T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

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Andi
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T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von Andi » 26 Dez 2018, 17:32

Ich komme einfach nicht weiter, die letzten Wochen habe ich nun schon an zig verschieden Orten versucht den Kompass meiner T-Touch Solar zu Kalibrieren, nichts!

Hatte noch Jemand solche Probleme und eine gescheite Lösung parat 🤷‍♂️
Viele Grüße Andi!

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MCG
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Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von MCG » 26 Dez 2018, 18:26

Was meinst Du mit nichts?
Hast Du einen Referenz Kompass?
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Andi
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Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von Andi » 26 Dez 2018, 19:09

Es gibt die Möglichkeit den Kompass zu Kalibrieren.

Das Problem ist nun gelöst: während ich vorher im Kalibriermodus immer in 20 Sekunden einmal die Uhr gedreht hatte, habe ich die Uhr nun deutlicher zügiger im Uhrzeigermodus gedreht (in den 20 Sekunden nun 1 1/2 mal).

Nun hat die Kalibrierung funktioniert :thumbsup:

Muss man auch erstmal drauf kommen :D
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walter
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Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von walter » 26 Dez 2018, 22:18

Modernes Zeug halt...mein Kompass muss nicht kalibriert werden :whistling:
Walter

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Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von Radiopirat » 27 Dez 2018, 13:19

Andi hat geschrieben:
26 Dez 2018, 19:09
Es gibt die Möglichkeit den Kompass zu Kalibrieren.

Das Problem ist nun gelöst: während ich vorher im Kalibriermodus immer in 20 Sekunden einmal die Uhr gedreht hatte, habe ich die Uhr nun deutlicher zügiger im Uhrzeigermodus gedreht (in den 20 Sekunden nun 1 1/2 mal).

Nun hat die Kalibrierung funktioniert :thumbsup:

Muss man auch erstmal drauf kommen :D
Das "maximal 20 Sekunden" in der Bedienungsanleitung ist aus meiner Sicht falsch formuliert, da gebe ich dir Recht!
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Ralf
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Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von Ralf » 27 Dez 2018, 15:14

walter hat geschrieben:
26 Dez 2018, 22:18
Modernes Zeug halt...mein Kompass muss nicht kalibriert werden :whistling:
Walter
  • Die Übersetzer der Bedienungsanleitungen sind halt leider öfters aus dem Tal der Ahnungslosen. Kompass wird nicht kalibriert, sondern kompensiert.
  • Jeder Kompass, der Störmagnetfeldern ausgesetzt ist zeigt entweder falsch an oder man kompensiert ihn.
  • Wenn Dein Kompass keine Kompensationseinrichtung hat, dann kann man ihn nicht kompensieren, mit "muss" hat das nichts zu tun.
  • Das Thema ist so alt wie die Verwendung von Eisen im Schiffbau. Professionelle Schiffskompasse haben deswegen eine Kompensationsvorrichtung. Auch die rein mit drehendem Magnet. Ist aber eine echte Sch****arbeit.
    Bild
    Bild einer Kompensationseinrichtung für Schiffsmagnetkompass aus dem http://compassmuseum.com
  • Bei dem modernen Zeug (Fluxgate u.ä.) reicht bei horizontal eingebauten Kompassen eine 360° Drehung, bei frei beweglichen 3 Drehungen im Raum, den Rest macht das Zeug automatisch. Das ist eine dramatische Verbesserung.
  • Ich hab meinen alten Breithaupt Kompass auch nicht weggeworfen. Sieht gut aus, echte Feinwerktechnik. Nur wenn ich tatsächlich eine brauche, dann nehme ich den Garmin - mit Kompensation.
Man liest sich!

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Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von Andi » 27 Dez 2018, 16:21

Den Breithaupt nutze ich immer noch, allerdings gerade auch erst die Dose erneuert, da vorher eine Luftblase drin war. Anders gesprochen, der Breithaupt war fast trocken.
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Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von Radiopirat » 30 Dez 2018, 15:24

Ralf hat geschrieben:
27 Dez 2018, 15:14
walter hat geschrieben:
26 Dez 2018, 22:18
Modernes Zeug halt...mein Kompass muss nicht kalibriert werden :whistling:
Walter
  • Die Übersetzer der Bedienungsanleitungen sind halt leider öfters aus dem Tal der Ahnungslosen. Kompass wird nicht kalibriert, sondern kompensiert.
  • Jeder Kompass, der Störmagnetfeldern ausgesetzt ist zeigt entweder falsch an oder man kompensiert ihn.
  • Wenn Dein Kompass keine Kompensationseinrichtung hat, dann kann man ihn nicht kompensieren, mit "muss" hat das nichts zu tun.
  • Das Thema ist so alt wie die Verwendung von Eisen im Schiffbau. Professionelle Schiffskompasse haben deswegen eine Kompensationsvorrichtung. Auch die rein mit drehendem Magnet. Ist aber eine echte Sch****arbeit.
    Bild
    Bild einer Kompensationseinrichtung für Schiffsmagnetkompass aus dem http://compassmuseum.com
  • Bei dem modernen Zeug (Fluxgate u.ä.) reicht bei horizontal eingebauten Kompassen eine 360° Drehung, bei frei beweglichen 3 Drehungen im Raum, den Rest macht das Zeug automatisch. Das ist eine dramatische Verbesserung.
  • Ich hab meinen alten Breithaupt Kompass auch nicht weggeworfen. Sieht gut aus, echte Feinwerktechnik. Nur wenn ich tatsächlich eine brauche, dann nehme ich den Garmin - mit Kompensation.
Danke für die Infos! Wie kompensierst du denn den Garmin z.B. in der Nähe eines Lenkrades? Das macht mir immer am meisten Probleme. Und weisst du eventuell eine aktuell zugängliche Seite für Werte zur Deklinations-Korrektur? Die "Ami"-Seite ist aktuell down...
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Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von Andi » 30 Dez 2018, 15:35

Ich nehme die hier und gebe die Koordinate ein.
http://www-app3.gfz-potsdam.de/Declinat ... ncalc.html
Viele Grüße Andi!

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Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von Radiopirat » 30 Dez 2018, 16:10

Andi hat geschrieben:
30 Dez 2018, 15:35
Ich nehme die hier und gebe die Koordinate ein.
http://www-app3.gfz-potsdam.de/Declinat ... ncalc.html
Ahhh... super! Herzlichen Dank - jetzt kann ich die T-Touch endlich wieder fertig einstellen.
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Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von Ralf » 30 Dez 2018, 17:32

Also Achtung, jetzt kommt Physik. Geht aber nicht ohne.

Die Differenz zwischen Richtung zum Nordpol und der Anzeige des Kompasses nennt man metrologisch Messabweichung und nautisch Fehlweisung. Ich bleib jetzt mal mehr bei den nautischen Begriffen.

Die Fehlweisung setzt sich aus zwei Teilen zusammen: der Missweisung (englisch Declination, deutsch nautisch Deklination) und der Ablenkung (englisch Deviation, was auch deutsch nautisch gebräuchlich ist).

Deklination ist die Abweichung des Erdmagnetfeldes selber. Grundsätzlich, weil magnetischer und geografischer Nordpol nicht übereinstimmen, aber auch, weil die Erde keine perfekte Kugel ist und magnetisch ziemlich inhomogen.

Bild von Wikipedia (Datum steht oben rechts drauf):

Bild

Der Wert steht in Karten, wobei er alle paar Jahre aktualisiert werden muss, in Tabellenwerken (dito.) oder neumodisch wie oben genannt im Internet.

Der Fehler wird nicht magnetisch kompensiert, sondern wird bei jeder Peilung, Kurs, o.ä. rechnerisch beseitigt.

Kompensiert wird, wenn und soweit möglich, die Deviation. Hierbei handelt es sich um das Magnetfeld, das um den Kompass herum ist und sich mit ihm mit bewegt. Man spricht deswegen auch vom Fahrzeugmagnetfeld. Selbst wenn man das Feld kennt, rechnen ist hier schwieriger, weil es an einem Ort keine Konstante ist, die man einfach subtrahieren kann. die Wirkung ist richtungsabhängig. Deswegen versucht man bei Kompassen, die mit Stahl (Auto, Schiff, ...) oder elektrischen Strom (Auto, GPS, ....) verbunden sind, sie zu kompensieren. Handkompasse normalerweise nicht, weil das Störfeld, das sich mit beweget eher am Mensch hängt und der sich zu oft ändert.

Nehmen wir mal das angesprochen Beispiel Auto und weiterhin, dass es zufälliger weise so magnetisiert ist, dass vorne der Nordpol und hinten am Heck der Südpol wäre. Stärke so 10 µT (Erdfeld horizontal in Mitteleurop sind rund 20 µT). Fährt man jetzt nach Norden, stimmt der Kompass, da beide Magnetfelder in die selbe Richtung zeigen, halt mit 20 + 10 = 30 µT. Nach Süden stimmts auch, aber jetzt 20 - 10 = 10 µT. Aber nach Osten überlagern sich die beiden Magnetfelder atan( 10/20 ) ~26° weicht die Nadel nach Osten ab. Nach Westen im Prinzip das Selbe nur mit umgekehrtem Vorzeichen.

Wenn man einen Kompass hat, der nicht nur die Richtung misst, sondern auch die Feldstärke, dann gehts wie oben mit der Drehen. Wenn keine Deviation (mitdrehendes Fahrzeugmagnetfeld) vorliegt, dann ist bei einer Umdrehung das Vektorintegral Null ( vereinfacht +20µT für Nord, 0µT für Ost, -20µT für Süd und 0µT für West, macht zusammen 0 ), Wenn aber das relativ zum Kompass konstante Magnetfeld dazu kommt, dann nicht ( vereinfacht +30µT für Nord, 22,4µT für Ost, -10µT für Süd und 22,4µT für West, macht zusammen 65 !!! ) Maximum und Minimum zeigen die Richtung des Fahrzeugmagnetfeldes, die halbe Differenz der beiden Extrema die Stärke. Dreidimensional wirds etwas komplizierter, aber im Prinzip das gleiche. Wenn der Kompass, dann auch noch alles selber rechnen kann, dann ist man einige Probleme ziemlich einfach los.

Schiffe und Flugzeuge machen tatsächlich den Vollkreis, um den Fehler zu messen. Magnetkompass als Reservesystem bei Ausfall der Elektronik ist dort vorgeschrieben. Bei Kraftfahrzeugen ist das mit dem Vollkreis etwas zu blöde, deswegen nutzen GPS Systeme dort oft ein anderes Verfahren, sie berechnen die Kompassrichtung aus der Differenz der Koordinaten, sobald eine nennenswerte Geschwindigkeit, also eine genügende Basistrecke für die Winkelberechnung vorliegt. Machen sowohl mein Garmin als auch das Festeingebaute, deswegen brauch ich am Lenkrad gar nix tun. Stehend muss ich halt aufs Festeingebaute gucken. Ich bin da extrem konservativ, das Teil ist auf Norden immer oben eingestellt. Himmelrichtungen finde ich eindeutiger als Links und und das andere Links, nennt sich Allozentrisch.
Man liest sich!

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Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von r.as. » 31 Dez 2018, 14:03

Andi hat geschrieben:
27 Dez 2018, 16:21
Den Breithaupt nutze ich immer noch, allerdings gerade auch erst die Dose erneuert, da vorher eine Luftblase drin war. Anders gesprochen, der Breithaupt war fast trocken.
Hast du die Luftblase aufgehoben, denn die kannst du ja bei Bedarf als Ersatz in der Wasserwaage nehmen? 🤓
Ein fröhliches 2019!

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Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von C.95 » 31 Dez 2018, 14:27

Ralf hat geschrieben:
30 Dez 2018, 17:32
Also Achtung, jetzt kommt Physik. Geht aber nicht ohne.

Die Differenz zwischen Richtung zum Nordpol und der Anzeige des Kompasses nennt man metrologisch Messabweichung und nautisch Fehlweisung. Ich bleib jetzt mal mehr bei den nautischen Begriffen.

Die Fehlweisung setzt sich aus zwei Teilen zusammen: der Missweisung (englisch Declination, deutsch nautisch Deklination) und der Ablenkung (englisch Deviation, was auch deutsch nautisch gebräuchlich ist).

Deklination ist die Abweichung des Erdmagnetfeldes selber. Grundsätzlich, weil magnetischer und geografischer Nordpol nicht übereinstimmen, aber auch, weil die Erde keine perfekte Kugel ist und magnetisch ziemlich inhomogen.

Bild von Wikipedia (Datum steht oben rechts drauf):

Bild

Der Wert steht in Karten, wobei er alle paar Jahre aktualisiert werden muss, in Tabellenwerken (dito.) oder neumodisch wie oben genannt im Internet.

Der Fehler wird nicht magnetisch kompensiert, sondern wird bei jeder Peilung, Kurs, o.ä. rechnerisch beseitigt.

Kompensiert wird, wenn und soweit möglich, die Deviation. Hierbei handelt es sich um das Magnetfeld, das um den Kompass herum ist und sich mit ihm mit bewegt. Man spricht deswegen auch vom Fahrzeugmagnetfeld. Selbst wenn man das Feld kennt, rechnen ist hier schwieriger, weil es an einem Ort keine Konstante ist, die man einfach subtrahieren kann. die Wirkung ist richtungsabhängig. Deswegen versucht man bei Kompassen, die mit Stahl (Auto, Schiff, ...) oder elektrischen Strom (Auto, GPS, ....) verbunden sind, sie zu kompensieren. Handkompasse normalerweise nicht, weil das Störfeld, das sich mit beweget eher am Mensch hängt und der sich zu oft ändert.

Nehmen wir mal das angesprochen Beispiel Auto und weiterhin, dass es zufälliger weise so magnetisiert ist, dass vorne der Nordpol und hinten am Heck der Südpol wäre. Stärke so 10 µT (Erdfeld horizontal in Mitteleurop sind rund 20 µT). Fährt man jetzt nach Norden, stimmt der Kompass, da beide Magnetfelder in die selbe Richtung zeigen, halt mit 20 + 10 = 30 µT. Nach Süden stimmts auch, aber jetzt 20 - 10 = 10 µT. Aber nach Osten überlagern sich die beiden Magnetfelder atan( 10/20 ) ~26° weicht die Nadel nach Osten ab. Nach Westen im Prinzip das Selbe nur mit umgekehrtem Vorzeichen.

Wenn man einen Kompass hat, der nicht nur die Richtung misst, sondern auch die Feldstärke, dann gehts wie oben mit der Drehen. Wenn keine Deviation (mitdrehendes Fahrzeugmagnetfeld) vorliegt, dann ist bei einer Umdrehung das Vektorintegral Null ( vereinfacht +20µT für Nord, 0µT für Ost, -20µT für Süd und 0µT für West, macht zusammen 0 ), Wenn aber das relativ zum Kompass konstante Magnetfeld dazu kommt, dann nicht ( vereinfacht +30µT für Nord, 22,4µT für Ost, -10µT für Süd und 22,4µT für West, macht zusammen 65 !!! ) Maximum und Minimum zeigen die Richtung des Fahrzeugmagnetfeldes, die halbe Differenz der beiden Extrema die Stärke. Dreidimensional wirds etwas komplizierter, aber im Prinzip das gleiche. Wenn der Kompass, dann auch noch alles selber rechnen kann, dann ist man einige Probleme ziemlich einfach los.

Schiffe und Flugzeuge machen tatsächlich den Vollkreis, um den Fehler zu messen. Magnetkompass als Reservesystem bei Ausfall der Elektronik ist dort vorgeschrieben. Bei Kraftfahrzeugen ist das mit dem Vollkreis etwas zu blöde, deswegen nutzen GPS Systeme dort oft ein anderes Verfahren, sie berechnen die Kompassrichtung aus der Differenz der Koordinaten, sobald eine nennenswerte Geschwindigkeit, also eine genügende Basistrecke für die Winkelberechnung vorliegt. Machen sowohl mein Garmin als auch das Festeingebaute, deswegen brauch ich am Lenkrad gar nix tun. Stehend muss ich halt aufs Festeingebaute gucken. Ich bin da extrem konservativ, das Teil ist auf Norden immer oben eingestellt. Himmelrichtungen finde ich eindeutiger als Links und und das andere Links, nennt sich Allozentrisch.
Vielen Dank Ralf.

für die sehr interessanten Infos und den Aufwand dazu.

Verdeutlicht auch anschaulich, warum in nicht so ferner Vergangenheit ein Astro-Compass zur Flugausrüstung gehörte, um u.a. den Kompass anhand der Messungen damit korrigieren zu können.

Beste Grüße

Heiko

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Tätigkeit: Staatlich geprüfter Zeltaufbauer....

Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von Andi » 31 Dez 2018, 14:33

r.as. hat geschrieben:
31 Dez 2018, 14:03
Andi hat geschrieben:
27 Dez 2018, 16:21
Den Breithaupt nutze ich immer noch, allerdings gerade auch erst die Dose erneuert, da vorher eine Luftblase drin war. Anders gesprochen, der Breithaupt war fast trocken.
Hast du die Luftblase aufgehoben, denn die kannst du ja bei Bedarf als Ersatz in der Wasserwaage nehmen? 🤓
Ein fröhliches 2019!
Shit, zu spät🤔😂
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Interessen: Laser, Funk, Musik, Schönwettertauchen (PADI AOWD)

Re: T-Touch Solar Kompass lässt sich nicht kalibrieren

Beitrag von Radiopirat » 01 Jan 2019, 15:37

Ralf hat geschrieben:
30 Dez 2018, 17:32
Also Achtung, jetzt kommt Physik. Geht aber nicht ohne.
...
Es ist bemerkenswert und spricht sehr für dieses Forum, solche Informationen hier vorzufinden - vielen lieben Dank, Ralf! Im Grundsatz habe ich das nun verstanden. In der Praxis weiss ich aber immer noch nicht, mit welchen Hilfsmitteln ich am besten operieren soll.

Meine bisherigen Garmins liessen mich wählen, ab welcher Geschwindigkeit das Gerät die aus den GPS-Daten errechneten Himmelsrichtungen angeben soll. Das funktioniert in der Regel auch sehr gut und ohne Probleme. Wir aber diese Schwellengeschwindigkeit unterschritten, wechseln diese Garmins in einen magnetischen Kompassmodus. Und nun beginnen meine Probleme. Ich muss dann oft in schneller Folge entweder hinter dem Steuer oder ausserhalb des Fahrzeugs nach Himmelsrichtungen navigieren können. Ausserhalb geht in der Regel ohne grössere Probleme, ich "kalibriere" dann den Kompass (T-Touch oder Garmin) gemäss Anleitung. Kaum setze ich mich ins Fahrzeug (nur 1 hat ein eingebautes Navi, allerdings mit einer sehr trägen Himmelsrichtungs-Anzeige; die anderen beiden besitzen viele Aussenteile aus Kunststoff), beeinträchtigt vor allem das Lenkrad die Feststellung der Himmelsrichtung sehr. Dabei spielt auch die Stellung des Lenkrades - also wo die Speiche(n) steht/en - eine grosse Rolle. Darum habe ich zwei T-Touchs im Einsatz. Eine ist, zusammen mit dem Garmin, ausserhalb des Fahrzeugs, für alle Wertermittlungen ausserhalb des Fahrzeugs zuständig und am linken Handgelenk. Das klappt nicht schlecht. Das Garmin-Teil dient mir während dem Fahren dann sehr, das klappt ausnahmslos gut bis sehr gut. Und wenn ich stehe, kommt eine zweite T-Touch am rechten Handgelenk zum Einsatz. Diese habe ich genau eine gespreizte Handbreit vor dem Lenkrad, welches für diesen Zweck für einen Geradeauslauf ausgerichtet wurde, kalibriert. Das war aber unterm Strich ziemlich schwierig und gelingt auch nur jedes zehnt oder fünfzehnte Mal wirklich. Die Garmins versagten bei dieser Übung vollkommen, sprich es konnte auch bei gleichbleibendem Abstand zum Lenkrad keine Kalibrierung vollzogen werden.

Nun frage ich den Profi / die Profis, wie ich mir das Leben einfacher machen könnte. Kompensationseinrichtung oder Kompasse mit integrierter Kompensation in jedem genutzten Fahrzeug fest einbauen? Gibts da zahlbare Systeme, die empfohlen werden können?

Vielen Dank im Voraus für eure wertvollen Tipps!
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