Verkauft Richemont auch Jaeger-LeCoultre?

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mezdis
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Verkauft Richemont auch Jaeger-LeCoultre?

Beitrag von mezdis »

Vorerst noch ein Gerücht... aber das wäre wohl bemerkenswerter als der kürzliche Baume & Mercier Deal.

https://www.capital.de/leben/uhren--his ... 11112.html
___________
Gruss mezdis
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cool runnings
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Re: Verkauft Richemont auch Jaeger-LeCoultre?

Beitrag von cool runnings »

Wenn es so kommt, dann weiß Jerome Lambert ganz genau was er kauft.
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khs3770
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Re: Verkauft Richemont auch Jaeger-LeCoultre?

Beitrag von khs3770 »

und wenn dann Cartier auch mal nicht (mehr) so läuft, was verkauft man dann? Klingt ja nicht gerade nach strategischer Ausrichtung mit Plan dahinter. Panerai haben sie ja auch in die Beliebigkeit verwässert mit Modellflut und Stückzahlen... :(
Dadurch dürfte sich Richemont gezwungen sehen, noch stärker auf seinen Umsatzprimus Cartier zu setzen, schließlich verzeichnete die Schmucksparte im jüngst bilanzierten dritten Quartal des Konzern-Geschäftsjahres ein Umsatzplus von stolzen 14 Prozent.
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mhanke
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Re: Verkauft Richemont auch Jaeger-LeCoultre?

Beitrag von mhanke »

khs3770 hat geschrieben: 10 Feb 2026, 15:24 und wenn dann Cartier auch mal nicht (mehr) so läuft, was verkauft man dann? Klingt ja nicht gerade nach strategischer Ausrichtung mit Plan dahinter. Panerai haben sie ja auch in die Beliebigkeit verwässert mit Modellflut und Stückzahlen... :(
Dadurch dürfte sich Richemont gezwungen sehen, noch stärker auf seinen Umsatzprimus Cartier zu setzen, schließlich verzeichnete die Schmucksparte im jüngst bilanzierten dritten Quartal des Konzern-Geschäftsjahres ein Umsatzplus von stolzen 14 Prozent.
Es wäre eine gewisse Gerechtigkeit, wenn die Konzerne nun das Schmuckgeschäft betreiben müssten. Schließlich haben sie mit ihrer Boutiquengier den seit Jahrzehnten etablierten Mehrmarken-Konzessionären das Wasser abgegraben, sodass diese sich auf ihr traditionelles Geschäft besannen und wieder zu Juwelieren wurden - ziemlich erfolgreich. Ich bezweifle, dass Monobrand-Schmuckboutiquen erfolgreich sein werden.

Marcus
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jeannie
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Re: Verkauft Richemont auch Jaeger-LeCoultre?

Beitrag von jeannie »

mhanke hat geschrieben: 10 Feb 2026, 21:55 Es wäre eine gewisse Gerechtigkeit, wenn die Konzerne nun das Schmuckgeschäft betreiben müssten. Schließlich haben sie mit ihrer Boutiquengier den seit Jahrzehnten etablierten Mehrmarken-Konzessionären das Wasser abgegraben, sodass diese sich auf ihr traditionelles Geschäft besannen und wieder zu Juwelieren wurden - ziemlich erfolgreich. Ich bezweifle, dass Monobrand-Schmuckboutiquen erfolgreich sein werden.
Bei den Kaufhäusern, also hier in der Schweiz, sehe ich als Grund des Niedergangs auch das Markendenken. Da haben sich die Häuser "House of Brands" genannt, wohl vergessend, dass Leute Waren kaufen und Leute, die nur Marken kaufen, immer noch in der Minderzahl sind. Wenn ich früher eine Hose kaufen wollte, dann ging ich in die Hosenabteilung. Immer mehr war es aber so, dass ich im Warenhaus zwölf verschiedene Marken abklappern musste, was die an Hosen haben. Das gleiche ist doch mit den Uhren: wenn ich eine Diver haben möchte, dann klappere ich nicht jeden Brand einzeln ab, was die so an Divers haben. Sicher kann ich mich im Netz schlaumachen, aber ihr wisst ja: am Handgelenk ist es schnell ganz anders als auf dem Bildschirm. Da wäre es doch praktisch, im gleichen Laden Alternativen vorgestellt zu bekommen. Denn bis der Kunde zum nächsten Flag Ship Store gelaufen ist, ist ihm die Lust an der Uhr vergangen. Wieder ein verlorener Umsatz.
http://www.watchtools.ch Uhrenwerkzeug, direkt aus der Schweiz.
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walter
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Re: Verkauft Richemont auch Jaeger-LeCoultre?

Beitrag von walter »

Quo vadis JLC:
Ich habe keine Ahnung, ob dieses Gerücht wahr wird.

Aber ich habe lange in einem Unternehmen gearbeitet, in dem verkauft, gekauft und verselbstständigt wurde.
Manche „Töchter/ Sparten“ haben den Verkauf nicht überlebt, ab die die übrig blieben sind in toto im DAX und/oder bei den neuen Inhabern gut bis sehr gut positioniert.

Merke: Selbstständigkeit kann Bremsen lösen

Ich mag JLC seit Jahrzehnten, habe aber manche Entscheidung nicht verstanden.

Beispiele:
* Warum hat JLC nicht den genialen Ewigen Kalender von IWC/ Öchslin genutzt/ nutzen dürfen? Stattdessen mehrere Generationen eigner Versionen, die sicher sehr teuer waren. Die horizontale Integration bei Richemont scheint sehr gering zu sein …
Watchmakers Watchmaker ???

* Omega und Co. pressen ihre Ikonen (Speedy, Carrera, Panarai usw.) bis zum Exzess aus. J
LC: Reverso…ok aber immer halt eine Nischenuhr ob Gehäuseform.

* Allein die Polaris rettet die Mittelklasse nicht, die Deep Sea wurde leise beerdigt. Warum nur eine halbherzeige Geophysik, auch die Mariner hätte mehr Engagement bei den wenigen sportlichen Uhren verdient.

* Im High End-Bereich hab ich keine Ahnung, aber die Hybris-Serien waren wohl nur für extreme (reiche) Sammler…sicher gut fürs Image, aber auch wirtschaftlich sinnvoll?

Möge ein guter neuer Investor gefunden werden, mit Jerome Lambert an der Spitze sicherlich eine gute Absprungbasis
Walter

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unnnamed
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Re: Verkauft Richemont auch Jaeger-LeCoultre?

Beitrag von unnnamed »

mhanke hat geschrieben: 10 Feb 2026, 21:55 Ich bezweifle, dass Monobrand-Schmuckboutiquen erfolgreich sein werden.
Denke ich auch. Und ebenso die Uhrenmonoboutiquen. Da ist ja doch oft gähnende
Leere. Personal und Miete (insbesondere diese) müssen aber bezahlt werden. Ist halt
letztlich alles irgendeine Show die, sind wir ehrlich, gar keiner braucht(e).

Die Auseinandersetzung mit den marketingstrategischen Gründe kann ich nur
erahnen. Aber egal, die sollen mal machen, was sie für richtig halten.
Gruß Bernd
Wider den postfunktionalen Konsum mit Neuzustandsfetisch.
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MCG
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Re: Verkauft Richemont auch Jaeger-LeCoultre?

Beitrag von MCG »

unnnamed hat geschrieben: 10 Feb 2026, 23:02
mhanke hat geschrieben: 10 Feb 2026, 21:55 Ich bezweifle, dass Monobrand-Schmuckboutiquen erfolgreich sein werden.
Denke ich auch. Und ebenso die Uhrenmonoboutiquen. Da ist ja doch oft gähnende
Leere. Personal und Miete (insbesondere diese) müssen aber bezahlt werden. Ist halt
letztlich alles irgendeine Show die, sind wir ehrlich, gar keiner braucht(e).
Ist mir letzte Woche in London wirklich eingefahren. Da gibt es Luxus Boutique an Luxus Boutique, nicht nur Uhren, generell Luxusbrands, (Umgebung Harrods) und jeder Laden war leer, mit drei Verkäufern oder Verkäuferinnen die miteinander quatschen… dass diese Kosten überweist werden müssen ist ja klar…
LG aus Mostindien - Markus
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unnnamed
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Re: Verkauft Richemont auch Jaeger-LeCoultre?

Beitrag von unnnamed »

Naja, aber das tragen die Konzis. Die Firmen betreiben das ja kaum selbstständig, es wird
nur ein solcher Auftritt gewünscht und die Konzis blechen zusätzlich noch für die
Boutique. In Teilen unterstützen die Firmen, aber die übernehmen das nicht voll.
Der Konzi hat also Miete und Personal an der Pobacke. Nicht der Hersteller.
Gruß Bernd
Wider den postfunktionalen Konsum mit Neuzustandsfetisch.
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mhanke
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Re: Verkauft Richemont auch Jaeger-LeCoultre?

Beitrag von mhanke »

walter hat geschrieben: 10 Feb 2026, 22:38
Beispiele:
* Warum hat JLC nicht den genialen Ewigen Kalender von IWC/ Öchslin genutzt/ nutzen dürfen? Stattdessen mehrere Generationen eigner Versionen, die sicher sehr teuer waren. Die horizontale Integration bei Richemont scheint sehr gering zu sein …
Watchmakers Watchmaker ???
Der Ewige von IWC ist von Kurt Klaus, nicht von Oechslin (der hat seinen Mechanismus für Ulysse Nardin entwickelt). Und soweit ich weiß, nutzt JLC sehr wohl den Mechanismus von Klaus.

Marcus
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walter
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Re: Verkauft Richemont auch Jaeger-LeCoultre?

Beitrag von walter »

mhanke hat geschrieben: 11 Feb 2026, 10:46 Der Ewige von IWC ist von Kurt Klaus, nicht von Oechslin (der hat seinen Mechanismus für Ulysse Nardin entwickelt). Und soweit ich weiß, nutzt JLC sehr wohl den Mechanismus von Klaus.

Marcus
Mit Klaus hast du recht, ich hab das verwechselt: Der EK von Oechslin lässt sich vor und rückstellen, der von Klaus nur vorstellen.
Und vorstellen lässt sich der von JLC mittels einem Drücker.
Walter

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