Uhrenbeweger

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emsmaps
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Uhrenbeweger

Beitrag von emsmaps » 20 Okt 2007, 12:06

Welchen Uhrenbeweger habt ihr und warum. Suche ein guestiges und praktisches modell fuer die schublade und nicht zur selbstdarstellung. Vorschlage? worauf muss man achten?

FJ,

Eff Jay

Haifisch
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Beitrag von Haifisch » 20 Okt 2007, 12:33

Achten musst Du auf:
  • -Laerm (billige werden mit der Zeit lauter; definitiv nichts fuers Schlafzimmer
    - Dass die Uhren nicht aneinander schlagen koennen, fest sitzen (Groesse Kissen/Spange.
    - Evt. Staubschutz -> geschlossen
Auswahl hier: http://tramon.de/
Harry

emsmaps
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Beitrag von emsmaps » 21 Okt 2007, 00:05

Nur liegen leider die meissten Modelle preislich nicht in dem Bereich was ich mir für meine 'unterste Schublade' vorgestellt hatte.

was ist denn davon zu halten:

http://www.auvito.de/massiver-hochwerti ... tails.html

preislich auf jeden Fall eins der günstigereren Modelle.

FJ

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bauks
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Beitrag von bauks » 21 Okt 2007, 01:41

Ich habe vor ca. 2 Jahren einen recht simplen aber optisch schicken 1er-Beweger via ebay für max. 40€ gekauft:
http://bauks.pytalhost.de/watch/div/auf ... eweger.JPG

Habe aber mit einem Widerstand die Drehgeschwindigkeit und damit die Lautstärke reduziert. Das Teil stört mich selbst im Schlafzimmer nicht...

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BluesMan
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Beitrag von BluesMan » 21 Okt 2007, 10:35

Wie wär's denn hiermit: http://www.stetefeld-design.de/uhrenbew ... -twin.html

Den besitze ich selbst und bin zufrieden. An einer Wochenzeitschaltuhr angeschlossen läuft er jetzt seit drei Jahren ununterbrochen ohne Probleme. Einmal war ein Plastikteil an der Spange abgebrochen, aber das ist mittlerweile aus Aluminium und ist mir von Fa. Stetefeld problemlos auf Kulanz ersetzt worden.

Einfach aber brauchbar.

Gruß,
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Thomas H. Ernst
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Re: Uhrenbeweger

Beitrag von Thomas H. Ernst » 21 Okt 2007, 11:51

emsmaps hat geschrieben:Welchen Uhrenbeweger habt ihr und warum. Suche ein guestiges und praktisches modell fuer die schublade und nicht zur selbstdarstellung. Vorschlage? worauf muss man achten?
Mal ganz abgesehen von optischen oder akustischen Anforderungen: Ich würde drauf achten dass der Beweger nicht stur eine halbe Stunde lang oder mehr im Kreis rum rödelt, das ist wenig schonend für das Federhaus.

Preislich sehr interessant ist z.B. dieses Modell:
Bild

Läuft sehr leise (ich hab 2 Stück im Büro direkt hinter mir stehen) und hat sehr gute Intervalle. Die Uhr wird ein paar Mal gedreht, dann ist Pause damit die Feder ain wenig ablaufen kann. Dann wird wieder gedreht wobei man die Richtugn bzw. Richtungswechsel natürlich vorwählen kann. Der Stromverbrauch ist sehr gering. Das Teil gibt gegen Aufpreis auch im Lederkleid, macht also auch optisch was her.

Rein vom Aspekt der Schonung gibt es nix Besseres als den da:
Bild

Der Sparta von Orbita dreht sich jeweils nur einmal um 360°, dann pendelt er dank Kugellager und Exzentergewicht bis zu 100m nach bis die Uhr zum Stillstand kommt. Dies ist sehr gut den realen Bewegungen beim Tragen nachempfunden, Wechselgetriebe werden auch aktiviert und durch die Pausen wird der Gleitzaum nicht ständig an der Rutschgrenze entlang manövriert.
Grüsse Thomas
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Beitrag von Siebengebirgler » 21 Okt 2007, 12:25

Moin zusammen!

Ich gestehe ja auch einen daheim stehen zu haben.

Teilweise aus optischen Gründen und teilweise da zu faul ne Mondphase neu einstellen zu müssen...........

Möchte bei der Gelegenheit aber auch an die alte Diskussion erinnern, dass das was sich bewegt ja nun auch verschleißt :shock: :lol: :?:

Bei mir kommen daher nur noch die häufiger getragenen Teile auf den Beweger und mein Sonntagsstück nicht.

Zu dem Teil von Auvito möchte ich anmerken, dass er wohl eher keine Anschaffung fürs Leben sein wird :wink:
Bei den preiswerten Bewegern hast häufig noch geraumer Zeit eine überraschende Geräuschentwicklung und und und.......

Dann lieber nen deutlich kleineren oder einen gebrauchten Beweger nehmen
Siebengebirgler

..das perlt aber auch wieder..

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BluesMan
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Re: Uhrenbeweger

Beitrag von BluesMan » 21 Okt 2007, 12:59

Thomas H. Ernst hat geschrieben:Mal ganz abgesehen von optischen oder akustischen Anforderungen: Ich würde drauf achten dass der Beweger nicht stur eine halbe Stunde lang oder mehr im Kreis rum rödelt, das ist wenig schonend für das Federhaus.

[...]

Der Sparta von Orbita dreht sich jeweils nur einmal um 360°, dann pendelt er dank Kugellager und Exzentergewicht bis zu 100m nach bis die Uhr zum Stillstand kommt. Dies ist sehr gut den realen Bewegungen beim Tragen nachempfunden, Wechselgetriebe werden auch aktiviert und durch die Pausen wird der Gleitzaum nicht ständig an der Rutschgrenze entlang manövriert.
Servus,

das leuchtet mir nicht ein. Wenn ich die Uhr in vollaufgezogenem Zustand auf den Beweger spanne und der läuft dann ein paar Stunden, ist es klar, daß die Feder im Federhaus durchrutscht. Dann läuft die Uhr beispielsweise 20h ab und dann wieder 4h aufgezogen. Idealerweise ist Bewegungsdauer und Ablaufdauer aufeinander abgestimmt, so daß immer nur so viel aufgezogen wird, wie zuvor auch abgelaufen ist. Da muß man eben ein wenig rechnen und Informationen über das Werk einholen, sowie die Umdrehungszahl des Bewegers kennen.

Warum soll es schädlicher sein, die Uhr langsam innerhalb von 4h aufzuziehen (zu lassen), als in einer Minute schnell von Hand? Warum ist es besser, wenn der Beweger alle paar Minuten für eine Minute läuft? Wenn ich die Uhr von Hand aufziehe, muß das Federhaus doch innerhalb kürzester Zeit viel mehr "wegstecken" als beim Aufzug über den Beweger. Und wer viel wechselt und keinen Beweger hat oder haben will, macht das doch fast täglich. Was sehe ich hier falsch?

Gruß,
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walter
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Re: Uhrenbeweger

Beitrag von walter » 21 Okt 2007, 13:05

Thomas H. Ernst hat geschrieben:
Preislich sehr interessant ist z.B. dieses Modell:
Bild
Den gibts jetzt auch mit einem "richtigen" Edelstahlgehäuse - war vorher Kunstoff in mattierter Optik.
Sieht edel aus und läuft gut, leise und sparsam.
Allerdings für die Schublade zu schade :wink:

Händler z.B. Domann in HH - absolut seriöse Abwicklung !
LG
Walter

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Thomas H. Ernst
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Re: Uhrenbeweger

Beitrag von Thomas H. Ernst » 21 Okt 2007, 13:59

BluesMan hat geschrieben:Warum soll es schädlicher sein, die Uhr langsam innerhalb von 4h aufzuziehen (zu lassen), als in einer Minute schnell von Hand?
Wer sagt das?
Warum ist es besser, wenn der Beweger alle paar Minuten für eine Minute läuft? Wenn ich die Uhr von Hand aufziehe, muß das Federhaus doch innerhalb kürzester Zeit viel mehr "wegstecken" als beim Aufzug über den Beweger. Und wer viel wechselt und keinen Beweger hat oder haben will, macht das doch fast täglich. Was sehe ich hier falsch?
Ein Beispiel:

Ich komm am Freitag Abend heim und will meine Werktags-Powerpoint-Karaoke-Toolwatch gegen die Weekend-Rumgammel-Möhre tauschen. Damit die Werktagsuhr am Montag noch bei Kräften ist, schnall ich sie gleich auf den Bewegern, Deckel drauf und vergessen.

So ein 7750 ist, wenn es sich nicht gerade um eine Ramschversion handelt, nach einem harten Bürotag wirklich bis zum Anschlag aufgezogen. Man kann das leicht überprüfen indem man mal dran dreht, der Gleitzaum rutscht sofort. Auch ein El Primero oder ein 3135 stehen zu diesem Zeitpunkt optimal im Futter.

Nun schnall ich das Teil auf einen Standardbeweger der erst mal 30 Minuten lang mit 360° Drehungen vollkommen sinnfrei den Gleitzaum und das gesamte Getrieb durchreisst, nur um dann nach ner Stunde oder so die selbe Prozedur zu wiederholen.

Das Resultat ist exakt was Hermann beschrieben hat, man erkennt diese Werk nach einiger Zeit an den vollkommen verschlissenen Komponenten. Dabei spielt es keine Rolle ob der Beweger 50,-, 500,- oder 5000,- Euro kostet.

Absolut genial ist nun der Sparte. Er macht exakt eine Umdrehung und beginnt dann das Pendeln. Diese schnell kleiner werdenden Amplituden simulieren viel perfekt das was die Uhr am Arm normalerweise erlebt: Der Rotor macht ständig winizige Bewegungen, das Wechselgetriebe kann dank Hysterese und erhöhtem Drehmomentbedarf von selbst mit den Aufziehen aufhören wenn es genug ist, der Rotor beliebt einfach stehen - genau wie am Arm. Kein Vergleich zu der 360° Vergewaltigung der das Werk sonst ausgesetzt ist.

Den Eilux-Beweger ordne ich unter "kleinstes Übel" ein, er macht sehr viele und sehr lange Pausen und dreht sich verhältnismässig langsam was sehr zur Schonung der Mechanik beiträgt.
Grüsse Thomas
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Beitrag von ducaticorse21 » 21 Okt 2007, 14:03

Ja ja Herr Ernst, das mit dem quoten üben wir aber nochmal... :mrgreen:
Gruß
Stefan
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> Ich bin wie ich bin.
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Konrad Adenauer

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Beitrag von Thomas H. Ernst » 21 Okt 2007, 14:04

ducaticorse21 hat geschrieben:Ja ja Herr Ernst, das mit dem quoten üben wir aber nochmal... :mrgreen:
Halt die Fresse! :mrgreen:
Grüsse Thomas
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Beitrag von ducaticorse21 » 21 Okt 2007, 14:07

Thomas H. Ernst hat geschrieben:
ducaticorse21 hat geschrieben:Ja ja Herr Ernst, das mit dem quoten üben wir aber nochmal... :mrgreen:
Halt die Fresse! :mrgreen:

Schönen Sonntag noch... 8) :lol: :lol:

Warste schon wählen...? :mrgreen:
Gruß
Stefan
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Re: Uhrenbeweger

Beitrag von viertelelf » 21 Okt 2007, 14:18

Thomas H. Ernst hat geschrieben: Absolut genial ist nun der Sparte. Er macht exakt eine Umdrehung und beginnt dann das Pendeln....
Grandioser Gedanke, wozu aber macht er am Anfang die volle Umdrehung?
Ist das um den Anlaufwiderstand in der Mechanik der Uhr zu überwinden?
Jürgen

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BluesMan
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Re: Uhrenbeweger

Beitrag von BluesMan » 21 Okt 2007, 14:23

Thomas H. Ernst hat geschrieben:
BluesMan hat geschrieben:Warum soll es schädlicher sein, die Uhr langsam innerhalb von 4h aufzuziehen (zu lassen), als in einer Minute schnell von Hand?
Wer sagt das?
So interpretierte ich folgenden Satz von Dir:
Thomas H. Ernst hat geschrieben:Ich würde drauf achten dass der Beweger nicht stur eine halbe Stunde lang oder mehr im Kreis rum rödelt, das ist wenig schonend für das Federhaus.
Ansonsten: Besten Dank für Erläuterungen!

Man bräuchte also einen Beweger, der, bevor er mit der Arbeit anfängt, erstmal auf eine noch zu erfindende Weise den Aufzugszustand der aufgespannten Uhr ermittelt, um dann entsprechende schonende Bewegungen auszuführen.

Oder eben nach alter Väter Sitte von Hand aufziehen... ;-)

Gruß,
8) BluesMan
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