Haltbarkeit schwarzer Beschtungen

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Peter1070
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Haltbarkeit schwarzer Beschtungen

Beitrag von Peter1070 »

Servus mitanand,
Uhren im schwarzen Gehäuse sind zwar nix neues, aber liegen im Trend.
Welches der verschiedenen Beschichtungsverfahren ist am besten/haltbarsten?
PVD, IP, oder DLC?
Grade mit PVD habe ich bei älteren Sinn-Uhren schon schlimme Trage-/Kampfspuren gesehen.
Was sind bei dem Thema so eure praktischen Erfahrungen?

Auf die Frage gekommen bin ich durch die neue Casio Vintage Edgy Premium A1000RCB-1ER
https://www.casio-europe.com/de/produkt ... 00rcb-1er/


Sonnige Grüße aus München
Peter
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unnnamed
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Re: Haltbarkeit schwarzer Beschtungen

Beitrag von unnnamed »

Mit Abstand am Haltbarsten: DLC.

Alles andere wird sich abreiben.

Schwarze Uhren im Trend? Die Aussage kommt gefühlt ein paar Jahre zu spät.

Aber wenn du eine haben magst und dich nicht mit Abrieb befassen magst: DLC.
Wobei PVD eine schöne Patina entwickeln kann. Kommt auch auf dich als Träger an.
Wirf die DLC dennoch nicht auf den Boden und öffne auch dein Bier nicht damit. Unter
der hauchdünnen Schicht ist nämlich nichts als blanker Stahl.

Die Casio ist nicht DLC beschichtet.

Zur Wiederholung: Wenn du mit Abrieb und ggf. auch Kratzern Schwierigkeiten hast,
dann nimm eine nicht beschichtete Uhr. Was nicht da ist kann nicht abgerieben werden
und stellt im Fall einer Aufarbeitung kein Problem dar.
Gruß Bernd
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mhanke
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Re: Haltbarkeit schwarzer Beschtungen

Beitrag von mhanke »

Ralf kann das wesentlich genauer und korrekter beschreiben, aber meines Wissens nach handelt es sich bei der Bezeichnung "PVD" um ein Beschichtungsverfahren, und bei "DLC" um das bei der Beschichtung verwendete Material. Mithin ist DLC also auch eine PVD-Beschichtung, nur mit "diamond-like carbon".

Ich habe nur wenige schwarze Uhren, leider sind die Hersteller sehr geizig mit detaillierten Informationen über die Art der Beschichtung. Ich nehme an, außerhalb der technischen Abteilungen hat das Personal der Uhrenhersteller auch keine Ahnung, was da genau vorliegt.

Eine schwarze "klassische PVD-Uhr" zeigt das silber glänzende Grundmaterial schon bei geringem KOntakt mit harten/rauen Gegenständen.

Eine Titanuhr, die wohl mit Titannitrid beschichtet und dadurch auch gehärtet wurde, zeigt trotz abriebgefährdeter Kanten des kissenförmigen Gehäuses und häufigem Tragens keinerlei Abnützungsspuren im sichtbaren Bereich. Allerdings entdeckte ich kürzlich, dass der Bereich zwischen den Bandanstößen durch ein wohl geringfügig zu dickes Kautschukband komplett blankgescheuert wurde.

Zuletzt eine Stahluhr mit dunkelgrauer DLC-Beschichtung, die ich viele Jahre lang für's Grobe getragen habe. Bei genauer Inspektion sichtbar sind zwei winzige, punktförmige "Durchstoßungen" der Beschichtung, wo man die glänzende Edelstahlbasis sehen kann, und einige sehr kleine Dellen, bei welchen die Beschichtung voll intakt ist.

Leider habe ich keine vollständig mit Gummi beschichtete Uhr, lediglich Teile der Drehringe zweier Uhren von mir sind mit Gummi beschichtet und zeigen trotz durchaus heftiger Nutzung keinerlei Spuren von Abnützung.

Marcus
"Auf Komplikationen fallen eigentlich nur einfache Gemüter herein" - CF
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C.95
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Re: Haltbarkeit schwarzer Beschtungen

Beitrag von C.95 »

Ein positives Beispiel für eine schwarze Beschichtung, bei einem Gehäuse mit gehärteter Oberfläche, bis zu 1100 Vickers Härte.
Ist aus den 70ern und wurde gut benutzt, aber nicht mal Mikro-Kratzer auf der gehärteten Oberfläche.

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