Es tut sich was bei Citizen und Orient

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watchhans18
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Es tut sich was bei Citizen und Orient

Beitrag von watchhans18 » 23 Mai 2021, 14:28

In letzter Zeit beobachte ich einen gewissen Aufschwung bei Citizen und Orient, was mechanische Uhren betrifft.
Erschienen kürzlich erst bei Citizen neue Automatikuhren mit dem Kaliber 9011 und eine neue Promaster-Automatikhttps://citizen.jp/shop/promaster/g/gNB6005-05L/ dem neuen Kaliber 9051, dann ab Herbst die Series 8, auch mit neuen, amagnetischen Kalibern ausgestattet. Dazu das Spitzenmodell The Citizen Automatic. Ein Werbevideo dazu erschien auch, selbstverständlich mit neuem Werbeslogan:
https://youtu.be/ZUGX4HtZ3Dg

Bei Orient, seit geraumer Zeit im Besitz von Seiko-Epson, entwickelte man ein sehr dünnes Ankerrad aus Silizium, welches als erstes in eine neue, skelletierte Uhr mit Handaufzug und 70 Stunden Gangreserve verbaut wird und in Zukunft wohl auch in andere Kaliber. Ich bin gespannt, wann dieses neue Ankerrad auch bei Seiko verwendet wird. Auch hier ein Video, natürlich auch mit einprägsamen, neuen Slogan:
https://youtu.be/fFjDTVe4quk

Leider sind dazu auch die Preise für mechanische Uhren in Japan enorm gestiegen.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich während der späten 90iger Jahre beruflich fast jeden Monat in Japan war, daß man dort eine hochqualitative Seiko Credor mit Manufakturwerk schon für umgerechnet 1500 Deutsche Mark bekam, während in Europa die aufkommende Mechanikwelle bei Manufakturwerken von Zenith und Minerva mit mindestens 2000 DM zuschlugen.
Selbst 20 Jahre später bekam man in Japan eine Grand Seiko mit dem Kaliber 9S65 für gerade mal 2200 Euro. Ein Schnäppchen im Vergleich zu den Preisen vergleichbarer Uhren in Europa.

Doch das ist vorbei. Die Preise haben sich weitgehend angeglichen. Angefangen hat Seiko. Die erste teurere Uhr aus der Presage-Linie, die limitierte SJE073J1aus dem Jahr 2018 war mit umgerechnet ca. 1800 Euro selbst für japanische Uhrenliebhaber zu teuer. Sie war aufgrund des Preises kein Verkaufsschlager, bekam man diese limitierte Edition selbst noch nach einem Jahr, wo sonst limitierte Uhren in Japan i.d.R. schon nach einigen Tagen, maximal Wochen, komplett vergriffen sind.

Auf weitere Mechanikmodelle aus dem Land der aufgehenden Sonne darf man gespannt sein.
Was ich jedoch positiv empfinde, es gibt auch neues für den kleineren Geldbeutel, siehe die Citizen NB1050 59 oder die neue Promaster-Automatik und Series 8. Für die Schweiz fällt mir die Kaliberrreihe C07 von ETA ein, welche ebenfalls meist noch bezahlbar sind.

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Sedi
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Re: Es tut sich was bei Citizen und Orient

Beitrag von Sedi » 08 Jun 2021, 20:47

Da könnte ich eigentlich auf meinen Auspackfaden mit der Citizen NB6004 verweisen.
viewtopic.php?f=4&t=70698
Zuerst hab ich beim Preis auch etwas geschluckt, aber wenn man bedenkt, was man dafür geboten bekommt, relativiert es sich wieder.
Bild
Ich bin schon sehr gespannt, was uns da noch erwartet von Citizen. Gibt ja auch eine Neuauflage der Citizen Professional 1300 (weiß nicht genau, wie die Modellnummer lautete), aber leider nur als Eco-Drive (gut, das Original war auch Quarz) und mit nur 200m leider. Bin mal gespannt, ob es mal einen mechanischen Nachfolger der Autozilla gibt.
Das muß die Uhr abkönnen!

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