Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

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AMR
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von AMR » 22 Jan 2009, 08:59

In vielen Foren/Threads wird beim Thema Revision immer wieder einmal über "alte" und "neue" Uhrenwerke gesprochen, deren Schmierung entweder verharzt, oder eben nicht.

Woher weiss ich denn ob eine Uhr (ein Werk) in die Kategorie "alt" und damit verharzend oder in die Kategorie "neu" und damit nicht verharzend gehört? Wie sieht's z.B. mit einer Uhr aus, die 8 Jahre auf dem Buckel hat? :roll:

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Ralf
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von Ralf » 22 Jan 2009, 09:25

AMR hat geschrieben:In vielen Foren/Threads wird beim Thema Revision immer wieder einmal über "alte" und "neue" Uhrenwerke gesprochen, deren Schmierung entweder verharzt, oder eben nicht.

Woher weiss ich denn ob eine Uhr (ein Werk) in die Kategorie "alt" und damit verharzend oder in die Kategorie "neu" und damit nicht verharzend gehört? Wie sieht's z.B. mit einer Uhr aus, die 8 Jahre auf dem Buckel hat? :roll:
Es hat primär nichts mit dem Alter der Uhr, sondern mit dem Typ des Öles zu tun:

http://forum.watchtime.ch/viewtopic.php ... 46#p366346
http://forum.watchtime.ch/viewtopic.php ... 93#p364893

Je älter die Uhr, desto älter KANN das Öl sein (wenn es nie ersetzt wurde, wird es älter sein), und je älter das Öl, desto höher die Wahrscheinlichkeit, das es ein Typ ist, der verharzt.
Man liest sich!

Ralf

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AMR
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von AMR » 22 Jan 2009, 16:09

Ah, danke für die Hinweise/Links, Ralf! :D

Zuletzt bleibt aber wohl doch nichts anderes übrig, als es entweder drauf ankommen zu lassen, oder vorsichtshalber eine Revision zu machen, da man nie sicher sein kann, welche Art Öl in der eigenen Uhr verwendet wurde.
...zumindestens so lange man nicht über eine Uhr "aus der Antike" spricht... :wink:

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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von keeper » 23 Jan 2009, 17:21

Heuer Autavia:
Gehäuse und Werk Reinigen, ölen, Dichtungen .. weiss nicht was sonst noch: 260,-€
Läuft nun tadellos und sieht super aus. Drücker leicht und präzise zu bedienen. Abweichung mit Stoppuhr auf 12Std. 1,5 Sec zu langsam.
Ohne Stoppuhr kann ich keine Abweichung nach mehreren Tagen erkennen ( es fehlt leider der mitlaufende Sek-Zeiger aber 1/4Min kann man schon von der Zeigerspitze ablesen)
Das regulieren scheint ja auch bei diesen alten Uhren möglich.

Viele Grüße
Andreas

eternasonic
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von eternasonic » 28 Mär 2009, 06:25

Omega Constellation Stahl mit integriertem Stahlband Cal. 751 Revi bei freiem Uhrmacher mit Gehäuse und Bandaufarbeitung 202,- Es wurden das Federhaus, 2 kleine Zahnräder-weiß nicht wie die heißen, der Sekundenzeiger (war oxidiert) und das Glas getauscht.

2. Tissot T-Touch Poliertes Titan, Reklamation wegen einer defekten Schließe (Garantie war schon über ein 1/2 Jahr darüber. Neue Schließe auf Kulanz, Werkwechsel (Werk der 2. Generation) ebenfalls auf Kulanz alle Dichtungen und die Drücker tauschen, WAD-Prüfung 98,-- Swatch Group Service Center in Wien. Dauer 5 Wochen.

Gruß, Wolfgang

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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von Kurti » 28 Mär 2009, 07:59

Wegen Öl:
Ist das D5 eigentlich synthetisch?
Neuerdings weist die ETA ja auf das Syt-a-lube 1300 hin. Habe selber das 1000, weiß aber noch nicht ob ich es einsetzen soll.
Hat hier einer schon Erfahrung damit?
http://www.boley.de/Content/Product.aspx/pg3353/p581565

Grüße Kurti

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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von kleinerzeiger » 28 Mär 2009, 21:28

Das 1000er Öl wird von vielen Marken verwendet.
z.B. von Rolex. Je nach größe des Kalibers wird es ab Sekundenrad eher ab Kleinbodenrad incl. kompl. Automatik benutzt.

Ich verwende es auch.
Allerdings staune ich nicht wenig das der Zapfenverschleiß deutlich geringer ist an Uhren
die mein ehemaliger Kollege mit Koch 5 geölt hatte! :shock:

Hm, vorerst halte ich mich an die Vorgaben der verschiedenen Marken. So kann mir keiner irgendwann mal vorhalten .. SIE HABEN....!!!

Sehr interessant und erfolgreich sieht der Ölplan von Lange & Söhne aus.
Ab Kleinbodenrad Blasolube Fett. Selten Zapfenverschleiß! :whistling:
Hat aber nicht unbedingt nur was mit der Schmierung zu tun. Anderes Material, andere Flächenvergütung und vor allem andere Zugfederstärke!

Kurti
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von Kurti » 28 Mär 2009, 23:59

Ich habe mit den Koch Ölen allerschlechteste Erfahrungen gemacht.
Sind einfach wegverschwunden, vor allem die dünneren. Nutze Rubisol / F45 und das epilamisiert sogar. Seit Möbius keinerlei Sorgen mehr, außer dass mal ne Hemmung trocken läuft (9415). Nur dass ETA das 1300 empfiehlt, daher meine Sorge das 1000 einzusetzen...

Grüße Kurti

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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von safesurfer » 25 Jan 2017, 08:47

Up!

Der Faden ist nun ja knapp 8 Jahre alt - gibt es aktuelle Erfahrungen? Welche Marken kann man noch frei revidieren lassen, was geht nur noch beim Hersteller. Kann man hier doch mal bündeln oder?

Ich fang mal an mit Erfahrungen aus 2016:

Zenith mit El Primero beim Freien für 300 Euro ohne Probleme
Portofino von IWC dito für 220 Euro.
Gruß Michael

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Heinrich
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von Heinrich » 25 Jan 2017, 18:22

safesurfer hat geschrieben: Ich fang mal an mit Erfahrungen aus 2016:

Zenith mit El Primero beim Freien für 300 Euro ohne Probleme
Portofino von IWC dito für 220 Euro.
Solange keine Ersatzteile benötigt werden und nur Waschen, Föhnen, Legen ansteht, sind bei einem geschickten Uhrmacher in der Durchführung keine Probleme zu erwarten. Hat er denn auch die Zugfedern bzw. Federhäuser ausgewechselt?

Heinrich

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unnnamed
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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von unnnamed » 25 Jan 2017, 22:06

Heinrich hat geschrieben:
safesurfer hat geschrieben: Ich fang mal an mit Erfahrungen aus 2016:

Zenith mit El Primero beim Freien für 300 Euro ohne Probleme
Portofino von IWC dito für 220 Euro.
Solange keine Ersatzteile benötigt werden und nur Waschen, Föhnen, Legen ansteht, sind bei einem geschickten Uhrmacher in der Durchführung keine Probleme zu erwarten. Hat er denn auch die Zugfedern bzw. Federhäuser ausgewechselt?

Heinrich
Schlechtes Beispiel bezogen auf deine Frage, denn:

- Zenith versorgt unverändert Fachgeschäfte mit Ersatzteilen (Werkteile, Gehäuseteile, Bänder)
- IWC hat erst im Lauf des letzten Jahres mit dem Zertifizierungsnonsens begonnen (2016 war also noch unkritisch) // sofern es sich um eine Sellita oder ETA handelt sind Werkteile also (nach wie vor) kein Thema // bekommt man, so man nicht auf den Kopf gefallen ist, eigentlich noch eine ganze Menge Teile für IWC // nur für die alten, eigenen Kaliber, wollten sie schon früher nichts mehr rausrücken
Gruß Bernd

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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von Don Tomaso » 28 Jan 2017, 17:35

Für meine IWC Ingenieur Vintage mit Cal 80111 hat die Revi dieses Jahr 780,- Euro gekostet, inklusive gut ausgeführter Gehäuseaufarbeitung und Ersatz der Automatikbrücke wegen Defekts. Ein teurer Spass, keine Frage. Der freie Uhrmacher vor Ort hat abgewunken, keine Ersatzteile von IWC, also musste ich in den sauren Apfel beißen. Dafür läuft der Ticker jetzt 1a mit weniger als -1s/d und ich freu mich drüber. :wink:
Gruss

Thomas

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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von Andi » 28 Jan 2017, 17:42

Meine Audemars Piguet Royal Oak 15300 war im März 2016 in Wiesbaden bei AP; Überholung Werk inkl aller Dichtungen 810€.
Viele Grüße Andi!

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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von Kristian » 28 Jan 2017, 23:22

Meine Rolex Submariner Date 16610 ist im Juli 2016 von der Revision bei Rolex Köln zurückgekommen.
Kosten € 1.200,-- Komplettrevision inkl. Austausch von ZB, Zeiger, Aluinlay (wegen Tritium).
Gruß, Jörg

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Re: Revisionskosten der verschiedenen Uhrenmanufakturen

Beitrag von Siebengebirgler » 10 Mai 2018, 12:39

Heute meinen Guinand Chrono 60.50 per UPS zurückerhalten
476,- € mit neuem Rotorlager, neuem massivem Metallband mit Schließe und Aufarbeitung Gehäuse finde ich absolut fair
Dauer ca. 4 Monate
Servicebericht mit Messprotokollen war auch dabei
Teil läuft wieder tip top
Das alte Lager hätte man evtl. mit ins Paket geben können, das alte Band war ja auch dabei
Die neue Schließe hat leider ein Loch weniger Verstellbereich

- so jetzt rufe ich morgen mal bei Herrn Altherr an und frage wo meine Zenith bleibt :whistling:
Siebengebirgler

..das perlt aber auch wieder..

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