Wasserdicht ? Aber wie wirklich

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Wikinger
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Wasserdicht ? Aber wie wirklich

Beitrag von Wikinger » 08 Mär 2006, 12:34

30m
50m
100m
300m
1000m
usw.

Ich habe zwar die Spezifikationen gelesen. Aber Frage an Euch. Wie sieht es aus im Alltag ? Wann baden ? Wann nicht ?

Mit meiner Junkers (50m) habe ich auch gedacht ich kann duschen. Und durch die Hitze freuten sich die Dichtungen und das Kondenswasser. Obwohl erst 15 Monate alt.

Wann sollte man die Dichtungen eigentlich wechseln.


Danke für Eure Antworten und Links.

(Im Übrigen ist mir klar das eine PP mit 3ATM eh nicht zum schwimmen genommen wird.)
:wink:
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.

Niffko
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Beitrag von Niffko » 08 Mär 2006, 12:40

Genau genommen heißt "50 M Wasserdicht" nicht unbedingt wasserdicht, sondern lediglich, dass bei einem gleichmäßigen Druck von 5 ATM kein Wasser ins Gehäuse dringt.

Alleine beim Sprung in ein Schwimmbecken und den Verbundenen Beschleunigungwerten und dem "Aufschlag" auf's Wasser werden leicht höhere Wert erreicht ... selbst beim Duschen kann das (wenn man ein scheiß Pech hat ;) ) passieren.

Normaler Daumenwert - Wasserdicht im Alltagsbetrieb: Ab einem Wert von 10 ATM/100 metern.

Dichtungen werden bei bedarf gewechselt - Dichte sollte alle eins bis zwei Jahre durchgeführt werden - beim Uhren, die ständig im Wasser sind, kann auch ein kürzer Rhythmus nicht schaden.

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john_doe
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Beitrag von john_doe » 08 Mär 2006, 12:41

Also ich glaube 30m reichen gerade noch für den Lauf über den Hof - im Regen.

Oder für die Mondoberfläche

Unter 100m gehe ich nicht mit der Uhr schwimmen (Threads über WD hatten wir ja schon einige - es geht ja vielmehr um den Wasserdruck).

Ich lasse alle meine Uhren - sofern ich sie trage - jährlich auf WD überprüfen.
Michael

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andreaseck
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Beitrag von andreaseck » 08 Mär 2006, 12:44

Hallo

Hier gibt es was zum lesen :wink:

http://uhrentick.piranho.de/interaktiv/ ... rdicht.htm

Gruß
Andreas

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Axel66
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Beitrag von Axel66 » 08 Mär 2006, 12:45

Hallo Wikinger,

denke wenn Dir die Uhr wichtig ist und Du sie auch zum Schwimmen, Duschen, etc nutzt solltest Du sie jährlich prüfen lassen.
Ich hatte aber z.B. eine Seiko-Quarz, die war nur 50m wasserdicht, bei der hat die Batterie 5 Jahre gehalten und solange habe ich auch alles mit der Uhr gemacht incl. Schwimmen im Salzwasser. Aber ich hatte halt die Einstellung: geht's schief hole ich mir eine Neue.

Gruß,

Axel

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Thomas H. Ernst
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Beitrag von Thomas H. Ernst » 08 Mär 2006, 13:58

Die Angaben zu Prüfdrücken die man meist auf, als wasserdicht bezeichneten, Uhren findet, sind immer eine Momentaufnahme. Sie bedeuten nichts anderes als dass die Uhr unmittelbar nach der Montage abgedrückt wurde und diesem Druck eine kurze Zeit Stand gehalten hat (dass dabei nicht mal immer Wasser verwendet wird, sei nur am Rande bemerkt).

Nicht mehr und nicht weniger. Punkt.

Jeder Schlag oder andere äussere Einfluss - auch ganz normales Tragen über einen längerne Zeitraum - kann diese Druckfestigkeit zunichte machen. Hierbei kommt es nicht darauf an was die Zwiebel vor dem Verkauf mal ganz kurz versprochen hat, sondern was sie über einen langen Zeitraum auch wirklich halten kann.

Das hat noch nicht mal was mit Gewinden an Böden und Krone zu tun. Es gibt genügend Konstruktionen die beweisen, dass man auch mit Druckböden (Ventura) und ungeschraubten Kronen (Omega) eine ausgezeichnete Barriere gegen Wasser bauen kann. Entscheidend für eine zuverlässige Wasser-Dichtigkeit ist die die Stabilität des Gehäuses an den empfindlichen Stellen, die Art und Qualität der Dichtungstechnik und der Glassitz.

Eine verschraubte Krone nutzt garnix, wenn die Dichtung nach drei Monaten wegen einer falsch gefrästen Fase plattgedrückt ist und die Brühe in die Uhr wie in eine Badewanne reinläuft. Bei Schraubböden gilt das selbe. Dicke Gläser dichten in billigen Dichtungen und schlecht gedrehten Lünetten halt auch nicht sehr lange.

Wenn man einer Uhr wirklich regelmässigen Kontakt mit dem nassen Element gestatten will, sollte man auf Billigangebote verzichten, auch wenn 175'825m Druckfestigkeit drauf steht und die Uhr *mindestens* einmal im Jahr *vor* der Badesaison prüfen lassen.

Pauschale Angaben über die Verwendbarkeit anhand der Druckangaben halte ich eher für unseriös, sie gaukeln eine Sicherheit vor die so mancher Anbieter gar nicht lieferen kann.
Grüsse Thomas
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Harry
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Beitrag von Harry » 08 Mär 2006, 14:44

john_doe hat geschrieben:Also ich glaube 30m reichen gerade noch für den Lauf über den Hof - im Regen.
So? Ich hatte mal eine 10 ATM-Wadi-Uhr, die eine Fahrradfahrt durch strömenden Regen nicht überlebt hat. :?
Gruß
Harry
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CF
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Beitrag von CF » 08 Mär 2006, 16:02

Ganz klar:
100 ist nicht gleich 100m.
so ist 100m bei Rolex wirklich 100 Tauchfest, bei anderen Marken würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen für das, was auf dem ZB steht.

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Beitrag von Axel66 » 08 Mär 2006, 16:08

CF hat geschrieben:Ganz klar:
100 ist nicht gleich 100m.
so ist 100m bei Rolex wirklich 100 Tauchfest, bei anderen Marken würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen für das, was auf dem ZB steht.
Wird da die Uhr 2 mal in ein 50m Becken getaucht? :lol: :lol: :lol:

Gruß,

Axel :wink:

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nasdaq10
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Beitrag von nasdaq10 » 08 Mär 2006, 16:14

Bei Omega gibt es eine klare Aussage, was man seinen Uhren an Wasser zumuten kann: http://www.omega.ch/fileadmin/CustomerS ... Resist.pdf
Gruß

David
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Wenn Du mit Vollgas die linke Spur blockierst,
solltest Du über den kauf eines schnelleren Autos
nachdenken... (ducaticorse21)

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Beitrag von Wikinger » 08 Mär 2006, 17:42

Die Einteilung sieht aus, als ob es bei Omega egal ist 30m oder 100m wadi zu sein. :?:
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.

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andreaseck
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Beitrag von andreaseck » 08 Mär 2006, 18:25

CF hat geschrieben:Ganz klar:
100 ist nicht gleich 100m.
so ist 100m bei Rolex wirklich 100 Tauchfest, bei anderen Marken würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen für das, was auf dem ZB steht.
Hallo Christian

Mit Deiner SD hast Du ja genügend Reserve :wink:

Gruß
Andreas

observer
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Beitrag von observer » 08 Mär 2006, 19:12

Thomas H. Ernst hat geschrieben:Entscheidend für eine zuverlässige Wasser-Dichtigkeit ist die die Stabilität des Gehäuses an den empfindlichen Stellen, die Art und Qualität der Dichtungstechnik und der Glassitz.
Wenn ich Glassitz lese, fällt mir das Rolex-Stülpglas ein.
Wie stabil und zuverlässig ist die Glaskonstruktion der Seadweller?

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Thomas H. Ernst
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Beitrag von Thomas H. Ernst » 09 Mär 2006, 00:52

observer hat geschrieben:Wie stabil und zuverlässig ist die Glaskonstruktion der Seadweller?
Nach 2 Jahren Sea Dweller kann ich da noch nicht viel über die Zuverlässigkeit sagen. Jedenfalls ist die Technik eindeutig besser als bei den anderen Sporties.
Grüsse Thomas
Euer Board-Admin

CF
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Beitrag von CF » 09 Mär 2006, 19:40

also meiner SD vertraue ich auch nach fast 5 Jahren. wasserdichtheit ist gar kein Problem. auch Sauna nicht, obwohl ma das ja nicht machen sollte.
aber warum ist denn die SD Technik besser als die der Sub lieber :?: Thomas :?:

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