Eine neue, genaueste Uhr

Alles rund um die Technik, Hilfe bei Problemen, Erfahrungsberichte
Antworten
Benutzeravatar
unnnamed
Beiträge: 4895
Registriert: 15 Feb 2006, 16:59

Eine neue, genaueste Uhr

Beitrag von unnnamed »

Es gibt eine noch genauere Atomuhr:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/tec ... 7c2ff35f75

Vielleicht gibt es dann bald die alte Cäsiumfontäne aus BS auf Kleinanzeigen? :wink:
Gruß Bernd
Wider den postfunktionalen Konsum mit Neuzustandsfetisch.
Benutzeravatar
cool runnings
Beiträge: 22768
Registriert: 16 Feb 2006, 09:01
Wohnort: Baden

Re: Eine neue, genaueste Uhr

Beitrag von cool runnings »

Lass das mal nicht den CF lesen. :mrgreen:
Benutzeravatar
Clockwork
Beiträge: 4016
Registriert: 22 Jan 2008, 20:53
Interessen: na was wohl?

Re: Eine neue, genaueste Uhr

Beitrag von Clockwork »

cool runnings hat geschrieben: 25 Sep 2026, 23:27 Lass das mal nicht den CF lesen. :mrgreen:
Wo ist der eigentlich?
...aussehen tut sie wie en Zwanni Alter
Benutzeravatar
hart-metall
Beiträge: 5262
Registriert: 06 Aug 2006, 22:20
Wohnort: daheim, wo's warm ist...

Re: Eine neue, genaueste Uhr

Beitrag von hart-metall »

unnnamed hat geschrieben: 25 Sep 2026, 17:02 Es gibt eine noch genauere Atomuhr:
Ganz ehrlich?

Da hat mich die Bude bei Dir um die Ecke aber mal weeeesntlich mehr beeindruckt. Wenn ich mich recht erinnere ist die Ungenauigkeit 8 sek. bei 29 Jahren... rein mechanisch... seit ein paar hundert Jahren.

DAS nenne ich Genauigkeit. Period.

Klar, irgendeine Atomblablawhatever Uhr ist immer genauer und es gibt mit Sicherheit irgendwelche Anwendungen, wo das auch total super wichtig ist.

Im Verhältnis zur Astronomischen Uhr im Strasbourger Münster ist das für mich aber weiterhin KickiKram.
Ciao - Peter

Bitte verzeih, aber ich lese in einem Uhrenforum lieber über Uhren als über Leute, die gerne welche hätten.
Benutzeravatar
Don Tomaso
Beiträge: 11777
Registriert: 16 Feb 2006, 16:01
Wohnort: Wie Sie Baden
Tätigkeit: Physiker

Re: Eine neue, genaueste Uhr

Beitrag von Don Tomaso »

Um Äpfel und Birnen zu vergleichen, hilft es ungemein, keine Ahnung von Obst zu haben. :mrgreen:
Gruss

Thomas

Die Steinzeit ist nicht deswegen zuende gegangen, weil Steine knapp wurden
Benutzeravatar
lottemann
Beiträge: 8837
Registriert: 15 Feb 2006, 11:52
Wohnort: BaWü

Re: Eine neue, genaueste Uhr

Beitrag von lottemann »

Wie die Forscher berichten, führte bei den Lutetium-Uhren bereits ein Höhenunterschied von fünf Millimetern zu einem messbaren Unterschied und musste daher korrigiert werden.
:shock:
Benutzeravatar
jeannie
Beiträge: 20670
Registriert: 15 Feb 2006, 11:17
Wohnort: Zürich
Kontaktdaten:

Re: Eine neue, genaueste Uhr

Beitrag von jeannie »

lottemann hat geschrieben: 28 Sep 2026, 08:59
Wie die Forscher berichten, führte bei den Lutetium-Uhren bereits ein Höhenunterschied von fünf Millimetern zu einem messbaren Unterschied und musste daher korrigiert werden.
:shock:
Hier ist noch etwas, das mich nicht überzeugt: Die schreiben, dass dieser Unterschied sich in der Gravitation auswirkt und dies der Grund für die Ungenauigkeit ist. Meine Idee ist, dass eine Uhr, die 5 Millimeter höher steht, einen grösseren Umfang abzufahren hat als die niederere, darum auch um 0.000x Prozent schneller unterwegs ist. Dann würde Einstein zum Zuge kommen mit seiner Zeitdilatation. Aber das sind ja Wissenschafter, die können nicht irren. :mrgreen:
http://www.watchtools.ch Uhrenwerkzeug, direkt aus der Schweiz.
Benutzeravatar
lottemann
Beiträge: 8837
Registriert: 15 Feb 2006, 11:52
Wohnort: BaWü

Re: Eine neue, genaueste Uhr

Beitrag von lottemann »

jeannie hat geschrieben: 28 Sep 2026, 11:07
lottemann hat geschrieben: 28 Sep 2026, 08:59
Wie die Forscher berichten, führte bei den Lutetium-Uhren bereits ein Höhenunterschied von fünf Millimetern zu einem messbaren Unterschied und musste daher korrigiert werden.
:shock:
Hier ist noch etwas, das mich nicht überzeugt: Die schreiben, dass dieser Unterschied sich in der Gravitation auswirkt und dies der Grund für die Ungenauigkeit ist. Meine Idee ist, dass eine Uhr, die 5 Millimeter höher steht, einen grösseren Umfang abzufahren hat als die niederere, darum auch um 0.000x Prozent schneller unterwegs ist. Dann würde Einstein zum Zuge kommen mit seiner Zeitdilatation. Aber das sind ja Wissenschafter, die können nicht irren. :mrgreen:
Na ja...
Beim Spiegel sind das vor allem mal Journalisten. Die können schon mal was
missverstehen, was so ein Wissenschaftler sagt/schreibt ;-)
Benutzeravatar
Ralf
Beiträge: 14374
Registriert: 15 Feb 2006, 12:07
Wohnort: Im Wiesental zwischen Basel und Feldberg
Tätigkeit: Rentner aka Rentier aka Privatier aka Pensionär
Kontaktdaten:

Re: Eine neue, genaueste Uhr

Beitrag von Ralf »

Es geht dabei auch nicht um die Zeitdilatation aufgrund relativer Bewegung, weder um die bei konstanter Geschwindigkeit, noch um die durch die (Kreis-)Beschleunigung. Sondern um die gravitative Zeitdilatation (https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitdilat ... ravitation).

Pro Kilometer mehr Höhe vergeht Zeit etwas mehr als 1,1 E-13 schneller, ausgehend von Meereshöhe. Die im Spiegel genannten Zahl 55 Millionen Jahre auf 1 Sekunde umgerechnet sind 5,8 E-19. Multipliziert man die 1,1 E-16 mit 5 mm/1 km = 5 mm/1.000.000 mm = 0,000002, kommt man auf 5,6 E-19. Die 3 % Unterschied könnte hauptsächlich auf die 48 Sprünge der Referenzmessung zurückzuführen sein, ein Sprung mehr oder weniger macht schon 2 % aus. Die 1000 Meter und die 5 mm sind sicherlich auch gerundet. Passt also eigentlich perfekt.
https://www.spektrum.de/news/warum-die-zeit-im-gebirge-schneller-vergeht/1542237 hat geschrieben:In einem auf Höhe des Meeresspiegels gelegenen Labor passiert dies exakt 429 228 004 229 873,4-mal pro Sekunde. Etwa 1000 Meter weiter oben – wo die Schwerkraft etwas geringer ist als näher am Erdmittelpunkt – vergeht die Zeit ein klein wenig schneller. Das Elektron hat dadurch in dem Zeitraum, in dem auf Meeresniveau eine Sekunde vergangen ist, 48 Sprünge mehr ausgeführt, berichten die Forscher nach Messungen im südfranzösischen Mont-Cenis-Tunnel und dem Vergleich mit einer Uhr im Flachland per Glasfaserkabel.
...
Für ihr Feldexperiment packten sie eine Strontiumuhr nun jedoch auf einen Autoanhänger und fuhren damit in den Tunnel in den französischen Alpen. Zwar liege die Genauigkeit der Messmethode noch unter der von Standardverfahren der Geodäsie. Aber künftig könne man damit vielleicht Höhenunterschiede von zehn Zentimetern messen, was sie für den Einsatz in schwer zugänglichen Gebieten interessant mache, so die Forscher.
Artikel von 2018. Wobei sich Schwerfeld eh nicht linear ändert:
g(h) = g(0) * [R/(R+h)]²
g(h): Erdbeschleunigung in der Höhe h
g(0): Erdbeschleunigung in Meereshöhe
R: Erdradius
Kann man also vernachlässigen, solange h sehr viel kleiner als R ist. Allerdings sollten die Uhren nicht horizontal weit entfernt sein. Die Erde ist keine Kugel ( https://de.euronews.com/2026/08/17/geoi ... l-aussehen ). Durch die Abweichung vom Ideal kommen noch einige Promille Abweichung von g(0) zusammen. Z.B. g(0) = 9,832 m/s² an den Polen und 9,780 m/s² am Äquator.
Man liest sich!

Ralf
Antworten