Neue Uhr: Remake Zenith A3818 “Cover Girl”

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SteveMcQueen
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Re: Neue Uhr: Remake Zenith A3818 “Cover Girl”

Beitrag von SteveMcQueen » 01 Mär 2020, 11:17

C.95 hat geschrieben:
26 Feb 2020, 21:27
Ich habe inzwischen auch einige Uhren, die sich nicht an die Gehäuse/Werk Größe halten ?!
Einige? Das dürfte bei den meisten zeitgenössischen Modellen der Fall sein.

Beispielsweise haben ein Valjoux 7750 und ein El Primero einen Durchmesser von 13 Linien oder 30,0 mm, ein ETA 2824-2 von 11½ Linien oder 25,6 mm, ein Rolex 3135 von 12½ Linien oder 28,5 mm und ein Omega 8500 von 13 Linien oder oder 29 mm.

Basierend auf den Abmessungen der Werke ist damit jeder Gehäusedurchmesser > 36 mm irgendwie erklärungbedürftig... :wink:
Mit Uhren ist es wie mit Menschen: Manche sind Orginale, andere bleiben zeitlebens nur eine Kopie. - Horrido, Steffen.

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C.95
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Re: Neue Uhr: Remake Zenith A3818 “Cover Girl”

Beitrag von C.95 » 01 Mär 2020, 12:07

SteveMcQueen hat geschrieben:
01 Mär 2020, 11:17
C.95 hat geschrieben:
26 Feb 2020, 21:27
Ich habe inzwischen auch einige Uhren, die sich nicht an die Gehäuse/Werk Größe halten ?!
Einige? Das dürfte bei den meisten zeitgenössischen Modellen der Fall sein.

Beispielsweise haben ein Valjoux 7750 und ein El Primero einen Durchmesser von 13 Linien oder 30,0 mm, ein ETA 2824-2 von 11½ Linien oder 25,6 mm, ein Rolex 3135 von 12½ Linien oder 28,5 mm und ein Omega 8500 von 13 Linien oder oder 29 mm.

Basierend auf den Abmessungen der Werke ist damit jeder Gehäusedurchmesser > 36 mm irgendwie erklärungbedürftig... :wink:

Nun ja, der Zeitgeist ändert sich nun mal, das ist normal.

Ein Beispiel dazu. Vor einigen Jahren, mit einer 40 mm Ing. Jumbo am Handgelenk, fragte mich ein Zeitgenosse mit einer wirklich fetten Panerei zu meiner Uhr: Ist das ne Damenuhr ?

Das fand ich schon merkwürdig und reagiere seitdem auf die Damenuhr-Thematik. Ich versuche, den alten Zeitgeist zu erklären, wie auch hier ….

Dazu ein älteres Beispiel. Gehäuse mit 35 mm und 42 mm, denn häufige Begründung für große Durchmesser ist die bessere Ablesbarkeit der großen Uhren, was nicht pauschal zutrifft.

Hier sind die ZB Durchmesser identisch.

Immerhin hat dieses Ereignis dazu geführt, dass ich aufgeblähte Gehäuse mit kleinen Werken nicht sehr interessant finde ……

Trotzdem gibt es auch bei mir Ausnahmen dazu ?!

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stere
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Re: Neue Uhr: Remake Zenith A3818 “Cover Girl”

Beitrag von stere » 01 Mär 2020, 13:43

:shock: wow... die 3227 am Lederband hätte ich beinahe nicht erkannt. Sieht ja völlig anders aus... :thumbsup:

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SteveMcQueen
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Re: Neue Uhr: Remake Zenith A3818 “Cover Girl”

Beitrag von SteveMcQueen » 01 Mär 2020, 14:41

C.95 hat geschrieben:
01 Mär 2020, 12:07
Nun ja, der Zeitgeist ändert sich nun mal, das ist normal.

(...)

Trotzdem gibt es auch bei mir Ausnahmen dazu ?!
Ich wollte eigentlich ausdrücken, dass die Größe des Werks und die Größe des Gehäuses seit gefühlten Ewigkeiten in keinem direkten Zusammenhang stehen (sofern sie es überhaupt jemals standen), sondern lediglich der Mode unterworfen sind.

Fakt ist allerdings auch, dass aus eben diesen modischen Gründen die Gehäuse seit den 60ern Jahren stets größer geworden sind, während die darin eingeschalten Werke - wenn überhaupt - unterproportional gewachsen sind. Kaliber mit deutlich mehr als 13 oder 14 Linien Durchmesser, was zwischen 30 und 32,8 mm entspricht, sind nach wie vor selten.

Selbst das vergleichsweise neue Tudor MT 5652 ist mit 13¼ Linien bzw. 31,8 mm Durchmesser wahrlich zierlich im Vergleich zu den Uhrenmodellen, für die es konstruiert wurde. Den Rest erledigt halt der Werkhaltering... :mrgreen:
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C.95
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Re: Neue Uhr: Remake Zenith A3818 “Cover Girl”

Beitrag von C.95 » 01 Mär 2020, 16:41

SteveMcQueen hat geschrieben:
01 Mär 2020, 14:41
C.95 hat geschrieben:
01 Mär 2020, 12:07
Nun ja, der Zeitgeist ändert sich nun mal, das ist normal.

(...)

Trotzdem gibt es auch bei mir Ausnahmen dazu ?!
Ich wollte eigentlich ausdrücken, dass die Größe des Werks und die Größe des Gehäuses seit gefühlten Ewigkeiten in keinem direkten Zusammenhang stehen (sofern sie es überhaupt jemals standen), sondern lediglich der Mode unterworfen sind.

Fakt ist allerdings auch, dass aus eben diesen modischen Gründen die Gehäuse seit den 60ern Jahren stets größer geworden sind, während die darin eingeschalten Werke - wenn überhaupt - unterproportional gewachsen sind. Kaliber mit deutlich mehr als 13 oder 14 Linien Durchmesser, was zwischen 30 und 32,8 mm entspricht, sind nach wie vor selten.

Selbst das vergleichsweise neue Tudor MT 5652 ist mit 13¼ Linien bzw. 31,8 mm Durchmesser wahrlich zierlich im Vergleich zu den Uhrenmodellen, für die es konstruiert wurde. Den Rest erledigt halt der Werkhaltering... :mrgreen:
Meine Beobachtung der “gefühlten Ewigkeit” umfasst wahrscheinlich einen längeren zeitlichen Bereich ?!

Reicht also bis in die Zeit zurück, als Uhren überwiegend als Gebrauchsgegenstände wahrgenommen - und verwendet wurden.

Ab Mitte der 90er Jahre entwickelte sich ein neuer Trend, Uhren wurden zunehmend Statussymbole. Für den Konsumenten verloren in den kommenden Jahren Uhren als reine Gebrauchsgegenstände zunehmend an Bedeutung.

Bis dahin waren die Durchmesser über viele Jahrzehnte hinweg sehr uniform und einige Versuche, die üblichen Größen zu verändern, waren nicht erfolgreich (die schon erwähnte Ing. 1832 gehört auch dazu).

Der geneigte Betrachter mag sich dazu mal die Kataloge einiger namhafter Hersteller ab den 50er Jahren anschauen und auf die Durchmesser achten.

Mode ist nicht der Grund, sondern die Wahrnehmung von Uhren. Statussymbole konkurrieren miteinander und die Durchmesser spielten eine wesentliche Rolle dabei. Nun ist das am Anschlag und andere Merkmale müssen her.

Inzwischen ist das in weiten Bereichen der Konsumenten erkannt worden und Authentizität ist wieder ein Kriterium, das den Erfolg zunehmend mit bestimmt.

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