In welcher Lage läuft das Werk am schnellsten?

Alles rund um die Technik, Hilfe bei Problemen, Erfahrungsberichte
watchhans18
Beiträge: 152
Registriert: 16 Nov 2013, 20:09
Wohnort: Hannover
Tätigkeit: Freizeitbewältiger

Re: In welcher Lage läuft das Werk am schnellsten?

Beitrag von watchhans18 » 07 Jun 2021, 13:43

Thomas H. Ernst hat geschrieben:
07 Jun 2021, 10:28
watchhans18 hat geschrieben:
06 Jun 2021, 21:56
Ich kann mir gut vorstellen, daß Seiko seine 4R- und 6R-Kaliber maschinell reguliert und die Toleranzen weitaus größer sind, während das bei Rolex wohl noch Handarbeit ist und strengere Maßstäbe angelegt werden.
Rolex hat die Fehlerquelle Mensch schon vor gut 20 Jahren nahezu komplett aus dem Fertigungsprozess verbannt.

In der Werkeproduktion in Biel werden wesentliche Werkkomponenten von Automaten zusammengefügt, lediglich die Hemmung wird von Uhrmachern eingesetzt. Das Justieren der Unruhbrücke wie auch der Mikrostella-Schrauben erfolgt vollautomatisch.

Auch in Genf, wo die Uhren fertiggestellt werden, herrscht ein extrem hoher Grad an Automatisierung, bei den Gehäusen wird selbst das finale Abglänzen nach der Politur von Automaten vorgenommen. Lediglich das Einschalen der Werke erfolgt durch Uhrmacher.

Die frei gewordenen Ressourcen werden im Wesentlichen für Kontrollaufgaben genutzt, des Weiteren gibt es eine Abteilung die sich mit dem Setzen von Edelsteinen durch entsprechend ausgebildete Mitarbeiter beschäftigt.
Bei Seiko wird es genauso laufen, nur das dort die Toleranzen mit Sicherheit größer als bei Rolex sind.
Sonst gäbe es derartige Ausreißer im Gangverhalten nicht, wie hier sehr oft beschrieben wird. Von irgendwo her müssen ja die teilweise massiven Gangschwankungen der Standard-4R- und 6R-Kaliber herrühren.

Antworten