Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

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indiana
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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von indiana » 15 Mai 2008, 09:18

So sehe ich es auch mit den guenstigen Ersatzteilkompomponenten
beim 1120er wenn denn dann mal was zu machen ist.

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HarryErr
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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von HarryErr » 15 Mai 2008, 10:36

Ups, bin leider sehr spät dran. Zunächst (wieder) einmal Danke für diesen spannenden Bericht und die Erläuterungen zu den Fotos.

Da ich begeisterter Laie bin ("das sind die Schlimmsten") hätte ich noch eine Nachfrage, Herrmann.

Walt Odet hat ja in seinem "Horologium" mal ein Caliber 3000 von Rolex auseinandergenommen und hat eigentlich kein gutes Haar daran gelassen:

http://www.timezone.com/library/horolog ... logium0036

Wenn mein Englisch mich nicht täuscht sagt er, dass es ziemlich grobschlächtig konzipiert sei und auch deutliche Verarbeitungsmängel aufweise. Es ging um die "Oyster Perpetual Explorer". Ist das nun ein "Ausreißer nach unten" hinsichtlich der Qualität der Rolex Caliber?

Zitat:
The contrast between the relatively good external appearance of the watch and the internal appearance is absolutely unparalled in my experience. I cannot think of another consumer product in which the gulf between the publicly perceived quality and the reality I saw is as broad as with the Explorer.

Danke für eine Meinung aus Uhrmachersicht.

Gruß, Harald

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Adonnam
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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von Adonnam » 15 Mai 2008, 10:39

CF hat geschrieben:....
die Schwächen der ETA hat Hermann ja deutlich gezeigt wie in Stiften nicht gut gelagerte Räder usw.
also Rolex ist da eine deutlich andere Welt und Qualität, das sieht doch jetzt wohl jeder.
...
Hy Christian,

ich denke Qualität steht für sich nie alleine, sondern immer in Bezug auf den Aufwand respektive in Bezug auf den Preis.
Und genau in dem Punkt (Preis-Leistung) sehe ich für mich Rolex nicht ganz so klar vor Omega.
Für mich stellt solch eine Diskussion mehr ein Glaubenskrieg dar. Von der Kernleistung her betrachtet, geben sich beide nix und sind sicher immer eine Empfehlung wert.
CF hat geschrieben:....
Also das, was ich ja immer sagte, außer ich war selbst verwirrt.
Macht nix, kommt in den besten Familien vor. :D

CF hat geschrieben:....
die alten Omega waren ja allesamt superb.
Trotzdem erfinder man jetzt die Kaliber neu, obwohl das Gute ja so nahe ist.
Das bedauere ich auch sehr und verstehe es aus Marketingsicht durchaus. Als Uhrenfreund würde ich es mir auch anders wünschen.

Viele Grüße

Adonnam

Antinoos
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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von Antinoos » 15 Mai 2008, 10:53

Erst mal auch aus meiner Sicht ein ganz, ganz superherzliches DANKE an Hermann für seinen wie immer suuuuperguten Bericht! :D
HarryErr hat geschrieben:Walt Odet hat ja in seinem "Horologium" mal ein Caliber 3000 von Rolex auseinandergenommen und hat eigentlich kein gutes Haar daran gelassen:

http://www.timezone.com/library/horolog ... logium0036

Wenn mein Englisch mich nicht täuscht sagt er, dass es ziemlich grobschlächtig konzipiert sei und auch deutliche Verarbeitungsmängel aufweise. Es ging um die "Oyster Perpetual Explorer". Ist das nun ein "Ausreißer nach unten" hinsichtlich der Qualität der Rolex Caliber?

Zitat:
The contrast between the relatively good external appearance of the watch and the internal appearance is absolutely unparalled in my experience. I cannot think of another consumer product in which the gulf between the publicly perceived quality and the reality I saw is as broad as with the Explorer.

Danke für eine Meinung aus Uhrmachersicht.

Gruß, Harald
Ohne der Angesprochene zu sein (bin auch nur "interessierter Laie", der Mechanik liebt, und deshalb aber trotzdem zumindest "so etwas" mitreden kann, was gute und schlechte Uhrmacherkunst ist), ist doch ganz klar: Der o.g. Artikel ist einfach von einem notorischen Rolex-Hasser geschrieben. Er krittelt an Dingen rum, die nicht funktional relevant sind (zumindest nicht aus meiner Sicht als "interessierter Laie").

Fakt ist:

a) Ich mag zwar persönlich das Design der Rolexe nicht - aber deren Werke SIND top. Ist so. Keine Frage.
b) Dennoch sind es keine Manufakturkaliber, sondern Maschinenproduktiion - "nur" eben auf höchstem Qualitätsniveau. :!:

c) Kann dem Autor des Horologium-Artikels mal einer einen Chinaböller "zur kritischen Analyse" schenken...?! Und danach dann nochmal eine Rolex. Danke! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

-Antinoos

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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von Reiker » 15 Mai 2008, 11:05

HarryErr hat geschrieben:Ups, bin leider sehr spät dran. Zunächst (wieder) einmal Danke für diesen spannenden Bericht und die Erläuterungen zu den Fotos.

Da ich begeisterter Laie bin ("das sind die Schlimmsten") hätte ich noch eine Nachfrage, Herrmann.

Walt Odet hat ja in seinem "Horologium" mal ein Caliber 3000 von Rolex auseinandergenommen und hat eigentlich kein gutes Haar daran gelassen:

http://www.timezone.com/library/horolog ... logium0036

Wenn mein Englisch mich nicht täuscht sagt er, dass es ziemlich grobschlächtig konzipiert sei und auch deutliche Verarbeitungsmängel aufweise. Es ging um die "Oyster Perpetual Explorer". Ist das nun ein "Ausreißer nach unten" hinsichtlich der Qualität der Rolex Caliber?

Zitat:
The contrast between the relatively good external appearance of the watch and the internal appearance is absolutely unparalled in my experience. I cannot think of another consumer product in which the gulf between the publicly perceived quality and the reality I saw is as broad as with the Explorer.

Danke für eine Meinung aus Uhrmachersicht.

Gruß, Harald
Beschrieben wird dort das Kaliber 3000, und nicht das 3135/85, von dem Hermann schreibt.

Bitte berichtigen wenn dies nicht stimmen sollte.

The Explorer houses a Rolex caliber 3000, a 12.5 ligne (28.5 millimeter) 5.8 millimeter thick, 27 jewel, 28,8000 BPH automatic. Although the movement is largely conventional in design, there are a few unusual design features.


:D
Gruß Karl

CF
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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von CF » 15 Mai 2008, 11:18

ich weiß ja, dass die Vorteile nicht so praxisrelevant sind.
Bei Omega hat man klar den Vorteil, dass es eben auch gut funktioniert und die Ersatzteile ja über Jahrzehnte gewähleistet sind.
Also beides ist ja schon in Ordnung.
Und klar, Rolex hatte einfach das Glück des Tüchtigen.

Bin ja auch mit den Gangergebnissen aller ETA's sehr zufrieden. :D

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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von playman205 » 15 Mai 2008, 11:31

Reiker hat geschrieben:Beschrieben wird dort das Kaliber 3000, und nicht das 3135/85, von dem Hermann schreibt.

Bitte berichtigen wenn dies nicht stimmen sollte.

The Explorer houses a Rolex caliber 3000, a 12.5 ligne (28.5 millimeter) 5.8 millimeter thick, 27 jewel, 28,8000 BPH automatic. Although the movement is largely conventional in design, there are a few unusual design features.
Völlig richtig, da ging es um das ältere Kaliber 3000. Der Artikel hat damals hohe Wellen geschlagen, insbesondere bei den Rolex-Fans, und der gute Walt Odets wurde offenbar mächtig angegangen. Man hat bei Timezone dann ein bißchen zu relativieren versucht, indem man kommentierte, dass Odets als hochkarätiger Uhrenfreak an Highend à la PP, AP und Lange "gewöhnt" sei und ein solches Massenkaliber wie das Rolex-Teil eben mit den Maßstäben an Finissage und Verarbeitung aus dieser Ecke beurteile. Im übrigen hat auch Odets dem 3000 gute Gangwerte bescheinigt. Er hat sich nur gewundert, wie es angesichts dieser Verarbeitung dazu kommen konnte. :wink:

In jedem Fall hat das 3135/85 damit nichts zu tun.

Holger
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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von Reiker » 15 Mai 2008, 11:37

Das 3000 wurde verbaut in der AK., Sub. und EX. und wurde 2000 durch das 3130 ersetzt.

Bitte wieder berichtigen, wenns nicht stimmen sollte.. :oops:

:wink: :wink:
Gruß Karl

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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von hermann » 15 Mai 2008, 12:34

HarryErr hat geschrieben:
Da ich begeisterter Laie bin ("das sind die Schlimmsten") hätte ich noch eine Nachfrage, Herrmann.

Walt Odet hat ja in seinem "Horologium" mal ein Caliber 3000 von Rolex auseinandergenommen und hat eigentlich kein gutes Haar daran gelassen:

http://www.timezone.com/library/horolog ... logium0036
Ich kenne den Artikel auch.
Mit wenigen Worten - viel Lärm um nichts! :wink:

Mit dieser Vergrößerung kann man ja schon fast die Pantoffeltierchen sehen! :lol:
Die meisten seiner Kritikpunkte betreffen Schlifffehler und winzig kleine Macken. Bis auf den leicht defekten Lagerstein hätte ich da nichts zu kritisieren.

Wer schon einmal einen Bauteil oder Werkstück aus Gründen der Dekoration geschliffen oder poliert hat weiss, das schon die kleinste Unreinheit zu Fehlern führen kann.

Es gibt natürlich andere Hersteller die noch besser polieren und noch schöner schleifen, aber eben nicht viele in dieser Preisklasse.
Das Rolex (und auch alle anderen die dies tun) z.B. seine Werke auch dort dekoriert wo sonst nur der Uhrmacher Zugang hat, imponiert mir persönlich sehr.

Außerdem ist dies nur ein Werk unter 100.000enden.
Man müsste mindestens bei einigen mehr diese Fotos machen um eine allgemeine Meinung zur Qualität dieser Serie abgeben zu können.

Gruß hermann
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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von SFG » 15 Mai 2008, 12:58

@ Hermann

Hallo, als Bastler hätte ich mal eine allgemeine Frage an den Profi...:

Wie reinigst Du die Unruhe ? -Legst Du sie komplett mit Feder und kloben ins Ultraschallbad?
Und falls ja, wie verhinderst Du das die Feder dabei Schaden nimmt?

Gruß Steffen
Eine schöne Uhr muss keinen materiellen Wert besitzen ;-)

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HarryErr
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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von HarryErr » 15 Mai 2008, 13:17

hermann hat geschrieben:Ich kenne den Artikel auch.
Mit wenigen Worten - viel Lärm um nichts! :wink:

Gruß hermann
Danke Hermann und Danke an alle. Jetzt weiß ich den o.g. Bericht von W.Odet einzuordnen. Hatte mich auch ein wenig über die Fokussierung auf das Finishing gewundert. Ich war mir nur nicht im klaren ob vielleicht das "Caliber 3000" eine Verallgemeinerung für alle Caliber 3xxx sein sollte. Dies ist also nicht der Fall, wie ich gelernt habe.

Gruß, Harald

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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von playman205 » 15 Mai 2008, 13:42

hermann hat geschrieben:Mit dieser Vergrößerung kann man ja schon fast die Pantoffeltierchen sehen! :lol:
Die meisten seiner Kritikpunkte betreffen Schlifffehler und winzig kleine Macken. Bis auf den leicht defekten Lagerstein hätte ich da nichts zu kritisieren.

Wer schon einmal einen Bauteil oder Werkstück aus Gründen der Dekoration geschliffen oder poliert hat weiss, das schon die kleinste Unreinheit zu Fehlern führen kann.
Na, so pauschal würde ich das nun auch nicht sehen. Ich glaube, an dieser Stelle scheiden sich Uhrmacher und Uhrenliebhaber (wobei ich Dir letzteres nicht absprechen möchte :wink:). Der Uhrmacher konzentriert sich als Konsequenz seiner Tätigkeit im Wesentlichen darauf, dass das Werk in einem Zustand ist, in dem es zum Zeitpunkt der Observation funktional vernünftig läuft, d.h. zu diesem Zeitpunkt in der Lage ist, gute Gangwerte zu produzieren. Der Uhrenliebhaber möchte für das Riesengeld, das er bezahlt, natürlich darüber hinaus auch kunsthandwerkliche Höchstleistung im Detail sehen (und zwar nicht nur am Werk, aber jetzt reden wir ja nun mal darüber). Die mechanische Uhr bezieht ja ihre Daseinsberechtigung neben der puren Funktion (die natürlich relativ in ihrer Gruppe auch wichtig ist, aber von Quarzuhren viel besser und billiger ausgefüllt werden kann) genau von althergebrachter Außergewöhnlichkeit in dieser Hinsicht. Und vom Werk-Finish her finde ich als Laie (Du hast da vielleicht vom Werktisch andere Erfahrungen) z.B. aktuelle Zenith und JLC in ähnlicher Preisklasse wesentlich besser.

Holger
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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von hermann » 15 Mai 2008, 14:29

SFG hat geschrieben:@ Hermann

Hallo, als Bastler hätte ich mal eine allgemeine Frage an den Profi...:

Wie reinigst Du die Unruhe ? -Legst Du sie komplett mit Feder und kloben ins Ultraschallbad?
Und falls ja, wie verhinderst Du das die Feder dabei Schaden nimmt?

Gruß Steffen
In den Ultraschall kommen bei mir nur Band und Gehäuse.

Die Unruh baue ich (ohne Lagersteine) wieder in das Werk. Dort ist sie während der Reinigung (Elma Super-Automat - Wirbelstromverfahren) am besten aufgehoben.

@playman205

Bei dieser Vergrößerung findest Du wahrscheinlich bei jedem Werk einige Haare in der Suppe. Gerade die Werkteile werden ja nicht mit Samthandschuhen in der Fabrik herumgetragen.

Weil Du JlC erwähnst...
Aktuell hatte ich eine 10 Jahre alte Memovox/Mastercontrol zum Service.
Wunderschön dekoriert auf der einen Seite, eher nackig und grob unter dem Zifferblatt. :wink:
Das konnte man bei JlC in den 50ern (K825) besser.

Gruß hermann
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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von playman205 » 15 Mai 2008, 14:53

hermann hat geschrieben:Bei dieser Vergrößerung findest Du wahrscheinlich bei jedem Werk einige Haare in der Suppe. Gerade die Werkteile werden ja nicht mit Samthandschuhen in der Fabrik herumgetragen.
Mag sein, aber der gute Odets hat ja noch eine ganze Reihe anderer Werke zerlegt und mit seinem Elektronenmikroskop :wink: fotografiert. Und die sahen schon ganz anders aus als das Rolex-Werk. Zugegebenerweise war das meistens PP, AP und Lange, die ich in diesem Zusammenhang aus Fairness-Gründen nicht betrachten will, aber dabei war auch das JLC-Handaufzugswerk aus der Ultra Thin (849?).
hermann hat geschrieben:Weil Du JlC erwähnst...
Aktuell hatte ich eine 10 Jahre alte Memovox/Mastercontrol zum Service.
Wunderschön dekoriert auf der einen Seite, eher nackig und grob unter dem Zifferblatt. :wink:
Das konnte man bei JlC in den 50ern (K825) besser.
Damit hast Du mich natürlich. :wink: Die Zifferblattseite sieht natürlich von uns kaum einer mal. Finde ich in diesem Fall ganz klar eine schwache Leistung. Bei 'nem dekorierten 2824 würde ich das ja durchgehen lassen, da erwartet man es einfach nicht, aber bei JLC sollte das zum Standard gehören.

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StillerLeser
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Re: Reparaturbericht Rolex GMT-Master II

Beitrag von StillerLeser » 15 Mai 2008, 16:18

playman205 hat geschrieben:Der Uhrenliebhaber möchte für das Riesengeld, das er bezahlt, natürlich darüber hinaus auch kunsthandwerkliche Höchstleistung im Detail sehen (und zwar nicht nur am Werk, aber jetzt reden wir ja nun mal darüber). Die mechanische Uhr bezieht ja ihre Daseinsberechtigung neben der puren Funktion (die natürlich relativ in ihrer Gruppe auch wichtig ist, aber von Quarzuhren viel besser und billiger ausgefüllt werden kann) genau von althergebrachter Außergewöhnlichkeit in dieser Hinsicht. Und vom Werk-Finish her finde ich als Laie (Du hast da vielleicht vom Werktisch andere Erfahrungen) z.B. aktuelle Zenith und JLC in ähnlicher Preisklasse wesentlich besser.
Könntest Du ein wenig mehr zu Deinen Vorstellungen von kunsthandwerklichen Höchstleistungen bei einer Uhr aus aktueller Produktion erzählen?

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