Gangregulierung mittels Magnetisieren / Entmagnetisieren

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Quadrilette172
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Re: Gangregulierung mittels Magnetisieren / Entmagnetisieren

Beitrag von Quadrilette172 » 30 Sep 2020, 16:48

MCG hat geschrieben: 30 Sep 2020, 16:35
Gerald hat geschrieben: 30 Sep 2020, 14:26
santos hat geschrieben: 30 Sep 2020, 14:11
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Funktioniert dann aber tadellos :yahoo:
Ich habe keine Ahnung von Elektrik ... welches Kabel muss man jetzt woran drücken?
Vielleicht doch etwas mehr Geld in die Hand nehmen :wink:

Und regulieren muss man eine entmagnetisierte Uhr trotzdem, +/- wieviel Minuten war noch gleich die Chronometer Norm?
Wieso so zynisch Gerald? Ich hatte tatsächlich schon die eine oder andere Uhr, die nach dem Kochen :shock: plötzlich um einiges schneller oder langsamer lief. Den Gang zum Uhrenmacher kann man sich damit ev. sparen... :thumbsup:


Vielleicht solltest Du aufhören, Uhren zu kochen :?: :shock: .............. :mrgreen:

Manuel W.
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Re: Gangregulierung mittels Magnetisieren / Entmagnetisieren

Beitrag von Manuel W. » 30 Sep 2020, 18:26

retroman hat geschrieben: 29 Sep 2020, 16:56 Damit kann man keine Uhr regulieren.
Hallo Uhrenfreunde,

sicher, die übliche Regulierung geht mittels mechanischer Einwirkung auf die Unruh.
Bei meiner Uhr sind das vier Microstella-Regulierschräubchen. (Rolex Submariner Ref. 16610.
Ich bekam sie vor 31 Jahren als Lohn für eine gute Tat geschenkt.)
Aus naheliegenden Gründen (z. B. Spezialschlüssel und Dichtung erforderlich) kann ich die Uhr
nicht einfach mal öffnen und an den Schräubchen drehen, wenn mir der Gang nicht mehr gefällt.

Also nahm ich gut 20 Jahre den Vor- oder Nachgang so hin, wie er eben war. Auch gilt: "Einem geschenkten Gaul ...".
Anspruchsvoller wurde ich erst, als die Uhr nach der zweiten Revision (Wempe HH) zurück kam:
Sie ging spektakulär genau (+1 bis +2 sec) - fast war ich zu Tränen gerührt ob so viel Präzision.
Dann plötzlich, quasi über Nacht, +12 sec und mehr.

Nun begann ich mich mit dem Uhrwerk näher zu befassen:
Was hemmt seinen Gang und was beschleunigt ihn? – ohne Schräubchen-Drehen.

LAGERERUNG
Bei meiner Uhr gilt für die nächtliche Lagerung:
Glas oben + 2 sec / 24h, Glas unten: +- 0, Krone oben -2 sec.
Somit kann ich den Gang der Uhr im kurzen Sekundenbereich beeinflussen.

MAGNETISIERUNG
Heute weiß ich, dass der erwähnte Sprung von +2 sec auf + 12 und mehr durch das Umplatzieren
zweier Lautsprecher-Boxen verursacht worden war.
Daraus folgte: Die Uhr kurze Zeit in ein Magnetfeld gebracht und sie geht schneller – und das anhaltend.

Ich begann zu experimentieren:
Ein Cent-großer Knopfmagnet zwei Sekunden auf das Glas gelegt: +3 sec / 24 h.
Zum Entmagnetisieren nehme auch ich das blaue 10-Euro-Kästchen aus China (s. Abbildung in diesem thread).

Über die Jahre bekam die Uhr leichten Nachgang.
Daher konnte ich sie dank behutsamer Magnetisierung auf +- 1 sec genau „regulieren“.
Für eine 31 Jahre alte Uhr ist das beachtlich, denke ich.

Natürlich funktioniert das nicht mehr, wenn eine Uhr trotz vollständiger Entmagnetisierung Vorlauf hat.
Dann hilft nach meiner Beobachtung nur noch
a) die Tiefkühltruhe (-18 Grad); aber wer will schon mit Eisbeutel am Handgelenk herumspazieren, oder
b) das Drehen an den eingangs erwähnten Schräubchen, also öffnen der Uhr.
In meinem Fall durch einen Rolex-Konzessionär.

Ob die Submariner Ref. 16610 besonders Magnetfeld-sensibel, das weiß ich nicht.
Auch wüsste gern, wie andere Uhren sich dabei verhalten.

Aber mir scheint, hier ist jeder mit dem Gang seiner Armbanduhr zufrieden, oder?

Manuel

Manuel W.
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Re: Gangregulierung mittels Magnetisieren / Entmagnetisieren

Beitrag von Manuel W. » 30 Sep 2020, 18:35

Hallo Markus,

ich habe auf retroman geantwortet.
Siehe dort.

Manuel

MCG hat geschrieben: 30 Sep 2020, 12:47
santos hat geschrieben: 30 Sep 2020, 12:25 Hallo,
mit dem Selitta 200-1 in meinem Mühle Rescue-Timer habe ich die Erfahrung gemacht, dass es empfindlich z.B. auf ein Handy mit starkem Akku reagiert, das einige Zeit in der Nähe liegt. (Gibt es da evtl. einen Zusammenhang mit dem Gehäusematerial Bronze?) Die Folge ist ein deutlicher Vorgang. Mit einem gewöhnlichen Kompass zeigt sich die Magnetisierung der Uhr.
Jetzt kommt eines der kleinen blauen Wunderkästchen (z.B. aus der Bucht) ins Spiel, mit dem sich die Uhr ruckzuck entmagnetisieren lässt. Anschliessend Kompass-Kontrolle: Alles wieder im Lot :thumbsup:
sorry, falls das OT war :oops:
Überhaupt nicht Offtopic. Ich glaube dem Manuel geht's genau um das (wenn er sich dann mal wieder melden würde)

Darf ich Fragen, welches Gerätchen Du einsetzt?

Manuel W.
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Re: Gangregulierung mittels Magnetisieren / Entmagnetisieren

Beitrag von Manuel W. » 30 Sep 2020, 18:38

Hallo Markus,

ich habe auf retroman geantwortet.
Siehe dort.

Manuel

MCG hat geschrieben: 29 Sep 2020, 21:08 ich denke es geht hier um was anderes: ich übersetze:
Manuel befürchtet dass sich sein Werk magnetisiert hat und deshalb nicht mehr so gut/genau läuft, ergo mit Entmagnetisierung wieder besser laufen sollte…
Wer hat Erfahrung damit?

:mrgreen:

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