Wasserschaden Deluxe

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Tictacitus
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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von Tictacitus » 17 Mai 2013, 01:02

indiana hat geschrieben:
Kurti hat geschrieben:@ Indiana:
Dann frage ich mich warum Rolex dann noch eine Dichtung welche flach auf den Tubus aufliegt eingesetzt hat?
Sicher ist die Uhr bei diesem System!!!! (bei einer Mühle z. Bsp. mal fast nicht) bis zu einem gewissen Grad WD. Aber richtig WD, gegen Über- und Unterdruck /Hitze/Kälte nur mit verschraubter Krone.

Grüeß Kurti

PS: Revision derzeit für eine 3-Zeiger Rolex Standart Murmel durchaus bei 1100 Euro, weil die ja unverschämterweise die Tritium-ZB tauschen....
Also manchmal frage ich mich schon ob das hier ein Uhrenforum ist wenn selbst von Uhrmachern sowas zu lesen ist?
Du solltest dich wirklich mal fragen wieso Rolex das macht?
Weil eine triplock Krone sich so toll Dicht anhört für Laien und man das im Marketing toll verkaufen kann?

Ehrlich gesagt erwarte ich schon etwas mehr hier. Glaubst du das der Druck auf drei Dichtungen aufgeteilt wird? Es ist völlig egal wie
viele Dichtungen du da rein dübelst. Der volle Druck lastet immer an der ersten Dichtung und wenn der Druck zu groß wird werden alle
Dichtungen geflutet! Ganz einfach und die Verschraubung der Krone bringt keine zusätzliche Dichtheit sondern verhindert nur das die Welle
nicht versehentlich seitlich die Dichtungen quetscht und es so zu Problem kommen kann.

Selbst wenn die Krone unverschraubt war wie weiter oben angenommen muss sie Dicht sein außer sie ist defekt und das bekommt man
nun beim Drucktest heraus wenn man sich die Mühe macht offen und geschlossen zu testen!
Das halte ich nicht fuer logisch.

Erstens ist die Behauptung, dass wenn die erste Dichtung geflutet wird, alle dahinter liegenden Dichtungen geflutet werden, nur dann überhaupt denkbar, wenn sie alle gleich konstruiert sind und alle gleich viel Druck abbekommen, was hier aber nicht der Fall ist. Siehe Bild hier: http://imageshack.us/photo/my-images/68 ... .jpg/?sa=0

Zweitens, wenn dem so wäre, könnte man sich die Redundanz bei Dichtungen sparen. Würde dann also keiner tun.

Drittens, ist die erste Dichtung bei der Rolex Triplock in der Tat nur effektiv, wenn die Krone verschraubt ist. Siehe wieder Bild oben.

Viertens, wurde die Uhr ja sogar mit offener Krone und offenen Drückern getestet und war zur angegebenen Spezifikation dicht (so verstehe ich Hermanns "100% dicht"). Es ist wohl nicht anzunehmen, dass der gute Mann mit seiner Daytona bei offenen Drückern mehr als 100m tief getaucht ist.

Fuenftens, bewirkt eben gerade die Verschraubung der Triplock Krone die Abdichtung mit der ersten Dichtung. Also mehr als das angesprochene seitliche Quetschen.

Es kann also nur drei Erklärungen geben. Entweder die Uhr ist im Werk richtig fies feucht eingeschalt worden. Das halte ich bei den kontrollierten, industriellen Bedingungen bei Rolex für sehr unwahrscheinlich. Vielleicht wurde sie aber auch mal zwischendrin geöffnet und dann kam Feuchtigkeit rein.
Oder es ist tatsächlich die Sauna/Dampfbadvariante, die Kurt ansprach.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass eine Uhr, mit der man ansonsten problemlos ins Wasser geht, bei Sauna und Dampfbad, doch ruiniert werden kann.

Till
Der tickt wohl nicht richtig!? Muss nur mal nachreguliert werden.

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hermann
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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von hermann » 17 Mai 2013, 07:27

Hallo

An diesem Wasserschaden haben sich 3 Uhrmachermeister den Kopf darüber zerbrochen. :?

1. Der Konzi Uhrmacher
2. Ich
3. Der Rolex Spezialist

Von Ersterem weiß ich nur, das er die Dichtheit bestätigt hat. Eigentlich nicht verwunderlich bei einer knapp 2 Jahre alten Uhr die derart geschützt ist.
Ich selbst kann mich nicht erinnern, jemals eine Uhr gehabt zu haben, wo ich nicht die Stelle die für den Wassereinbruch verantwortlich war, diagnostiziert haben zu können - außer bei dieser Daytona.
Wenn ich etwas nicht herausfinden kann, macht mich das ganz "kribbelig".
Auch der Rolex Spezi konnte sich das keinen Reim darauf machen. Er hatte aber nur meine Aussagen und die Fotos.
Ich hoffe, der Kunde ist meiner Empfehlung gefolgt, und hat die Uhr zum Rolex Spezi gebracht und ich höre demnächst eine fundierte Meinung von Jemanden, der ständig mit diesem Modell zu tun hat. Bis jetzt aber noch nicht.

Wie auch immer, Fakt ist, das Wasser in die Uhr hinein gekommen ist.
Sicher nicht ab Fabrik. Sonst hätter der Kunde Kondenswasser am Glas beim Tragen gehabt.
Er hatte sie immerhin fast ein Jahr immer wieder getragen.
Fakt ist auch, das solche Wasserschäden nur dann eintreten, wenn das Werk dauernd Wasser ausgesetzt ist.
Entweder wurde sie irgendwo versenkt und wieder gefunden, oder das Wasser kann nicht mehr ausdunsten, da die Uhr dicht ist.

Zur Triplock möchte ich noch anmerken, das die Tubusdichtung - also die letzte Bastion vor dem Werk - am stärksten dimensioniert ist.
Wenn alle drei Dichtungen in Ordnung sind, der Druck groß genug das die ersten beiden Dichtungen nachgeben, sollte laut Laien Logik die letzte Dichtung noch ein Weilchen standhalten.
Ich bin aber kein Druck- und Dichtungsexperte.

Dies gilt aber nur bei verschraubter Krone.
In unverschraubtem Zustand ist die ganze Kontruktion natürlich instabiler.
Aber wie geschrieben, ich hatte bei einer guten Fake Daytona mal den Versuch gemacht, die Uhr mit nicht verschraubter Krone absaufen zu lassen. Allerdings nur im Waschbecken. Aber es ist mir trotzt heftigster Malträtierung der Krone nicht gelungen.
Ich geh davon aus, dass das Original diesen Versuchen auch standhält.

Meine Vermutung, irgendwelche Chemikalien waren im Spiel. Ob beruflich, in Medizin gepackt oder auch nur eine schnöde Handcreme, es gibt Chemikalien die die Konsistenz von Dichtungen temporär verändern können. Eventuell liegt da die Wahrheit begraben?

Gruß hermann
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indiana
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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von indiana » 17 Mai 2013, 07:36

Das ist ist mal ein sehr logisches Argument weil es keiner tut ist es halt so!
Tictacitus hat geschrieben: Zweitens, wenn dem so wäre, könnte man sich die Redundanz bei Dichtungen sparen. Würde dann also keiner tun.
Till
Das hat was mit Physik zu tun und warum das so ist habe ich oben erklärt. Seltsam das nur eine Bodendichtung
ausreicht auch bei Rolex bei wesentlich größerer Öffnungsoberfläche um den Druck standzuhalten. Ist ja auch logisch das man
dann bei der kleinen Krone mindestens drei braucht. :whistling:
Ich frag mich nur wie die in den 60er Jahren Taucheruhren bauen konnten mit einer Dichtung und unverschraubt.
Aber das wirst du uns sicher erklären können.

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MPG
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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von MPG » 17 Mai 2013, 08:05

indiana hat geschrieben:
Das hat was mit Physik zu tun und warum das so ist habe ich oben erklärt.
Ich zumindest habe das nicht erkennen können.
Wenn die ersta Dichtung nachgibt, ist der Druck auf die zweite und dann dritte Dichtung sicher geringer als der auf die erste.
Zumindets für eine gewisse Zeit.
Viele Grüße
--Michael--

Wer nur Jux machen will, den kann man nicht ernst nehmen.

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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von Kurti » 17 Mai 2013, 08:39

Verschleiß wäre auch noch ein Thema.
Die erste Dichtung ist die anfälligste gegen Chemische Einwirkunen (Handcreme, Desinfektionsmittel usw), wenn die hin ist übernehmen die anderen Dichtungen die Funktion.
Aber egal, manchmal ist es müßig über Meinungen und Erfahrungen sich auszulassen.
zurück zur Rolex:
Auch kann es sein dass durch die Rückstände die Leckstelle sich wieder abgedichtet hat. Auch habe ich schon erlebt dass der Tubus selbst undicht war, das ist bei der Rolex aber ehr ausgeschlossen da der Tubus ja verschraubt wird im Gehäuse. Ich habe es aber auch schon mal erlebt dass der Tubus fest in der Krone war und der Kunde immer den Tubus aus dem Gehäuse gedreht hat..... Das war aber keine Rolex.

Grüße Kurti

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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von hermann » 17 Mai 2013, 09:05

Kurti hat geschrieben:Verschleiß wäre auch noch ein Thema.
Die erste Dichtung ist die anfälligste gegen Chemische Einwirkunen (Handcreme, Desinfektionsmittel usw), wenn die hin ist übernehmen die anderen Dichtungen die Funktion.
Aber egal, manchmal ist es müßig über Meinungen und Erfahrungen sich auszulassen.
zurück zur Rolex:
Auch kann es sein dass durch die Rückstände die Leckstelle sich wieder abgedichtet hat. Auch habe ich schon erlebt dass der Tubus selbst undicht war, das ist bei der Rolex aber ehr ausgeschlossen da der Tubus ja verschraubt wird im Gehäuse. Ich habe es aber auch schon mal erlebt dass der Tubus fest in der Krone war und der Kunde immer den Tubus aus dem Gehäuse gedreht hat..... Das war aber keine Rolex.

Grüße Kurti
Die Uhr war nachweislich erst 2,5 Jahre alt als sie zu mir gekommen ist. Der Wasserschaden muss aber im ersten Jahr passiert sein. Da der Kunde in der Zeit seines KH Aufenthaltes und der Reha die Uhr nie getragen hat.
Verschleiß fällt daher als Ursache aus.

Drücker und Kronentubus wurden von mir genau untersucht und überprüft, alles fest.

Da fällt mir gerade eine andere Geschichte ein. Meine erste Begegnung mit einem Anwalt nach meiner Selbständigkeit. :angry:
Ein Kunde kam mit einer Rolex Sub um sie von mir öffnen zu lassen um einem Kaufinteressenten zu zeigen, das sie echt ist (Werk).
Der Deckel wurde nur leicht wieder zugeschraubt um von Hand geöffnet werden zu können.

Ein halbes Jahr später habe ich einen Brief von einem Anwalt bekommen. Die Rolex seines Mandanten hätte einen Wasserschaden und ich sollte die Kosten der Rep. übernehmen, da die Uhr laut Zeugenaussage (vorheriger Besitzer) als letztes in meiner Werkstatt war. :shock: :oops:

Da zahlt es sich dann aus das man Rechtsschutz Versichert ist... 8)

Gruß hermann
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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von Alex1974 » 17 Mai 2013, 09:11

Also wenn ich das alles so hoere, dann kommt bei mir die Vermutung auf das die Uhr bereits schon einmal vorher geoeffnet wurde. (In den Ersten 2 1/2 Jahren)
Anders kann man sich die ganze Geschichte ansonsten nicht erklaeren.

Cheers,
Alex
Gruss,
Alexander

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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von Frankie » 17 Mai 2013, 10:26

Alex1974 hat geschrieben:Also wenn ich das alles so hoere, dann kommt bei mir die Vermutung auf das die Uhr bereits schon einmal vorher geoeffnet wurde. (In den Ersten 2 1/2 Jahren)
Anders kann man sich die ganze Geschichte ansonsten nicht erklaeren.

Cheers,
Alex

Yepp :wink:
Vielleicht sollte man der Bodendichtung nebst Gewinde mehr Aufmerksamkeit schenken.
Hermann, die Uhr war fest verschraubt, als sie zu Dir kam? Es kann nicht sein, dass sich der Boden verkantet hat und dort das Wasser eingedrungen ist? Hast Du die WD Tests gleich nach Erhalt der Uhr gemacht, oder sie erst einmal geöffnet um den Schaden zu begutachten? Denn dann könnte es ja so gewesen sein, dass DU sie wieder richtig zugedreht hast und sie bei Dir dicht war.
Gruß Frank

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hermann
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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von hermann » 17 Mai 2013, 10:39

Frankie hat geschrieben:
Alex1974 hat geschrieben:Also wenn ich das alles so hoere, dann kommt bei mir die Vermutung auf das die Uhr bereits schon einmal vorher geoeffnet wurde. (In den Ersten 2 1/2 Jahren)
Anders kann man sich die ganze Geschichte ansonsten nicht erklaeren.

Cheers,
Alex

Yepp :wink:
Vielleicht sollte man der Bodendichtung nebst Gewinde mehr Aufmerksamkeit schenken.
Hermann, die Uhr war fest verschraubt, als sie zu Dir kam? Es kann nicht sein, dass sich der Boden verkantet hat und dort das Wasser eingedrungen ist? Hast Du die WD Tests gleich nach Erhalt der Uhr gemacht, oder sie erst einmal geöffnet um den Schaden zu begutachten? Denn dann könnte es ja so gewesen sein, dass DU sie wieder richtig zugedreht hast und sie bei Dir dicht war.
Laut Aussage des Kunden hat der Konzi Uhrmacher der die Uhr als Erster in der Hand hatte, die Dichtheit bestätigt.
Als ich die Geschichte hörte, das Alter der Uhr, den KV von 6.500,- hatte ich schon mal ein großes Fragezeichen über meinem Kopf.
Ich machte einen WD-Test vor dem Öffnen, und nach dem Schließen der Uhr. Dann noch mit unverschraubter Krone/Drücker.
Immer 100% dicht. Was mein Fragezeichen natürlich vergrößert hat! :D

Das die Uhr von Werk aus schlecht verschraubt war, halte ich für ausgeschlossen.
So viel ich weiß, werden die Uhren so geprüft, das dies nicht vorkommen kann.

Und man kann von Rolex halten was man will, die Gewinde sind qualitativ hochwertig gemacht, das ein Verkannten so gut wie nie vorkommen kann. Durch die Eigenheit der Gehäusebodenrillen muss man den Boden zuerst mit der Hand reindrehen. Das ist nur möglich, wenn man richtig im Gewinde ist.
Ein eventuelles Verkannten am Gewinde Eingang, würde man sofort bemerken.

Gruß hermann
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Tictacitus
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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von Tictacitus » 17 Mai 2013, 19:58

indiana hat geschrieben:Das ist ist mal ein sehr logisches Argument weil es keiner tut ist es halt so!
Tictacitus hat geschrieben: Zweitens, wenn dem so wäre, könnte man sich die Redundanz bei Dichtungen sparen. Würde dann also keiner tun.
Till
Das hat was mit Physik zu tun und warum das so ist habe ich oben erklärt. Seltsam das nur eine Bodendichtung
ausreicht auch bei Rolex bei wesentlich größerer Öffnungsoberfläche um den Druck standzuhalten. Ist ja auch logisch das man
dann bei der kleinen Krone mindestens drei braucht. :whistling:
Ich frag mich nur wie die in den 60er Jahren Taucheruhren bauen konnten mit einer Dichtung und unverschraubt.
Aber das wirst du uns sicher erklären können.
Dein Argument, dass wenn die erste Dichtung dem Druck nicht standhält, automatisch auch Dichtungen 2 und 3 versagen, widerspricht dem Gemeinsinn. Deshalb habe ich mit einer gemeinsinnigen Schlussfolgerung geantwortet. Wenn Du vom Hochhaus springst, bist Du tot. Gemeinsinn. Deshalb machen das nur die, die sterben wollen. Gemeinsinn. Wenn Du etwas extra sicher bauen willst, dann baust Du Redundanz ein, z.B. U-Boote, Flugzeuge, Raumfahrt, Schiffe und Taucheruhren.

Das heisst nicht, dass es nicht moeglich ist, eine Uhr zu bauen, die auch nur mit einer Dichtung und unverschraubter Krone dicht hält. Aber es heisst eben auch nicht, dass eine doppelte und dreifache Absicherung an verschiedenen Stellen nicht technisch sinnvoll sind und ein Eindringen von Wasser hier eigentlich ausgeschlossen werden kann UNTER NORMALEN BEDINGUNGEN. Und das ist ja grad der springende Punkt, der es so rätselhaft macht, dass sich Leute, die sich besser auskennen als Du und ich, fragen wie sowas passieren kann.

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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von indiana » 17 Mai 2013, 20:14

Deswegen hast du es trotzdem nicht verstanden!
Wir sprechen von Kronendichtungen und du kommst mit Hochhaussprüngen in den Tod! Du redest und redest
und sagst nichts. Du hast es einfach nicht verstanden.
Ich brauche auch keinen allgemeinen Vortrag zu Redundanz. Wir sprechen von einem konkreten Thema also
bleib doch mal bei der Sache.
Du kannst gerne davon reden was andere besser verstehen als du aber in dem Zusammenhang lass einfach das
wir weg!
Tictacitus hat geschrieben:....widerspricht dem Gemeinsinn.
Till
Da fällt es einem wirklich schwer noch irgend etwas vernünftiges drauf zu antworten. :roll:

Westfale
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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von Westfale » 18 Mai 2013, 11:05

Könnte das vielleicht an der Lagerung liegen?

Grundsätzlich kann ja durch jede Dichtung Feuchte nach innen diffundieren, was ja nicht schlimm ist solange sie nicht kondensiert und irgendwann auch wieder heraus diffundiert. Ich könnte mir vorstellen, dass die Uhr entweder lange bei hoher Feuchte gelagert war und es dann kälter wurde oder aber vorhandene eingedrungene (Luft)-Feuchte aufgrund der Lagerung nicht wieder herausgekommen ist.

Den Preis finde ich aber auch echt heftig!

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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von hermann » 18 Mai 2013, 11:21

Westfale hat geschrieben:Könnte das vielleicht an der Lagerung liegen?

Grundsätzlich kann ja durch jede Dichtung Feuchte nach innen diffundieren, was ja nicht schlimm ist solange sie nicht kondensiert und irgendwann auch wieder heraus diffundiert. Ich könnte mir vorstellen, dass die Uhr entweder lange bei hoher Feuchte gelagert war und es dann kälter wurde oder aber vorhandene eingedrungene (Luft)-Feuchte aufgrund der Lagerung nicht wieder herausgekommen ist.

Den Preis finde ich aber auch echt heftig!
Die Uhr war in der Uhren Kassette und im Kleiderschrank gelagert.

Bei einer 9k(?) Euro Uhr finde ich 6,5k normal.
Peinlich wird es, wenn das Tauschwerk von Uhren in auch recht hohen Preislagen 180,- kostet. :wink:
Noch extremer wird es bei Nobel Ticker mit Quarzwerk... :lol:

Gruß hermann
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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von Barfly » 18 Mai 2013, 12:17

indiana hat geschrieben:
Tictacitus hat geschrieben:....widerspricht dem Gemeinsinn.
Till
Da fällt es einem wirklich schwer noch irgend etwas vernünftiges drauf zu antworten. :roll:
in Analogie zum Hochhaustest sollte Till einen Dichtigkeitstest durchführen, Rolex an, Bleigewichte an die Füsse damit genug Tiefe erreicht wird (doppeldeutig) und ab in die Spree! Entspricht dem Gemeinsinn ....


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claro
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Re: Wasserschaden Deluxe

Beitrag von claro » 18 Mai 2013, 17:39

hermann hat geschrieben:
Kurti hat geschrieben:

Die Uhr war nachweislich erst 2,5 Jahre alt als sie zu mir gekommen ist. Der Wasserschaden muss aber im ersten Jahr passiert sein. Da der Kunde in der Zeit seines KH Aufenthaltes und der Reha die Uhr nie getragen hat.
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Da fällt mir gerade eine andere Geschichte ein. Meine erste Begegnung mit einem Anwalt nach meiner Selbständigkeit. :angry:
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Der Deckel wurde nur leicht wieder zugeschraubt um von Hand geöffnet werden zu können.

Ein halbes Jahr später habe ich einen Brief von einem Anwalt bekommen. Die Rolex seines Mandanten hätte einen Wasserschaden und ich sollte die Kosten der Rep. übernehmen, da die Uhr laut Zeugenaussage (vorheriger Besitzer) als letztes in meiner Werkstatt war. :shock: :oops:

Da zahlt es sich dann aus das man Rechtsschutz Versichert ist... 8)

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Oder man lässt sich vom Kunden einen Beleg unterschreiben, dass man auf die Dichtheit der Uhr keine Garantie übernimmt.
Grüße Claro

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