IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

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Mario88
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IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von Mario88 » 04 Nov 2018, 11:27

Hallo zusammen

Ich melde mich auch wieder einmal. Und zwar habe ich Fragen zu einer kürzlich durgeführen Revision an meinem Doppelchrono 3711

Siehe:
https://forum.watchtime.ch/viewtopic.php?t=66860

Ich wollte das Werk revidieren lassen, da die Uhr einen ordentlichen Vorlauf hatte. Ich bin dafür in der Boutique in Schaffhausen vorbei gegangen um die Uhr ab zu geben.
In der Boutique wurde schriftlich festgehalten, dass das Gehäuse nicht aufgefrischt werden soll und Zeiger und Zifferblatt nicht ausgetauscht werden.

Als ich die Uhr dann zwei Wochem später abgeholt habe, stellte ich fest, dass das Gehäuse komplett poliert war, neue Zeiger eingesetzt waren und was am schlimmsten ist, eine andere Datumsscheibe eingesetzt wurde. Die neue Scheibe hat farblich und von der Schriftart her überhaupt nicht zur Tagesanzeige gepasst. Zähneknirschend habe ich die Uhr dann mitgenommen. Da es mir aber keine Ruhe gelassen hat, habe ich bei IWC nachgefragt ob die Scheibe ausgewechselt werden kann. Das wurde dann auch anstandslos gemacht, jedach passt es noch immer nicht. Kann mir jemand aus dem Forum sagen wiso eine Datumsscheibe ausgetauscht wird? Kann diese bei der Revi beschädigt werden?

Besten Dank und liebe Grüsse

Mario

möhne
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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von möhne » 04 Nov 2018, 13:13

Hallo Mario,


meine letzte Revi Erfahrung:

Ich hatte eine Golf Club Damenuhr zur Revision gegeben, mit der ausdrücklichen (schriftlichen) Maßgabe, Blatt, Zeigerspiel, Gehäuse und Krone unangetastet zu lassen. Lediglich Werk auffrischen.

Im Kostenvoranschlag war dann Tausch des Blatts usw usf angeboten und enthalten. Auf Nachfrage kam dann die Aussage, dass ginge nur so. Preis 1090.- € :shock: :angry: für eine Zweizeigeruhr ohne Datum.....

Da ich keine vollumfängliche Revi haben wollte, habe ich das Angebot nicht angenommen, Uhr sollte zurück an Konzi. Dann kam Bewegung in die Schweizer :D , ginge doch so, allerdings müsste die Krone getauscht werden. Auf Nachfrage kam dann Info, ist auch eine Krone mit Fisch, war also ok für mich. Alte Krone wollte ich aber zurück, ging erst nicht, dann doch. Kindergartenniveau!

Wir haben die Uhr am Freitag beim Konzi abgeholt, alles war wie beauftragt. Preis 1090.- € :?: .

An deiner Stelle würde ich die Arbeiten reklamieren, da du die Arbeiten ja ausdrücklich nicht so bestellt hattest. Keine Ahnung, ob man die Datumsscheibe bei einer Revi beschädigen kann. Aber selbst wenn so etwas passiert, sollte doch das Original als Ersatz eingebaut werden.

Gruss!


Klaus

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3fe
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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von 3fe » 04 Nov 2018, 14:37

Mario, das ist keine gute Geschichte. Klaus, du meine Güte, was ist denn das für ein Preis. :shock:

Ich hatte bis anhin mit IWC bei Revisionen keinerlei Beanstandungen. Seinerzeit mit meiner Portofino alles problemlos und dieses Jahr hatte ich die AT in SH. Werksrevi (ohne Austausch von Blatt, Zeiger, Krone und Perle - schriftlich festgehalten) inkl. Aufarbeitung Gehäuse und Band (Titan) für 560,- CHF.
Beste Grüsse
Jörg


If you see a toilet in your dream, do not use it. It's a trap.

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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von gatewnrw » 04 Nov 2018, 18:10

möhne hat geschrieben:
04 Nov 2018, 13:13
Hallo Mario,


meine letzte Revi Erfahrung:


Im Kostenvoranschlag war dann Tausch des Blatts usw usf angeboten und enthalten. Auf Nachfrage kam dann die Aussage, dass ginge nur so. Preis 1090.-:shock: :angry: für eine Zweizeigeruhr ohne Datum.....


Wir haben die Uhr am Freitag beim Konzi abgeholt, alles war wie beauftragt. Preis 1090.- € :?: .

Aber selbst wenn so etwas passiert, sollte doch das Original als Ersatz eingebaut werden.

Gruss!


Klaus
@Mario

jetzt darfst Du bitte noch den Preis für die Revi der etwas komplizierteren Uhr hier preisgeben, bitte.

(für das 400er ElPrimero wollte man vor Jahren mal rd. 1 K Euro, das kann man durchaus nachvollziehen, aber Zweizeiger? )

@Klaus, was tickt denn in der Zweizeiger, bitte, sage nicht ETA.

LG Peter
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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von MCG » 04 Nov 2018, 18:18

was tickt denn in der Zweizeiger, bitte, sage nicht ETA.
Eher nicht, dann wärens üblicherweise 3 Zeiger… :oops:
LG aus Mostindien - Markus

baghipapa
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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von baghipapa » 04 Nov 2018, 18:24

Egal was da tickt, nix rechtfertigt über 1000 Taler für ne reine Werksrevision bei einer Uhr ohne Komplikation.

Mitlesende Uhrmacher kriegen hier die Kretze, Pickel, Plaque und sonst was, wenn sie das lesen. Ich schätze, der lokale Uhrmacher hätte ohne Diskussionen wunschgemäß nur die Werksrevision für ein Drittel gemacht und sich einen Ast gelacht.
Http://www.williams-hill.org
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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von Andi » 04 Nov 2018, 18:34

baghipapa hat geschrieben:
04 Nov 2018, 18:24
Egal was da tickt, nix rechtfertigt über 1000 Taler für ne reine Werksrevision bei einer Uhr ohne Komplikation.

Mitlesende Uhrmacher kriegen hier die Kretze, Pickel, Plaque und sonst was, wenn sie das lesen. Ich schätze, der lokale Uhrmacher hätte ohne Diskussionen wunschgemäß nur die Werksrevision für ein Drittel gemacht und sich einen Ast gelacht.
Ja, dafür wird ja auch weiterhin an den Stühlen von fähigen freien Uhrmachern gesägt, zum Wohle der großen Konzerne, eine schöne Welt die die Geister riefen.........................
Viele Grüße Andi!

Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein

gatewnrw
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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von gatewnrw » 04 Nov 2018, 19:37

MCG hat geschrieben:
04 Nov 2018, 18:18
was tickt denn in der Zweizeiger, bitte, sage nicht ETA.
Eher nicht, dann wärens üblicherweise 3 Zeiger… :oops:
Markus, den von mir gezeichneten Einzeiger wollte ein Uhrmacher auch nicht realisieren (zu kompliziert) - heute heißt das Meisternachahmer - die Kunst des Weglassens ist nicht immer einfach, in diesem Fall würde sogar ich mich trauen, einen Zeiger rauszurupfen, wir müßten uns nur vorher einigen, welchen!

LG Peter

oder bin ich so auf dem Holzwege?
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Mario88
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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von Mario88 » 04 Nov 2018, 19:50

gatewnrw hat geschrieben:
04 Nov 2018, 18:10
möhne hat geschrieben:
04 Nov 2018, 13:13
Hallo Mario,


meine letzte Revi Erfahrung:


Im Kostenvoranschlag war dann Tausch des Blatts usw usf angeboten und enthalten. Auf Nachfrage kam dann die Aussage, dass ginge nur so. Preis 1090.-:shock: :angry: für eine Zweizeigeruhr ohne Datum.....


Wir haben die Uhr am Freitag beim Konzi abgeholt, alles war wie beauftragt. Preis 1090.- € :?: .

Aber selbst wenn so etwas passiert, sollte doch das Original als Ersatz eingebaut werden.

Gruss!


Klaus
@Mario

jetzt darfst Du bitte noch den Preis für die Revi der etwas komplizierteren Uhr hier preisgeben, bitte.

(für das 400er ElPrimero wollte man vor Jahren mal rd. 1 K Euro, das kann man durchaus nachvollziehen, aber Zweizeiger? )

@Klaus, was tickt denn in der Zweizeiger, bitte, sage nicht ETA.

LG Peter
@ Peter

Die Revi hat 590.-- Franken gekostet.

Was ich einfach nicht verstehe ist das im Serviceprotokol nicht erwähnt wird das die Datumsscheibe getauscht wurde. Es kommt mir fast so vor als wolle man das verheimlichen. Sieht aber ein Blinder das die nicht in die Uhr gehört...

Ich werde den zuständigen Uhrmachen anschreiben ob er die originale Scheibe rausrücken kann.

Gruss Mario

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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von lottemann » 04 Nov 2018, 20:04

Leute, habt Ihr noch alle Lampen am Leuchter?????

1090 Euro für eine Zweizeigerrevision!

:rofl: :rofl: :rofl:

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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von mhanke » 04 Nov 2018, 20:29

Bei meiner Breitling wurde im Zuge einer (Garantie-)Reparatur auch die Datumsscheibe des B01 gewechselt, ohne dies am Lieferschein auszuweisen. Der Vergleich mit meinem anderen B01-Chrono zeigt deutlich die neue Scheibe in der schwarzen "Raven":
Bild

Allerdings ist hier keine Tagesanzeige, deren Typographie nun nicht mehr passen würde.

Marcus
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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von baghipapa » 04 Nov 2018, 20:41

lottemann hat geschrieben:
04 Nov 2018, 20:04
Leute, habt Ihr noch alle Lampen am Leuchter?????

1090 Euro für eine Zweizeigerrevision!

:rofl: :rofl: :rofl:
So toll kann kein Espresso schmecken, so viel Schampus gibt es nicht, die Jahresproduktion an Puderzucker reicht nicht aus, dass man so viele Kohle hinlegt für ne Revi, die wahrscheinlich der Azubi machen kann.

Aber man kann dann sagen, war beim Hersteller zur Revi.
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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von MCG » 04 Nov 2018, 20:54

mhanke hat geschrieben:
04 Nov 2018, 20:29
Bei meiner Breitling wurde im Zuge einer (Garantie-)Reparatur auch die Datumsscheibe des B01 gewechselt, ohne dies am Lieferschein auszuweisen. Der Vergleich mit meinem anderen B01-Chrono zeigt deutlich die neue Scheibe in der schwarzen "Raven":
Bild

Allerdings ist hier keine Tagesanzeige, deren Typographie nun nicht mehr passen würde.

Marcus
Und ehrlicherweise, wie Du damals schon selber bemerkt hast, passt sie auch noch besser!
Aber ich verstehe nucht wieso man die alte Ware nicht mehr zurück kriegt! :angry:
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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von MCG » 04 Nov 2018, 20:56

gatewnrw hat geschrieben:
04 Nov 2018, 19:37
MCG hat geschrieben:
04 Nov 2018, 18:18
was tickt denn in der Zweizeiger, bitte, sage nicht ETA.
Eher nicht, dann wärens üblicherweise 3 Zeiger… :oops:
Markus, den von mir gezeichneten Einzeiger wollte ein Uhrmacher auch nicht realisieren (zu kompliziert) - heute heißt das Meisternachahmer - die Kunst des Weglassens ist nicht immer einfach, in diesem Fall würde sogar ich mich trauen, einen Zeiger rauszurupfen, wir müßten uns nur vorher einigen, welchen!

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oder bin ich so auf dem Holzwege?
Nein bist Du nicht! Habs bis anhin einfach selten bis nie gesehen … 🤷🏼‍♂️
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Re: IWC, seltsames Vorgehen bei Revision

Beitrag von r.as. » 04 Nov 2018, 21:16

Wohl mittlerweile alle Hersteller folgen der Politik von Rolex:
mit dem sogenannten Kaufakt erfolgt aus Sicht der Hersteller keinesfalls ein Eigentumsübergang - wir verwalten lediglich eine Leihgabe (und das ist leider keine Ironie).
Rolf

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