Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

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kochsmichel
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Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von kochsmichel » 06 Apr 2016, 16:39

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kochsmichel
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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von kochsmichel » 23 Mai 2016, 16:40

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MCG
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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von MCG » 23 Mai 2016, 17:45

Etwas schräg: Zuerst schwafeln sie von Transparenz und von wegen "noch lange nicht alles ist Swiss Made" - wir machen das anders - und dann verwenden sie Myota und Standard Kaliber con Sellita und ETA... :rofl:

PS: Die Zeiger gefallen mir! :thumbsup:
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dirk1503
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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von dirk1503 » 23 Mai 2016, 17:54

Gefällig. Aber gefällig gab es bei Flötenschiedel auch schon und was ist daraus geworden?

Die Abwägung zwischen Swiss Made und Made in China vernachlässigt zudem völlig zu Unrecht ein europäisches Billiglohnland, welches mit der Schweiz sogar eine 362 Kilometer, andere sagen es wären nur 316 Kilometer, langen Grenzverlauf teilt. :tongueout:

Grüße aus dem Weserbergland,
Dirk

Maximus82
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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von Maximus82 » 23 Nov 2016, 15:41

Jetzt als Code41 auf Kickstarter.
Die Anomaly02 sieht auf den Bildern dort gar nicht mal so übel aus.
lg Stephan

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kochsmichel
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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von kochsmichel » 23 Nov 2016, 15:53

Maximus82 hat geschrieben:Jetzt als Code41 auf Kickstarter.
Die Anomaly02 sieht auf den Bildern dort gar nicht mal so übel aus.
Stimmt! :D
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Holm
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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von Holm » 08 Jan 2020, 10:07

Weil mein Browser manchmal doch Anzeigen durchlässt, habe ich das zufällig gesehen. Mal nachgeguckt und auf die Schnelle frage ich mich, ob die inzwischen tatsächlich Uhren verkaufen oder ob das nur eines dieser Crowdfunding-Projekte ist, wo auf die Schwarmdummheit der Menschen gesetzt wird.

Übrigens: Meine Ferdinand-Flödenschniedel-Edition No. 9 ist neulich stehen geblieben, nachdem ich mit ihr zufällig im Mare Cognitum schwimmen war. Muss sie nun zur Revision oder reicht es, wenn ich sie ein paar Tage in Öl einlege? (Ich hab gehört, dass durch das Öl der Flötenschniedel aufweicht.)
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Albert H. Potter
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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von Albert H. Potter » 08 Jan 2020, 14:27

Normale Uhren kann man in Öl oder Aspik einlegen, wenn sie nicht mehr laufen.
Flötenschniedel-Uhren benötigen ein spezielles Gleitmittel für ihre einwandfreie Funktion - das spannt die Feder und spitzt die Zeiger.

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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von MCG » 08 Jan 2020, 15:10

Holm hat geschrieben:
08 Jan 2020, 10:07
Weil mein Browser manchmal doch Anzeigen durchlässt, habe ich das zufällig gesehen. Mal nachgeguckt und auf die Schnelle frage ich mich, ob die inzwischen tatsächlich Uhren verkaufen oder ob das nur eines dieser Crowdfunding-Projekte ist, wo auf die Schwarmdummheit der Menschen gesetzt wird.

Übrigens: Meine Ferdinand-Flödenschniedel-Edition No. 9 ist neulich stehen geblieben, nachdem ich mit ihr zufällig im Mare Cognitum schwimmen war. Muss sie nun zur Revision oder reicht es, wenn ich sie ein paar Tage in Öl einlege? (Ich hab gehört, dass durch das Öl der Flötenschniedel aufweicht.)
:rofl:
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Holm
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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von Holm » 08 Jan 2020, 15:16

Danke für die Tipps. Ich war ja damals nicht für die gewählte Minuterie der Flötenschniedel, aber inzwischen gefällt sie mir ganz gut.

Aber mal zurück zu dem Code41-Projekt: Weiß jemand, ob da jemals eine Uhr entstanden ist? Aus dem ersten Beitrag im Thread und der Resonanz lässt sich ja eher drauf schließen, dass da noch entwickelt wird.
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kochsmichel
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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von kochsmichel » 10 Jan 2020, 09:46

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Holm
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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von Holm » 10 Jan 2020, 11:01

Ah, Danke. Hatte ich noch nicht gefunden.

"We are almost there" - ist das Ende von Phase 2 und Phase 3 kommt "in Kürze", wobei Kürze mit dem Zeitraum 2019-2020 definiert wird. Ah ja. :shock:
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Albert H. Potter
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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von Albert H. Potter » 10 Jan 2020, 12:54

Das klingt doch eigentlich ganz klar.

Anomaly 01:
Lieferung innerhalb von 5 Tagen | Nur 4 Stück übrig
Lieferung innerhalb von 5 Tagen | Nur 1 Stück übrig
Lieferung innerhalb von 5 Tagen | Nur 18 Stück übrig
Lieferung innerhalb von 5 Tagen | Nur 15 Stück übrig
Lieferung innerhalb von 5 Tagen | Nur 1 Stück übrig

Anomaly 02:
JANUAR SERIE: NUR 93 STÜCK ÜBRIG

Projekt X41:
Eine neue Serie kann in wenigen Monaten verfügbar gemacht werden. Sie können sich bereits unten anmelden, um auf die Warteliste gesetzt zu werden.

Die letztere sieht ganz cool aus, aber dem Rotor-Prinzip traue ich nicht. Eventuell dauert es deshalb so lange, bis die Uhr marktreif ist.
Und man will sich ja mit den ganz großen Mitbewerbern messen.
Mit so einer Konstruktion hat sich schon Patek auf die Nase gelegt.
Bei Patek wurde es damit abgetan, daß es Probleme mit der Kronenposition gab. Diese Argumentation hinkt, da Kronen dieser Art über Jahrzehnte Verwendung fanden, bevor man bei Patek so ein Faschingswerk entwickelte.
Die mangelnde Aufzugsleistung ist ein Problem dieses Rotorprinzips. Soweit ich weiß gab es auch keine Stückzahlen von Komplikationsaufbauten bei diesem Werk, die benötigen nämlich Kraft.
Die schwache Aufzugsleistung läßt sich relativ leicht erklären, wenn man sich das allgemein bekannte Hebelgesetz (Kraft mal Kraftarm gleich Last mal Lastarm) vor Augen führt. Es geht dabei immer um das Verhältnis eines langen Hebelarms zu einem kurzen Hebelbarm.
Wenn ma also etwas schweres stemmen will, benötigt man einen langen Kraftarm und einen kurzen Lastarm.
Beim normalen Aufzugrotor ist der Drehpunkt die Mitte des Kugellagers. Der lange Hebel (Kraftarm) ist die Strecke zwischen Rotorschwerpunkt und Drehpunkt. Der kurze Hebelarm (Lastarm) ist die Strecke zwischen Drehpunkt und dem Rollkreis des verzahnten Randes des Kugellagers. Das diese Strecke deutlich kürzer ist, konstruiert man ganz bewußt so, denn man will möglichst viel Kraft in die Zugfeder laden.
Bei diesen Segment-Rotoren liegt das Zahnsegment relativ weit außen, in der Nähe des Rotorschwerpunktes. Das ist relativ ungünstig und muß mit zusätzlicher Zahnrad-Getriebestufung kompensiert werden. Man kann Zahnräder für die Getriebestufung aber nicht unendlich fein Verzahnen, wenn man mit den Zähnchen noch Kräfte übertragen möchte, daraus folgt dann der Einsatz zeines oder mehrere zusätzlicher Zahnräder mit entsprechend mehr Reibungsverlußten. Das ist alles sehr ungünstig.
Natürlich ist es auch nicht so simpel einen solchen Rotor zu lagern....
Es hat seinen Grund, warum bestimmte Probleme meistens auf sehr ähnliche Weise gelößt werden und sich dabei ein bestimmter Bautyp herauskristallisiert.

Wenn so etwas bei Patek passiert, dann fällt es bei der Hälfte der Uhren nicht auf, da sie nur im Tresor liegen. Die restlichen Uhren sind bei dieser Marke sicher auch keine Daily Rocker. Wenn die nicht aufziehen, dann ist der Kunde selbst schuld, weil er sich nicht bewegt, oder er den Service vernachlässigt hat. Ersatzteile haben die auch auf Lager oder fertigen sie nach.

Das dürfte sich bei einem Crowdfunding Projekt anders darstellen.
"Es stimmt, wir sind eine noch junge Marke. Die Angst, dass wir in einigen Jahren nicht mehr existieren, ist absolut berechtigt. Sie müssen sich jedoch keine Sorgen machen. Unser Partner, Timeless Manufacture, garantiert Ihnen alle Reparaturen und Wartungen Ihrer X41 Armbanduhr, selbst wenn es uns nicht mehr geben sollte. "
Gilt das auch wenn Phase 4 (die Revolution frißt ihre Kinder) vor Phase 3 (die Eroberung des Universums) eintreten sollte?
Das X41 Design legt nahe, daß man sich mit ihr am Arm auch bei einer Schlägerei in einer Klingonen-Kneipe durchsetzen kann, ergo erweiterte Alltagstauglichkeit geboten wird. Das wäre eine im Vergleich zu Patek viel schwierigere Ausgangslage. Schnell wären die Spezialisten von Timeless Manufacture durch Rückläufer ausgelastet. Trotz Klimawandel und Phasen von Langzeit-Trockenheit füllen sich die Stauseen mit Tränen und schon bald geht man auch bei Timeless Manufacture nicht mehr ans Telephon.

Kugelgelagerte Grüße!
Peter

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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von kapuzineraeffchen » 13 Jan 2020, 09:14

Albert H. Potter hat geschrieben:
10 Jan 2020, 12:54
Die letztere sieht ganz cool aus, aber dem Rotor-Prinzip traue ich nicht.
Deine Einschätzung des Prinzips des peripheren Rotors klingt nachvollziehbar wobei, wenn ich es richtig verstanden habe, das "Problem" ja eher auf Seiten des Lastarmes zu liegen scheint.

Von Bvlgari gibt es ja seit Kurzem den Octo Finissimo Chrono GMT als Rekordhalter in der Kategorie "flachster Automatikchrono", der seine Kraft ebenfalls über einen peripheren Aufzugsrotor generiert. Würdes Du diese Konstruktion ähnlich einschätzen?

lg
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Albert H. Potter
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Re: Swiss made or "TOTAL TRANSPARENCY ON ORIGIN"

Beitrag von Albert H. Potter » 13 Jan 2020, 14:21

Mit den peripheren Rotoren ist das eigentlich immer so.
Die Frage ist, warum macht man das, wenn man nachher lange Getriebeketten einbauen muß?
Jede Konstruktion hat ihre Vor- und Nachteile.
Die Antwort steckt im Begriff "flach". Man versucht den Rotoer in die Räderwerksebene zu integrieren.
Dafür ist man bereit, auch eine Kröte zu schlucken.
Die Alternative wäre der Mikro-Rotor der ebenfalls seine Eigenheiten hat.

Jetzt folgt die nächste Frage:
Macht es Sinn bei der X41 die Kröte dieses Rotorsystems zu schlucken, wenn das Werk zum einen nicht flach baut und zum anderen die Aufzugsgruppe über den Räderwerk sitzt?

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