Marcello C. vs. Robert

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indiana
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Beitrag von indiana » 24 Jul 2007, 17:30

watchwatcher hat geschrieben:Oha! Ist die ganze Uhr in der Tonne gelandet? Würde mich interessieren, mehr von Dir über Deine Erfahrungen mit dieser Uhr zu hören.
Hast du denn selber eine von der Davosa?

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Thomas H. Ernst
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Beitrag von Thomas H. Ernst » 24 Jul 2007, 19:29

watchwatcher hat geschrieben:Oha! Ist die ganze Uhr in der Tonne gelandet? Würde mich interessieren, mehr von Dir über Deine Erfahrungen mit dieser Uhr zu hören.
Ich hab mal eine von einem Händler geschenkt bekommen. Die Optik ist in der Tat recht gut gelungen, allerdings nur wenn man nicht so genau hinsieht. Bei näherer Betrachtung sieht es dann doch schon ziemlich anders aus als beim Original. Öffnet man den Boden verpuffen die Gemeinsamkeiten dann blitzartig.

Das Band besteht aus zurecht satinierten Stanzgliedern, man sieht sofort dass da nix gefräst ist. Die Verbindungsstege zwischen den festen Gliedern müssen aus einer Art Blumendraht sein, die sind einem Bekannten an den ich die Uhr mangels Interesse weitergereicht habe, in zwei Jahren weggerostet. Er hätte vermutlich nicht in Salzwasser tauchen sollen.

Das Uhrwerk fällt eher in den Bereich Schlingermöhre, selbst nach Stunden auf der Zeitwaage will die schlichte Hemmung keine Richtung finden. Wir haben das Werk nach einem Jahr gegen ein schweizer Exemplar getauscht.

Leider ist die Uhr nach zwei Jahren nicht mehr wasserdicht gewesen. Nach eine Urlaub mit beschlagenem Glas haben wir die Dichtungen in Boden, Krone und Glassitz getauscht, leider war nix mehr zu machen. Der Lochfrass hatte die ohnehin schon recht grosszügig geformte Passung des Glases ziemlich mitgenommen.

So ist die Uhr hat in die Tonne geflogen, nur das Werk hab ich behalten. Es hat den ersten Feuchtigkeitseinbruch gut überstanden.
Grüsse Thomas
Euer Board-Admin

Frohlex
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Beitrag von Frohlex » 24 Jul 2007, 19:53

Na, dann ist mein Weltbild wieder in Ordnung :D ... Ein Uhrband sollte ja nicht nur schön und wertig aussehen, sondern eben auch ein paar Jahre halten. Erst dann zeigt sich, wo der Hammer hängt :D ... , das kennen wir ja auch von gutem Werkzeug usw.
Gruss Rainer. Und: Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.

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Don Tomaso
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Beitrag von Don Tomaso » 25 Jul 2007, 05:53

Frohlex hat geschrieben:Na, dann ist mein Weltbild wieder in Ordnung :D ... Ein Uhrband sollte ja nicht nur schön und wertig aussehen, sondern eben auch ein paar Jahre halten. Erst dann zeigt sich, wo der Hammer hängt :D ... , das kennen wir ja auch von gutem Werkzeug usw.
CF hat Frohlex account geknackt? Oder dem Inhaber Drogen verabreicht? :mrgreen:
Gruss

Thomas

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Frohlex
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Beitrag von Frohlex » 25 Jul 2007, 08:51

Don Tomaso hat geschrieben:
Frohlex hat geschrieben:Na, dann ist mein Weltbild wieder in Ordnung :D ... Ein Uhrband sollte ja nicht nur schön und wertig aussehen, sondern eben auch ein paar Jahre halten. Erst dann zeigt sich, wo der Hammer hängt :D ... , das kennen wir ja auch von gutem Werkzeug usw.
CF hat Frohlex account geknackt? Oder dem Inhaber Drogen verabreicht? :mrgreen:
Oh, sorry :D ... hab' den Ironie-Smiley vergessen :wink: ... aber trotzdem: was ein gutes, haltbares Uhrband ist, zeigt sich halt nicht immer nur von "aussen". Egal, um welche Marke es geht.
Gruss Rainer. Und: Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind.

CF
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Beitrag von CF » 25 Jul 2007, 20:57

Leute, wenn es um wirkliche Haltbarkeit geht,müßt Ihr wie gesagt das Original nehmen.
die Bänder sind aus meiner Sicht erstklassig und die massiven Mittelglieder zur Zeit nur ein Einknicken an die sogenannten Erfordernisse des Zeitgeistes.
Keiner kann Rolex das Wasser reichen in der Disziplin Langzeitqualität und Langzeitgangstabilität außer vielleicht Seiko.(Grand Seiko)
In keiner anderen Firma ist das Wissen wie man wirklich gute Uhren baut so ausgeprägt und wird auch umgesetzt, wie bei diesen.
Da kommt auch Breitling nicht ganz ran, obwol sie sich alle Mühe geben.
Ich dachte auch erst Davosa ist gut gemacht, doch hat mich mein Hofuhrmacher davon abgebracht.

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Don Tomaso
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Beitrag von Don Tomaso » 26 Jul 2007, 06:40

@CF: Blablablablabla :lol: :lol: :lol:
Ich habe immer noch meine Davosa, die erste mechanische nach vielen vielen Jahren, und soooo schlecht ist die gar nicht. Sie hat ein absolutes Basiswerk drin, schon klar, aber auch solch ein 2836 kann ordentlich laufen, meine tut das jedenfalls. Sie ging immer so 10 s/d vor, recht stabil, dann hat sie der Uhrmacher auf annähernd Null gedreht.
Natürlich merkt man den Unterschied: Zifferblatt, Zeiger, Gehäuse, da sieht man warum diese Uhr 295,- Euro kostete und nicht mehr. Ich trage sie auch kaum noch, mir fallen halt jetzt Sachen auf, die ich früher nicht bemerkt habe. Dennoch, als Einsteigeruhr gar nicht so schlecht, besser als der Kappes von Ingersoll oder Dödel & Söhne. Hier ein Bildchen:

Bild

War drei Jahre lang eine treue und angenehme Begleiterin.
Gruss

Thomas

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Beitrag von CF » 26 Jul 2007, 13:52

Da hast Du recht. Ingersoll ist ja grausamer China Mist.
Heute habe ich eine Temptic ? Kaufhalle Uhr mit Miyota Werk )bin mir aber nicht ganz sicher) verschraubtem Boden AEdelstahl für 19.90 gesehen.
Aber Eine echte Automatik. :D

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