die sich dadurch gebauchpinselt/wichtig/influencend fühlen über ein Produkt, für das sie viel Geld ausgegeben haben (und so wahrscheinlich schon zuhause irgendwie rechtfertigen mussten).

Ich setze meine Hoffnung in die Kritikfähigkeit der Generation Z, auch und gerade deswegen weil diese Generation mit Uhren wenig bis gar nichts zu tun hat. Diese Generation ist aber kritischer als jene zuvor und Dank ihrer Hilfe werden wir es vielleicht wieder schaffen dorthin zu schrumpfen wo die Uhrenindustrie Mitte der 80er war.

Gruss
Richard
P.s. willkommen hier!
P.p.s. kann es sein, dass dieses Forum auch das "älteste" ist? :-)
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Paulchen
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Re: Lange nichts?

Beitrag von Paulchen » 17 Nov 2019, 13:06

Richard Habring hat geschrieben:
17 Nov 2019, 12:19
P.p.s. kann es sein, dass dieses Forum auch das "älteste" ist? :-)
Das Watchbizz (IIRC Ebner Verlag) war quasi Vorläufer des WTF, da war THE Mod.

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MCG
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Re: Lange nichts?

Beitrag von MCG » 17 Nov 2019, 14:07

Paulchen hat geschrieben:
17 Nov 2019, 13:06
Richard Habring hat geschrieben:
17 Nov 2019, 12:19
P.p.s. kann es sein, dass dieses Forum auch das "älteste" ist? :-)
Das Watchbizz (IIRC Ebner Verlag) war quasi Vorläufer des WTF, da war THE Mod.
... viel mehr als quasi... :thumbsup: :D
LG aus Mostindien - Markus

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Re: Lange nichts?

Beitrag von 10buddhist » 17 Nov 2019, 16:21

Nun zu euren Beiträgen ...

@safesurfer/Michael & Hertie:
Was die Marktdominanz von Rolex anbelangt, bin ich ganz eurer Meinung. In der „Shopping-Guide“-Beilage der o. g. „Chronos“-Ausgabe wird ein Ludwigsburger Juwelier mit folgenden Worten zitiert: „Die Nachfrage nach Rolex ist enorm. (...) Es gibt aber auch kein weiteres Produkt, das diesen Werterhalt bietet. Rolex vereint Stil mit Diskretion und ist durchgängig erstklassig.“ („Sapphire“, S. 16) Deutlicher kann man es nicht sagen.

@Paulchen:
Ich denke, dass es eine Schnittmenge gibt aus Foristen, die sich vor allem für technische Details einer Uhr interessieren, und Käufern, die „einfach die entsprechende Kohle“ haben und „sich was gönnen“ oder auch mal „protzen“ wollen. Vielleicht ist diese Schnittmenge in den einzelnen Foren unterschiedlich groß.

@Albert H. Potter:
Ferdinand Flötenschniedel? War das nicht der Hofuhrmacher dieser ostpreußischen Kunstflug-Pilotin, die nach dem Zweiten Weltkrieg im deutschen Norden eine äußerst erfolgreiche Versandhauskette für Werkzeuge aller Art gegründet hat? :wink:

Und danke für den Link, ich bin immer noch errötet! :oops:

@cool runnings/Dean:
Der Schaden hält sich in Grenzen. :mrgreen:

@MCG/Markus:
Ich mag Moschtindien! :thumbsup:

@3fe/Jörg & Quadrilette172:
Ich finde die Umfrage ausgesprochen interessant.

@Walter:
Schöne Uhrenbilder? Ist das hier schön genug?

Bild

@gabriel:
Laut „Chronos“-Chefredakteur Rüdiger Bucher ist dies die erste „Studie zur Markenbegehrlichkeit von Uhrenmarken“, die „repräsentativ“ sei für „die deutschen Luxusuhrenkäufer“ („Chronos 06.2019“, Editorial, S. 5).

@Don Tomosa/Thomas:
Ich mache das beispielsweise daran fest, dass vergangenes Jahr ein „Datograph“ im Platin-Gehäuse bei einer „Dr. Crott“-Auktion für weniger als EUR 30.000,– (meiner Erinnerung nach inkl. Aufgeld) den Besitzer gewechselt hat.

Auch dieses Angebot hier ist ernüchternd, wobei ich noch nicht herausgefunden habe, ob die Uhr tatsächlich verkauft wurde, und wenn ja, für welchen Betrag:

https://www.uhren-muser.de/de/img.php?lot=50148

Die Referenz 308.025 wurde von 07/1997 bis 04/2006 hergestellt. Soweit ich weiß, lag der Listenpreis 1997 bei rund EUR 19.838,– (DM 38.800,–) und 2006 bei EUR 26.900,–.

Auch auf Chrono24 sind die Preise für Lange-Uhren m. E. eher niedrig und zudem unverhandelt.

Woher hast du denn die Information, dass „reihenweise alle möglichen Zwiebeln, die mit ALS gar nichts zu tun haben, (...) sogar völlig idiotische Quarz-Chrono-Fakes als ALS aufgeführt“ werden?

Im Übrigen, was heißt „billig“? Als ich angefangen habe, mich für mechanische Uhren zu interessieren, lag schon eine „Max Bill(ig)“-Junghans für damals rund EUR 500,– weit über dem Betrag, den ich bereit war, für eine Uhr auszugeben.

@Heinz-Jürgen:
Diese „Kernaussage“ habe ich nicht überlesen. In meinem ersten Beitrag steht: „In oben genannter Umfrage haben lediglich 1.455 Uhrenbesitzer ihre Markenbewertungen abgegeben.“

Weshalb nennst du es „oberflächlich“, wenn es um Rolex geht?

@Heinz-Jürgen & Clockwork:
Auf detailliertere Ergebnisse der Studie in den nächsten „Chronos“-Ausgaben bin ich gespannt. Vielleicht wird dann ja die eine oder andere offene Frage beantwortet.

@Richard:
Auch dir vielen Dank für den Link!

„Marke wird überschätzt!“, schreibst du. Ich bin da eher bei Rüdiger Bucher:

„Die Bedeutung der Marke für die Kaufentscheidung hat im Uhrenbereich über die Jahre rasant zugenommen. Längst ist die Marke das wichtigste Kriterium, noch vor dem Design, der Technik oder dem Preis. Im Luxussektor gilt das ganz besonders. Das, was entscheidend zum anhaltenden Erfolg einer Marke beiträgt, ist der Grad ihrer Begehrlichkeit. Diese löst den immer stärker werdenden Drang des Habenwollens aus, der unseren Blick weiter und weiter verengt, bis wir nur noch dieses eine Objekt der Begierde sehen und alles andere ausblenden. Bis wir meinen, ohne diese Marke nicht mehr leben zu können.“ (Quelle: siehe Link in meinem ersten Beitrag)

Vielleicht meinen wir trotzdem dasselbe: Marken (nicht nur die von Luxusuhren) genießen zu Unrecht ein hohes Ansehen. Allerdings spielen moralische Kategorien wie Recht oder Unrecht in unserer Marktwirtschaft so gar keine Rolle. Wichtig ist da allein der Wert, den eine Sache hat (im Falle eines Wiederverkaufs), und bei Luxusobjekten die (=meine) Aufwertung, die ich empfinde, wenn ich diese Sache besitze und (neudeutsch) „teile“ – auf Facebook, Instagram oder wo auch immer.

Zum WT-Forum: Wie alt ist es denn? Und weiß jemand, wie alt die anderen deutschsprachigen Uhrenforen sind?

Noch einen schönen Sonntag wünscht euch

Jürgen

PS: Ich habe zwischenzeitlich eine E-Mail an den Ebner-Verlag geschickt, um zu erfahren, nach welchen Kriterien die Befragten ausgewählt wurden und zu welchem Anteil Uhrenbesitzer aus Österreich und aus der Schweiz beteiligt waren. Wenn ich eine Nachricht erhalte, gebe ich euch Bescheid ...

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Heinz-Jürgen
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Re: Lange nichts?

Beitrag von Heinz-Jürgen » 17 Nov 2019, 18:56

Hallo, Jürgen!

Ich bin auch gespannt, wie es weitergeht.

„Oberflächlich“ habe ich geschrieben, weil es in der Studie zwar auch um Rolex geht, sich hier aber reflexartig alles wieder auf Rolex einzuschießen drohte. Ich finde die Studie erstmal generell interessant und bin daher gespannt, ob und was Du rauskriegst. Im Chronos-Artikel wird es ja schon zumindest etwas detaillierter.

Und wenn hier Markenaffinität kritisiert wird, kann ich nur sagen: lebt weiter in Eurem Wolkenkuckucksheim. Solange es nicht mit Markenhörigkeit einhergeht, ist das m. E. vollkommen in Ordnung. Mir sind Typen, die sich über die achte Moonwatch-Variante in ihrem Besitz freuen wie ein kleines Kind allemal lieber als einige Miesepeter, die bei jeder Neuerscheinung erstmal danach suchen, was zu kritisieren sein könnte.
Grüße aus dem Pott

Heinz-Jürgen

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Dan321
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Re: Lange nichts?

Beitrag von Dan321 » 17 Nov 2019, 20:44

Richard Habring hat geschrieben:
17 Nov 2019, 12:19
Marke wird überschätzt!
Fakt ist halt, dass starke Marken das Hobby wesentlich günstiger machen. Das häufige Tragen meiner wie ich finde traumhaft schönen Nautilus hat mich in 3.5 Jahren genau nichts gekostet. Aktuell habe ich sogar einen Buchgewinn von 30'000 bis 40'000 Franken erzielt. Auch meine Prolexen würde ich mit zig Tausend Franken Gewinn schnell wieder los. Dieses Phänomen gibt es nicht nur bei Uhren. Meine G-Klasse könnte ich nach einem Jahr mit Gewinn abstossen. Ein X5 wäre also im ersten Jahr ca. 25'000 Franken teurer gewesen.

Mir geht es im Hobbybereich nicht darum, Geld zu verdienen. Sonst würde ich die Gewinne realisieren, solange die Blase noch nicht geplatz ist. Da ich nichts geerbt und nicht im Lotto gewonnen habe, sind für mich die Kosten des Hobbys jedoch sehr wohl relevant, weshalb ich mir wirklich teure Uhren - zumindest bei einem Neukauf - nicht von einem "sympathischen" Hersteller kaufen würde. Die Mehrkosten im 5-stelligen Bereich sind es mir einfach nicht wert.

Gruss Daniel

PS: Und wenn die Blase einmal platzen würde, dann hole ich mir eine Patek 3970 als meine letzte Uhr. :mrgreen:

archimagirus
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Re: Lange nichts?

Beitrag von archimagirus » 18 Nov 2019, 10:22

Richard Habring hat geschrieben:
17 Nov 2019, 12:19

Damit bin ich wieder bei einer Lieblingsaussage: Marke wird überschätzt!
Finde ich sehr kurz gesprungen diese Aussage.
Man sollte reflektieren und analysieren.
Auch DU bist eine 'Marke' und hast Dich und Deine Karriere über 'Marken' qualifizieren und definieren dürfen.
Deine Kunden kamen über gewisse Marken zu DIR und haben Dich auf Deine Vita und Deine Qualifikationen und Auszeichnungen abgeklopft bis Sie zu Dir fanden und schlussendlich an Deinem Tisch sassen, um eine Uhr zu ordern.

Mir ist schon bewusst das wir hier über diese Ausblühungen im Marketing Sektor reden, aber der Boom der letzten 30 Jahre in dieser Branche ist nicht nur aus blabla und tralala, heissen Bräuten und schicke Parties entstanden. In der Branche gibt es im Gegensatz zur Bekleidungs/Luxus/Label oder auch Schmuck(!!) Sektor schon wesentlich nachhaltigeres geboten.



Anderes Thema...

Ich finde auch dieses Rolex bashing dem Niveau dieses Forums nicht würdig ist.
Das ist nunmal DIE Marke die (fast)jeder kennt und sie polarisiert.
Ich durfte schon an einem Rolex 'Passion meeting' teilnehmen und die Jungs da sind alles, aber nicht oberflächlich und haben mehr Sachverstand als so manches renommierte Auktionshaus.
Das hat nichts mit den Leuten zu tun die eine Pepsi zum doppelten Preis beim Grauhändler kaufen ....das ist eine komplett andere Welt.
Tickende Grüße, Jan!

Richard Habring
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Re: Lange nichts?

Beitrag von Richard Habring » 18 Nov 2019, 11:09

Lieber Jan
Diese Aussage ist auch die Kurzform ;-)

Abgesehen davon, dass ich als Hersteller hier gerne angemotzt werde (was durch manche Statements ja auch herausgefordert wird) wenn ich nicht die Meinung der Uhrenindustrie vertrete oder kritisch bin, ist in diese meine dargestellte, persönliche und subjektive Meinung einiges an Reflexion und Analyse eingeflossen. Und das nicht nur vonseiten meines Berufslebens sondern auch meine Meinung als Konsument (auch wenn ich mir vor 20 Jahren die letzte Uhr gekauft habe). Als ehemaliger VW-Fahrer habe ich auch eine eigene Meinung zum Abgasskandal welche nicht notwendigerweise massentauglich ist.

Ich sage ja auch nicht, dass Marke unwichtig ist, im Gegenteil!

Ich kann auch Daniel's Argumente gut nachvollziehen und bin dankbar, dass er diese so anschaulich dargelegt hat.
Auch und gerade weil sie mir - als Konsument - völlig fremd sind. Es wirkt auf mich fast surreal.
Ich sage nur, dass ich der Meinung bin, dass viele Marken nicht halten können was in sie reininterpretiert wird.
Egal ob von den Markenverantwortlichen oder von den Konsumenten.
Das ist z.B. meine Erfahrung mit VW.

Das mit der Nachhaltigkeit hatten wir schon in einem anderen Thread.
Mir gefällt da der kompromisslose/arme Ansatz der jungen Generation weit besser als jener meiner Altersgenossen.
beste Grüße
Richard
P.s. Das "Alter" des Forums lässt auch eine andere Interpretation zu....
"Ich würd' es wieder tun!" Udo Jürgens

archimagirus
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Re: Lange nichts?

Beitrag von archimagirus » 18 Nov 2019, 12:04

Richard Habring hat geschrieben:
18 Nov 2019, 11:09

Abgesehen davon, dass ich als Hersteller hier gerne angemotzt werde (was durch manche Statements ja auch herausgefordert wird) wenn ich nicht die Meinung der Uhrenindustrie vertrete oder kritisch bin, ist in diese meine dargestellte, persönliche und subjektive Meinung einiges an Reflexion und Analyse eingeflossen. ..
Lieber Richard , ich hoffe Du empfindest meinen Kommentar nicht als 'anmotzen'.
Gerade weil Du immer offen und frei (im besten Sinne) Deine Meinung hier äusserst wirst Du (und da denke spreche ich für die meisten hier die regelmässig schreiben und lesen) so geschätzt.

Ok lassen wir die Uhrenindustrie mal beiseite und schauen über den Tellerrand
-Autos oh ja tolles Thema gerade in dieser Zeit aber schwierig ab zu handeln (bin ja schon im Greta Faden mächtig angegangen worden)

Deine Kritik gegenüber dem Trend alles und jeden zur 'Marke' zu erheben teile ich durchweg.
In den Zeiten wo Discounter sogar zur Marke werden mit all den perfiden und katastrophalen Auswirkungen auf den gesamten Kreislauf und fast alle nicken brav und echauffiert wenn wieder ein Gebäude in Bangladesh einstürzt aufgrund der katastrphalen Bedingungen dort oder die Bauern Ihre Höfe aufgeben weil sich weder Milch noch Fleischwirtschaft zum überleben lohnt weil sie genau am Ende dieser Markenkette stehen, kotzt mich das auch an.

Ich denke im Grunde haben wir wenig Reibungspunkte wenn es um's grundsätzliche geht, vielleicht ist es deshalb of so ruhig hier :mrgreen:

In diesem Sinne schönen Tag und Restwoche :thumbsup:
Tickende Grüße, Jan!

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Re: Lange nichts?

Beitrag von Clockwork » 18 Nov 2019, 12:05

Natürlich ist die Marke wichtig, keine Frage... aber, ich zitiere hier noch mal den ersten Satz aus dem Artikel:
Die Bedeutung der Marke für die Kaufentscheidung hat im Uhrenbereich über die Jahre rasant zugenommen. Längst ist die Marke das wichtigste Kriterium, noch vor dem Design, der Technik oder dem Preis.
An dem Punkt angekommen (und wir sind da angekommen!), läuft man halt schnell in die Gefahr, dass alles dem Marketing und dem leeren Geschwafel rund um die Marke unterstellt wird und - wie ich das schon mal anderswo erläutert habe - wir von einem Luxusmarkt mit Uhren in einen der "Schwachsinnigkeit" abdriften. Technik und Preis werden unwichtig, wenn die Kundschaft eh allen Mist ungefragt und zu jedem Kurs kauft...

Wenn obiger Satz die Erkenntnis aus dieser Primärforschung wirklich ist, na dann gute Nacht....
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Re: Lange nichts?

Beitrag von stere » 18 Nov 2019, 13:53

mh… kommt drauf an. Wenn es eine Klientel gibt, die sich in eine (teure) Uhr verliebt hat, die sooo gefällt und auf die man ewig (Jahre?) spart und sie sich dann leistet... und dann ewig behält und glücklich ist. Dann spielt die Marke eine untergeordnete Rolle.

Wenn man sich aber dem Hobby verschrieben (geopfert?) hat und auch mal was verkauft/tauscht, kommt man schnell dahinter, dass nur die starken Marken einen davor bewahren, Unmengen an Geld zu verbrennen (Ich weiss wovon ich rede: ich hab schonmal eine Roger Dubuis verkauft :whistling: :angry: :crying: ). Hier in den Foren tummeln sich ja eher letztere, weshalb ich die Wahrnehmung von Hertie teile (hier im WTF wird das allerdings nicht so ausgelebt/ausgetragen, wie in anderen Foren).

stere
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Re: Lange nichts?

Beitrag von MCG » 18 Nov 2019, 14:27

stere hat geschrieben:
18 Nov 2019, 13:53
Wenn man sich aber dem Hobby verschrieben (geopfert?) hat und auch mal was verkauft/tauscht, kommt man schnell dahinter, dass nur die starken Marken einen davor bewahren, Unmengen an Geld zu verbrennen (Ich weiss wovon ich rede: ich hab schonmal eine Roger Dubuis verkauft :whistling: :angry: :crying: ).

stere
Hättest sie behalten sollen. War eine schöne Uhr! :thumbsup: :D
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Re: Lange nichts?

Beitrag von Richard Habring » 18 Nov 2019, 14:35

archimagirus hat geschrieben:
18 Nov 2019, 12:04
Lieber Richard , ich hoffe Du empfindest meinen Kommentar nicht als 'anmotzen'.
….
In diesem Sinne schönen Tag und Restwoche :thumbsup:
Lieber Jan, Sorry wenn das so rüberkam!
Ditto.
An alle: Danke für den immer sehr konstruktiven Austausch hier!
lG
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