Wo Revision für Panerai?

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Knall
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Wo Revision für Panerai?

Beitrag von Knall » 08 Dez 2020, 16:14

Hallo Ihr Lieben,
ich möchte seit Wochen erfolglos eine gebrauchte Panerai Firenze 1860 aus 2011 verkaufen. "Erfolglos" wohl auch deshalb, weil sie mit ihren knapp zehn Jahren noch keine Revision sah. Kann mir jemand eine Adresse mit "vernünftigen" Konditionen in Deutschland, vielleicht sogar in Bayern nennen?
Gruss und Danke
uwe
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MCG
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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von MCG » 08 Dez 2020, 18:04

Knall hat geschrieben:
08 Dez 2020, 16:14
Hallo Ihr Lieben,
ich möchte seit Wochen erfolglos eine gebrauchte Panerai Firenze 1860 aus 2011 verkaufen. "Erfolglos" wohl auch deshalb, weil sie mit ihren knapp zehn Jahren noch keine Revision sah. Kann mir jemand eine Adresse mit "vernünftigen" Konditionen in Deutschland, vielleicht sogar in Bayern nennen?
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Vielleicht stimmt auch einfach der Preis nicht? Hast Du denn Dein Modell mal mit denjenigen von Chron24 verglichen? Ich denke viele Uhren hatten keine Revi und werden trotzdem verkauft...
LG aus Mostindien - Markus

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stere
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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von stere » 08 Dez 2020, 18:06

Also ich hab mal von einem WL-PAM-Admin im Gespräch gehört, dass er seine Stücke immer zu Bernd (unnamed) schickt... und er ist immer sehr zufrieden :whistling: :thumbsup: :mrgreen:

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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von khs3770 » 09 Dez 2020, 10:59

Rein interessehalber, denkst Du denn, daß Du den Wert der Revi wieder reinbekommst beim Verkauf?

Bei Panerai ist es ja auch sehr modellabhängig.
Ich hatte meine 219i aus 2006 (3.600 Euro) in 2014 (für 3.300 €) an privat ohne Probleme verkauft bekommen. Die war ohne Revi, aber dt. Auslieferung mit allen Boxen (Holz, schwarzer und grauer Karton), in sehr gutem Zustand. Ich habe aber auch vorher in den anderen Foren geschaut, wer eine sucht und dann angeschrieben.
Meine 024i ging auch zu akzeptablem Preis weg...

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Knall
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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von Knall » 09 Dez 2020, 16:27

Hallo Ihr Lieben,
die Panerai stammt nicht von mir. Ich verkaufe sie für eine Bekannte, welche sie aus einer Erbschaft erhielt. Zweifel an den Eigentumsverhältnissen oder der Originalität gibt es keine. Vor einiger Zeit war das ebenso mit einer JLC Reverso "Night&Day" (und einigen anderen Uhren), ich glaube mich zu erinnern, diese an ein Forumsmitglied verkauft zu haben. Er hatte die Uhr auch persönlich abgeholt und war sehr zufrieden. Meine Bekannte möchte die Uhr nicht behalten sie aber auch nicht "verramschen". Wir dachten, wegen einer Vielzahl an Anfragen diesbezüglich, an eine Überholung des Werkes, tatsächlich, um die Verkaufschancen zu erhöhen.
Gruss
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Hertie
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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von Hertie » 09 Dez 2020, 18:16

Ich kann das gut nachvollziehen. In den letzten Jahren hat sich diesbezüglich viel getan (zu Ungunsten des Verkäufers) .

Die Frage, welche öfter auftaucht ist, ob die Revisionskosten beim Verkauf wieder reinkommen. Meine eigene Erfahrung ist die, dass es fast nie so ist. Aber welche Wahl hat man als Verkäufer ?

Möchte man eine ältere Uhr ohne Service verkaufen, muss man mittlerweile oft einen unschlagbaren Preis definieren. Sprich, die selbe Uhr darf nirgendwo im Netz auch nur annähernd zum selben Preis zu haben sein, und sei es in den USA oder in Kimbuktu, 1. Ausfahrt Nord.

Das bedeutet also ein ziemliches Minus für einen selbst, welcher die Uhr vielleicht gar nicht so lange im Besitz hatte (zb. weil Tausch, persönlicher Flipper, Inzahlungnahme.... etc.) .

Wenn man nun davon ausgeht, dass bei einer „einfacheren“ Uhr ein freier Uhrmachermeister für ca. 400-500.- ein Service macht, dann hält sich das in Grenzen.

Würde man umgekehrt die Uhr ohne dieses Service verkaufen wollen, lockt man mit einem Preisnachlass in dieser Größenordnung von 4-500.- nur selten einen Käufer hinter dem Ofen hervor.
Also wird es oft schmerzhaft und die Uhr wird 1000.- günstiger offeriert als andere Angebote im Netz.

Ergo hätte man sich mit einem Service weniger Verlust eingehandelt, als wenn man die Uhr ohne, aber noch günstiger angeboten hätte.

Wenn man tauscht, ist das alles viel einfacher, aber diese archaische Form scheint langsam (leider) ausgelaufen zu sein, weil sich alles immer mehr auf wenige Modelle reduziert.

Grundsätzlich glaube ich aber, dass eine Uhr auch ohne Service beim fachkundigen Publikum wesentlich leichter zu verkaufen ist.
Zumindest um Welten leichter als einem artfremden Interessenten, welcher es nicht gewöhnt ist, größere Summen auszugeben und vor lauter Vorsicht und Angst zu Hause in einem Gitterbett schläft. :whistling:

ps. was wollte ich eigentlich sagen ?
Ach ja, wir brauchen einen Forumsuhrmacher ! :thumbsup:
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unnnamed
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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von unnnamed » 10 Dez 2020, 08:54

Die Kosten für eine Überholung kommen nicht wieder rein*. Falls du nicht explizit mehrfach aufgrund
des Sachverhaltes, dass die Uhr "nie überholt" wurde angesprochen worden bist, dann denke ich auch
eher, dass ihr etwas zu teuer seid.
Panerai hat seine Hochphase hinter sich, aktuell sind die generell etwas schwieriger loszuwerden.

Senkt euren Preis (zum Beispiel um die Kosten für eine Überholung) und dann gehts weiter. Beziehungsweise
falls jemand an dem Modell Interesse zeigt und sich an den 10 Jahren stört kommt ihm preislich entgegen.

Welches Modell ist es denn? Da steckt vermutlich ein Eta drin. Man muss ja auch festhalten, dass es hier
nicht um ein Einzelstück in abgerocktem Zustand mit Wasserschaden geht dessen Instandsetzung den
Gegenwert eines Einfamilienhauses übersteigt.

Allgemein wollen ganz viele natürlich das günstigste Angebot. Dabei aber gleichzeitig den besten Zustand
(am besten neu / wie neu). Nur kosten darf es nichts. Teilweise braucht es einfach Geduld.

_____________________________________
* weshalb viele Gebrauchtwarenhändler sich da auch nicht "die Finger schmutzig" machen. Getreu dem
Motto "Uhr läuft? Uhr läuft! Wird schon ein Jahr heben." Denn je nach Uhr und Ankaufspreis wird sonst
plötzlich nichts mehr verdient - nicht selten bestehen die Geschäfte in Ankauf - Verkauf - möglichst pronto.
Nicht Ankauf - Service (warten)- Marge minimieren - Verkauf - fertig.
Gruß Bernd

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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von khs3770 » 10 Dez 2020, 09:53

unnnamed hat geschrieben:
10 Dez 2020, 08:54
Welches Modell ist es denn? Da steckt vermutlich ein Eta drin. Man muss ja auch festhalten, dass es hier
nicht um ein Einzelstück in abgerocktem Zustand mit Wasserschaden geht dessen Instandsetzung den
Gegenwert eines Einfamilienhauses übersteigt.
Mein Eindruck war damals, daß gerade diese Modelle relativ stabil waren. Also die klassischen Luminor/Radiomir mit Sandwich-Dial und Unitas-Handaufzug oder die Basis-Automatik mit dem 7750. Dann halt auch, ob alles (Boxen, Rechnung, Zubehör wie Bänder und Schraubendreher) mit dabei ist.
Aber Du hast recht, die Hochphase bei Panerai ist vorbei. Viele der Sammler der Anfangsphase haben sich von der Marke verabschiedet und einen Großteil der Uhren verkauft. Panerai geht ja auch ziemlich kreativ mit ihrer Ursprungsgeschichte und der damaligen Verbindung zu Rolex um. :oops:
Letztendlich habe ich meine Radiomir auch nur wegen JlC-Achttagewerk und Kissengehäuse behalten.

Ich vergleiche das gern mit Motorradkauf. Da bekomme ich auch nie das raus, was ich für Inspektionen oder teure Zubehörteile ausgegeben habe. Das setzen die voraus und reden nur über den Preis bezogen auf den Gesamtzustand.
Hertie hat geschrieben:
09 Dez 2020, 18:16
Wenn man tauscht, ist das alles viel einfacher, aber diese archaische Form scheint langsam (leider) ausgelaufen zu sein, weil sich alles immer mehr auf wenige Modelle reduziert.
Du hattest ja auch mal das mit dem Runtertauschen geschrieben, weil halt die Masse nur bestimmte Uhren haben will. Stimmt schon irgendwie...

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unnnamed
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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von unnnamed » 10 Dez 2020, 13:17

khs3770 hat geschrieben:
10 Dez 2020, 09:53

Mein Eindruck war damals, daß gerade diese Modelle relativ stabil waren. Also die klassischen Luminor/Radiomir mit Sandwich-Dial und Unitas-Handaufzug oder die Basis-Automatik mit dem 7750. Dann halt auch, ob alles (Boxen, Rechnung, Zubehör wie Bänder und Schraubendreher) mit dabei ist.
Genau so meinte ich das, vielleicht hatte ich noch nicht genug Koffeein im System um deutlich zu formulieren :mrgreen:

Die neuen Modelle, die liegen meist schwer in der Auslage rum.
Gruß Bernd

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Knall
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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von Knall » 10 Dez 2020, 14:37

So sieht die Uhr aus. Gekauft in 2011.
Bild
Gruss
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hart-metall
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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von hart-metall » 10 Dez 2020, 15:05

Nicht wissend, was da noch alles bei ist (siehe Auflistung in vorherigen Beiträgen) dürfte diese 005 wohl je nach Glück zwischen 2.500 (nackt) und 3.000,- Euro bringen...

Ist halt das Einsteigermodell...
Ciao - Peter

Bitte verzeih, aber ich lese in einem Uhrenforum lieber über Uhren als über Leute, die gerne welche hätten.

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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von MCG » 10 Dez 2020, 15:16

hart-metall hat geschrieben:
10 Dez 2020, 15:05
Nicht wissend, was da noch alles bei ist (siehe Auflistung in vorherigen Beiträgen) dürfte diese 005 wohl je nach Glück zwischen 2.500 (nackt) und 3.000,- Euro bringen...

Ist halt das Einsteigermodell...
:thumbsup:
… hat auch kein Sandwich Dial... :whistling:
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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von khs3770 » 10 Dez 2020, 15:23

MCG hat geschrieben:
10 Dez 2020, 15:16
hat auch kein Sandwich Dial.
Und meines Wissens auch keinen Glasboden, womit dann wieder unklar ist, wie roh dekoriert das Werk ist. Aber immerhin Cronometer...

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Hertie
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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von Hertie » 10 Dez 2020, 21:00

Also mir gefällt sie. :thumbsup:

Und die alten Unitas-Pam´s haben ihren Charme.

Wäre ich nicht diesbezüglich eingedeckt, hätte ich kein Problem damit, dass sie noch kein Service hatte. Wenn sich die drei Stäbchen am Zifferblatt recht ordentlich im Kreis bewegen, passt ja alles. :mrgreen:

Manchmal braucht es ein wenig Geduld, bis sich jemand einer Uhr erbarmt. Aber obwohl Panerai derzeit ein wenig schwächelt, halte ich diese Dinger schon für interessante Uhren, besonders weil sie sich vom Einerlei der Masse hervorheben.

Und wenn ein Service bei einer Monopulsante mit 3 Federhäusern, linearer Gangreserve, Chronograph, GMT und Sekundenrückstellung unter 1000.- kostet, dann erschreckt mich das auch nicht wirklich, wenn es im Vergleich andere gibt, welche dafür nicht mal eine 3-Zeiger-Uhr servicieren.

Und wenn die Historie auch etwas geschönt worden zu sein scheint, stört es mich auch nicht, da ja die meisten anderen auch nur allerlei Geschwurbel im Stammbaum eingeritzt haben.
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Re: Wo Revision für Panerai?

Beitrag von archimagirus » 10 Dez 2020, 21:21

Habe ich es überlesen oder wurde es nicht erwähnt?
Ist es denn ein ‚full set‘? Das ist bei dem interessierten Panerai Käufer nämlich wichtiger als eine zweifelhafte ‚Revision‘
Wenn ich hier so die Kommentare zu und über Panerai lese bin ich schon etwas verwundert.
Die ‚Marke ist durch...‘ an was macht ihr das fest?
Wie sehen die Gebraucht Preise denn bei Omega / IWC / Zenith oder Nomos aus ? Gehen die durch die Decke?
Panerai hat in den letzte 10 Jahren die Produktion deutlich erhöht und das Sortiment ausgeweitet und hat im Volumen den ein oder anderen Mitbewerber überholt und auch weit hinter sich gelassen..... und somit tritt dann auch der Effekt ein wie bei allen anderen.
Der Preis passt sich dem Markt an.
Tickende Grüße, Jan!

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