Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

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heinzralf
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Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von heinzralf » 14 Jul 2016, 23:26

Hallo an alle,

ich habe ein Fläschen 10 ml Uhrenöl gekauft. Mekwürdigerweise ist das Öl im oberen Bereich völlig verharzt und klebt wie Honig.
Darunter ist es normal flüssig.
Ist das normal ?? Kann ich das zum Ölen noch verwenden oder habe ich da überalterte Lagerware erwischt?

Gruß Ralf

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MCG
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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von MCG » 14 Jul 2016, 23:51

Wahrscheinlich wäre es wichtig zu wissen, WAS für ein Uhrenöl du gekauft hast (es gibt ja nicht nur eines), WANN und seitwann du es gekauft hast, und vielleicht auch bei WEM (Uhrenmacher?) du es gekauft hast?
LG aus Mostindien - Markus

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heinzralf
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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von heinzralf » 15 Jul 2016, 00:07

Das Uhrenöl habe ich vergangenes Jahr gekauft bei der Fa. Jeddeloh (Uhrenbedarf) und heißt Anchor Watch Oil. Mehr steht da nicht drauf.
Also der harzige oder klebrige Zusatnd war schon vorhanden, als ich es vor 1 Jahr bekam.

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hermann
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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von hermann » 15 Jul 2016, 07:40

heinzralf hat geschrieben:Das Uhrenöl habe ich vergangenes Jahr gekauft bei der Fa. Jeddeloh (Uhrenbedarf) und heißt Anchor Watch Oil. Mehr steht da nicht drauf.
Also der harzige oder klebrige Zusatnd war schon vorhanden, als ich es vor 1 Jahr bekam.
Der Literpreis für das "Armbanduhren Öl" der Fa. Jeddeloh beträgt 135,70 €
Der Literpreis für z.B. eines der Öle (Moebius 9010 für Ankerpaletten/Lager) die ich verwende beträgt fast 10.000,- €

Wenn ich mich nicht verrechnet habe, liegt im Qualitätsunterschied der Grund. :wink:

Gruß hermann
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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von retroman » 15 Jul 2016, 08:39

Und wer weiss, wie lange das Fläschchen schon bei z.J. gelegen hat, unter welchen Umständen es gelagert wurde etc.
Ich würde das nicht mehr verwenden, Rückgabe geht ja leider nicht mehr.

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heinzralf
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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von heinzralf » 15 Jul 2016, 17:47

Danke für eure Antworten.

Habe mir schon gedacht, dass es das minderwertigste Öl ist, was ich bekommen habe. Und dann warscheinlich auch noch überlagert ist.

Ich werde es nicht mehr verwenden.

Gruß Ralf

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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von jeannie » 15 Jul 2016, 19:38

hermann hat geschrieben:Der Literpreis für das "Armbanduhren Öl" der Fa. Jeddeloh beträgt 135,70 €
Der Literpreis für z.B. eines der Öle (Moebius 9010 für Ankerpaletten/Lager) die ich verwende beträgt fast 10.000,- €
So billig wirds aber nur, wenn es du in der 20-ml-Grossflasche kaufst. :mrgreen:

An Ralf: U.U. ist das noch Walfischöl. Das hat bald Altertumswert.
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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von praezis » 19 Jul 2016, 23:09

Anchor Öl kommt aus Indien. Dort (und offenbar auch hier bei gewissen Händlern) ist allein wichtig "wieviel verdiene ich dran". Was drin ist, wissen allein die Hindu-Götter und der Hinterhof-Abfüller.
Das geronnene Öl fiel mir schon in Bombay beim Grosshändler auf...

Am Öl zu sparen ist nicht nur sinnlos und rausgeworfenes Geld, sondern auch schädlich.

Frank

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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von keeper » 20 Jul 2016, 11:45

bringt man nun auch schon sein Öl mit zur Uhreninspektion wie bei den Autos?

Roland Ranfft
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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von Roland Ranfft » 21 Jul 2016, 12:56

Moin Ralf,
heinzralf hat geschrieben:.... oder habe ich da überalterte Lagerware erwischt?
Du hast Sondermül erwischt, glücklicherweise in so kleiner Menge, daß Du ihn ohne Gewissensbisse in die Restmülltonne werfen kannst.

Nimm's mir nicht übel, aber wer beim Uhrenöl spart, hat nichts besseres verdient. Natürlich sind die gängigen Markenöle sündteuer, aber dafür hat man die Gewähr, daß der Hersteller sich wenigstens ein paar Gedanken darüber gemacht hat, welche Eigenschaften ein Uhrenöl haben sollte. Dafür brauchte er Zeit, und den Lohn dafür muß er auf winzige Mengen umlegen (eine Zylinderuhr braucht ja weniger als ein Zwölfzylinder). Trotz der hohen Preise wird man damt offensichtlich nicht reich, denn sonnst würde es viel mehr von diesen Giftmischern geben.

Kurzum, wenn man keine Lust hat, die Eigenschaften solcher Öle zu vergleichen, sollte man einfach das teuerste nehmen - ganz verkehrt wird es nicht sein, und angesichts des Verbrauchs ist es ja eine Anschaffung fürs Leben.

Gruß, Roland Ranfft
Das größte Uhrwerk-Archiv im Internet:
http://www.ranfft.de/cgi-bin/bidfun-db. ... fft&&2uswk

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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von jeannie » 21 Jul 2016, 21:51

Roland Ranfft hat geschrieben:... gängigen Markenöle sündteuer,
Mit einer 2-ml-Flasche des teuersten Öls kannst du wieviel Uhren warten?

50 Uhren, bei einem Fläschchenpreis von 25 Euros? Das wären 50 Cents Öl pro Uhr.

Probier das Mal beim Auto. :mrgreen:
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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von Albert H. Potter » 22 Jul 2016, 11:34

Bei manchen Herstellerseiten findet man auch Informationen.
ZB hier:
http://www.dr-tillwich.com/index.php/de/

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unnnamed
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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von unnnamed » 23 Jul 2016, 22:09

heinzralf hat geschrieben:Anchor Watch Oil. Mehr steht da nicht drauf.
Google gibt dazu ja recht eindeutige Resultate in punkto Erfahrungsberichte aus :mrgreen:

Mir wäre mal viel wichtiger was du mit dem Öl machst. Also was genau ölst du damit
(Uhren, ja klar :lol: ): welche Lagerstellen.

Öle und Fette... das ist schon eine nicht unerhebliche Thematik. Da macht jeder auch
seine eigenen Erfahrungen (Diskussionen unter Uhrmachern können daher "schwierig"
sein wenn man es mit dickköpfigen *Besserwissern* zu tun hat). Ich würde dir für
normale Kleinuhren folgenden Grundstock anraten:

- Molykote DX
- Moebius D-5 und /oder Moebius 9104 (ich benutze beide)
- Moebius 9010
- Moebius 9020
- Moebius 941/2

Bei uns finden sich neben den genannten noch weitere Öle und Fette. Aber das
wäre für einen Privatmann mehr als übertrieben. Zumal du merken wirst, dass
du von den guten Schmiermitteln keine großen Gebinde kaufen willst. Auch
ist der Bedarf gering, mit 2ml kommst du als Laie SEHR weit (eigentlich). Lager
das Zeug im Kühlschrank. Ertränk die Zapfen nicht in Öl. Ordentliches ölen
will geübt sein. Zeig deine Ergebnisse jemandem, der sich damit auskennt.
Ansonsten wie gesagt, tippe ich eher auf ein Gießkannenresultat. Und
entgegen der Volksweisheit "viel hilft viel" ist das hier nicht zutreffend.

Das Thema hält aber einiges mehr bereit. Epilamisieren beispielsweise. Tauchschmierungen
für Klinkenräder sind sinnvoll. Selbige für Kugellager imho aber weniger. Dichtungen solltest du auch fetten (Silikonfett).

Auf den Seiten der Hersteller müsste es einiges zu lesen geben wie Peter schon schreibt.

Last not least: Vorm Schmieren muss es sauber sein. Das zieht alles einen ziemlichen
Rattenschwanz. Und wenn ich jetzt noch vom Werkzeug generell und den Reinigungs-
mittel und und und... nein nein, das geht viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel zu weit :rofl:
Gruß Bernd

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cool runnings
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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von cool runnings » 23 Jul 2016, 23:54

Jetzt weiß ich wieder, warum ich meine Uhren lieber Fachleuten überlasse. :wink:

haspe1
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Re: Uhrenöl ist merkwürdig klebrig...?

Beitrag von haspe1 » 25 Jul 2016, 10:40

Jetzt weiß ich wieder, warum ich meine Uhren lieber Fachleuten überlasse
Ja, das sehe ich auch so. Wenn ein Laie wie ich etwas an einer Uhr macht, macht er meist gleichzeitig ein bisschen richtig und sehr viel falsch und wahrscheinlich auch etwas kaputt.

Der Profi macht meist sehr viel richtig und nur weniges falsch und wenn er etwas kaputt macht, hat er auch (meist) die Ressourcen und das Wissen, das wieder zu reparieren.

Hannes

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