Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

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McDV
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Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von McDV » 07 Sep 2008, 20:14

Hi allerseits! :)

Da ich nun in den nächsten Tagen eine bekomme, interessieren mich mal eure Erfahrungen in Sachen Genauigkeit des Superquarz-Werks!
Breitling selbst gibt ja 15 Sekunden/Jahr an, andere meinen, dass man auch Glück haben kann und sie mit 5 Sekunden läuft. Wieder andere reden davon, dass sie die 15 Sekunden nicht schafft...

Bald werde ich es zwar vielleicht selbst herausfinden können (wobei das ja nicht so schnell geht wie bei einer mechanischen Uhr, wo ja ein paar Tage reichen ;) ), aber vielleicht haben ja ein paar von euch schon Erfahrungen! :)

Bin gespannt!
Viele Grüße
McDV

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AlexH
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von AlexH » 09 Sep 2008, 15:32

Ich hab die genauen Daten nicht im Kopf, aber es handelt sich ja um nen Quarz-Chronometer. Da dürfte Abweichung so ca. 1 Sekunde im Monat betragen (wenn überhaupt).
Auf jeden Fall sehr an der Funkuhr.

Gruß
Alex
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Die kennen das Wort gar nicht.

c by Grantler

McDV
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von McDV » 09 Sep 2008, 15:55

Hi, danke für Deine Antwort! :)

Ja, laut Breitling liegt die Abweichung bei maximal 15 Sekunden im Jahr, also 1,25 Sekunden pro Monat.
ETA selbst gibt die Thermoline aber mit nur 10 Sekunden pro Jahr an, demnach unter einer Sekunde im Monat. Nur warum Breitling mehr angibt, weiß keiner so genau. Vielleicht einfach zur Sicherheit - immerhin darf ja sogar ein Quarz-Chronometer noch 25 Sekunden pro Jahr an Abweichung haben.

Und genau wegen dieser doch sehr unterschiedlichen Angaben, würden mich einfach mal die praktischen Erfahrungen interessieren - vorausgesetzt, jemand von euch hat welche. ;)

Viele Grüße
McDV

Johannes Fend
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Johannes Fend » 09 Sep 2008, 16:33

Ich habe keine...
Vielleicht gibt Breitling deshalb eine grössere Toleranz an, weil (fairerweise) berücksichtigt werden muss, dass die Batteriespannung nach einiger Zeit etwas nachlässt?

Gruss Johannes

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Ralf » 09 Sep 2008, 17:23

McDV hat geschrieben:Hi, danke für Deine Antwort! :)

Ja, laut Breitling liegt die Abweichung bei maximal 15 Sekunden im Jahr, also 1,25 Sekunden pro Monat.
ETA selbst gibt die Thermoline aber mit nur 10 Sekunden pro Jahr an, demnach unter einer Sekunde im Monat. ...
ETA Angaben haben üblicherweise einen ganz netten Haken im Kleingedruckten:
Die Grenzwerte sind eine Frage der Auslegung: 95% der in einer Lieferung enthaltenen Stücke müssen innerhalb der angegebenen Limiten liegen.
Würde mich nicht wundern, wenn das auch bei den Quartzwerken so wäre.
Man liest sich!

Ralf

McDV
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von McDV » 09 Sep 2008, 17:32

@ Ralf:
:lol: Soll das ein Aprilscherz von ETA sein?!? :angry: Solch Angaben kannste doch dann echt in die Tonne treten... Es heißt doch gerade "maximal 10 Sekunden", dann müssen sie halt ihren Maximumwert anheben, wie Breitling es dann ja scheinbar macht.

@ Johannes Fend:
Das ist natürlich auch eine sehr interessante Überlegung. Aber ändert sich denn die Quartz-Frequenz mit der Batteriespannung? Wenn das natürlich so ist, dann wäre das eine sinnvolle Erklärung - und gleich ein neuer Entwicklungsansatz: Dann könnte man ja noch eine Spannungskompensation einbauen. :mrgreen:

MfG
McDV

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Ralf » 09 Sep 2008, 18:44

McDV hat geschrieben:@ Ralf:
:lol: Soll das ein Aprilscherz von ETA sein?!? :angry: Solch Angaben kannste doch dann echt in die Tonne treten... Es heißt doch gerade "maximal 10 Sekunden", dann müssen sie halt ihren Maximumwert anheben, wie Breitling es dann ja scheinbar macht.
...
Nein, die Angaben sind zwischen Geschäftskunden nicht unüblich, und ETA verkauft nicht an Endkunden. Es handelt sich dabei um die Streubreite mit ± 2 mal Standardabweichung bei Gaussverteilung. Sie sagt prinzipiell mehr über die Verteilung der Werte aus als eine Angabe der Extrema. Oft ist eine Angabe der Extrema auch gar nicht sinnvoll. Um sie zu garantieren müsste man selektieren, und das kostet Geld. Wenn eine Selektion nicht notwendig ist, weil später im Herstellungsprozess sowieso noch mal selektiert oder abgeglichen wird, dann wäre das rausgeschmissenes Geld.

Ist eigentlich das Gleiche wie bei einem Messwert, zum Beispiel dem Gang einer Uhr.
FAQ: Die Ungenauigkeit bei der Genauigkeit oder Was Ist Was?
Im Excelsheet wird der berechnet:
+4,4 s/d ±0,55 s/d mit einer Wahrscheinlichkeit von 95%
  1. 4,4 s/d ist der Wert für den mittleren Gang
  2. ±0,55 s/d ist die Toleranz der Messung (NICHT der Uhr!), nennt sich auch Vertrauensbereich
  3. 95% ist die Wahrscheinlichkeit, mit der die Toleranz stimmt.
Genau so sieht die exakte Angabe eines Messwertes aus.
Man liest sich!

Ralf

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Thomas H. Ernst » 22 Sep 2008, 16:11

Johannes Fend hat geschrieben:Vielleicht gibt Breitling deshalb eine grössere Toleranz an, weil (fairerweise) berücksichtigt werden muss, dass die Batteriespannung nach einiger Zeit etwas nachlässt?
Würde die Batteriespannung Einfluss auf die Frequenz von Schwingquarzen nehmen, wäre jede Mechanik genauer als eine Quarzuhr. Die Batteriespannung hat sicherlich Einfluss auf die Amplitude direkt am Quarz, nicht jedoch auf dessen Frequenz.
Grüsse Thomas
Euer Board-Admin

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von royfocke » 22 Sep 2008, 20:16

Die Quartz-Werke in meinen alten Citizen Pro Master NavyHawk sind schon fast funkuhrgenau da würde es mich schwer enttäuschen wenn die sog. "Super-Quartz"-Werke von Breitling das nicht schaffen würden!


Roy
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von skask » 22 Sep 2008, 21:04

Zur Orientierung: Die Breitling Colt Oceane (Superquarzwerk) meiner Freundin haben wir vor 3 Jahren das letzte Mal gestellt. Mit der Funkuhr stimmt sie immer noch auf die Sekunde überein.
Grüße Christoph

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von McDV » 23 Sep 2008, 09:56

skask hat geschrieben:Zur Orientierung: Die Breitling Colt Oceane (Superquarzwerk) meiner Freundin haben wir vor 3 Jahren das letzte Mal gestellt. Mit der Funkuhr stimmt sie immer noch auf die Sekunde überein.
Das glaube ich jetzt allerdings nicht... auch wenn ich natürlich nichts dagegen hätte, wenn meine Chrono Colt, die ich jetzt seit 5 Tagen habe (und die natürlich noch auf die Zehntelsekunde mit der Funkuhr übereinstimmt) so genau ginge. ;) Aber auf so 10 Sekunden im Jahr an Abweichung habe ich mich durchaus eingestellt - und wenn sie dann "funkuhrgenau" gehen soll, dann muss ich sie halt alle 1-2 Monate stellen...

Aber keine erkennbare Abweichung innerhalb von 3 Jahren - vorstellen kann ich mir das nicht wirklich. :)

CF
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von CF » 23 Sep 2008, 11:16

Der Clou an Breitling Colt superquaz ist nicht nur die Genauigkeit, sondern auch die lebensdauer der batterie von 8 Jahren, da die dauernde Temperaturkompensation Energie kostet.
Citizen schafft das auch mit einer Quarz, die in Japan erhältlich ist, jedoch Batteriedauer nur etwa 1-2 Jahre.
also bei Quarz ist Breitling einsame Spitze.
Ob es jedoch in 20 jahren noch Ersatzteile bei Breitling gibt, kann man bei Quarz bezweifeln, doch wird es dann eine andere Lösung oder ein neues quarzwerk geben, welches man tauschen kann.

McDV
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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von McDV » 23 Sep 2008, 12:45

Das mit den 8 Jahren liegt aber auch an der großen Lithium-Batterie in dem Werk. Bei meiner Chrono Colt gibt Breitling nur 2-3 Jahre an, aber da ist auch nur eine "normale" Batterie drin. Ich denke mal, dass durch die Komplikation nicht mehr Platz ist. Und 2-3 Jahre sind ja auch nicht weniger als bei jeder gewöhnlichen Quarzuhr auch, sodass die Temperaturkompensation anscheinend wirklich nicht viel mehr Strom braucht. :)

Bei den 8 Jahren frage ich mich sowieso, wie viel Sinn das macht?! Laut Breitling soll man alle paar Jahre die Dichtungen wechseln lassen und nach gut 6 Jahren eine Revision machen lassen...

Viele Grüße
McDV

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von Junnghannz » 23 Sep 2008, 16:41

CF hat geschrieben: Citizen schafft das auch mit einer Quarz, die in Japan erhältlich ist, jedoch Batteriedauer nur etwa 1-2 Jahre.
Die Batterielebensdauer der Chronomaster beträgt fünf Jahre.


Viele Grüße

Wolfgang

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Re: Genauigkeit Breitling Superquar(t)z

Beitrag von crosswind » 24 Sep 2008, 05:54

Ich trage seit 2001 eine B-One und die Abweichung beträgt in etwa 1-2 Sekunden in 3 Monaten.
Habe allerdings noch nicht den Superquarz in der Uhr.
Gruß
Peter

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