Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

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lactor69
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Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von lactor69 » 02 Feb 2019, 18:10

Liebe Kollegen,

ich weiß, das Forum ersetzt nicht den Uhrmacher, aber dennoch möchte ich zunächst hier folgendes Problem schildern:

Ich besitze eine Breitling Superocean Heritage II mit dem Tudor-Werk MT5612. Die Uhr ist 8 Monate alt. Sie lief immer absolut genau, die Gangreserve liegt bei fast 4 Tagen :shock:

Im Januar habe ich eine 14-tägige Schiffsreise unternommen. Die ersten 7 Tage lief die Uhr komplett unauffällig. Ich habe sie Nachts immer abgelegt (Krone unten). Nach einer Woche ging sie morgens plötzlich 3 Stunden nach. Ich hatte nicht genau nachgeschaut sondern zunächst angenommen, sie wäre stehen geblieben. Ich habe sie aufgezogen, gestellt und wieder getragen. Aber in den darauffolgenden drei Nächten verlor sie über Nacht wieder jeweils ca. 2 Stunden (immer nur Nachts nach dem Ablegen, tagsüber am Arm lief sie perfekt).

Dann war die letzten zwei Urlaubstage plötzlich wieder alles okay.

Ich dachte zunächst, ich hätte zu wenig aufgezogen und die Gangreserve wäre zu niedrig, habe sie (wieder zu Hause) ablaufen lassen, aber die Uhr lief dann über drei Tage, ohne getragen zu werden. Und mit einer Gangabweichung von +2 Sekunden!

Es macht also wohl wenig Sinn, mit der Uhr jetzt bei einem Uhrmacher aufzuschlagen, da sie jetzt absolut unauffällig läuft. Aber gibt es irgendeine Erklärung für dieses Phänomen?

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MCG
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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von MCG » 02 Feb 2019, 18:27

lactor69 hat geschrieben:
02 Feb 2019, 18:10
Liebe Kollegen,

ich weiß, das Forum ersetzt nicht den Uhrmacher, aber dennoch möchte ich zunächst hier folgendes Problem schildern:

Ich besitze eine Breitling Superocean Heritage II mit dem Tudor-Werk MT5612. Die Uhr ist 8 Monate alt. Sie lief immer absolut genau, die Gangreserve liegt bei fast 4 Tagen :shock:

Im Januar habe ich eine 14-tägige Schiffsreise unternommen. Die ersten 7 Tage lief die Uhr komplett unauffällig. Ich habe sie Nachts immer abgelegt (Krone unten). Nach einer Woche ging sie morgens plötzlich 3 Stunden nach. Ich hatte nicht genau nachgeschaut sondern zunächst angenommen, sie wäre stehen geblieben. Ich habe sie aufgezogen, gestellt und wieder getragen. Aber in den darauffolgenden drei Nächten verlor sie über Nacht wieder jeweils ca. 2 Stunden (immer nur Nachts nach dem Ablegen, tagsüber am Arm lief sie perfekt).

Dann war die letzten zwei Urlaubstage plötzlich wieder alles okay.

Ich dachte zunächst, ich hätte zu wenig aufgezogen und die Gangreserve wäre zu niedrig, habe sie (wieder zu Hause) ablaufen lassen, aber die Uhr lief dann über drei Tage, ohne getragen zu werden. Und mit einer Gangabweichung von +2 Sekunden!

Es macht also wohl wenig Sinn, mit der Uhr jetzt bei einem Uhrmacher aufzuschlagen, da sie jetzt absolut unauffällig läuft. Aber gibt es irgendeine Erklärung für dieses Phänomen?
Einfache Sache! Sie mag einfach keine Schiffsreisen, vorallem dann nicht, wenn sie ganz alleine auf dem Nachttisch aushRren muss... Ist doch klat! 🤷🏼‍♂️😅

Nein, sorry, da hab ich zZ auch keinen Rat... Weiter beobachten... :oops: :wink:
LG aus Mostindien - Markus

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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von Frano » 02 Feb 2019, 18:43

Führte Euch die Route durch das Bermudadreieck? :mrgreen:
Wo aber der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens. Euripides

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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von Thomas H. Ernst » 03 Feb 2019, 02:51

lactor69 hat geschrieben:
02 Feb 2019, 18:10
Aber gibt es irgendeine Erklärung für dieses Phänomen?
Ein starkes Magnetfeld vielleicht?!
Grüsse Thomas
Euer Board-Admin

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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von r.as. » 03 Feb 2019, 11:03

Oder die oft kaum spürbaren Vibrationen, verursacht durch die Maschine?

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MCG
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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von MCG » 03 Feb 2019, 11:38

r.as. hat geschrieben:
03 Feb 2019, 11:03
Oder die oft kaum spürbaren Vibrationen, verursacht durch die Maschine?
Das könnt ich mir jetzt auch vorstellen, da es ja nur in der Nacht auf dem Nachttischchen vorgekommen ist... 💡
LG aus Mostindien - Markus

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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von Heinz-Jürgen » 03 Feb 2019, 12:03

MCG hat geschrieben:
03 Feb 2019, 11:38
r.as. hat geschrieben:
03 Feb 2019, 11:03
Oder die oft kaum spürbaren Vibrationen, verursacht durch die Maschine?
Das könnt ich mir jetzt auch vorstellen, da es ja nur in der Nacht auf dem Nachttischchen vorgekommen ist... 💡
Ergo: Vibrator in die Nachttisschublade und simulieren.

Und lasst Eure blöden Kommentare stecken! :mrgreen:
Grüße aus dem Pott

Heinz-Jürgen

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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von Andi » 03 Feb 2019, 12:05

Heinz-Jürgen hat geschrieben:
03 Feb 2019, 12:03
MCG hat geschrieben:
03 Feb 2019, 11:38
r.as. hat geschrieben:
03 Feb 2019, 11:03
Oder die oft kaum spürbaren Vibrationen, verursacht durch die Maschine?
Das könnt ich mir jetzt auch vorstellen, da es ja nur in der Nacht auf dem Nachttischchen vorgekommen ist... 💡
Ergo: Vibrator in die Nachttisschublade und simulieren.

Und lasst Eure blöden Kommentare stecken! :mrgreen:
Och nööööööö :mrgreen:
Viele Grüße Andi!

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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von lactor69 » 03 Feb 2019, 13:06

Vibrationen könnten eine Erköärung sein. Magnetfeld in der Kabine? Wovon sollte das ausgehen?

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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von mhanke » 03 Feb 2019, 13:11

Hat das Tudor-Werk nicht eine Siliziumspirale? Da sollten Magnetfelder nicht die große Rolle spielen.

Marcus
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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von SteveMcQueen » 03 Feb 2019, 13:50

Ich würde auch eher auf den Einfluss von Vibrationen ausgehen. Vielleicht eine zufällige Frequenzüberlagerung (Interferenz).
Mit Uhren ist es wie mit Menschen: Manche sind Orginale, andere bleiben zeitlebens nur eine Kopie. - Horrido, Steffen.

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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von r.as. » 03 Feb 2019, 16:58

Ist nur komisch, dass die ersten 7 Tage unauffällig waren.

Da hilft nur die Reederei anschreiben und vom Maschinisten das Protokoll verlangen, in dem die Machinenlaufzeit, die jeweilige Drehzahl und die zugeschalteten Aggregate vermerkt sind... :whistling:

Hatte die Kabine evt. eine vibrierende Klimaanlage und wann habt ihr ggf. diese eingeschaltet?

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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von MCG » 03 Feb 2019, 17:00

r.as. hat geschrieben:
03 Feb 2019, 16:58
Ist nur komisch, dass die ersten 7 Tage unauffällig waren.

Da hilft nur die Reederei anschreiben und vom Maschinisten das Protokoll verlangen, in dem die Machinenlaufzeit, die jeweilige Drehzahl und die zugeschalteten Aggregate vermerkt sind... :whistling:

Hatte die Kabine evt. eine vibrierende Klimaanlage und wann habt ihr ggf. diese eingeschaltet?
... Nicht zu vergessen, der Mond... 🌝🌛🌜🌚 :whistling: :mrgreen:
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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von SteveMcQueen » 03 Feb 2019, 17:22

Ich finde, ihr könntet das ruhig mal ernster nehmen. Auf meinem Traumschiff ist einfach nichts unmöglich!

Herzlichst,

Euer Florian Silbereisen
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Re: Seltsames Verhalten des Kaliber Tudor MT5612

Beitrag von Andi » 03 Feb 2019, 17:40

Ich habs......................... :mrgreen:


der Motor vom Vibrator in der Schublade des Nachttischs :whistling:

Oder der Schorse hat seine Hand im Spiel, neue Qualitätskontrolle, es wurde mal wieder zugunsten der Margen optimiert......

Sorry :oops: :mrgreen:
Viele Grüße Andi!

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