Stowa und die Preise

Allgemeine Diskussionen rund um zeitgenössische Uhren
Barfly
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Re: Stowa und die Preise

Beitrag von Barfly » 20 Apr 2015, 20:20

unruh(ig) hat geschrieben: - und Marketing war nicht sein Ding.
:mrgreen:
Ja ne ist klar .... :whistling:

Diese ganze Stowa Legende ist doch bestes Marketing Geschrubbel! 1996 hat der JS nichts anderes gekauft, als die Wortmarke von einem "Betrieb" der liqudiert wurde. :roll:

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indiana
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Re: Stowa und die Preise

Beitrag von indiana » 20 Apr 2015, 21:17

:whistling: :mrgreen:

unruh(ig)
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Re: Stowa und die Preise

Beitrag von unruh(ig) » 21 Apr 2015, 10:29

Barfly hat geschrieben:... Diese ganze Stowa Legende ist doch bestes Marketing Geschrubbel! 1996 hat der JS nichts anderes gekauft, als die Wortmarke von einem "Betrieb" der liqudiert wurde. :roll:
Es geht um die ununterbrochene Gechäftsführung seit Bestehen. Jedenfalls reden THE und ich darüber.
Die ist belegbar durch Aussagen ehemaliger Mitarbeiter und durch das Firmen-Archiv.

Dass Werner Storz die Produktion 1996 einstellte und mangels Nachfolger im selben Jahr dichtmachen wollte, ist ja ausgeführt.
Dass Jörg Schauer im selben Jahr übernahm und mit der Entwicklung einer Fliegeruhr in seiner Engelsbrander Werkstatt begann, auch.

(Und wäre Marketing sein Ding, gäbe es daran heute keinen Zweifel.)

Barfly
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Re: Stowa und die Preise

Beitrag von Barfly » 21 Apr 2015, 11:24

Also ich will jetzt nicht für Thomas sprechen, aber ihm ging es wohl nicht um eine "Geschäftsführung", sondern um die Aussage der durchgehenden Produktion!

(übrigens war doch Stowa ebenso wie JS als Einzelunternehmen unterwegs, insofern ist die Bezeichnung sowohl des einen als auch des anderen sie seien "Geschäftsführer" irreführend)


Zeigt doch mal Modelle nach der Quarzkrise bis 1996, sind ja über 20 Jahre, da müßte es ja Millionen von Uhren geben ..... außer ..... in den 70ern war tote Hose und das Einzelunternehmen bestand nur noch auf den Zettel, bis der Retter der Uhrenwelt bei einer geschlossenen (oder schon lange nicht mehr produzierenden) Firma nach günstigen Uhrwerken gefragt hat, die eh keiner mehr brauchte. Dann gabs halt im Paket ne handvoll Uhrwerke mit den Namensrechten dazu. Warum auch nicht!? Von solchen deutschen Firmen gab es doch unzählig viele.

Aber die Fanboys liefern ja die "Beweise" gleich mit. Wenn ich sowas lese wie das JS ja die Produktionsstätte nicht übernommen hat, weil er ja ein eigenes Atelier ausgebaut hat, dann brauche ich nicht gerade ein Wirtschaftstudium, um zu merken, da kann was nicht stimmen. Wenn Stowa noch ein produzierendes Unternehmen gewesen wäre, wäre es doch logisch die Produktionsstätte mit zu übernehmen ....

So bitte doch mal eine Stowa vorstellen von ca. 1980-1985 ...... :mrgreen:

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Re: Stowa und die Preise

Beitrag von unruh(ig) » 29 Apr 2015, 14:14

Barfly hat geschrieben:Also ich will jetzt nicht für Thomas sprechen, aber ihm ging es wohl nicht um eine "Geschäftsführung", sondern um die Aussage der durchgehenden Produktion!
THE rechnet Zeiten ohne Produktion ebenfalls dazu:
Thomas H. Ernst hat geschrieben:... Wobei man anmerken sollte dass Nomos zwischen 1990 und 1992 nicht untätig war, es wurde ja eine Uhrenlinie entwickelt und die Produktion sowie der Vertrieb vorbereitet ...
Warum auch nicht? Dagegen ist nichts einzuwenden. Das ist eben auch "Geschäftsführung".
Als Bomben 1945 die Stowa-Fabrik zerstörten, wurde auch nicht tags darauf produziert, aber das Geschäft geführt.
Barfly hat geschrieben:... mal Modelle nach der Quarzkrise bis 1996 ...
Dazu reicht doch schon die von den 70ern bis 1996 gefertigte Taschenuhr (Gold-Savonnette).
Und die nicht zu zeigen, ist nicht klug.
Ebenfalls so THE:
Thomas H. Ernst hat geschrieben:
unruh(ig) hat geschrieben:Laut Aussage eines Mitarbeiters mit über vierzig Dienstjahren – er fing in den 50er Jahren unter Walter Storz an und ging 1996 mit dem Sohn des Firmengründers in den Ruhestand – arbeiteten im Jahr 1996 fast zwanzig Beschäftigte bei Stowa/Pforzheim.
Produziert wurde, was der Markt verlangte.
Zusätzlich und durchgehend seit Mitte der 70er Jahre bis 1996 gegen den Zeitgeist jährlich 50 bis 100 Taschenuhren (Gold-Savonnette).
Wie kommt's dass man diesen Teil der Firmengeschichte nirgendwo geschrieben findet und auch keine Uhrenmodelle aus der Zeit zwischen der Quarzkrise und 1997 gezeigt werden? Das wäre doch marketingtechnisch durchaus förderlich.
Barfly hat geschrieben:... in den 70ern war tote Hose ... bestand nur noch auf den Zettel ... Dann gabs halt im Paket ne handvoll Uhrwerke mit den Namensrechten dazu. Warum auch nicht!? Von solchen deutschen Firmen gab es doch unzählig viele.
Stimmt. Es gab unzählige Uhrenhersteller, die einen alten Namen ausgruben.
Zu recht fragst Du: "Warum auch nicht!?" Einige Hersteller sagen das auch so. Beispiel: Nivrel. (ehemals Schweizer Hersteller - Namensrechte Jahrzehnte später erworben - jetzt "die deutsche Uhr mit dem Schweizer Tick")
Aber: Die Geschäftsführung ist bei Stowa so, wie vom ehemaligen Mitarbeiter gesagt.
Und Jörg Schauer hatte es versäumt, das branchenüblich zu vermarkten.
Zum Beispiel einen Artikel in einer Pforzheimer Zeitung zu lancieren ...

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