Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

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Prem Amido
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Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von Prem Amido » 25 Apr 2021, 18:59

Hallo Ihr Lieben,

Schon 2-3x habe ich bei Watchtime.net in einem Leser-Kommentar gelesen, dass die Master Co-Axial Werke von Omega vergleichsweise nicht sehr effizient aufziehen + somit für Menschen mit wenig Armbewegung - wegen meiner Krüppelei bin ich eindeutig einer von diesen Menschen - nicht geeignet sind.

Erst mal wundert mich Laien das + neugierig möchte ich gerne mehr darüber lesen...

Stimmt das denn, so generell + pauschal?
Wie sind denn die diesbezüglichen Erfahrungen von Euch Besitzern auch von Uhren mit Master Co-Axial Chronometern?

Einerseits bin ich durch meine GS Snowflake, die durch sehr wenige Bewegungen aufzieht + die mittels Spring Drive fantastisch ganggenau(?) läuft, gerade sehr verwöhnt.
Andererseits möchte ich schon sehr lange auch eine Omega (wahrscheinlich Seamaster ....) eben mit einem Master Coaxial Werk kaufen + ausprobieren, diesen Wunsch in den nächsten Monaten vielleicht tatsächlich verwirklichen.

Also, was meint Ihr, was könnt + wollt ihr "zum Master Co-Axial..." berichten + erzählen?
Liebe Grüße + eine gute Zeit
Prem Amido

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Thomas H. Ernst
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von Thomas H. Ernst » 25 Apr 2021, 19:23

Da müsste mal halt schon mal wissen welche Werke mit solchen Gerüchten gemeint sind.

Omega hat ja eine ganze Reihe von Uhrwerken, die vom Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS) geprüft wurden, im Programm. Das fängt bei simplen Dreizeigern an und hört bei Chronographen mit Zusatzfunktionen wie z.B. Mondphase oder erweiterte Kalender auf.

Dazwischen gibt es auch noch die neue Moonwatch, ebenfalls Coaxial-Master-Chronometer und die zieht überhaupt nicht auf, da kannste wochenlang daneben hocken und schütteln. :mrgreen:

Es gibt auch keinerlei technischen Zusammenhang zwischen der METAS Prüfung, wo primär die Hemmungspartie betrachtet wird, und der Umsetzung der Rotorbewegung in eine Drehbewegung am Federhaus.

Mir persönlich sind keine Aufzugprobleme bei Omega bekannt, weder bei den Standard-, noch bei den C.O.S.C oder den METAS Werken. Im Gegenteil, der ungeliebten 2892-Basis hat Omega ja schon vor langer Zeit mit den verschiedenen Modifikationen eine höhere Gangreserve und einen effektiveren Aufzug beschert.

Würde man zwei ansonsten identische Uhrwerke, einmal mit Coaxial-Hemmung und einmal mit klassischer Ankerhemmung ausstatten, wäre immer das Coaxial-Werk im Vorteil weil es weniger Energie verbraucht. Bei der Ankerhemmung beruht der Impuls auf einer Gleitbewegung über eine grosse Fläche, beim Coaxialwerk hingegen auf einem Druck auf eine kleinen Punkt.
Grüsse Thomas
Euer Board-Admin

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lottemann
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von lottemann » 25 Apr 2021, 19:34

Ein "altes" 8500 zieht an meinem Arm auf wie Schmids Katze. Da sind
ratzfatz die 70 Stunden Gangreserve aufgebaut...

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MCG
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von MCG » 25 Apr 2021, 22:51

kann dasselbe bestätigen, aber am noch älteren Werk - das 2500C (das noch auf dem ETA 2892 aufbaute...)
LG aus Mostindien - Markus

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hermann
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von hermann » 26 Apr 2021, 07:53

Hallo

Von den verschiedenen Co-Axial Calibern sind mir persönlich keine derartigen Probleme bekannt.
Natürlich müssten das Menschen mit Einschränkungen testen. Es kann schon sein, das es bei weniger effizienten Aufzügen Probleme mit der Gangreserve geben kann.
Aber wie gesagt, das müsstest du testen.

Gruß hermann
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lactor69
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von lactor69 » 26 Apr 2021, 12:24

Ich habe den Omega Diver 300 einmal als Chronograph mit dem Master Chrono-Kaliber 9900 und als normalen 3-Zeiger-Diver 300 mit dem Master-Kaliber 8800 und beide ziehen sehr effizient auf, zumindest merke ich keinen Unterschied zum Rolex 3135. Und auch ich habe bei wenig effizienten Werken wie dem 2892-2 regelmässig Probleme gehabt.

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kochsmichel
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von kochsmichel » 26 Apr 2021, 20:19

Sesselfurzer Job. Alles an Co-Axial schon gehabt oder noch im Bestand. Null Komma Null Probleme... 8)
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cool runnings
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von cool runnings » 26 Apr 2021, 22:56

kochsmichel hat geschrieben:
26 Apr 2021, 20:19
Sesselfurzer Job. Alles an Co-Axial schon gehabt oder noch im Bestand. Null Komma Null Probleme... 8)
Die Ruhe im Job gleichst Du am Tresen aber wieder aus. :mrgreen:

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lottemann
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von lottemann » 26 Apr 2021, 23:00

cool runnings hat geschrieben:
26 Apr 2021, 22:56
kochsmichel hat geschrieben:
26 Apr 2021, 20:19
Sesselfurzer Job. Alles an Co-Axial schon gehabt oder noch im Bestand. Null Komma Null Probleme... 8)
Die Ruhe im Job gleichst Du am Tresen aber wieder aus. :mrgreen:
:rofl: :rofl: :rofl:

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jeannie
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von jeannie » 26 Apr 2021, 23:11

Vielleicht doch über Nacht auf einen Beweger?
http://www.watchtools.ch Uhrenwerkzeug, direkt aus der Schweiz.

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Prem Amido
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von Prem Amido » 27 Apr 2021, 23:21

Hallo,

vielen lieben Dank Euch allen für Eure Antworten.

Für Euch ist das wohl unwchtig, aber ich interessiere mich nur für 3-Zeiger-Uhren von Omega wie die Seamaster 300, die Seamaster Diver 300M oder
die Seamaster Planet Ocean. Eventuell eine Aqua Terra, aber bei denen ist mein Haben-Wollen nicht so stark.

Ich konnte + kann mir auch nicht vorstellen, dass Master Co-Axials "schlecht" aufziehen, aber ich wollte + will halt Eure fachmännischen Meinungen lesen.

4-Zeiger-Omegas mit ansprechender Anzeige der Gangreserve kenne ich leider nicht, für Chronographen habe ich keine Verwendung + die Speedies finde ich ganz persönlich ja eh grauslig.

Mit dem 2892-2 hatte tatsächlich auch ich Probleme.
Das ist vermutlich einer der Hauptgründe dafür, dass ich die GST Aquatimer in Titan von IWC, die ich optisch toll finde, nie lange getragen habe + jetzt so gut wie gar nicht mehr trage.

Meine Uhren trage ich auch nachts.
Uhrenbeweger mag ich nicht. Für mich machen sie nur bei Ewigen Kalendern Sinn.
Liebe Grüße + eine gute Zeit
Prem Amido

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kochsmichel
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von kochsmichel » 28 Apr 2021, 05:59

cool runnings hat geschrieben:
26 Apr 2021, 22:56
kochsmichel hat geschrieben:
26 Apr 2021, 20:19
Sesselfurzer Job. Alles an Co-Axial schon gehabt oder noch im Bestand. Null Komma Null Probleme... 8)
Die Ruhe im Job gleichst Du am Tresen aber wieder aus. :mrgreen:
Ja wenn..... :crying:
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von Quadrilette172 » 28 Apr 2021, 09:27

kochsmichel hat geschrieben:
28 Apr 2021, 05:59
cool runnings hat geschrieben:
26 Apr 2021, 22:56
kochsmichel hat geschrieben:
26 Apr 2021, 20:19
Sesselfurzer Job. Alles an Co-Axial schon gehabt oder noch im Bestand. Null Komma Null Probleme... 8)
Die Ruhe im Job gleichst Du am Tresen aber wieder aus. :mrgreen:
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Johannes Fend
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Re: Ziehen Omega´s Master Co-Axial Werke vergleichsweise ineffizient auf?

Beitrag von Johannes Fend » 28 Apr 2021, 12:31

Würde auch sagen, dass - ganz im Gegenteil - die aktuellen CoAxial-Werke überraschend effizient aufziehen. Wie ich hier auch schon mal erwähnt habe - wenn eine aus der Box genommene, abgelaufene Uhr durch einige Gehäuse-Schwenkbewegungen theoretisch anlaufen kann, heisst das schon etwas:

https://www.watchtime.ch/forum/viewtopi ... 7#p1058757

Weiterer Beweis: Beim CoAxial 8800 sind die in gängigen Uhrenbeweger-Aufzugstabellen angegebenen 650 U/d nach meiner Erfahrung auch deutlich zu hoch gegriffen - noch nie ein Problem gehabt mit 500 U/d, aus dem Stillstand heraus ergeben 500 U ziemlich genau 24 h Uhrenlaufzeit.
Gruß Johannes

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