Reparaturbericht Omega Memomatic

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hermann
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Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von hermann » 13 Dez 2007, 12:59

Hallo

Ich möchte Euch heute ein wenig in die Welt der Omega Memomatic mitnehmen.
Das von Lemania für Omega entwickelte Weckerwerk weist einige technische Besonderheiten auf, die auch heute noch einzigartig sind und für mich persönlich den Höhepunkt des Schaffens von Omega darstellt.

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Hier die gereinigte Grundplatine auf den Rest der Teile wartend.
Auffällig das fehlende Kupplungstrieb.

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Schön langsam wächst es zusammen...

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Typisch Omega!
Die Räder fallen fast von selbst in die Lager - nerviges herumfudeln nicht nötig.

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Hier das eigentliche Herzstück:
Das Multifunktionsklinkenläutwerkanhaltedingsda!

Da dieses Werk nur ein Federhaus hat, muss das Läutwerk im Ablaufen natürlich zeitlich begrenzt werden.
Das schafft dieses Dingsda. Gleichzeitig ist es auch für den beidseitigen (!) Aufzug zuständig.
Eine wirklich geniale Konstruktion!

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Im eingebauten Zustand...

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Mit Automatikblock.

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Nun wird es schwierig!
Die Teile oben müssen alle auf das Teil unten - aber richtig!
Nicht umsonst schreibt A.Kreuzer in seinem Omegabuch:
"Soweit die ziemlich problemlose Werkseite der Memomatic. Die Zifferblattseite hat es in sich, wenn man nicht einige Punkte beachtet, die so gar nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. So kann man schier verzweifeln, wenn man versucht beim Zusammenbau Weckzeiteinstellung, Zeigerstellung und Datum in die richtige Übereinstimmung zu bringen."
© A. Kreuzer "Augenweide Armbanduhr - Omegamodelle Seite 210

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Stunden später....

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Fertig! :D

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Gruß hermann
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Der Mensch hasst das Böse mehr als er das Gute liebt.

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Marechal
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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von Marechal » 13 Dez 2007, 13:07

Alle Achtung - eine erstklassige Fotodokumentation.

Das macht süchtig nach mehr... gefällt einfach.

Danke, Hermann :D
Klar macht Handaufzug Spass, ist wie jeden Tag an ner tollen Frau rumzufummeln ;-) Automatik ist wie Verheiratet :-P

SDE
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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von SDE » 13 Dez 2007, 13:11

Toller Beitrag - Vielen Dank!

Gruß, SDE

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TSID
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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von TSID » 13 Dez 2007, 13:23

:shock: das erhöht meinen ohnehin schon vorhandenen Respekt vor dem Beruf und den berufenen der Uhrmacher. Danke fürs mitnehmen. Habe einiges gelernt.

TSID
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taktix
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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von taktix » 13 Dez 2007, 13:30

Hallo Hermann,

danke für den tollen Bericht! Ich hatte meine Memomatic eigentlich schon auf der Verkaufsliste, habe aber gerade beschlossen sie doch nicht zu verkaufen. Das ist wirklich das genialste Weckerwerk was es gibt, von sowas kann man sich doch nicht trennen.

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hermann hat geschrieben:Das Multifunktionsklinkenläutwerkanhaltedingsda!
Und wieder ein neues Wort gelernt. :D
Gruß
Andreas
--
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roem
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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von roem » 13 Dez 2007, 13:52

Vielen Dank Hermann, toller Bericht!

Gruss
Roman

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walter
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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von walter » 13 Dez 2007, 14:19

Mensch Hermann, so ein toller Bericht !

Deine "Reparatur-Dokus" gehören mittlerweile zu den high-lights in diesem Forum :D
( der unnachahmliche frederic ist ja leider nicht wieder aufgetaucht)

Vielen Dank dafür !!!!

Walter

(Absender ergänzt)

Mein Indischer Schachmeister sagte: Am Ende kommen Bauer und König in die selbe Kiste

möhne
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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von möhne » 13 Dez 2007, 14:33

Hallo Hermann,

Danke für den super Bericht!! Schade das Omega so was nicht mehr baut.......

Gruß!


Klaus

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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von Axel66 » 13 Dez 2007, 15:19

Danke Hermann!

Toll wie Du uns hier an Deinem(r) Beruf(ung) teilhaben läßt.

Gruß,

Axel

eternasonic
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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von eternasonic » 13 Dez 2007, 21:19

Danke, danke die Bilder habe ich gleich einmal abgespeichert.
Ich habe mir selbst eine vor 2 Monaten im Dorotheum in Linz um 818,-- ersteigert.
Habe sie dann zu meinem Uhrmacher in der Altstadt zum Service gebracht. Der Uhrmacher hat Sie aber nur neu einregulieren müssen da ein Service noch nicht notwendig sei. Seitdem geht die Uhr konstant 4-5 sek./24St. Noch dazu ist die Uhr das selbe Baujahr wie ich. (1969) lt. Ser. Nr. vom Werk: 31331629. Inzwischen meine Lieblingsuhr.
Die geb i nimmer her, denn die war laange auf meiner Wunschliste!!!

Gruß aus Linz
Wolfgang

Barfly
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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von Barfly » 13 Dez 2007, 23:28

DANKE Hermann, sowas zu lesen macht einfach nur Spaß! Vielen Dank und mehr davon, biitttttteeeee !!! :D :D








P.S.: bissle neidisch wird man da schon, wenn man selbst 2 linke Hände hat ... *auchkönnenwollen*

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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von mike_votec » 14 Dez 2007, 06:56

Wirklich klasse, Hermann! :wink: :D
Grüße,

Michael

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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von Watch-Trolly » 14 Dez 2007, 07:39

TSID hat geschrieben::shock: das erhöht meinen ohnehin schon vorhandenen Respekt vor dem Beruf und den berufenen der Uhrmacher. Danke fürs mitnehmen. Habe einiges gelernt.

TSID
Hallo hermann,

dem Zitat möchte ich mich in vollem Umfang anschliessen und ein Dank für diese super gemachte Dokumentation nach Kärnten senden. :D

Gruß
Bernd
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Frankie
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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von Frankie » 14 Dez 2007, 09:03

Super Bericht, danke Hermann!
Genau das macht dieses Forum so lesenswert. :D



Aber was seh ich da?!?! Iiiiiiiiiiiih, ist das etwa Plaste? :lol:

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Gruß Frank

Johannes Fend
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Re: Reparaturbericht Omega Memomatic

Beitrag von Johannes Fend » 14 Dez 2007, 17:16

Super Bericht, danke Hermann.

Gruß Johannes

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