Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

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SFG
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von SFG » 21 Nov 2008, 13:45

Hallo,
tja, für den Einen ist es eben "das goldene Kalb" das angebetet wird, für den Anderen ist es nur eine "Milchkuh".
Der Blickwinkel verändert sich eben mit dem zur Verfügung stehenden Kapital :wink:

Ein Freund von mir trägt als Daily-Rocker eine IWC, die Er alle ein bis zwei Jahre zur Revision gibt, weil sie vom Holzhacken, über´s Motorradfahren, bis zur Gartenarbeit alles mitmachen muss.

Ich hatte Ihm auch schon mal geraten zumindest beim Moppet-fahren die Uhr nicht zu tragen, aber Er meint das die Uhr das aushalten muss. :!:
Für Ihn sind die Revisionskosten gleichbedeutend mir den Inspektionskosten seines Wagens, ich würde dafür lieber ein Paar Tage Urlaub machen.

Aber die Omega Seamaster die Er von seinem Vater übernommen hat und die ich Ihm vor kurzem "aufgearbeitet" habe trägt Er nur wenn Er nichts "grobes" arbeiten muss, ...dafür hat er ja die IWC :wink:

Bei der "persönlichen Wertschätzung" eines Gegenstandes/ einer Uhr, ist der materielle Wert zweitrangig und für "Aussenstehende" nicht immer nachvollziehbar -und das ist (m.E.) auch Ok so.

Gruß Steffen

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Eine schöne Uhr muss keinen materiellen Wert besitzen ;-)

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playman205
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von playman205 » 21 Nov 2008, 14:07

SFG hat geschrieben:Bei der "persönlichen Wertschätzung" eines Gegenstandes/ einer Uhr, ist der materielle Wert zweitrangig und für "Aussenstehende" nicht immer nachvollziehbar -und das ist (m.E.) auch Ok so.
Noch mal zur Klarstellung: Der materielle Wert sollte eigentlich immer zweitrangig sein, mir ging es nur um die Wahrnehmung des handwerklichen/horologischen Gegenwerts einer Uhr, der Leistung im Detail, die darin steckt. Wenn diese Wahrnehmung nicht gegeben ist, wird das Tragen dieser Uhr des tieferen Sinns beraubt, dann bleibt wirklich nur noch das Preisschild und der äußere Glitter als Gegenwert übrig. Manche Leute schütten sich auch in geeigneten Lokalitäten aus purer Verschwendungssucht Louis Roederer Cristal flaschenweise über den Schädel. Dabei ist das im Gegensatz zu den allermeisten Champagnern ein immer noch mit großem Aufwand handwerklich hergestellter, großartig gelungener, vielschichtiger Wein, der nicht über, sondern als besonderer Genuß in den Schädel gehört. :wink:

Es ist kein freier, pragmatischer Umgang mit der Materie, wenn man sichtbar das Konzept nicht verstanden hat, es ist bedeutungslos, beliebig, oberflächlich. Und das finde ich schade, eine verpasste Chance.

Holger
Be humble in the face of facts, and proud in the face of opinions. George Bernard Shaw

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SFG
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von SFG » 21 Nov 2008, 14:58

Hallo,
ich verstehe schon was Du meinst, und will hier auch überhaupt keine Lanze brechen, für Leute die mit viel Liebe hergestellt Sachen, einfach verheizen, aber mal andersherum betrachtet ist auch nicht jeder ein Ignorant der eine hochwertige Uhr zur Gartenarbeit, oder bei sonstigen Gelegenheiten trägt, bei denen Du und ich sie einfach mal ablegen würden.

Wenn ich -mal vorausgesetzt der Preis würde keine Rolle spielen, mir eine Uhr zum """Arbeiten""" kaufen müsste, dann würde ich mir auch keine unverwüstliche Casio-G-shock umbinden sondern auch eher etwas Robustes aber trotzdem hochwertiges.

Ok. zum Motorradfahren, würde ich dann auch eine "schöne" Quarzuhr nehmen, aber das auch erst seit dem ich mich etwas intensiver mit der Uhrentechnik "auseinandersetze" :oops:

Gruß Steffen
Eine schöne Uhr muss keinen materiellen Wert besitzen ;-)

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cool runnings
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von cool runnings » 21 Nov 2008, 23:38

Ich trage auch meine Uhren gerne. Doch gerade deswegen achte ich auf sie. Zu besonders grobmotorischen Tätigkeiten trage ich robuste Uhren. Wenn die Gefahr besteht, dass die Uhr Schaden nehmen könnte, dann möglichst keine hochwertige. Früher trug ich bei Feuerwehreinsätzen meinen Sinn EZM 1, heute habe ich dafür einen alten Bundeswehrchrono mit Lemania 5100. Macht alles mit und tut nicht so weh, wenn ich irgendwo anecke. :wink:

SFG hat geschrieben: Ich hatte Ihm auch schon mal geraten zumindest beim Moppet-fahren die Uhr nicht zu tragen, aber Er meint das die Uhr das aushalten muss. :!:
Was für eine IWC ist es denn?
Zum Mopedfahren hatte immer gute Uhren an. Bis zu meinem Ausrutscher im letzten Jahr. Da trug ich die GST Aquatimer. Ist ja robust.
Mein erster Blick nach dem Sturz galt meiner Uhr, der zweite meinem Moped und dann habe ich mal geschaut, ob bei mir was weg hängt. :mrgreen:
Gleich danach habe ich mir für solche Aktionen die Seiko Samuari gekauft.

Hinrich
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von Hinrich » 22 Nov 2008, 05:31

cool runnings hat geschrieben:.. bei Feuerwehreinsätzen meinen Sinn EZM 1 ...
Um auf der Strasse zu stehen und sich als dritter Mann an einem Schlauch festzuhalten
mit dem gerade ein Dach benetzt wird, geht doch auch eine wertvollere Uhr.
Ich stelle mir gerade vor, wie bei der Alarmierung alle Feuerwehrleute zum Banksafe rasen,
um die Uhren zu wechseln. :D :D
... Zum Mopedfahren hatte immer gute Uhren an. Bis zu meinem Ausrutscher im letzten Jahr ...

Beim Ausfahren mit Deinem Töff sollst Du besonders auf Dich achten und an Deine Familie denken. So passiert
auch Deiner Uhr nichts. Das hat Dir Marion vermutlich auch schon gesagt.

LG Rico

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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von arno_nym » 12 Dez 2008, 19:20

Guten Abend Forum,

Komplettrevision Universal Geneve, Kaliber 2-66 (Mikrorotor): Euro 230,-- beim Uhrmacher.

Mfg
arnonym
ZWEIKAMPF: heute habe ich mich selbst besiegt und dabei nicht verloren.

ts1-otto
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von ts1-otto » 12 Dez 2008, 23:24

Was zahlt man im Schnitt bei nem El Primero für ne Revi?

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Frankie
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von Frankie » 13 Dez 2008, 09:35

ts1-otto hat geschrieben:Was zahlt man im Schnitt bei nem El Primero für ne Revi?
Bei Zenith selbst sind es wohl um die 600-700 Doppelmark. Dazu gibt es einen anderen Thread.
Ein guter freier Uhrmacher könnte das bestimmt für die Hälfte anbieten, vorausgesetzt er kommt an die Ersatzteile.
Gruß Frank

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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von ts1-otto » 13 Dez 2008, 11:56

Uh, das ist einiges - hab ich mir aber schon fast gedacht. Na dann hoff ich mal daß das bei mir so schnell nicht eintritt..

ulrich
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von ulrich » 14 Dez 2008, 10:13

Hallo zusammen,

im Oktober musste ich meinen Datograph von L&S zu Wempe bringen. Der Hebel für den Unruhstopp bei Zeiteinstellung hatte sich gelöst.
In Glashütte wurde eine Werkrevision und eine Gehäusepolitur (nur sehr Oberflächliche Spuren) durchgeführt. Das Lederarmband wurde nicht getauscht (war sehr gut) und die gewechselten Teile nicht zurückgegeben.
Auf Nachfrage erhielt ich ohne Mehrkosten "Das Buch zur Uhr" mit einem in Tinte handgeschriebenen Eintrag über die durchgeführten Arbeiten.
Wempe gibt 2 Jahre Grarantie. Kosten: 1230,-

Beste Grüße
Ulrich

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indiana
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von indiana » 14 Dez 2008, 10:20

Mensch schön wieder was von dir zu lesen! 8)

musicbabe
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von musicbabe » 16 Dez 2008, 13:52

Die Revision meiner Chronosport (nach 7 Jahren) bei Guinand war für ganze 165€ ( inkl. Gehäuseaufarbeitung) zu haben ... :mrgreen:

Grüße

Jörg

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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von Caruso » 16 Dez 2008, 21:21

Revision Oris Chronometer nach Wassereintritt (kann sein, dass die 14 Jahre nicht in Revision war), zwar keine Originalersatzteile (Zeiger siehe anderen Thread), Glas getauscht, leicht drüberpoliert, Krone getauscht und andere Zeiger. Preis 290.-€. Der Servicepartner von Oris in Deutschland wechselt ab dem 01.01.

Viele Grüße
Caruso

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HansF
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von HansF » 21 Jan 2009, 19:02

indiana hat geschrieben:Mensch schön wieder was von dir zu lesen! 8)
Dem schliesse ich mich glatt an. Habe es erst heute gelesen. :?

Ich hoffe, Ulrichs Datograph läuft wieder zur vollsten Zufriedenheit.

Grüße
Hans

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CoaxHemmung
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von CoaxHemmung » 21 Jan 2009, 20:04

In der Kopie unseres Forums wurde schon mal eine ähnliche Problematik diskutiert, allerdings hat man da oft so getan, als wäre das kein Thema für Erwachsene.

http://uhr-forum.de/betriebskosten-eine ... uhr-t14653

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