Die Speedmaster Pilot wurde zwar auch mit und für Piloten geschaffen, allerdings ist die Erstausgabe ausschliesslich für Angehörige der US Luftstreitkräfte mit entsprechender Lizenz verfügbar und nicht offiziell im Handel.

(c) by Omega SA
Im Gegensatz zu allen anderen Zwei-Zähler-Modellen der Seamaster und Speedmaster Kollektionen ist die Uhr mit 40,85 mm Durchmesser und einer Bauhöhe von 14,7 mm noch recht zierlich. Dies ist zum Teil auch dem Stahlboden geschuldet, die Kollektionen mit Glasboden bauen durchweg 1,5 mm höher. Sehr angenehm ist das Gewicht von 144 g mit allen Bandgliedern. Um Blendungen zu vermeiden sind Gehäuse und Armband komplett satiniert. Weiter wird die Farbe gelb und rot für den Sekunden bzw. die Chronographenzeiger verwendet, dies erleichtert die Ablesbarkeit im Cockpit. Die Stundenmarkierungen bestehen aus massiven SuperLuminova Blöcken, auch Stunden- und Minutenzeiger sind mit solchen Blöcken belegt.
Die Uhr wird in einer für Omega Verhältnisse recht kleinen Box in einem Stoff-Etui geliefert. Neben dem obligatorischen Stahlband liegt jeder Uhr auch ein Natoband aus Kevlar bei. Ein Werkzeug zum Bandwechsel sowie Ersatzfederstege ebenso. Bemerkenswert ist, dass die Anstossbreite freundliche 20 mm beträgt.

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Wie zu erwarten, hat Omega wenige Wochen nach der Vorstellung eine zivile und nicht limitierte Version ins Programm aufgenommen. Im Unterschied zur militärischen Variante ist der Gehäuseboden mit dem Seepferdchen Logo versehen, die Drückerkappen sind etwas kleiner und die graue Farbe im Zähler der Permanentsekunde ist einem Blauton gewichen. Dies ist einem künstlichen Horizont nachempfunden und bringt einen weiteren Farbtupfer in die Gestaltung.

Wie bei allen 9xxx Kalibern, wird auch hier in der mittleren Kronenposition der Stundenzeiger in Stundenschritten bewegt. Bei jedem zweiten Umgang wird dabei auch das Datum vor- bzw. zurück geschaltet. Das macht zwar die Einstellung des Datums ein klein wenig umständlicher, man kann dafür allerdings die Zeit auf Reisen in andere Zeitzonen oder beim Wechsel Sommer/Winter schnell anpassen ohne das Uhrwerk anhalten zu müssen.

Wie bei praktisch allen Speedmaster-Gehäusen, wird auch bei der Pilot die Bauhöhe dank des gestuften Designs sehr gut kaschiert.


Das Stahlband ist recht feingliedrig und beweglich, das kommt dem Tragekomfort sehr zugute. Die Uhr fühlt sich am Arm kleiner an als sie tatsächlich ist.

Der Gehäuseboden ist schlicht gehalten, ausser dem Seepferdchen und der Angabe zur Druckfestigkeit gibt es, im Gegensatz zu anderen Speedmaster Modellen, nichts zu lesen.

Die Bandglieder sind, wie bei Omega seit etwa 10 Jahren üblich, mit verschraubten Hartmetallstiften zusammen gehalten. Das minimiert Verschleiss und ist trotzdem flexibel.

In der Schliesse findet sich ein Knopf mit dem das Band um 2,3 mm verlängert werden kann. Das ist im Vergleich nicht viel, dafür ist die Schliesse aber recht kompakt und drückt nirgendwo.

Das Band ist ein Handgelenkschmeichler.

Die Krone ist nicht verschraubt, trotzdem sichert Omega eine Druckfestigkeit vom 10 Bar zu. Es dürfte also nichts passieren, falls man mal ins Wasser fällt.


Das Zifferblatt ist recht aufwändig gemacht und changiert je nach Lichtverhältnissen zwischen anthrazit und schwarz.


Die rote Markierung zwischen den Stoppminuten 3 und 9 wird fälschlicherweise oft mit einer heute obsoleten Anzeige der Telefongebühren verwechselt. Tatsächlich handelt es sich um ein Hilfsmittel zum Errechnen des Kraftstoffverbrauchs. Dabei wird der Verbrauch während 6 Minuten betrachtet und kann dann einfach auf die Stunde hochgerechnet werden. Wesentlich ist also der rot markiert 6 Minuten Index. Da in einem Cockpit das Ablesen wegen der Vibrationen und der möglicherweise schlechten Lichtverhältnisse nicht ganz einfach ist, wurde der rote "Kasten" als Lesehilfe um den eigentlichen Index gelegt.

Die massiven Leuchtmasse-Blöcke geben reichlich Licht ab, während die Uhr anfangs wie eine Taschenlampe leuchtet, bleibt sie die ganze Nacht hindurch deutlich sichtbar.

Das C.O.S.C und METAS zertifizierte Kaliber 9900 wird auch in anderen Uhren von Omega eingesetzt. Dank zweier Federhäuser bleiben die Gangabweichungen während der 60 Stunden Gangreserve unter einer halben Sekunde pro Tag. 54 Lagersteine und eine Hemmungsgruppe aus Silizium sorgen für tadellose Gangergebnisse.

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Eine erste Messung 1 Stunde nach Vollaufzug sieht hervorragend aus und entspricht exakt dem Zertifikat welches man bei Omega herunterladen kann.
