Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Berichte

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r.as.
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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von r.as. » 18 Jan 2014, 19:39

Alexander Strigun hat geschrieben:
Druckgläser sind zertifiziert bei -1/+1 Bar .
Dichtungen - hochwertige Silikon .
Schwarze Schrauben sind aus Titan Gr.5 .
Problematik ; Flächen-Kontakt unterschiedlichen Werkstoffen . Thema ist ; die Charakteristik der Teilstromdichte-Potenzial- Kurven beider Metalle im angreifenden Medium sind verantwortlich für Kontakt-Korrosion.
In welcher aggressiven Umgebung soll denn bloß die Uhr betrieben werden? Bitte erkläre uns doch, weshalb Kontaktkorrosion für das Werkgestell ein Problem werden könnte.

Rolf

Seeschiffer
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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von Seeschiffer » 27 Jan 2014, 20:20

Hallo,

Herr r.as. Unterschrift Rolf. Macht es Ihnen Spaß mit däml....., nein ich will höflich bleiben, unqualifizierten Fragen, jetzt auch den zweiten Faden kaputt zu machen?
Zitat: """In welcher aggressiven Umgebung soll denn bloß die Uhr betrieben werden? Bitte erkläre uns doch, weshalb Kontaktkorrosion für das Werkgestell ein Problem werden könnte""".
Die vorherigen Ausführungen des Herrn Strigun sind eindeutig.
Antwort: Vom Werkgestell ist da nicht die Rede. Könnten Sie sich vielleicht vorstellen, dass es zwischen verschiedenen Metallen und Dichtungen ein, trivial ausgedrückt, Zerstörungspotenzial gibt? Wenn nicht, halten Sie sich bitte mit Fragen zurück.

JMK

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Don Tomaso
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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von Don Tomaso » 03 Feb 2014, 22:40

Was soll das? Rolf hat eine ganz einfache und verständliche (und sinnvolle!) Frage gestellt. War das Majestätsbeleidigung? :?
Gruss

Thomas

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Alexander Strigun
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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von Alexander Strigun » 04 Feb 2014, 04:27

Hallo ,
Die Frage ist gut ,
Ton ist ätzend .
Sauerstoff ist ein aggressives Medium .
Viele Materialien bilden eine Oxidschicht die eine gewöhnliche Benutzung erlauben .
Wird aber Oxidschicht unter Ausschluss von Sauerstoff beschädigt , kann keine neue Schicht sich bilden.
Höhere Verschleiß , Möglichkeit einer Kaltverschweisung sind nicht auszuschließen.
Ich denke das interessiert keinen von Euch.
Mit freundlichem Gruß,
Alexander .

inversator
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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von inversator » 04 Feb 2014, 06:37

Don Tomaso hat geschrieben:Was soll das? Rolf hat eine ganz einfache und verständliche (und sinnvolle!) Frage gestellt. War das Majestätsbeleidigung? :?
Nein.
Die Antwort war ein anschauliches Beispiel in welch agressiver Umgebung die Uhr betrieben werden soll.
Gruss
Holger

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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von hermann » 04 Feb 2014, 08:08

inversator hat geschrieben:
Don Tomaso hat geschrieben:Was soll das? Rolf hat eine ganz einfache und verständliche (und sinnvolle!) Frage gestellt. War das Majestätsbeleidigung? :?
Nein.
Die Antwort war ein anschauliches Beispiel in welch aggressiver Umgebung die Uhr betrieben werden soll.
Gruss
Holger
:rofl:

Gruß hermann
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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von Ralf » 04 Feb 2014, 08:50

Alexander Strigun hat geschrieben:...
Sauerstoff ist ein aggressives Medium .
Viele Materialien bilden eine Oxidschicht die eine gewöhnliche Benutzung erlauben .
Wird aber Oxidschicht unter Ausschluss von Sauerstoff beschädigt , kann keine neue Schicht sich bilden.
Höhere Verschleiß , Möglichkeit einer Kaltverschweisung sind nicht auszuschließen.
Ich denke das interessiert keinen von Euch.
...
Nur ist das kein Kontaktkorrosion. Zur Kontaktkorrosion ist ein Elektrolyt notwendig. Ich sehe auch kein auch nur ansatzweise wahrscheinliche Möglichkeit, wo das Elektrolyt herkommen soll.
Man liest sich!

Ralf

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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von Thomas H. Ernst » 04 Feb 2014, 09:05

Alexander Strigun hat geschrieben:Ich denke das interessiert keinen von Euch.
Genau das scheint Dein und Seeschiffers Problem zu sein. Ich halte es für anmassend zu entscheiden was eine Community interessiert und was nicht und dementsprechend die Informationen zu filtern.

Entweder alles oder nichts!
Grüsse Thomas
Euer Board-Admin

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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von ingo » 04 Feb 2014, 09:44

Alexander Strigun hat geschrieben:Hallo ,
Sauerstoff ist ein aggressives Medium .
Viele Materialien bilden eine Oxidschicht die eine gewöhnliche Benutzung erlauben .
Wird aber Oxidschicht unter Ausschluss von Sauerstoff beschädigt , kann keine neue Schicht sich bilden.
Höhere Verschleiß , Möglichkeit einer Kaltverschweisung sind nicht auszuschließen.
.... und was ist mit den anderen Bauteilen (z.B. Räder ,Triebe etc.) Oxydation.
Bei Ihren z.T. schweren Bauteilausführungen würde ich mir mehr Gedanken über die Zugfestigkeit Ihrer Schraubverbindungen machen .Ausdehnung usw.

Man muss nicht unbedingt päpstlicher als der Papst sein. :wink:

Ps. Wie lange braucht Silikon zum Ausgasen, weniger gefährlich als Sauerstoff?


Gruß

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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von Alexander Strigun » 04 Feb 2014, 11:16

Hallo,
Ich sehe das gelassener als Ihr.

Anpassung an Launen und Interessen anderer Art ist wirklich nicht themagerecht.
Umsonst gegebenes Wissen ist wertloss , schreit gerade nach Missbrauch- das ist ein uraltes Erkenntnis- nicht meins.
Seeschiffer oder Administrator - ihr seid mir gleich.
Ralf - auch fehlender Elektrolyt , provoziert unpalnnmässige Reaktionen .
Ehrlich - ich muss wirklich nicht schreiben !
Die Uhr ist sowieso fertig.
Mit freundlichem Gruß,
Alexander

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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von Thomas H. Ernst » 04 Feb 2014, 20:53

Alexander Strigun hat geschrieben: Umsonst gegebenes Wissen ist wertloss , schreit gerade nach Missbrauch- das ist ein uraltes Erkenntnis- nicht meins.
Seeschiffer oder Administrator - ihr seid mir gleich.
Ralf - auch fehlender Elektrolyt , provoziert unpalnnmässige Reaktionen .
Ehrlich - ich muss wirklich nicht schreiben !
Na dann ... :roll:
Grüsse Thomas
Euer Board-Admin

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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von schlumpf » 04 Feb 2014, 22:36

Eigentlich ein interessantes Thema. Aber ich bin hier am Ende meines Verstehens - kann Alexander nicht folgen.
Schöne Uhrengrüße, Gerhard

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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von Thomas H. Ernst » 04 Feb 2014, 23:26

Der Wodka wird seinen Tribut fordern. :roll:
Grüsse Thomas
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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von o.v.e » 04 Feb 2014, 23:27

Mag ja sein, dass diese Art des Korrosionsschutzes "overdone" ist - allerdings handelt es sich offenbar nicht um ein entscheidendes konstruktives Merkmal, sondern nur um ein Detail. Ich frage mich daher, warum sich einige so daran hochziehen. Die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit, insbesondere in norddeutschen Gefilden, genügt übrigens ohne weiteres, um eine "Kontaktkorrosion" hervorzurufen. Zumindest an meinem Mopped. :wink:

Ich fasse mal zusammen. Wir haben einen Konstrukteur von Präzisionspendeluhren, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist - (hier wäre vielleicht manchmal etwas Gelassenheit gefragt, natürlich auf beiden Seiten). Seine Beschreibungen und Erläuterungen sind mitunter verschwurbelt und nicht unmittelbar verständlich, und ihm fehlt sicherlich auch die Zeit und Lust, seitenlange Abhandlungen zu schreiben - schade, aber sicherlich in hohem Maße der Sprachbarriere geschuldet. Das allein ist noch kein Beweis, dass die Uhr nichts taugt, obwohl das von manchen hier offenbar unterstellt wird.

Und einen aufbrausenden Seebären, der bei ersterem zufriedener Kunde ist - eine Referenz ist besser als keine. Der Seebär ist mit seiner Uhr sehr zufrieden, seine Messmethoden und -aufzeichnungen genügen allerdings technisch-wissenschaftlichen Ansprüchen nicht. Das allein ist noch kein Beweis, dass die Uhr nichts taugt, obwohl das von manchen hier offenbar unterstellt wird.

Ich würde mich jedenfalls freuen, weitere Bilder von Herrn Striguns Uhren zu sehen, und mehr über sie zu erfahren. Das setzt aber etwas Toleranz aller beteiligten Personen (auch der Moderatoren) voraus. Ob das Ding nun den (nicht existierenden) offiziellen Kriterien einer Scheiß-PPU entspricht, ist doch völlig ohne Belang, die Konstruktion und zugrundeliegenden Gedanken sind dennoch interessant und einer Beschäftigung wert. Also bitte - das gilt an alle - macht diesen Thread nicht auch noch kaputt. Wir können uns natürlich stattdessen auch den tausendsten Thread zur Speedmaster aufmachen, oder uns weiter mit Erbschafts-Uhren befassen. Oder den belanglosen Neuerscheinungen der von den Toten auferstandenen Uhrenmanufaktur Julius Kriechöl&Co, mit SetalitETA-Werk im zeitlosen Submariner-Design, sehr spannend.
Ardnut since 1988!

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Ralf
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Re: Entstehung einer Präzisionspendeluhr ,konstruktive Beric

Beitrag von Ralf » 05 Feb 2014, 09:04

o.v.e hat geschrieben:... Die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit, insbesondere in norddeutschen Gefilden, genügt übrigens ohne weiteres, um eine "Kontaktkorrosion" hervorzurufen. Zumindest an meinem Mopped. :wink: ...
Nein, die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit ist nicht leitfähig (sie ist "destiliert"), deswegen kann kein Ausgleichsstrom fliessen, deswegen kann allein deswegen auch keine Kontaktkorrosion stattfinden. Das bracht es noch sowas wie z.B. Salz. Auf Strassen und in Meeresnähe durchaus vertreten.
Klöckner Konstruktionshandbuch hat geschrieben:4. Bei der Kontaktkorrosion werden metallische Werkstoffe mit unterschiedlichem elektrochemischem Verhalten (Potentialdifferenz)
metallisch leitend verbunden und einem Elektrolyt ausgesetzt. Es bildet sich ein galvanisches Element aus. Dabei wird das unedlere Metall zur Anode und geht in Lösung. Rost- und säurebeständige Stähle weisen in passivem Zustand ein hohes Elektrodenpotential auf und werden bei Kontakt mit unedleren Metallen und Legierungen wie Kupfer, Bronze, Messing oder Aluminium zur Kathode und aus diesem Grund nicht angegriffen. Verschraubte Messingarmaturen an rostfreien Rohrleitungen sind also zulässig, vorausgesetzt, daß Messing selbst genügend beständig ist gegen das vorliegende Angriffsmittel.

Bei Anwesenheit von reduzierenden Angriffsmitteln kann die Passivität des säurebeständigen Stahls verlorengehen, d.h. sein Elektrodenpotential wird unedler. In diesem Fall können diese Stähle bei unterschiedlichen elektrochemischen Verhalten angegriffen werden.
Ich kann mir aber irgendwie nicht so ganz vorstellen, dass eine aufwendige Pendeluhr am Strand aufgebaut wird oder unverpackt auf öffentlichen Strassen rumfährt. Auch wird sie nicht in reduzierender Atmosphäre betrieben, z.B. in Wasserstoff oder sowas,
Man liest sich!

Ralf

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