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Re: Fortis Flieger 595.10.11.M Aufzug defekt

Verfasst: 28 Feb 2019, 21:11
von MCG
Williw hat geschrieben: 28 Feb 2019, 20:13 So, jetzt habe ich meine gute alte Fortis Repariert bekommen. Es war ein Zahn ausgebrochen. Die Uhr war 5 Tage beim Uhrmacher. Er hat ganz schön geflucht, weil viele Späne oder Schmutz im Werk waren. Nach seinen Aussagen hat er sei komplett zerlegt, gereinigt, defekte Teile erneuert.
Beim Gedanken was auf mich zukommt war mir total übel.

Und jetzt der Preis:

85 € tuto completto. da waren dann noch 5€ Trinkgeld drin.
Schön! :thumbsup:
Versteh ich nicht - die Diskrepanz zu den 350€ 🤷🏼‍♂️🙄
Aber ich muss auch nicht alles verstehen... :wink:

Re: Fortis Flieger 595.10.11.M Aufzug defekt

Verfasst: 01 Mär 2019, 09:03
von retroman
cool runnings hat geschrieben: 28 Feb 2019, 21:08 Um das besser einordnen zu können, eine Frage an die Uhrmacher hier: Wie viel Zeit benötigt man denn fürs Zerlegen, Reinigen und Zusammenbauen bei einem 2824-2?
Also ich könnte davon nicht leben. Wenn man aber 5 Stück am Tag davon macht, ginge das schon. Mit Gehäusereinigung, evt. etwas aufarbeiten berechne ich zwischen 180 und 200 €

Und um die Frage zu beantworten: ca 2 Stunden, wenn alles gut läuft und nichts runterfällt.

Re: Fortis Flieger 595.10.11.M Aufzug defekt

Verfasst: 01 Mär 2019, 09:56
von cool runnings
retroman hat geschrieben: 01 Mär 2019, 09:03
cool runnings hat geschrieben: 28 Feb 2019, 21:08 Um das besser einordnen zu können, eine Frage an die Uhrmacher hier: Wie viel Zeit benötigt man denn fürs Zerlegen, Reinigen und Zusammenbauen bei einem 2824-2?
Also ich könnte davon nicht leben. Wenn man aber 5 Stück am Tag davon macht, ginge das schon. Mit Gehäusereinigung, evt. etwas aufarbeiten berechne ich zwischen 180 und 200 €

Und um die Frage zu beantworten: ca 2 Stunden, wenn alles gut läuft und nichts runterfällt.
Danke für die Info, Rainer. Das ist auch das, was ich geschätzt habe. Um so mehr wundert mich der Preis von € 85,- . Ein Stundensatz von € 40,- als Unternehmer erscheint mir auch zu wenig, wenn man damit auch noch etwas verdienen möchte.

Re: Fortis Flieger 595.10.11.M Aufzug defekt

Verfasst: 01 Mär 2019, 10:10
von Heinz-Jürgen
cool runnings hat geschrieben: 01 Mär 2019, 09:56
retroman hat geschrieben: 01 Mär 2019, 09:03
cool runnings hat geschrieben: 28 Feb 2019, 21:08 Um das besser einordnen zu können, eine Frage an die Uhrmacher hier: Wie viel Zeit benötigt man denn fürs Zerlegen, Reinigen und Zusammenbauen bei einem 2824-2?
Also ich könnte davon nicht leben. Wenn man aber 5 Stück am Tag davon macht, ginge das schon. Mit Gehäusereinigung, evt. etwas aufarbeiten berechne ich zwischen 180 und 200 €

Und um die Frage zu beantworten: ca 2 Stunden, wenn alles gut läuft und nichts runterfällt.
Danke für die Info, Rainer. Das ist auch das, was ich geschätzt habe. Um so mehr wundert mich der Preis von € 85,- . Ein Stundensatz von € 40,- als Unternehmer erscheint mir auch zu wenig, wenn man damit auch noch etwas verdienen möchte.
Ohne den Laden zu kennen, kann man das nicht beurteilen. Wenn man voraussetzt, dass er des Rechnens fähig ist, kann auch eine niedrige Kalkulation auskömmlich sein.

Im Handwerk gibt es selbst innerhalb der Gewerke große Preisspannen bei den Stundenlöhnen. Die einen kommen zurecht, die anderen wissen manchmal aber auch gar nicht, dass sie schon pleite sind.

Re: Fortis Flieger 595.10.11.M Aufzug defekt

Verfasst: 01 Mär 2019, 10:47
von hermann
Hallo

85,- hört sich aber eher nach einer Teilreparatur an.
Ein Teil (Aufzug) + Porto kann schon mal locker 20,- bis 30,-€ alleine kosten. Arbeitszeit + Steuer kommt noch dazu. Und ein Gewinn sollte auch übrig bleiben.
Das geht sich bei einem kompletten Service vorne und hinten nicht aus.
Auch ein alleine lebender kinderloser Uhrmacher der im Keller seines eigenen Hauses arbeitet, muss Betriebskosten, Versicherungen und all das Zeugs was man so zum Leben braucht, finanzieren können. :wink:

Gruß hermann

Re: Fortis Flieger 595.10.11.M Aufzug defekt

Verfasst: 08 Mär 2019, 09:28
von haspe1
hermann hat geschrieben: 01 Mär 2019, 10:47 Hallo

...ein alleine lebender kinderloser Uhrmacher der im Keller seines eigenen Hauses arbeitet, muss Betriebskosten, Versicherungen und all das Zeugs was man so zum Leben braucht, finanzieren können. :wink:

Gruß hermann
Ein Uhrmacher, der sein Handwerk ernst nimmt, ist ganz selbstverständlich allein lebend und kinderlos, arbeitet im Keller (ohne Fenster), nur ein eigenes Haus sollte er sich eigentlich nicht leisten können.

:D

Scherz beiseite: Ich bewundere, dass es doch einige engagierte Menschen gibt, die das Abenteuer wagen, sich in ihrem Beruf auf Service-Arbeiten einzulassen, eigendenk der Tatsache, dass bei uns in Europa die Arbeitskosten (infolge Steuern und Sozialabgaben und dann kommen noch die Betriebskosten dazu) sehr hoch sind, verglichen mit dem Preis von neuen Produkten (zumindest in vielen Produkt-Kategorien) und verglichen mit dem Netto-Lohn der Kunden und Zahler dieser Service-Leistungen.

Leider muss ein "Normal-Verdiener" einige Stunden arbeiten, damit er sich den Stundensatz eines Uhrmachers oder Auto-Spenglers oder Installateurs oder... leisten kann und das kommt nicht daher, dass diese Handwerker ungemein raffgierig wären, sondern dass sie schlicht leben müssen, hohe Steuern und Sozialabgaben zu leisten haben und das ganze drumherum bezahlen müssen.

Hannes