Enicar Sherpa Super Dive

Allgemeine Diskussionen rund um Vintage-Uhren (Oldtimer)
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o.v.e
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Re: Enicar Sherpa Super Dive

Beitrag von o.v.e »

:thumbsup:
Das ZB täuscht, es ist eine Super-Dive. Solche 40mm Gehäuse (muss ja nicht Enicar, nur EPSA sein) sind auch als Wrack kaum zu finden, schon gar nicht zu erträglichen Preisen.

Alt. 3 könnte sein, ich mach das alles schön sauber und klebe den Ring fest. Muss ja kein 2K Kleber sein, und mehr als ihn verlieren könnte ich auch nicht. Der Spalt ist dann kaum sichtbar. Taucht doch mal ein Spender auf, schlage ich zu.

Magnettest mache ich morgen.
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unnnamed
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Re: Enicar Sherpa Super Dive

Beitrag von unnnamed »

Just heute, die Uhr ist NOS, hatte aber den Schutzbepper auf dem Boden
und war sicher doch ein paar wenige Male am Arm.

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Gruß Bernd
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unnnamed
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Re: Enicar Sherpa Super Dive

Beitrag von unnnamed »

Nur noch ein letztes Beispiel, weil es zufällig die nächste Uhr in meinen
Griffeln ist. Eine alte Omega. Hier schön zu sehen am Glasansatz, Boden
und Gehäuse.

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Gruß Bernd
Schrottsammler
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Re: Enicar Sherpa Super Dive

Beitrag von Schrottsammler »

Klassischer Fall von Spaltkorrosion-besonders in Verbindung mit Salzwasser und/oder Körperschweiss :twisted: bin jetzt nicht soooo der Auskenner mit den Legierungen der 60er Jahre,gehe aber davon aus dass sowas mit 316l oder besser nicht mehr passieren sollte. Da ist schon was dran an der Mähr von dem Rolex-Feenstahl-bei denen hab ich das so noch nicht gesehen....weiss jemand die genaue Legierung von dem Rolex Stahl aus den 50ern ?? Ich denke die haben da bei Rolex V4A verwendet-Werkstoff Reihe 45xxx ,kein 43xxx....316L gibts glaub noch gar nicht soooo lange.
"Die Zeit ist kaputt" Kästner-Münchhausen-Albers
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MCG
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Re: Enicar Sherpa Super Dive

Beitrag von MCG »

Was steht da genau? Acier Inoxidable… 🥳
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Ralf
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Re: Enicar Sherpa Super Dive

Beitrag von Ralf »

Schrottsammler hat geschrieben: 22 Nov 2025, 16:07 ... Ich denke die haben da bei Rolex V4A verwendet-Werkstoff Reihe 45xxx ,kein 43xxx....316L gibts glaub noch gar nicht soooo lange.
Antwort von 2006, stimmt aber immer noch.
Ralf hat geschrieben: 03 Mär 2006, 18:43 Da das Thema Korrosion und Beständigkeit immer mal wieder auftaucht ein allgemeiner Beitrag, der ein bisschen Licht in das Thema Korrosion von Metallen im allgemeinen und (Edel-)Stahl im speziellen bringen soll.
...
Historisches Addenum:
Das älteste Patent zu dem Thema stammt von der Firma Krupp aus Essen aus dem Jahr 1912. Basierend auf den Versuchen mit den Testmustern V2A und V4A. (das sind wirklich die damaligen alphanumerischen Versuchsnummern!)...

18-8 wurde 1926 je nach Quelle von Strauss oder Hadley erfunden, für 316 L habe ich auch zwei Jahreszahlen, 1943 und 1946, alles nicht so ganz historisch belegt und widersprüchlich. In Deutschland war auch wieder die Sch... am Kochen, um dann erst um 1950 wieder aufzuholen.
V4A ist wie geschrieben die Bezeichnung von Krupp. 316 L die amerikanische Bezeichnung nach SAE J1086 (Society of Automotive Engineers) und AISI (American Iron and Steel Institute). Das amerikanische System wurde in den 30er und 40er Jahren eingeführt, hat den Stahl also nicht erfunden, sondern eigentlich nur mit neuen, anderen Bezeichnungen etwas anders neu eingeteilt. Die Toleranzbereiche von V4A (oder Werkstoffnummer 1.4435) und 316 L überlappen weitgehend.
Man liest sich!

Ralf
Schrottsammler
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Re: Enicar Sherpa Super Dive

Beitrag von Schrottsammler »

Da blickt keiner mehr so wirklich durch bei den ganzen geschichtlich/nationsabhängigen Verwicklungen :roll: Es gab da (soweit ich mich dunkel erinnern kann :oops: ) auch noch irgendwelche A4-A5 Gruppen (mit Untergruppen :mrgreen: deutsche Bürokratie halt :rofl: )
Was ich aber noch weiss: In der Schweißtechnik gab es durchaus für 316L und 318L ANDERE Zusatzdrähte wie für die Standart-Edelstähle ....und diese sollten nicht vermischt werden.Wir haben da mal Säuretests mit den Schweißnähten gemacht-mit deutlichen Reaktionen in den Schweißnaht-Randzonen! (trotz Formiergas zum Wurzelschutz) Das war nicht nur Sortenabhängig-sondern sogar Chargenabhängig :wink:
War für den "Standart" Verwendungszweck (Maschinenbau/Geländer usw.) zu vernachlässigen-allerdings sind da dann Salzwassertechnik und Medizintechnik oder
Chemie-Behälter/Rohrleitungsbau eine ganz andere Dimension.
Da reicht dann schon Zerspanung mit zu viel Temperatur unter Luftsauerstoff für derartige Rostorgien wie auf den Bildern....geschweige denn polieren/schleifen
mit Korundhaltigen Schleifmitteln ( das war bis vor 40 Jahren oder so noch weitestgehend unbekannt was da so im Material passiert- Hauptsach's glänzt :wink: )
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Schrottsammler
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Re: Enicar Sherpa Super Dive

Beitrag von Schrottsammler »

unnnamed hat geschrieben: 22 Nov 2025, 14:53 Just heute, die Uhr ist NOS, hatte aber den Schutzbepper auf dem Boden
und war sicher doch ein paar wenige Male am Arm.

Das ist z.Bsp. keine Spaltkorrosion- da wurde wohl beim bürsten des Deckels was vermurkst (zu heiss gebürstet) Oder es wurde Schleifmittel verwendet mit dem vorher ein niedriger legierter Stahl beackert wurde...Murks halt :angry: Und wenn dann noch der Bepper mit dem Kleber draufbeppt wirds auch nicht besser....
"Die Zeit ist kaputt" Kästner-Münchhausen-Albers
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