Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

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McDV
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von McDV » 29 Sep 2008, 10:12

Thomas H. Ernst hat geschrieben:
McDV hat geschrieben:Echt?! Welches ist das denn und wird das immer noch verbaut? Breitling verbaut doch nur Superquartz und ich dachte bisher immer, das wären alles 32 kHz-Schwinger mit Thermokompensation...
Erstmal zur Richtigstellung: Die SuperQuartz (TM) Technologie die ETA heute anbietet ist eine Entwicklung von Elektronik-Ingenieur Ernest Schneider aka Chef von Breitling. Er hat mit ETA einen Deal gemacht: Sie produzieren die Werke, er liefert die Technologie. Was da dann monetär noch so über die Bühne geht entzieht sich der Öffentlichkeit.

Langer Rede kurzer Sinn: Er kann nachrüsten und umbauen was er möchte und wie er es möchte. Soweit ich weiss, enthält zumindestens diese Fliegeruhr mit dem Notfallsender einen Megahertz-Quarz.
Das ist ja mal sehr interessant! Dann wird sich Bretling inzwischen ja möglicherweise ärgern, dass sie die Werke nicht selbst bauen. Bei den Problemen, die es mit der ETA bzgl. der mechanischen gibt...

Viele Grüße
McDV

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Ralf
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Ralf » 29 Sep 2008, 11:56

McDV hat geschrieben: Das ist ja mal sehr interessant! Dann wird sich Bretling inzwischen ja möglicherweise ärgern, dass sie die Werke nicht selbst bauen.
Weist Du was eine Fertigungsstrasse für bleifreie SMD-Platine kostet, vom Bestückungsautomat bist zum Kombitester?

Das ist ein 7-stelliger Betrag, eher in Richtung 8-stellig. Ein erfahrenes Team braucht einige Wochen, um sie in Betrieb zu nehmen, eine Erstinbetriebnahme mit neuem Personal eher ein halbes Jahr, also auch noch mal so eine runde Million Euro. Breitling hätte einen gigantischen Sockenschuss, wenn sie sich das bei der Stückzahl antun würden, da könnten sie das Geld gleich verbrennen, wäre weniger Stress.
Man liest sich!

Ralf

CF
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von CF » 29 Sep 2008, 19:34

welche Probleme hat denn ETA mit den mechanischen??
Das mußt Du mal näher erläutern. Klar sind es keine Rolex werke, doch sehr gut funktionierende tüchtige Werke sind es allemal

McDV
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von McDV » 29 Sep 2008, 20:10

Das Problem sind nicht die ETA-Werke an sich, die sind sicherlich sehr gut. Aber vor ein paar Jahren hat ETA die Lieferungen der Werke doch (aus marktstrategischen Gründen) stark eingeschränkt und zunächst wohl keine "Bausätze" mehr, sondern nur noch komplette Werke geliefert, die Breitling dann erstmal wieder zerlegen musste. Zusätzlich hat ETA die Stückzahlen immer weiter reduziert.
Das ist ja der Grund, warum Breitling jetzt selbst die (ETA) Werke baut - die natürlich nicht ETA heißen, aber baugleich sind.

Das ist das, was ich meinte mit dem bereuen. Wir kennen zwar die Verträge zwischen Breitling und ETA nicht, wenn Breitling clever war, darf ETA die Thermoline nur bauen und selbst verkaufen, wenn sie sie auch für Breitling bauen. Ansonsten wäre es ja ein Reinfall, wenn ETA plötzlich keine Superquartz-Werke mehr für Breitling bauen würde, aber trotzdem selbst noch die Thermoline verkaufen würde. Immerhin profitiert davon ja auch Breitlings Konkurrenz - es gibt ja noch andere Hersteller, die ETA-Thermoline-Werke verbauen!

Als Hintergrund sei vielleicht noch erwähnt (falls es nicht jeder weiß), dass ETA genauso wie Omega etc. zur Swatch-Group gehört. Da ist es verständlich, dass die Swatch-Group nicht viel Interesse daran hat, Breitling zu unterstützen, wenn sie doch viel lieber Omegas verkaufen wollen. ;)

Viele Grüße
McDV

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Thomas H. Ernst » 29 Sep 2008, 23:13

McDV hat geschrieben:Aber vor ein paar Jahren hat ETA die Lieferungen der Werke doch (aus marktstrategischen Gründen) stark eingeschränkt und zunächst wohl keine "Bausätze" mehr, sondern nur noch komplette Werke geliefert, die Breitling dann erstmal wieder zerlegen musste.


Breitling muss garnix zerlegen. Sie haben, wie die meisten anderen Premium-Hersteller, Verträge bis 2010. Bis dahin werden sie die Fertigung komplett selbst übernehmen, das 7750 gehört ja bereits jetzt dazu.
Zusätzlich hat ETA die Stückzahlen immer weiter reduziert.
Sagt wer?
Grüsse Thomas
Euer Board-Admin

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von McDV » 30 Sep 2008, 10:17

Thomas H. Ernst, falls Du es nicht selbst merkst, Du nervst! Wenn Du es doch alles so genau weißt, warum hast Du CF die Frage dann nicht direkt beantwortet und stattdessen wieder meine Antwort auseinandergenommen?!
Wir wissen doch schon alle, dass Du hier einer der Gurus bist und viel weißt, das musst Du uns nicht demonstrieren. Aber dann setz das doch bitte sinnvoll ein, indem Du von Dir aus was schreibst. Zumindest in diesem Thread bestand Deine Aktivität aber lediglich darin, anderen (meistens mir, außer auf der ersten Seite) zu zeigen, wie dumm sie sind (und das gehört bestimmt nicht zu den Aufgaben eines Mods)! Man kann falsche oder zweifelhafte Aussagen auch dezent korrigieren, ohne anderen Leuten andauernd vor den Kopf zu stoßen.

Wenn dumme Leute hier nicht willkommen sind, dann sagt das doch und macht am besten einen "Einstellungstest", bei dem man erst ein fundiertes Uhrenwissen vorweisen muss, um dann hier Mitglied werden zu können!

Zu Deiner Frage "Sagt wer": Ich habe das in irgendeinem Forum gelesen - ich glaube WatchLounge. Aber das hat wahrscheinlich einfach nur wieder irgendwer geschrieben, der genauso dumm war wie ich danach mit seiner Fehlinfo.

Also, meinst Du wir können in Zukunft besser klarkommen? ;)

Viele Grüße
McDV

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Thomas H. Ernst » 30 Sep 2008, 14:21

McDV hat geschrieben:Also, meinst Du wir können in Zukunft besser klarkommen? ;)
Nur mal so am Rande: Ich muss mit niemandem klarkommen, das ist hier ein reines Hobby und kein Lebensunterhalt.

Du hingegen solltest Deine Erwartungen an ein solches Forum allerdings mal überdenken. Wenn man Gerüchte als Tatsachen-Behauptungen hinstellt (Z.B.: Zusätzlich hat ETA die Stückzahlen immer weiter reduziert.) dann muss ich aus juristischen Gründen schon reagieren. Du hättest ja auch schreiben können: "Ich habe in einem anderen Forum gelesen, dass ...".

Wer Glauben als Wissen verkauft, sollte sich nicht beschweren wenn korrigiert wird. Ist doch besser was zu lernen als sich vielleicht irgendwann mal zu blamieren, oder? :wink:
Grüsse Thomas
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von McDV » 30 Sep 2008, 14:53

Thomas H. Ernst hat geschrieben:[...]dann muss ich aus juristischen Gründen schon reagieren. Du hättest ja auch schreiben können: "Ich habe in einem anderen Forum gelesen, dass ...".
Lustig, was viele Informatiker für juristische Vorstellungen haben... Sieht man immer wieder in allen möglichen Foren... Du MUSST überhaupt nicht eingreifen, da gibt es keine juristischen Gründe, die Dich dazu zwingen. Wenn, dann hätten die von der Tatsachenbehauptung Betroffenen (also ETA und Breitling) einen Unterlassunganspruch gegen mich und könnten ggf. vom Forumbetreiber die Löschung der Behauptung verlangen. Dafür müssten sie aber erstmal belegen, dass die Behauptung falsch ist - und das fänden wir alle sicher gut, weil sie dann Fakten offenlegen müssten. ;)

Also Du kannst ja gerne viel erzählen, aber wenn Du von mir verlangst, dass ich nur Dinge schreibe, mit denen ich mich richtig auskenne, dann schreib Du auch nicht irgendwelche juristischen Halbwahrheiten, die so nicht stimmen. Damit kenne ich mich nämlich zufällig ein bisschen aus. ;)

MfG
McDV

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Johannes Fend » 30 Sep 2008, 15:55

McDV hat geschrieben: Du MUSST überhaupt nicht eingreifen, da gibt es keine juristischen Gründe, die Dich dazu zwingen.
Ob nun juristisch oder nicht interessiert doch niemand.
Wenn hier jeder irgendeinen Brösel reinschreibt und niemand korrigiert, dann wäre das Niveau doch binnen kürzester Zeit im Keller - oder anders gesagt: Dann muss ich hier nichts mehr nachlesen, sondern kann gleich den nächsten herumstehenden auf der Strasse fragen :?: :?: :?:

Gruss Johannes

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Axel66 » 30 Sep 2008, 16:02

McDV hat geschrieben:...
Lustig, was viele Informatiker für juristische Vorstellungen haben...
Wenn man so etwas liest, wird man entsprechend vorsichtig:
http://www.heise.de/ct/07/11/052/
(im Speziellen der Abschnitt "Konkrete Distanzierung ist Pflicht")

Selbst wenn das Urteil in der Zwischenzeit revidiert sein sollte, könnte in einem konkreten Fall ja auch wieder so entschieden werden.

Gruß,

Axel

royfocke
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von royfocke » 30 Sep 2008, 16:03

Um mal wieder zum Thema zurück zu kommen:

Es ist meines Eindruckes nach ja wohl weniger der Fall dass die ETA Lieferungen reduziert hat sondern eher die Nachfrage nach mechanischen Uhren rapide gestiegen ist und entsprechend viele Werke gebraucht werden die die ETA in der großen Zahl nicht zu liefern schafft...

Um mich nochmal juristisch abzusichern: Das ist mein persönlicher Eindruck und hat keinen Anspruch auf Korrektheit! :mrgreen:


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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Ralf » 30 Sep 2008, 17:02

McDV hat geschrieben:Thomas H. Ernst, falls Du es nicht selbst merkst, Du nervst!
Was Thomas alles geschrieben hat kann ja jeder problemlos nachlesen, sag ich jetzt nicht viel dazu.

Nur, was erwartest Du?
McDV hat geschrieben:Man kann falsche oder zweifelhafte Aussagen auch dezent korrigieren, ohne anderen Leuten andauernd vor den Kopf zu stoßen.
Meinst Du mit "dezent", so, wie Du gerade hier vorgehst?
Thomas H. Ernst hat geschrieben:
McDV hat geschrieben: Zusätzlich hat ETA die Stückzahlen immer weiter reduziert.
Sagt wer?
Wieviel dezenter soll den noch der Hinweis erfolgen, dass diese Behauptung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit falsch ist, als mit der Frage nach der Quelle der Information? Von uns hat keiner behaupte, er wisse die genauen Stückzahlen, die bei ETA produziert werden. Die Zahlen werden nicht veröffentlicht, nur alle uns zugänglichen Quellen deuten darauf hin, dass produziert wird wie schon lange nicht mehr. In der Nachfrage steckt, dass Thomas nicht einfach ausschliesst, dass er sich irrt (und wir auch). Möglichweise hättest Du du ja ein gute Quelle gehabt und Informationen, die Deine Aussage belegten. Und solange wir "nur" der Meinung sind, dass die Stückzahlen bei ETA nicht reduziert wurden, stellen wir das nicht als Tatsachenbehauptung hin.
McDV hat geschrieben:Wenn Du es doch alles so genau weißt, warum hast Du CF die Frage dann nicht direkt beantwortet ...
Weil CF Antworten sowieso ignoriert, sobald sie ihm nicht gefallen und es so besser ist. Eigentlich haben Teilnehmer mit über 100 Beiträgen normalerweise schon kapiert, was CF hier darstellt.
McDV hat geschrieben:... und stattdessen wieder meine Antwort auseinandergenommen?!
Weil Deine Antwort wieder falsch war.

Noch mal die Frage:
Was erwartest Du?
Antwort 1: "Danke für Deine tolle Antwort, Klasse, aber es tut mir so leid, sie ist aber bedauerlicherweise überhaupt nicht richtig. Ende."
oder Antwort 2: "Falsch, weil es ist so und so."
Und vor allem dann, wenn in der Antwort mit falschen (mir fällt einfach kein zutreffenderes Wort ein) Tatsachenbehauptungen argumentiert wurde. Beispiel gefällig:
McDV hat geschrieben:Fragt sich nur, warum Breitling dann 15 Sekunden pro Jahr angibt. Allerdings darf man ja nicht vergessen, dass das eine Angabe für die Ganggenauigkeit ist - nicht für den Gang - und sich eigentlich auf den Tag bezieht und nur hochgerechnet, was eine Ganggenauigkeit von 0,04 Sekunden pro Tag bedeutet. Aber mit einer Gangschwankung von maximal 0,04 Sekunden am Tag sollte eine Regulierung auf ca. 1 Sekunde im Jahr doch sicherlich möglich sein.
Das ist so grottenfalsch, da schüttelt man nur noch den Kopf. Ab "Allerdings ..." stimmt da nichts mehr. 15 Sekunden pro Jahr Ganggenauigkeit (Angabe Breitling ohne jegliche Nennung der Referenzbedingungen!) wären umgerechnet rund 0,8 Sekunden pro Tag (= Wurzel aus {15² / 365}), Ganggenauigkeit ist ein zufälliger Fehler und der addiert sich statistisch, nicht arithmetisch. Nur man will Dich ja eigentlich nicht nur vor den Kopf stossen und erklärt erst mal die einfachen Sachen: Die möglichen Auflösung der Gangregulierung hat nichts mit der Ganggenauigkeit zu tun. Thomas hat geschrieben, was an Auflösung möglich ist.

Und was kommt als Antwort von Dir?
McDV hat geschrieben:Das mag sein, aber woher soll der Normalverbraucher wissen, wie das nun genau funktioniert

Es warst aber Du, der die Formulierung "... sicherlich ..." benutz hatte!
Wenn Du es als Normalverbraucher nicht wissen kannst (und auch nicht wissen musst), wieso kommst Du dann dazu, zu als >sicherlich< zu verkünden? Auch bei der Umrechnung von s/a in s/d schreibst Du Falsches mit
absoluter Selbstsicherheit, ohne auch nur ansatzweise Dich selber zu hinterfragen, ob Deine Annahme falsch sein könnte.

Wenn wir Thomas als Masstab einer Nerv-Skala mal auf 100% setzen, was glaubst Du, wo Du auf der Skala nach Ansicht der Teilnehmer landest, mit dem, was du hier gerade so machst?
Man liest sich!

Ralf

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Barfly » 30 Sep 2008, 17:23

McDV hat geschrieben: Wenn dumme Leute hier nicht willkommen sind, dann sagt das doch und macht am besten einen "Einstellungstest", bei dem man erst ein fundiertes Uhrenwissen vorweisen muss, um dann hier Mitglied werden zu können!
Dafür gibts doch ....
McDV hat geschrieben: ich glaube WatchLounge
:mrgreen: :mrgreen:







*duckundweg*

















:whistling: :mrgreen:

Also ich finde es als Mitleser vollkommen i.O. wenn irgendjemand die Halbwahrheiten eines Anderen wieder ins rechte Licht rückt. Gerade da merkt man doch WO man ist: in einem Forum mit echten Experten und nicht nur irgendwelchen Dummschwätzern (ich meine Dich jetzt nicht) wo eine Horde von Ja-Sagern ihre Hüpfsmilies drunter setzen und alles unüberlegt in ihrem Geist übernehmen .....

Also geh mal ein Schritt zurück, atme tief durch und lese Dir mal alles gut durch .... :wink:

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von McDV » 30 Sep 2008, 17:46

ralf hat geschrieben:
McDV hat geschrieben: Fragt sich nur, warum Breitling dann 15 Sekunden pro Jahr angibt. Allerdings darf man ja nicht vergessen, dass das eine Angabe für die Ganggenauigkeit ist - nicht für den Gang - und sich eigentlich auf den Tag bezieht und nur hochgerechnet, was eine Ganggenauigkeit von 0,04 Sekunden pro Tag bedeutet. Aber mit einer Gangschwankung von maximal 0,04 Sekunden am Tag sollte eine Regulierung auf ca. 1 Sekunde im Jahr doch sicherlich möglich sein.
Das ist so grottenfalsch, da schüttelt man nur noch den Kopf. Ab "Allerdings ..." stimmt da nichts mehr. 15 Sekunden pro Jahr Ganggenauigkeit (Angabe Breitling ohne jegliche Nennung der Referenzbedingungen!) wären umgerechnet rund 0,8 Sekunden pro Tag (= Wurzel aus {15² / 365}), Ganggenauigkeit ist ein zufälliger Fehler und der addiert sich statistisch, nicht arithmetisch. Nur man will Dich ja eigentlich nicht nur vor den Kopf stossen und erklärt erst mal die einfachen Sachen: Die möglichen Auflösung der Gangregulierung hat nichts mit der Ganggenauigkeit zu tun. Thomas hat geschrieben, was an Auflösung möglich ist.
für so falsch halte ich das nicht. Die COSC erwartet für Quarz-Chronometer doch eine Ganggenauigkeit von +/- 0,07 Sekunden pro Tag. Wenn ich das richtig sehe, ist das keine Gang-Angabe, sondern nur eine Angabe zur Ganggenauigkeit, oder? 0,07 * 365 = 25,55 Das ist genau der Wert, der so gerne als COSC-Bedingung für die jährliche Abweichung angegeben wird (wenn ich mich nicht irre sogar von Breitling). Natürlich muss eine Uhr, die eine Ganggenauigkeit von 0,14 Sekunden hat nicht 25 Sekunden Gang im Jahr haben, das ist mir sehrwohl klar, dass das wesentlich mehr oder weniger sein kann. Insofern verstehe ich den Wert von 25 Sekunden bzw. 15 Sekunden einfach nur als Veranschaulichung - weil man es sich halt besser vorstellen kann als 0,07 Sekunden pro Tag. ;)

Sollten die 0,07 Sekunden doch eine Gang-Angabe sein - OK, auch gut. Dann wüsste ich aber gerne mal, wie das denn so mit der Ganggenauigkeit bei den Superquartzen aussieht! :)

Viele Grüße
McDV

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Ralf » 30 Sep 2008, 18:15

McDV hat geschrieben:
ralf hat geschrieben:...
Das ist so grottenfalsch, da schüttelt man nur noch den Kopf. ...
für so falsch halte ich das nicht. Die COSC erwartet für Quarz-Chronometer doch eine Ganggenauigkeit von +/- 0,07 Sekunden pro Tag.
Also langsam weiss ich nicht mehr, was ich noch schreiben soll.

Das ist falsch.

Bild
Quelle: http://www.cosc.ch

>Average Daily Rate< ist >Mittlerer Täglicher Gang<, keine Ganggenauigkeit.

>Rate Stability< ist >Ganggenauigkeit<,
allerdings als Standardabweichung (!!!) spezifiziert:

Wurzel aus {der Summe der Quadrate der Differenz (Mittlerer täglicher Gang - jeweiligen täglicher Gang)
durch (Anzahl der täglichen Gänge - 1*) }

  • (* die -1 wäre statistisch richtig, ob sie es tatsächlich als Stichprobe rechnen und nicht als Standardabweichung der Gesamtheit (ohne - 1) habe ich nicht erfahren können)
Da kein getragene Uhr permanent 23°C hat dürfte die Werte MT8 und MT38 deutlich praxisnäher sein.

McDV hat geschrieben: Wenn ich das richtig sehe, ....
Man soll sich ja schon über einen kleine Fortschritt freuen :)
Man liest sich!

Ralf

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